Wie viele Frauen nehmen keine Pille?

In der Altersgruppe der 18- und 19-Jährigen, auf die die meisten Verordnungen entfielen, nahmen im Jahr 2015 drei von vier Frauen (rund 74 Prozent) die Pille ein. Im Jahr 2020 waren es nur noch gut 58 Prozent. Der Rückgang betrug somit mehr als 20 Prozent.

Wie viel Prozent der Frauen nehmen durch die Pille zu?

(17.08.22) Kombinierte orale Kontrazeptiva, auch als klassische Pille bekannt, werden von immer weniger Mädchen und jungen Frauen zur Verhütung angewandt. Während der Verordnungsanteil im Jahr 2010 noch auf einem 20-Jahres-Höchststand von 46 Prozent lag, wurden im vergangenen Jahr nur noch 32 Prozent verzeichnet.

Warum immer weniger Frauen die Pille nehmen?

Laut Techniker Krankenkasse gehen die Verordnungen seit einigen Jahren kontinuierlich zurück. Die Aufmerksamkeit für das Thema sei höher als noch vor ein paar Jahren. Viele Frauen möchten sich nicht mehr der stetigen, hohen Hormonzufuhr aussetzen und in den natürlichen Rhythmus ihres Körpers künstlich eingreifen.

Warum junge Frauen die Pille ablehnen?

Besonders ausgeprägt ist der Trend bei den 18- bis 29-Jährigen. Ein Grund für die Abneigung: Die Verhütung mit Hormonen habe »negative Auswirkungen auf Körper und Seele«. Mehr als die Hälfte der Befragten bezweifelt, dass man die Pille über Jahre hinweg unbedenklich einnehmen könne.

Wie viel Prozent nehmen die Pille?

Die Versagerrate bei perfekter Anwendung liegt bei 0,3 bis 1 Prozent, bei typischer Anwendung bei 2,5 bis 9 Prozent. Wird die Pille stets korrekt angewendet, ist sie so sicher wie die Spirale, das Implantat oder die Sterilisation. Im Alltag gelingt das aber nicht immer.

Darum setzen immer mehr Frauen die Pille ab | mex

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Warum setzen immer mehr Frauen die Pille ab?

Viele Frauen setzen die Pille ab, weil sie schwanger werden möchten. Die Antibabypille birgt jedoch auch Nebenwirkungen und Gesundheitsrisiken, die das Absetzen in einigen Fällen notwendig machen können.

Hat die Pille Langzeitfolgen?

Zu viel Östrogen drosselt die Funktion der Schilddrüse, durch die langfristig eine Unterfunktion entstehen kann – auch über die Einnahme der Pille hinaus. Die Pille wirkt sich außerdem negativ auf den Jod-Haushalt im Körper aus, was wiederum ebenfalls zu einer Funktionsstörung der Schilddrüse führen kann.

Warum empfehlen Frauenärzte immer die Pille?

Durch die regelmäßige Hormoneinnahme wird dem Körper eine Hormonsituation wie nach dem Eisprung vorgetäuscht und dieser so verhindert. Als Verhütungsmittel ist die „Pille" sehr sicher. Geeignet für alle, insbesondere junge Frauen mit unregelmäßigem Zyklus und regelmäßigem Geschlechtsverkehr.

Warum sollte man nicht die Pille nehmen?

Für Frauen mit einem Risiko auf Thrombosen oder Embolie ist die Pille nicht geeignet. Bei Frauen, die an Diabetes leiden, muss die Einnahme individuell geprüft werden. Pille und Rauchen führt zu einer Verengung der Blutgefäße. Raucherinnen ist die Einnahme der Pille abzuraten.

Wie verhüten junge Frauen heute?

DAS KONDOM. Auch Präservativ oder Pariser genannt. Es ist das einzige Verhütungsmittel, das der Junge anwenden kann. Es eignet sich, wenn das Mädchen noch keinen festen Freund hat oder nur sehr selten mit ihrem Freund schläft.

Wie viel Prozent der Frauen verhüten?

Ein Kondom nutzen 44,1 % der Frauen und 64,2 % der Männer zur Verhütung.

Wie wirkt sich die Pille auf die Psyche aus?

Stimmungsschwankungen, Gereiztheit und sogar Depressionen werden in vielen Präparaten als "häufige Nebenwirkungen" geführt (ungefähr 1 bis 10 von 100 Frauen betroffen), verminderter Sexualtrieb kann "gelegentlich" auftreten (bei 1 bis 10 von 1000 Frauen).

Was ist besser als die Pille?

