Welche Unterlagen brauche ich für einen GdB-Antrag?

Für einen GdB-Antrag benötigen Sie das Antragsformular, persönliche Daten, Angaben zu Ihren Erkrankungen und Ärzten sowie aktuelle medizinische Unterlagen wie Facharztberichte, Reha-/Entlassungsberichte, Gutachten (z. B. von Rentenversicherung, Pflegekasse), Fotos und ggf. frühere Bescheide; entscheidend ist die Einverständniserklärung zur Schweigepflichtentbindung, damit das Amt die notwendigen Informationen einholen kann.

Welche Unterlagen brauche ich für einen GdB-Antrag?

Für einen Antrag auf Feststellung des GdB (Grad der Behinderung) benötigen Sie den offiziellen Antrag, persönliche Daten, ein Lichtbild sowie umfassende medizinische Unterlagen (Arztberichte, Krankenhausberichte, Befunde) aus den letzten Jahren, die Ihre Funktionsbeeinträchtigungen belegen; idealerweise sollten Sie auch die Adressen behandelnder Ärzte und evtl. andere Bescheide (z.B. Pflegegrad) beilegen, wobei die Behörden bei Einverständnis fehlende Unterlagen selbst anfordern können. 

Was braucht man für GdB?

Wie bekomme ich einen Grad der Behinderung (GdB)?

Einen Grad der Behinderung (GdB) müssen Sie beantragen. Dafür stellen Sie einen schriftlichen Antrag auf Feststellung einer Behinderung bei Ihrem Versorgungsamt. Dort können Sie auch einen Schwerbehindertenausweis und die Merkzeichen beantragen.

Welche Krankheiten kann man beim Versorgungsamt geltend machen?

Beim Versorgungsamt können Sie fast jede chronische oder schwere Erkrankung geltend machen, die Ihre Teilhabe am Leben beeinträchtigt, darunter Herz-Kreislauf-Leiden, Atemwegserkrankungen (Asthma, COPD), Diabetes, Multiple Sklerose, Parkinson, Krebs, chronische Schmerzen, Rückenleiden, neurologische Störungen, psychische Erkrankungen (Depressionen, PTBS) sowie Folgen von Schlaganfällen oder Schädel-Hirn-Traumata; entscheidend ist die Feststellung eines Grads der Behinderung (GdB), der durch die Behinderung entsteht, wobei der GdB je nach Schweregrad variiert (z.B. GdB 50-100 bei ALS).
 

Welche Krankheiten entsprechen einem GdB von 50?

Ein GdB (Grad der Behinderung) von 50 bedeutet Schwerbehinderung und wird bei verschiedenen Krankheiten vergeben, die das Leben stark beeinträchtigen, wie mittelschwere Depressionen, Schlafapnoe, schwere Migräne, Diabetes mit starken Schwankungen, Herzleiden mit Leistungsminderung, COPD (GOLD 3), schwere Endo-metriose, oder auch Amputationen (z.B. Verlust einer Hand), aber auch massiven Gesichtsverlust oder Tinnitus mit starken psychischen Folgen. Es kommt immer auf die konkrete Funktionseinschränkung an, nicht nur auf die Diagnose, wobei mehrere Beeinträchtigungen zu einem GdB 50 führen können. 

GdB beantragen: 5 Tipps für deinen GdB Antrag - So ermittelt man den Grad der Behinderung!

16 verwandte Fragen gefunden

Welche Behinderungen entsprechen einem Grad der Behinderung 50?

Erst Menschen mit einem GdB von 50 oder mehr gelten als schwerbehindert. Bei einem Grad der Behinderung unter 50, aber von mindestens 30 kann die oder der Betroffene Menschen mit Schwerbehinderung unter bestimmten Umständen gleichgestellt sein.

Welcher GdB bei welcher Krankheit Tabelle?

Der Grad der Behinderung (GdB) wird nicht pauschal pro Krankheit festgelegt, sondern hängt von der Schwere der Einschränkungen ab, die eine Erkrankung verursacht, wobei es Richtwerte gibt: Leichte Schmerzen können 10-20, schwere chronische Schmerzen 50-70, Depressionen 20-70, Morbus Crohn/Colitis ulcerosa 30-60, Arthrose 20-50 und Krebs oft 50-100 (während der Heilungsbewährung) sein, während Herz-Kreislauf-Erkrankungen 20-100 und Multiple Sklerose 50-100 umfassen können, wobei die Werte je nach Ausmaß der sozialen Anpassungsschwierigkeiten variieren. Die offiziellen Werte stehen in den "Versorgungsmedizinischen Grundsätzen", die von den Bundesländern herausgegeben werden. 

