Wird BASF Deutschland verlassen?

Nein, BASF wird Deutschland nicht vollständig verlassen, aber der Konzern verlagert strategisch Teile der Produktion nach China und baut in Deutschland Stellen ab, um Kosten zu senken und auf die gestiegenen Energiekosten sowie Bürokratie zu reagieren. Während Investitionen in China stark ansteigen, werden in Deutschland Werke geschlossen oder umstrukturiert, um wettbewerbsfähig zu bleiben, wobei das Stammwerk Ludwigshafen jedoch weiterhin gestärkt und Arbeitsplätze bis 2028 gesichert werden sollen.

Warum verlässt BASF Deutschland?

BASF, Bayer und Dow Chemical schließen Werke

Der VCI erklärt die Krise folgendermaßen: „Der Standort Deutschland ist im internationalen Vergleich zu teuer. Ursachen dafür sind die überbordende Bürokratie, zu hohe Steuern, nicht wettbewerbsfähige Energiepreise, immense Arbeitskosten und hohe Rohstoffpreise.

Schließt BASF Werke in Deutschland?

BASF steigt aus dem Hydrosulfitgeschäft aus und schließt Produktionsstätte in Ludwigshafen. Ludwigshafen, Deutschland, 24. September 2025 – BASF hat beschlossen, aus dem Hydrosulfitgeschäft auszusteigen und die entsprechende Produktionsstätte in Ludwigshafen zu schließen .

Hat die BASF Zukunft?

Ja, BASF hat eine Zukunft, aber der Konzern befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel, um auf Herausforderungen wie hohe Energiepreise und Wettbewerb zu reagieren, mit strategischen Schwerpunkten auf Kosteneffizienz, Umstrukturierung (u.a. Verkauf von Geschäftsbereichen) und Wachstum in Asien (insbesondere China), während er gleichzeitig Nachhaltigkeitsthemen vorantreibt. Die Zukunftsperspektiven sind gemischt: Analysten sehen Potenzial für einen Turnaround und erwarten für 2026 eine deutliche Gewinnsteigerung, aber kurzfristig bleibt die Lage volatil und erfordert Geduld.
 

Wird BASF Ludwigshafen geschlossen?

Nein, der gesamte Standort BASF Ludwigshafen wird nicht geschlossen; stattdessen gibt es strategische Anpassungen mit dem Schluss bestimmter Anlagen (wie für Hydrosulfite, Adipinsäure, CDon, CPon), um die Profitabilität zu steigern, aber gleichzeitig werden Milliarden investiert und die Kernbelegschaft bis 2028 durch eine Standortvereinbarung vor betriebsbedingten Kündigungen geschützt. Die Schließungen betreffen einzelne, weniger rentable Produktionsbereiche, während das Werk als Ganzes gestärkt werden soll.
 

Chemiekonzern BASF streicht weltweit 2.600 Stellen und schließt mehrere Anlagen

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Wie sehen die Zukunftsaussichten für BASF aus?

Angesichts der erheblichen Unsicherheiten hinsichtlich der künftigen wirtschaftlichen Entwicklung hält BASF an ihren bisherigen Annahmen zum globalen Wirtschaftsumfeld im Jahr 2025 unverändert fest: Wachstum des Bruttoinlandsprodukts: 2,0 % bis 2,5 %; Wachstum der Industrieproduktion: 1,8 % bis 2,3 %; Wachstum der Chemieproduktion: 2,5 % bis 3,0 %.

Ist BASF größer als Bayer?

Doch auch zwei deutsche Konzerne befinden unter den Top-5, wie die Statista-Grafik zeigt: BASF steht mit einem Marktwert von 76,6 Milliarden US-Dollar weltweit auf Rang 4 und Bayer mit 64,1 Milliarden US-Dollar Marktwert auf Rang 5.

Wie ist die BASF-Prognose für 2025?

Auf Basis der Umsatz-Analystenschätzungen für 2025 wird die BASF-Aktie mit einem EV/Sales von 0,98 und einem KUV von 0,64 bewertet.

Ist BASF eine gute Investition?

Mehrere kurzfristige Signale sowie ein allgemein positiver Trend sind vielversprechend, und wir kommen zu dem Schluss, dass das aktuelle Niveau eine Kaufgelegenheit bieten könnte, da die Chancen gut stehen, dass die BASF SE-Aktie kurzfristig eine gute Performance erzielt.

Wie viel verdient ein BASF-Mitarbeiter?

Das Gehalt bei BASF variiert stark je nach Position, Erfahrung und Standort, liegt aber oft in einem breiten Spektrum von ca. 45.000 € (z. B. Fachkräfte) bis über 100.000 € (z. B. leitende Positionen) jährlich, mit Beispielen wie Chemikern und Ingenieuren um die 80.000 € und IT-Spezialisten um 80.200 € pro Jahr in Ludwigshafen, wobei auch Ausbildungsberufe mit Einstiegsgehältern um 4.800 € brutto/Monat (inkl. Zulagen) vergütet werden. 

Wer hat BASF gekauft?

Wie die beteiligten Firmen am Freitag mitteilten, haben Carlyle und sein Partner, die Qatar Investment Authority (QIA), eine bindende Vereinbarung mit BASF geschlossen. Der Ludwigshafener Chemiekonzern erhält rund 5,8 Milliarden Euro in bar und behält etwa 40 Prozent an dem neu gegründeten Unternehmen.

Wer besitzt BASF?

Die BASF SE ist eine Aktiengesellschaft mit breiter Streuung, die größten Anteilseigner sind institutionelle Investoren wie BlackRock, Vanguard und der norwegische Staatsfonds (Norges Bank), aber auch viele Privatanleger, insbesondere in Deutschland, halten BASF-Aktien, wodurch es keine einzelne kontrollierende Person oder Familie gibt, sondern ein Streubesitz-Modell. 

