Ja, man kann Bürgergeld auch ohne deutschen Pass beantragen, aber es gelten besondere Voraussetzungen abhängig vom Aufenthaltsstatus, wie etwa eine Arbeitserlaubnis und der Lebensmittelpunkt in Deutschland, wobei Asylbewerber oft zuerst Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erhalten, aber später auch Bürgergeld bekommen können, wenn sie die Kriterien erfüllen.
Kann man ohne deutsche Staatsbürgerschaft Bürgergeld bekommen?
Bürgergeld gibt es auch für Personen, die keine deutsche Staatsbürgerschaft haben.
Wer kann Bürgergeld beantragen als Ausländer?
Sind bestimmte Voraussetzungen erfüllt, können Sie auch als Ausländer einen Bürgergeld-Antrag stellen. Damit Sie Bürgergeld beziehen können, wird grundsätzlich die Erwerbsfähigkeit sowie die Bedürftigkeit vorausgesetzt. Als erwerbsfähig gelten Sie, wenn Sie mindestens 3 Stunden am Tag arbeiten können.
Kann jeder in Deutschland Bürgergeld beantragen?
Voraussetzungen für Bürgergeld
Sie sind mindestens 15 Jahre alt und Sie haben die Altersgrenze für Ihre Rente noch nicht erreicht. Sie wohnen in Deutschland und haben hier Ihren Lebensmittelpunkt. Sie können mindestens 3 Stunden pro Tag arbeiten. Sie oder Mitglieder Ihrer Bedarfsgemeinschaft sind hilfebedürftig.
Wer hat keinen Anspruch auf Bürgergeld?
Sie haben keinen Anspruch auf Bürgergeld, wenn Sie
Dann haben Sie Anspruch auf Hilfe zum Lebensunterhalt oder Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung. nicht hilfebedürftig sind. wenn ausreichend verwertbares Vermögen vorhanden ist oder ein unabweisbarer Bedarf anderweitig gedeckt werden kann.
Fragen und Antworten zum Bürgergeld
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Wann wird Bürgergeld abgelehnt?
Man bekommt kein Bürgergeld, wenn das eigene Einkommen oder das der Bedarfsgemeinschaft ausreicht, um den Lebensunterhalt zu decken, wenn man über erhebliches, verwertbares Vermögen (über den Freibeträgen) verfügt, wenn man sich in einer stationären Einrichtung (z.B. Gefängnis) befindet oder wenn man andere Sozialleistungen wie BAföG (vorrangig) beziehen könnte. Auch Studierende haben meist keinen Anspruch, es sei denn, es liegen besondere Gründe vor.
Welche Bedingungen muss ich erfüllen, um Bürgergeld zu bekommen?
Damit du Bürgergeld beantragen kannst, musst du “erwerbsfähig” sein. Diese Erwerbsfähigkeit ist eindeutig definiert: Erwerbsfähig ist, wer unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes mindestens 3 Stunden täglich arbeiten kann.
Kann ich Bürgergeld ohne festen Wohnsitz erhalten?
Auch ohne festen Wohnsitz besteht unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf Bürgergeld. Eine offizielle Meldeadresse ist nicht zwingend erforderlich, vereinfacht aber den Ablauf. Das Jobcenter kann eine Postanschrift akzeptieren, zum Beispiel bei Freunden, in Obdachlosenunterkünften oder durch eine Postfachlösung.
Welche Staatsbürger beziehen Bürgergeld?
Bürgergeld richtet sich an Menschen, die keinen Anspruch auf Leistungen aus einer beitragsfinanzierten Versicherung wie der Arbeitslosenversicherung haben. Aufgrund dessen werde das Bürgergeld auch nicht aus Sozialversicherungsbeiträgen gezahlt, sondern aus Steuern.
Wie lange dauert es, bis Bürgergeld genehmigt wird?
Die Bearbeitung eines Bürgergeld-Antrags dauert meistens 3 bis 4 Wochen, wenn alle Unterlagen vollständig sind, kann aber auch schneller (ca. 2 Wochen) oder länger dauern, abhängig von Auslastung und Komplexität. In der Theorie haben Jobcenter bis zu sechs Monate Zeit, aber in der Praxis wird meist innerhalb eines Monats entschieden. Schnelle Entscheidungen gibt es oft bei Anträgen mit Eilbedarf, wie z.B. bei Wegfall des Einkommens.
Welche Aufenthaltstitel berechtigt zum Bürgergeld?
Familienangehörige von Deutschen und Ausländer*innen mit humanitärem Aufenthalt in gemeinsa- mer BG) kann auch mit Schengenvisum ein Anspruch auf Bürger- geld bestehen. Ansonsten: Anspruch auf Überbrückungsleistun- gen nach § 23 Abs. 3 Satz 3ff SGB XII.
Wie viel Geld zahlt Deutschland für Ausländer?
Kosten des Bundes in Deutschland für Flüchtlinge und Asyl bis 2029. Im Jahr 2024 betrugen die Kosten des Bundes in Deutschland für Flüchtlinge und Asyl insgesamt rund 28 Milliarden Euro. Damit sanken sie um circa 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Haben nicht EU-Ausländer Anspruch auf Sozialhilfe?
Das Recht zur Inanspruchnahme von Grundsicherungsleistungen existiert in Deutschland derzeit längst nicht für alle EU-Ausländer. Das Recht auf Freizügigkeit der Arbeitnehmer ist zwar ein zentrales Element der Europäischen Union. Ohne Beschränkungen soll jeder Arbeitnehmer dort tätig werden können, wo er will.
Wie erhält man am einfachsten die deutsche Staatsbürgerschaft?
