Ja, eine private Krankenversicherung (PKV) ohne eigenes Einkommen ist möglich, etwa für nicht erwerbstätige Ehepartner (Familientarif), Studierende, Kinder oder bei Arbeitslosigkeit, wenn die Voraussetzungen für eine Befreiung von der GKV-Pflicht erfüllt sind oder man über eigene Mittel verfügt; oft wechselt man in den Basistarif oder passt Tarife an, um Kosten zu senken, wobei Bezieher von ALG I oder II Leistungen der Bundesagentur/des Jobcenters für die Beiträge erhalten können.
Was kostet eine private Krankenversicherung ohne Einkommen?
Dieser sogenannte Mindestbeitrag für die Krankenversicherung ohne Einkommen liegt bei 1.248,33 Euro im Monat (Stand 2025). Davon zahlst du 14,0 Prozent plus Zusatzbeitrag. Beziehst du Arbeitslosengeld I oder II, beteiligt sich die Bundesagentur für Arbeit an den Kosten.
Kann man sich ohne Einkommen privat krankenversichern?
In Deutschland gilt seit 2009 eine allgemeine Versicherungspflicht. Auch Personen ohne Einkommen müssen sich demnach krankenversichern. Eine Absicherung in der PKV steht häufig auch Personen ohne eigenem Einkommen wie etwa Hausfrauen, Hausmännern, Studierenden oder geringfügig Beschäftigten offen.
Wie kann ich mich krankenversichern, wenn ich kein Einkommen habe?
Wenn Sie arbeitslos sind und keine Leistungen von der Agentur für Arbeit oder vom Jobcenter erhalten, müssen Sie sich selbst versichern. Sie können sich bei uns - unter bestimmten Voraussetzungen - freiwillig versichern oder in die kostenlose Familienversicherung eines Angehörigen wechseln.
Wie viel Einkommen braucht man, um privat versichert zu sein?
Seit 2013 wurde diese Entgeltgrenze um über 48 Prozent erhöht: von 52.200 Euro auf 77.400 Euro ab 2026. Anders gerechnet: Ab dem kommenden Jahr muss ein Arbeitnehmer 2.100 Euro mehr im Monat verdienen als im Jahr 2013, um in die Private Krankenversicherung wechseln zu können.
Der größte IRRGLAUBE über die PKV! (Experte klärt auf)
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Für wen lohnt sich eine private Krankenversicherung?
Eine private Krankenversicherung (PKV) lohnt sich oft für junge, gesunde Alleinstehende, Gutverdiener (über der Versicherungspflichtgrenze), Selbstständige, Freiberufler und besonders für Beamte wegen der Beihilfe. Auch Studenten, die älter als 25 sind und nicht mehr familienversichert werden können, profitieren häufig von günstigeren Tarifen und besseren Leistungen. Sie bietet oft bessere medizinische Versorgung (schnellere Termine, Chefarzt, Einbettzimmer) und individuelle Tarife, erfordert aber auch eine gute Absicherung für das Alter, da Beiträge nicht einkommensabhängig sind.
Wie hoch ist das Mindesteinkommen für die private Krankenversicherung?
Arbeitnehmer:innen müssen ein jährliches Einkommen von mehr als 73.800 € brutto (Stand 2025) erzielen, um Mitglied der privaten Krankenversicherung werden zu können. Sonderzahlungen, Urlaubs- und Weihnachtsgeld, Boni oder geldwerte Vorteile wie Dienstwagen werden ebenfalls dem Einkommen zugerechnet.
Kann ich mich privat versichern, wenn ich nicht arbeite?
Ja. Die Befreiung ist auf Antrag möglich, sofern Sie in den letzten fünf Jahren privat versichert waren und nun arbeitslos geworden sind. In diesem Fall übernimmt die Bundesagentur für Arbeit die Beiträge für Ihre private Krankenversicherung.
Wie zahlt man die Krankenversicherung, wenn man nicht arbeitet?
Wenn Sie arbeitslos sind und Arbeitslosengeld oder Bürgergeld erhalten, meldet Sie der Leistungsträger als versicherungspflichtiges Mitglied bei der AOK an. Für Empfänger von Arbeitslosengeld übernimmt die Bundesagentur für Arbeit die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung.
Welche Alternativen gibt es zur privaten Krankenversicherung?
Die GKV ist die größte Alternative zur PKV und bietet:
Familienversicherung – Ehepartner und Kinder ohne eigenes Einkommen sind beitragsfrei mitversichert. Solidarprinzip – Alle Versicherten erhalten die gleichen Leistungen, unabhängig von Alter oder Gesundheitszustand.
Wie viel kostet eine AOK Krankenversicherung im Monat ohne Einkommen?
Ohne Einkommen zahlen Sie bei der AOK einen monatlichen Mindestbeitrag als freiwillig Versicherter, der sich aus dem allgemeinen Beitragssatz (14,6 %) plus dem kassenindividuellen Zusatzbeitrag errechnet, basierend auf einem fiktiven Mindesteinkommen – für 2026 liegt der Mindestbeitrag (inkl. Pflege) bei etwa 270 € bis 300 €, wobei die AOK-Beiträge variieren und Sie bei keinen Einkünften über Ersparnisse direkt die AOK kontaktieren sollten, da die genaue Höhe vom Zusatzbeitrag und Pflegesatz abhängt.
Kann ich mich einfach so privat krankenversichern?