Ist BASF noch in Deutschland?

Die BASF SE ist ein deutscher börsennotierter Chemiekonzern mit Sitz in Ludwigshafen am Rhein. Sie ist in 93 Ländern vertreten und betreibt 234 Produktionsstandorte. Nach Umsatz ist die BASF damit der größte Chemiekonzern weltweit.

Welche Probleme hat BASF?

Die BASF steht vor großen Herausforderungen durch schwache Nachfrage, hohe Energiepreise und geopolitische Unsicherheiten, was zu Sparmaßnahmen, Anlagenstilllegungen (wie bei Ammoniak) und Stellenabbau in Ludwigshafen führt, während der Konzern versucht, sich durch Fokussierung auf Kernbereiche, den Ausbau in China und die Transformation zur Kreislaufwirtschaft neu aufzustellen, trotz anhaltender Probleme wie dem langsamen Netzausbau für erneuerbare Energien.
 

Was verdient der Chef von BASF?

Die jährliche Festvergütung für ein Mitglied des Vorstands beträgt seit dem 1. Januar 2017 800.000 €. Der Vorsitzende des Vorstands erhält als Festvergütung den doppelten Betrag und der stellvertretende Vorsitzende des Vorstands den 1,33-fachen Betrag.

Wo ist das größte BASF-Werk?

Das alles ist und bleibt Ludwigshafen – der größte Standort der BASF.

Wie sieht die Zukunft von BASF aus?

Die Zukunft der BASF wird durch eine neue Strategie ("Winning Ways") geprägt, die auf Fokus, Beschleunigung, Transformation und Gewinn setzt, mit dem Ziel, ein nachhaltigeres und wertorientiertes Chemieunternehmen zu werden, was auch den Umbau des Standorts Ludwigshafen und die Verlagerung von Wachstum nach China umfasst, wo neue, große Werke entstehen, während gleichzeitig die Nachhaltigkeit durch Forschung und neue Verfahren in den Fokus rückt, auch mit Blick auf die grüne Transformation der Kunden und die eigene Produktion.
 

Hat BASF Schulden?

BASF hat eine beträchtliche Verschuldung, die Ende 2024 bei rund 18,8 Milliarden Euro Nettoverschuldung lag, mit Gesamtschulden, die je nach Quelle und Betrachtung (inkl. kurzfristiger Verbindlichkeiten, Leasing etc.) auf rund 23 bis 43 Milliarden Euro geschätzt werden. Obwohl die Schuldenlast hoch ist, wird die Finanzlage von Analysten oft als handhabbar eingeschätzt, da das Unternehmen über starke Cashflows verfügt und Maßnahmen wie den Verkauf von Sparten (z.B. Coatings) zur Entschuldung plant, um das Eigenkapital zu stärken. 

In was sollte man 2025 investieren?

Für 2025 empfiehlt sich eine Mischung aus soliden Werten und Wachstumschancen: Edelmetalle (Gold, Silber) und ETFs (DAX, Euro Stoxx 50, MSCI World) bieten Inflationsschutz und breite Streuung. Auch Aktien, besonders in zukunftsträchtigen Sektoren wie Tech und Gesundheit (z.B. KI), sowie Anleihen und Nachhaltigkeitsfonds (ESG) sind attraktiv. Diversifikation ist der Schlüssel: Eine Mischung aus Aktien, Anleihen, Immobilien und Rohstoffen in einem gut gestreuten Portfolio ist ratsam. 

Wird BASF weiter steigen?

Ob die BASF-Aktie steigt, hängt von vielen Faktoren ab, aber die aktuelle Stimmung unter Analysten ist überwiegend positiv, mit Erwartungen einer Erholung durch Effizienzsteigerungen, das Sparprogramm und den neuen China-Standort, was zu einer Kauf-Empfehlung führen kann, auch wenn kurzfristige Volatilität erwartet wird. Analysten sehen Potenzial, da Gewinnprognosen für 2025/2026 steigen, das Sparprogramm greift und der neue China-Standort in Betrieb geht, was die Aktie trotz historisch schwacher Margen als vielversprechend erscheinen lässt.
 

Wann geht BASF nach China?

2022 eröffnete BASF die erste Anlage am Verbundstandort Zhanjiang. Sie bedient mit Hochleistungskunststoffen die steigende Nachfrage, insbesondere von Kunden aus der Automobil- und Elektronikindustrie. Eine weitere Anlage zur Herstellung von thermoplastischem Polyurethan (TPU) geht noch 2023 in Betrieb.

Welche Chemiefabrik ist die größte in Deutschland?

Dennoch wird das Ludwigshafener BASF-Werk gemessen an der Beschäftigtenzahl weiterhin unangefochten Deutschlands größter Chemiestandort bleiben. Mitarbeitende im Chemiepark: 34.342. Gesamtfläche: 480 ha. Mehr als 5.000 Chemikalien werden an dem von Currenta betriebenen Standort Leverkusen hergestellt.

Ist BASF ein globaler Player?

Als Industriegigant ist die BASF als Global Player weltweit aktiv. Dass die Kultur der Welt regelmäßig mit Glanzlichtern im Rhein-Neckar-Gebiet erstrahlt, ist nicht zuletzt auch der Kulturförderung der BASF zu verdanken.

Wer ist Hauptaktionär bei BASF?

Mit über 800.000 Aktionären gehört BASF zu den großen Publikumsgesellschaften mit breit gestreutem Aktienbesitz. Eine zum Jahresende 2021 durchgeführte Analyse der Aktionärsstruktur hat gezeigt, dass die USA und Kanada mit rund 19 % des Grundkapitals die größte regionale Gruppe institutioneller Anleger stellen.