Arbeiten in Deutschland als hochqualifizierter Arbeiter
Wer in Deutschland ein Visum für qualifizierte Arbeitskräfte erhält, kann nach fünf Jahren Aufenthalt (drei Jahre nach Abschluss von Integrationskursen) die deutsche Staatsbürgerschaft erlangen . Zu diesen Arbeitsvisa gehören unter anderem die Blaue Karte EU.
Wie hoch ist Bürgergeld 2025?
Für 2025 bleiben die Bürgergeld-Regelsätze stabil: Alleinstehende erhalten 563 € (Stufe 1), Partner in Bedarfsgemeinschaften 506 € (Stufe 2). Jugendliche (14-17 Jahre) bekommen 471 € (Stufe 4) und Kinder (6-13 Jahre) 390 €. Hinzu kommen die tatsächlichen Kosten für Unterkunft und Heizung (KdU), die von der Kommune festgelegt werden, sowie Mehrbedarfe.
Kann man ohne Niederlassungserlaubnis einen deutschen Pass beantragen?
Ja. Wenn Sie ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht besitzen oder unter bestimmte Ausnahmeregelungen fallen, kann eine Einbürgerung auch ohne vorhandene Niederlassungserlaubnis möglich sein.
Wem steht Bürgergeld nicht zu?
Studierende, die nicht im Haushalt der Eltern leben und wenig Geld haben, haben keinen Anspruch auf Bürgergeld (§ 7 Abs. 5 SGB 2). Sie können Bafög beantragen. Auszubildende können während einer beruflichen Ausbildung allerdings bei Bedarf zusätzlich Bürgergeld bekommen.
Können EU-Bürger in Deutschland Sozialleistungen beziehen?
Wenn Sie Ihren Arbeitsplatz verloren haben, können Sie unter bestimmten Voraussetzungen Arbeitslosengeld beziehen . Anspruchsberechtigt sind Sie, wenn Sie einer der folgenden Gruppen angehören: Sie stammen aus der Europäischen Union (EU), sind Bürger des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) oder der Schweiz.
Was ändert sich mit dem Bürgergeld 2026?
Ab 2026 wird das Bürgergeld voraussichtlich durch eine neue Grundsicherung ersetzt, mit geplanten Änderungen wie härteren Sanktionen bei Pflichtverletzungen (z.B. 30 % Kürzung bei Meldeversäumnissen) und Änderungen bei der Vermögensprüfung. Die Regelsätze bleiben vorerst stabil bei 563 € für Alleinstehende, aber die Auszahlung per Scheck wird abgeschafft (Girokonto nötig) und es gibt strengere Vorgaben für die Angemessenheit von Mietkosten.
Wie bekomme ich eine Meldeadresse ohne Wohnsitz?
Eine Meldeadresse ohne Wohnung bekommt man durch die Anmeldung bei einer Beratungsstelle der Wohnungslosenhilfe, einer karitativen Einrichtung oder durch eine Vereinbarung mit Familie/Freunden (mit deren Zustimmung), um postalisch erreichbar zu sein; alternativ kann man sich auch offiziell als „o.f.W.“ (ohne festen Wohnsitz) melden, wobei die Anschrift dann nur Ort und PLZ ist, was jedoch steuerliche Nachteile (Steuerklasse 6) haben kann, die man beim Finanzamt für ein Jahr auf Steuerklasse 1 ändern lassen kann.
Kann man Bürgergeld ohne Konto bekommen?
Du hast einen gesetzlichen Anspruch auf ein sogenanntes Basiskonto – auch wenn du kein Geld auf dem Konto hast oder Schulden hast. Alle Informationen zum Basiskonto findest du auf der Seite der Finanzdienstleistungsaufsicht.
Hat ein Obdachloser Recht auf Bürgergeld?
Wohnungslose Menschen haben in Deutschland Anspruch auf Sozialleistungen wie beispielsweise das Bürgergeld.
Was sind die Nachteile von Bürgergeld?
Nachteile des Bürgergelds sind mögliche Sanktionen bei Pflichtverletzungen (Termine versäumen), die oft geringe finanzielle Differenz zum Niedriglohnjob, was die Motivation zum Arbeiten schwächen kann, die Anrechnung von Einkommen, die Bürokratie und die fehlende Rentenversicherungsbeiträge bei Bezug, was die spätere Rente schmälert, sowie die Debatten um die Angemessenheit der Leistungen. Auch die drohende Streichung der Karenzzeit erhöht den Druck, da Vermögen früher geprüft wird.
Welche Unterlagen darf das Jobcenter nicht verlangen?
Das Jobcenter darf keine Unterlagen verlangen, die nicht zur Feststellung der Hilfebedürftigkeit notwendig sind, wie etwa vollständige, ungeschwärzte Kontoauszüge (Angaben zu Politik, Religion, Gewerkschaft etc. dürfen geschwärzt werden), unnötige Details zum Partner (z.B. Arbeitgeber-Infos, wenn kein Bedarfsgemeinschaft) oder die EC-Karte selbst. Es darf auch keine pauschalen „lückenlosen“ Offenlegungen fordern und muss die Möglichkeit zur Schwärzung geben, besonders bei sensiblen Daten (Art. 9 DSGVO).
Wie viel Geld darf ich beim Bürgergeld auf dem Konto haben?
Beim Bürgergeld darf man in der Karenzzeit (erstes Jahr) als Einzelperson bis zu 40.000 Euro Vermögen haben, jede weitere Person in der Bedarfsgemeinschaft zusätzlich 15.000 Euro, danach sinkt die Grenze auf 15.000 Euro pro Person. Ein Auto bis 7.500 € Wert und selbstgenutztes Wohneigentum zählen nicht dazu. Geld auf dem Konto wird als Vermögen gezählt und unterliegt diesen Freibeträgen, die darüber hinaus für den Lebensunterhalt eingesetzt werden muss.
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