Wenn die Krankenkasse Druck macht, bleiben Sie ruhig, bestehen Sie auf schriftlicher Kommunikation statt Anrufen, dokumentieren Sie alles und holen Sie sich professionelle Hilfe bei Sozialverbänden (VdK, SoVD) oder der Verbraucherzentrale, da Sie nicht zu unüberlegten mündlichen Zusagen verpflichtet sind, aber Ihre Mitwirkungspflichten kennen müssen, um Sperrfristen zu vermeiden.
Wie verhalte ich mich, wenn die Krankenkasse Druck macht?
Nicht selten kommt es vor, dass Patienten, die Krankengeld beziehen, von den Mitarbeitern ihrer Krankenkasse angerufen und bedrängt werden. Der Sozialverband VdK rät, die Ruhe zu bewahren und sich an den VdK zu wenden.
Bin ich verpflichtet, der Krankenkasse Auskunft zu geben?
1 Satz 1 SGB V sind die Krankenkassen verpflichtet, dem Medizinischen Dienst die für die Beratung und Begutachtung erforderlichen Unterlagen vorzulegen und Auskünfte zu erteilen.
Kann meine Kasse mich zwingen, wieder arbeiten zu gehen?
Die Kasse kann niemanden zwingen wieder arbeiten zu gehen. Allerdings müssen selbst Patienten, die mit einer Krankschreibung ihres Arztes zu Hause bleiben, müssen damit rechnen, dass die Krankenkasse das Krankengeld einstellt. Dann hilft nur ein schriftlicher Widerspruch.
Was darf der medizinische Dienst nicht fragen?
Was darf der medizinische Dienst nicht? Der Medizinische Dienst hat nur die Voraussetzungen und Bedingungen zu kontrollieren, die das jeweilige pflegerische oder medizinische Thema betreffen. Themen wie Weltanschauung, religiöse Überzeugung oder politische Einstellung sind dabei zum Beispiel irrelevant und daher tabu.
Rat und Tat | Richtig reagieren, wenn die Kasse anruft!
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Wann schaltet die Krankenkasse den Medizinischen Dienst ein?
für Ihre Krankenkasse, die Ihnen Krankengeld zahlt, sollten Sie länger als sechs Wochen arbeitsunfähig sein, für Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, der/die diese Einschätzung medizinisch verantwortet.
Bin ich verpflichtet bei der Krankenkasse ans Telefon zu gehen?
Keine Pflicht für Erreichbarkeit per Telefon
Grundsätzlich müssen Krankgeschriebene ihrer gesetzlichen Krankenkasse keine Auskunft am Telefon geben und auch nicht ständig erreichbar sein.
Was tun bei Ärger mit der Krankenkasse?
Möchte man Beschwerde über seine Krankenkasse einreichen, kann man dies beim Bundesamt für Soziale Sicherung tun (ehemals Bundesversicherungsamt). Dies ist die zuständige Aufsichtsbehörde. Für private Krankenversicherer ist dagegen die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zuständig.
Was darf die Krankenkasse nicht fragen?
Wonach die Krankenkasse nicht fragen darf! Kein Fragerecht
- Selbsteinschätzung der eigenen Gesundheit.
- Frage nach dem Geschlecht,
- Frage nach der Gestaltung des Arbeitsplatzes,
- Frage, wann der Rentenantrag gestellt wird,
- Frage nach Problemen am Arbeitsplatz,
- Frage nach Urlaubsplänen,
Was muss ich der Krankenkasse über meine Krankheit erzählen?
Wonach darf mich die Kasse fragen? Unstrittig ist, dass Krankenkassen zur Auszahlung des Krankengeldes bestimmte Informationen erfragen müssen und auch dürfen. Dazu gehören beispielsweise die Kontonummer und die Höhe des Gehalts.
Wann ist man zu oft krank?
Ist der Beschäftigte mehr als 30 Tage (also 6 Wochen) im Jahr krank, so gilt dies grundsätzlich als unzumutbar.
Kann die Krankenkasse die Arbeitsunfähigkeit aufheben?
Darf die Krankenkasse meine Arbeitsunfähigkeit beenden? Ja, wenn sie nach Prüfung durch den MDK zu dem Ergebnis kommt, dass keine Arbeitsunfähigkeit mehr besteht (§ 275 SGB V). Gegen diese Entscheidung können Sie Widerspruch einlegen.
Kann die Krankenkasse beim Arzt anrufen?
Die Virchowbund-Praxisberaterin Margaret Plückhahn verrät, welche Anfragen Sie beantworten müssen – und welche nicht. Arztpraxen erhalten häufig Anfragen der Krankenkassen, insbesondere wenn sie Patienten krankschreiben (die Arbeitsunfähigkeit attestieren).