Wie viel Geld bekommt man bei 50% Behinderung?

Bei einem Grad der Behinderung (GdB) von 50 erhalten Sie kein direktes monatliches "Geld", sondern steuerliche Vorteile wie den Behinderten-Pauschbetrag von 1.140 € pro Jahr (Stand 2021) sowie Nachteilsausgleiche wie Zusatzurlaub und Kündigungsschutz; bei Merkzeichen wie „G“ können auch Fahrtkosten abgesetzt werden. Ob Sie Grunderwerbsminderungsrente oder Grundsicherung beziehen, hängt von Ihrer Erwerbsfähigkeit und Ihrem Einkommen ab, nicht nur vom GdB.
 

Was zählt alles zur körperlichen Behinderung?

Eine körperliche Behinderung ist eine dauerhafte Einschränkung der körperlichen Funktionen, oft des Stütz- und Bewegungsapparats oder von Organen, die die Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt, z.B. durch Schäden am Nervensystem, Skelett oder Gliedmaßen, die angeboren oder erworben (Unfall, Krankheit) sein kann. Rechtlich zählt, wenn Abweichungen vom altersgemäßen Zustand länger als sechs Monate bestehen und die Teilhabe behindern.
 

Was muss man tun, um einen Grad der Behinderung zu bekommen?

Um einen Grad der Behinderung (GdB) zu bekommen, müssen Sie einen Antrag beim zuständigen Versorgungsamt stellen, indem Sie Ihre gesundheitlichen Einschränkungen (körperlich, geistig, seelisch), die länger als sechs Monate bestehen, darlegen und die behandelnden Ärzte nennen; das Amt prüft die Unterlagen und lässt gegebenenfalls ein versorgungsärztliches Gutachten erstellen, um den GdB festzulegen.
 

Was macht ein Gutachter vom Versorgungsamt?

Den Gutachtern des Versorgungsamtes dienen sie als Richtlinie und Grundlage für die Bewertung des GdB – also der verschiedenen Auswirkungen von gesundheitlichen Beeinträchtigungen unter besonderer Berücksichtigung ihres Zusammenwirkens.

Wie viel Geld bekommen Behinderte im Monat?

Menschen mit Behinderung erhalten monatlich unterschiedliche Beträge, die vom Grad der Behinderung, den Lebensumständen und dem Bezug von Sozialleistungen abhängen, oft gibt es einen Regelsatz (z.B. 563 € für alleinstehende Bürgergeld-Empfänger) plus einen Mehrbedarf (z.B. 17 % = ca. 96 €), sowie mögliche Zuschüsse wie das Persönliche Budget (oft 200-800 €), Arbeitsförderungsgeld (bis 52 €) oder Leistungen aus der Pflegekasse, plus Steuerentlastungen durch Pauschbeträge (z.B. 1780 €/Jahr bei GdB 70). 

Wie stellt man am besten einen Antrag auf Schwerbehinderung?

Um einen Schwerbehindertenantrag zu stellen, müssen Sie sich an das für Ihren Wohnort zuständige Versorgungsamt oder Sozialamt wenden (oft online oder per Formular) und Angaben zu Ihrer gesundheitlichen Situation sowie Behandlungsunterlagen einreichen; der Antrag führt zur Feststellung des GdB (Grad der Behinderung) und bei mindestens 50 GdB zur Ausstellung des Schwerbehindertenausweises, wobei Sie auch Merkzeichen beantragen können. Eine deutliche Beschleunigung der Bearbeitung erreichen Sie, wenn Sie sich auf eine Haupterkrankung (z.B. Krebs) konzentrieren, da dies weniger ärztliche Anfragen erfordert.
 

Welche Krankheiten werden beim Schwerbehindertenausweis anerkannt?

Schwerbehinderung (GdB ab 50) kann durch fast jede chronische Krankheit oder körperliche/psychische Einschränkung verursacht werden, die das tägliche Leben beeinträchtigt, wie Multiple Sklerose, Demenz, chronische Schmerzen, Krebs, Diabetes, psychische Störungen (Schizophrenie, schwere Depressionen), Seh- oder Hörbehinderungen, Hirnschäden (z.B. nach Schlaganfall), COPD oder Parkinson. Der Grad der Behinderung (GdB) wird individuell festgelegt, basierend auf der Schwere der Funktionsbeeinträchtigungen, nicht nur auf der Diagnose selbst.
 

Wie wirkt sich 50% Schwerbehinderung auf die Rente aus?