Privat versichern kann sich jeder, der nicht der gesetzlichen Versicherungspflicht unterliegt und damit freiwillig in der GKV versichert ist. Unter dieser Voraussetzung können Sie sich entscheiden, ob Sie freiwilliges Mitglied in der GKV werden oder ob Sie in die PKV wechseln.
Was kostet eine 1 Monat private Krankenversicherung?
Die Kosten für eine private Krankenversicherung (PKV) variieren stark je nach Alter, Gesundheitszustand, Beruf und gewünschten Leistungen, liegen aber oft zwischen 350 € und über 1000 € monatlich; Angestellte zahlen typischerweise weniger (ca. 250-700 €), Selbstständige mehr (ca. 500-900 €), während Beamte durch die Beihilfe deutlich weniger (ca. 200-350 €) zahlen, wobei der Durchschnitt 2025 bei rund 620 € lag, so Verivox.
Was passiert, wenn ich die PKV nicht mehr bezahlen kann?
Versicherte, die Schwierigkeiten bekommen, ihren PKV-Beitrag zu zahlen, sollten sich an ihren Versicherer wenden und mit ihm nach Lösungen suchen. Sind sie nur vorübergehend zahlungsunfähig, können sie den Versicherer um eine Stundung der Beiträge bitten. Der Versicherer ist hierzu allerdings nicht verpflichtet.
Welche Nachteile hat die private Krankenversicherung im Alter?
Beiträge im Alter: Es kann richtig teuer werden
In der PKV kann der Beitrag (z.B. aufgrund von Risikozuschlägen bei Vorerkrankungen) deutlich höher liegen. Wer jung einsteigt, zahlt anfangs oft weniger – aber: mit den Jahren kann das kippen. Besonders im Rentenalter, wenn das Einkommen sinkt.
Kann ich privat versichert bleiben, wenn ich arbeitslos bin?
Was gilt bei Arbeitslosengeld II? Privatversicherte, die Arbeitslosengeld II erhalten, bleiben in der Privaten Krankenversicherung. Anders als bei Bezug von ALG I werden sie nicht versicherungspflichtig in der Gesetzlichen Krankenversicherung.
Warum kann sich nicht jeder privat versichern?
Gesetzliche Grenzen.
Angestellte dürfen sich nur privat krankenversichern, wenn ihr Einkommen über der Versicherungspflichtgrenze von derzeit 77 400 Euro brutto im Jahr liegt (Wert für 2026). Beamte und Selbstständige dürfen unabhängig vom Einkommen in die private Krankenversicherung.
Ist es strafbar, nicht krankenversichert zu sein?
Nein, es ist nicht strafbar, in Deutschland nicht krankenversichert zu sein, aber es ist verpflichtend und führt zu erheblichen Nachteilen wie hohen Nachzahlungen von Beiträgen, Säumniszuschlägen und der vollen Kostenübernahme bei Behandlungen. Wer unversichert ist, muss bei späterem Wiedereintritt die gesamten Beiträge rückwirkend zahlen und riskiert bei Krankheit hohe Kosten, auch wenn Ärzte eine Behandlung nicht verweigern dürfen.
Wie viel kostet eine private Krankenversicherung ohne Einkommen?
Im Alter von 30 Jahren und einer selbstständigen Tätigkeit müssen kinderlose Privatversicherte in Tarifen mit Basis-Leistungen mit Kosten von etwa 290 Euro monatlich rechnen. Für Angestellte, bei denen der Arbeitgeber die Hälfte der Kosten übernimmt, beginnen die Beiträge bei etwa 177 Euro.
Wie viel Geld braucht man, um privat versichert zu sein?
Um sich privat krankenversichern zu können, müssen Sie als Arbeitnehmer ein Bruttojahreseinkommen über der sogenannten Versicherungspflichtgrenze (JAEG) haben, die 2025 bei 73.800 € liegt und 2026 auf 77.400 € steigt. Selbstständige und Beamte sind generell versicherungsfrei und können sofort wechseln. Die monatlichen Kosten der PKV variieren stark je nach Alter, Gesundheitszustand und Tarif, aber Beispiele zeigen, dass Selbstständige ab ca. 50.000 € Einkommen mit Beiträgen um 359 € rechnen können.
Kann ich mich mit 60 noch privat versichern?
Keine Sorge. Auch im Ruhestand sind Rentner und Rentnerinnen genauso kranken- und pflegeversichert wie im bisherigen Erwerbsleben. PKV-versicherte Rentner und Rentnerinnen verfügen auch weiterhin wie gewohnt über alle Leistungen.
Wann lohnt eine private Krankenversicherung?
Eine private Krankenversicherung (PKV) lohnt sich meist ab einem bestimmten Einkommen (aktuell ca. 73.800 € brutto/Jahr), für junge Gesunde (unter 40) mit guten Tarifen, für Selbstständige und Beamte, sowie wenn man individuelle Leistungen und bessere medizinische Versorgung wünscht, da dann die Beiträge oft günstiger sein können als die GKV-Maximalbeiträge, vor allem bei gutem Gesundheitszustand und Eintrittsalter.
Was sind die Voraussetzungen für eine private Krankenversicherung?
Privat versichern kann sich nur, wer nicht versicherungspflichtig ist: Das sind Selbstständige, Beamte und alle Arbeitnehmer mit einem Arbeitsentgelt oberhalb der Versicherungspflichtgrenze von 73.800 Euro pro Jahr.
Wie hoch ist die Einkommensgrenze für die Familienversicherung?
Was bedeutet "gg" in der Jugendsprache?