Welche Fragen stellt der MDK bei Depressionen?
Was wird geprüft?
- Mobilität.
- Verhaltensweisen und psychische Problemlagen.
- Kognitive und kommunikative Fähigkeiten.
- Selbstversorgung.
- Bewältigung von und selbständiger Umgang mit krankheits- und therapiebedingten Anforderungen und Belastungen.
- Gestaltung des Alltagslebens und soziale Kontakte.
Welche Rechte habe ich als Patient im Krankenhaus?
Zu den Rechten gehören unter anderem: das Einsichtsrecht in die Behandlungsunterlagen, das Recht auf Information und Aufklärung, das Recht auf Selbstbestimmung, das bedeutet, dass eine medizinische Maßnahme grundsätzlich nur mit Einwilligung der Patientin oder des Patienten erfolgen darf.
Wo beschwere ich mich über meine Krankenkasse?
Grundsätzlich haben Sie die Möglichkeit, Klage gegen eine Entscheidung Ihres privaten Krankenversicherungsunternehmens bei dem zuständigen Zivilgericht einzulegen. Sofern es sich um eine Angelegenheit der privaten Pflegepflichtversicherung handelt, ist das Sozialgericht zuständig.
Welcher Anwalt hilft bei Problemen mit der Krankenkasse?
anwalt.de-Tipp: Bei Fragen und Problemen mit Ihrer Krankenkasse wenden Sie sich, wenn es sich um eine gesetzliche Krankenversicherung handelt, an einen Rechtsanwalt für Sozialrecht oder im Falle einer privaten Krankenversicherung an einen Anwalt für Versicherungsrecht.
Welche gesetzliche Krankenkasse ist die beste?
Welche Krankenkasse ist die beste? Die Techniker Krankenkasse ist die beste Krankenkasse Deutschlands: Das ist das Ergebnis des Krankenkassen-Tests von Focus Money in der Ausgabe Nr. 7, 2025. Das zehnte Jahr in Folge kommt der Krankenkassen-Test auch im Jahr 2025 zu diesem Ergebnis.
Kann die Krankenkasse mich zwingen, wieder arbeiten zu gehen?
Kann meine Kasse mich zwingen, wieder arbeiten zu gehen? Nein. "Niemand kann mich zwingen krank arbeiten zu gehen", betont Michaela Schwabe von der Unabhängigen Patientenberatung. Doch auch wer mit einer Krankschreibung seines Arztes zu Hause bleibt, muss damit rechnen, dass die Krankenkasse das Krankengeld einstellt.
Was weiß die Krankenkasse über mich?
Die gesetzlichen Krankenkassen erheben und speichern eine große Anzahl an Sozialdaten ihrer Versicherten. Dazu gehören nicht nur Angaben wie der Name und die Anschrift, sondern auch Krankheitsdiagnosen und Abrechnungsbelege aus Heilbehandlungen.
Warum ruft die Krankenkasse an, wenn man krank ist?
Die Krankenkassen sind gesetzlich verpflichtet, die Arbeitsunfähigkeit von Versicherten durch den Medizinischen Dienst begutachten zu lassen, wenn es darum geht, den Behandlungserfolg zu sichern und die Arbeitsfähigkeit wiederherzustellen, oder. wenn Zweifel an der Arbeitsunfähigkeit bestehen.
Wie oft kommt der Medizinische Dienst zur Kontrolle?
Stationäre und ambulante Einrichtungen werden einmal jährlich einer MDK-Prüfung unterzogen. Der MDK muss die Prüfung bei ambulanten Diensten einen Tag vorher ankündigen. Eine Ausnahme gilt bei Anlassprüfungen – hier sollte die Prüfung unangekündigt erfolgen.
Kann MDK eine Krankschreibung beenden?
Eine Krankenkasse darf die vom Arzt attestierte Arbeitsunfähigkeit durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) überprüfen lassen. Wenn der MDK feststellt, dass der Versicherte wieder arbeitsfähig ist, kann die Krankengeldzahlung eingestellt werden.
Wer entscheidet, ob man arbeitsunfähig ist?
Die Krankenkassen sind gesetzlich verpflichtet (§ 275 des Sozialgesetzbuches V), in bestimmten Fällen die Arbeitsunfähigkeit (kurz: AU) von Versicherten zu prüfen. Sie beauftragen dann den MD mit der Klärung von medizinischen Sachfragen. Dies ist zum einen bei medizinischen Unklarheiten der Fall.
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