Ein Grad der Behinderung (GdB) von 50 ermöglicht es, bis zu zwei Jahre früher abschlagsfrei in die Altersrente zu gehen, sofern mindestens 35 Versicherungsjahre erfüllt sind. Die Schwerbehinderung muss zum Rentenbeginn vorliegen, auch wenn sie später wegfällt, was die Rente nicht mehr beeinflusst. Zusätzlich können steuerliche Vorteile durch den Behinderten-Pauschbetrag genutzt werden. 

Wie wird der GdB bei mehreren Krankheiten berechnet?

Wie berechnet sich der GdB bei mehreren Krankheiten? Liegen mehrere Erkrankungen vor, wird der Grad der Behinderung nicht einfach addiert, sondern die Beeinträchtigungen werden gemeinsam bewertet. So müssen zwei Erkrankungen, die jeweils zu einem GdB von 30 führen, nicht zwangsläufig einen GdB von 60 ergeben.

Welche Krankheiten erhöhen den Grad der Behinderung?

Krankheiten, die den Grad der Behinderung (GdB) erhöhen, sind alle chronischen Leiden, die das tägliche Leben und die Funktionsfähigkeit beeinträchtigen, wie z. B. Diabetes, Multiple Sklerose, Krebsfolgen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, neurologische Störungen (Parkinson, Epilepsie), schwere Schmerzsyndrome, psychische Erkrankungen (Depressionen) und orthopädische Probleme, wobei der GdB je nach Schweregrad und Auswirkungen variiert und von den Versorgungsämtern festgelegt wird. 

Was fällt unter körperliche Behinderung?

Eine körperliche Behinderung ist eine Einschränkung der körperlichen Funktionsfähigkeit, Mobilität, Geschicklichkeit oder Ausdauer einer Person . Weitere körperliche Behinderungen umfassen Beeinträchtigungen, die andere Aspekte des täglichen Lebens einschränken, wie beispielsweise Atemwegserkrankungen, Blindheit, Epilepsie und Schlafstörungen.

Welche Krankheiten muss man haben, um 50% Behinderung zu bekommen?

Ein GdB (Grad der Behinderung) von 50 bedeutet Schwerbehinderung und wird bei verschiedenen Krankheiten vergeben, die das Leben stark beeinträchtigen, wie mittelschwere Depressionen, Schlafapnoe, schwere Migräne, Diabetes mit starken Schwankungen, Herzleiden mit Leistungsminderung, COPD (GOLD 3), schwere Endo-metriose, oder auch Amputationen (z.B. Verlust einer Hand), aber auch massiven Gesichtsverlust oder Tinnitus mit starken psychischen Folgen. Es kommt immer auf die konkrete Funktionseinschränkung an, nicht nur auf die Diagnose, wobei mehrere Beeinträchtigungen zu einem GdB 50 führen können. 

Kann ich den GdB rückwirkend beantragen?

Wie lange kann man den GdB rückwirkend beantragen? In der Regel können Sie beim Versorgungsamt den GdB nicht rückwirkend beantragen.

Wird der Grad der Behinderung dem Finanzamt gemeldet?

Bislang wurde der Grad der Behinderung beim Finanzamt durch Vorlage des Bescheids oder des Schwerbehindertenausweises nachgewiesen. Ab 2026 ändert sich das Verfahren grundlegend: Die Übermittlung erfolgt ausschließlich elektronisch, wofür die Steuer-Identifikationsnummer (Steuer-ID) erforderlich ist.

Welche Grad der Behinderung gibt es bei Bluthochdruck?

Für einen geringen Bluthochdruck (Hochnormaler Bluthochdruck) gibt es einen GdB von 0 – 10, wohingegen es für einen Bluthochdruck Grad 3 (Maligner Bluthochdruck) mit starken körperlichen Auswirkungen einen GdB von 100 geben kann. Somit liegt die Spanne des GdB beim Bluthochdruck zwischen 10 und 100.

Kann ich mit einem Grad der Behinderung von 50 einen Schwerbehindertenausweis bekommen?

Der Schwerbehindertenausweis kann ausgestellt werden, wenn der GdB wenigstens 50 beträgt. Menschen mit Behinderungen, deren GdB auf weniger als 50 festgestellt ist, können keinen Ausweis erhalten (siehe aber Abschnitt „Gleichstellung mit schwerbehinderten Menschen“).

Wird Arthrose als Schwerbehinderung anerkannt?

Ja, die Erkrankung kann hierzulande als Behinderung anerkannt werden. In Ausnahmefällen (z. B. bei besonders schwerwiegenden Beeinträchtigungen) lässt sich Arthrose auch als Schwerbehinderung einstufen.