Radon kommt überall vor, aber die höchsten Konzentrationen finden sich in Regionen mit granit-, schiefer- oder uranhaltigen Gesteinen, wie dem Erzgebirge, Bayerischen Wald, Fichtelgebirge, Thüringer Wald, der Eifel und Teilen des Schwarzwalds, besonders in Kellern und Erdgeschossen, da das Gas aus dem Boden und Gestein in Gebäude aufsteigt. Die Belastung ist regional sehr unterschiedlich und hängt stark vom lokalen Gestein und der Bodenbeschaffenheit ab.
In welchen Häusern kommt Radon vor?
Zu einem geringen Teil gelangt es auch aus Baumaterialien und aus Trink- und Brauchwasser in Gebäude. Dort kann Radon Lungenkrebs verursachen. Das Gas kann sich in alle Räume ausbreiten. In der Regel ist die Konzentration im Keller und im Erdgeschoss am höchsten.
Wo in Deutschland ist die Radonbelastung am höchsten?
Die Radon-Konzentrationen im Erzgebirge und in Teilen des Bayerischen Waldes, sowie in Teilen des Saarlands liegen höher als in vielen anderen Gebieten Deutschlands. In diesen Gebieten sind auch die Radon-Konzentrationen in der Bodenluft erhöht.
Wo findet man Radon im Alltag?
Radon ist leicht in Wasser löslich und kann über Wasserleitungen auch in Gebäude gelangen: Es wird aus dem Trinkwasser beim Kochen und Duschen freigesetzt oder beim Trinken aufgenommen und trägt so zur Strahlenbelastung des Menschen bei.
Wo tritt Radon in Deutschland auf?
Wieviel Radon im Boden, in der Luft und in Innenräumen vorkommt, ist in Deutschland regional unterschiedlich. In der norddeutschen Tiefebene sind die Radon-Konzentrationen meist niedrig; in den meisten Mittelgebirgen, im Alpenvorland und in Gegenden mit Gesteinsmoränen der letzten Eiszeit eher höher.
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Ist in jedem Keller Radon?
Nein, nicht in jedem Keller gibt es erhöhte Radonwerte, aber es kann in fast jedem Keller vorkommen, da das Gas aus dem Boden aufsteigt und sich dort, besonders in älteren, nicht perfekt abgedichteten Häusern in bestimmten Regionen, anreichern kann, was eine Messung zur Sicherheit ratsam macht, um Lungenkrebsrisiken vorzubeugen.
Wie merkt man Radon?
Radon ist ein natürlich vorkommendes radioaktives Gas und eine der häufigsten Ursachen für Lungenkrebs nach dem Rauchen. Es ist farb-, geruch- und geschmacklos und kann somit durch die menschlichen Sinne nicht wahrgenommen werden.
Wo sammelt sich Radon im Raum?
Das radioaktive Gas Radon entsteht im Erdboden und kann dem Bundesamt zufolge bei geringsten Undichtigkeiten des Bodens in Gebäude eindringen. Erhöhte Radon-Konzentrationen treten dann überwiegend in Kellerräumen und Erdgeschoss-Bereichen auf.
Reduziert das Öffnen eines Fensters den Radonwert?
Das Öffnen von Fenstern oder der Einsatz von Ventilatoren können die Radonkonzentration vorübergehend senken, indem sie die Luftzirkulation erhöhen und das Gas in Innenräumen verdünnen . Das Problem dabei ist jedoch: Radon dringt weiterhin ins Haus ein, auch wenn die Luft zirkuliert. Dieser Effekt verschwindet, sobald die Fenster geschlossen werden.
Wo in Deutschland ist die radioaktive Belastung besonders hoch?
Wo in Deutschland ist die Belastung besonders hoch? Die höchsten Konzentrationen von Radon 222 in der Bodenluft sind laut den Karten des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) in Deutschland am Alpenrand, im Schwarzwald, im Bayerischen Wald, im Fichtelgebirge, im Erzgebirge, im Thüringer Wald und im Harz zu finden.
Welche Symptome treten bei Radonbelastung auf?
Radon verursacht keine direkten, frühen Symptome wie Kopfschmerzen oder Übelkeit; es ist ein unsichtbares Gesundheitsrisiko, das über lange Zeit wirkt und hauptsächlich zu Lungenkrebs führt, da seine Zerfallsprodukte im Lungengewebe verbleiben und strahlen. Eine akute, sehr hohe Dosis kann zwar kurzfristig Übelkeit, Appetitlosigkeit oder Müdigkeit auslösen, doch die Hauptgefahr besteht in der langfristigen Exposition, die erst nach Jahren oder Jahrzehnten zu Lungenkrebs führt, insbesondere bei Nichtrauchern.
Ist Radon im Winter höher?
Innenraumschadstoffe wie das radioaktive Gas Radon können sich stärker anreichern als im Sommer. Das Bundesamt für Strahlenschutz ( BfS ) rät daher dazu, die kalte Jahreszeit für eine Radon-Messung zu nutzen. Radon kann Lungenkrebs verursachen, wenn man hohen Konzentrationen dauerhaft ausgesetzt ist.
Was bewirkt Radon im Haus?
Reichert sich Radon in Innenräumen von Häusern an, kann es Lungenkrebs verursachen. Ob ein Gebäude besonders anfällig dafür ist, dass sich hohe Radon-Konzentrationen darin anreichern, hängt von verschiedenen Faktoren ab.
Wie erkenne ich Radon im Keller?
Am einfachsten lässt sich die Radon-Konzentration in der Raumluft mit einem so genannten passiven Detektor ("Kernspurdosimeter") messen. Passive Detektoren sind kleine Plastikbehälter, die keinen Strom benötigen, weder Licht noch Geräusche aussenden, sondern lediglich ausgelegt werden.
Kann Radon durch Beton?
Laut einer Untersuchung des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) setzen marktübliche Baumaterialien wie Beton, Ziegel, Porenbeton oder Kalksandstein nur geringe Mengen Radon frei, meist deutlich unter 20 Becquerel pro Kubikmeter.
Was macht Radon im Körper?
Über die Atemluft gelangt Radon in die menschliche Lunge und kann Lungenkrebs verursachen. Das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken, ist umso größer, je mehr Radon sich in der Atemluft befindet und je länger Radon eingeatmet wird.
Warum sammelt sich Radon im Keller?
Radon entsteht durch den Zerfall von Uran und reichert sich überall auf der Erde in Gesteinen und Böden an. Von dort aus kann es durch undichte Stellen in der Gebäudehülle auch in Keller oder Wohnräume eindringen.
Wie kann man Radon im Wohnbereich senken?
Lüften ist eine einfache Sofortmaßnahme, um die Radonmenge in einem Raum rasch zu senken. Die frische Luft von draußen verdünnt das Radon im Gebäude. Werden Fenster und Türen geschlossen, steigt die Radonkonzentration jedoch erneut an. Daher ist es wichtig, regelmäßig zu Lüften.
Was bindet Radon?
Weil es ein sogenanntes Edelgas ist, bindet es sich nicht an andere Stoffe. Und es hat noch eine besondere Eigenschaft: Radon ist radioaktiv. Das bedeutet, dass die Atomkerne des Gases instabil sind und daher zerfallen.
Welche Strahlung gibt es im Keller?
Der Keller ist als unterirdisches Geschoss das typische Einfallstor für das radioaktive Gas Radon, wo es sich unter hohen Konzentrationen sammelt. Zwar ist Radon das schwerste aller Gase und etwa sieben mal so schwer wie Luft.
Kann Radon Lungenkrebs verursachen?
Zahlen zum Lungenkrebsrisiko durch Radon
Bei einer Erhöhung der Radonbelastung in einem Raum um 100 Bq/m³ steigt das Risiko an Lungenkrebs zu erkranken um 16%. Das bedeutet konkret: Das Lungenkrebsrisiko für jemanden, der nie geraucht hat, liegt bei einer Radonkonzentration von 0 Bq/m³ (kein Radon vorhanden) bei 0,41%.
Ist Radon sichtbar?
Radon ist ein radioaktives Gas, das man weder sehen, riechen oder schmecken kann.
Kann man Radon selber messen?
Wie kann ich Radon messen lassen? Radonmessungen kosten etwa 30-50 Euro und können einfach selbst durchgeführt werden. Dazu können Sie sich von einem Messlabor, das vom Bundesamt für Strahlenschutz anerkannt ist, einen oder mehrere passive Radondetektoren (kleine Dosen zum Aufstellen, Exposimeter) zusenden lassen.
Was kostet eine Radonmessung?
Was kostet eine Messung? Eine Messung mit einem Radon-Exposimeter kostet pro Gerät ca. 30-50 Euro. Dabei ist die Auswertung des Detektors durch das Messlabor inbegriffen.
Kann man radioaktive Strahlung spüren?
Die beim radioaktiven Zerfall entstehende ionisierende Strahlung ist nicht zu sehen, zu hören, zu fühlen oder zu schmecken.
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