Gynäkologen empfehlen Frauen, die langfristig verhüten wollen, oft eine Kupferspirale oder -kette. Einmal eingesetzt, brauchen sich Frauen gut fünf Jahre lang erstmal keine Gedanken mehr machen. Sie können darauf verzichten, täglich zu einer bestimmten Zeit ihre Basaltemperatur zu messen oder die Pille einzunehmen.

Wie viele Frauen haben Depressionen wegen der Pille?

Im Vergleich zu Frauen, die nicht hormonell verhüten, erkrankten Frauen, die eine Kombipille mit Gestagen und Östrogen nahmen, mit um 20 Prozent größerer Wahrscheinlichkeit an einer Depression. Eine reine Gestagenpille ließ das Risiko um 30 Prozent steigen, der Vaginalring sogar um 60 Prozent.

Wie verhüten Frauen am meisten?

Demnach sind Pille und Kondom nach wie vor die wichtigsten Verhütungsmittel in Deutschland. 47 Prozent der erwachsenen, sexuell aktiven Frauen und Männer benennen die Pille als Verhütungsmethode, 46 Prozent nutzen das Kondom.

Warum ist die Pille so beliebt?

Hinzu kommt: Neben sexueller Freiheit versprechen sich die Nutzerinnen von der Pille auch Schönheit, eine bessere Haut, glänzendes Haar sowie weniger Beschwerden während der Menstruation. Dass die Pille heute gerade bei jungen Frauen beliebt ist, liegt also nicht allein an ihrer verhütenden Wirkung.

Was sind die Nachteile der Pille?

Nachteile der Antibaby-Pille:
  • Nebenwirkungen: Diese reichen von Zwischenblutungen, Übelkeit und Brustschmerzen über Wasserablagerungen im Körper bis zu Stimmungsschwankungen und Depressionen. ...
  • Die Pille erhöht das Thrombose-Risiko. ...
  • Durch die Antibaby-Pille wird stark in den weiblichen Hormonhaushalt eingegriffen.

Kann man die Pille ein Leben lang nehmen?

Wenn Frauen die Pille länger als fünf Jahre nehmen, bekommen sie etwas häufiger Gebärmutterhalskrebs. Etwa eine von 1000 Frauen, die 10 Jahre lang die Pille genommen haben, bekommt zusätzlich Gebärmutter- halskrebs. Nach dem Absetzen der Pille normalisiert sich das Risiko in den nächsten 10 Jahren wieder.

Wie wurde 1930 verhütet?

Damals wurden die ersten Kondome in Form von Tierdärmen oder Schwimmblasen von Fischen verwendet. Genau wie die heutigen Kondome boten sie eine mechanische Barriere und verhinderten so, dass die Spermien zu den Eizellen gelangen können.

Warum verhütet man nicht?

Sowohl für Frauen als auch für Männer gibt es Lebenssituationen, in denen nicht verhütet wird: Die Hauptgründe für Nicht-Verhüten sind keine bzw. seltene sexuelle Kontakte (10 % F, 11 % M). Ein Großteil von diesen Befragten ist unter 20 Jahren (71 % bei Frauen, 55 % bei Männern).

Für wen ist die Pille besonders geeignet?

Für wen geeignet

So nicht anders verordnet ist die Mikropille grundsätzlich geeignet für Frauen bis 35 Jahre (dann erhöht sich das Risiko allgemein) und ohne andere Risikofaktoren (z.B. Vorerkrankungen wie Diabetes, Rauchen oder häufige lange Flugreisen, die das Thromboserisiko erhöhen).

Wie lange die Pille nehmen Alter?

Spätestens mit 50 sollten hormonelle Verhütungsmittel jedoch aufgrund des erhöhten Thromboserisikos durch andere Methoden ersetzt werden. Da der Zyklus mit steigendem Alter und Beginn der Wechseljahre unregelmäßiger wird, bieten natürliche Verhütungsmethoden keinen zuverlässigen Schutz mehr.

Sollte man die Pille absetzen?

Anwenderinnen, die darüber nachdenken, hormonelle Verhütungsmittel wie die Pille abzusetzen, sollten sich zuvor mit ihrer Frauenärztin oder ihrem Frauenarzt besprechen. Ein unreflektiertes und abruptes Absetzen dieser Verhütungsmittel ist aus medizinischer Sicht in der Regel nicht empfohlen.

Kann die Pille meine Gefühle verändern?

Die Pille beeinflusst nicht generell die Emotionsverarbeitung, aber sie beeinträchtigt das Erkennen von sehr schwierig zu deutenden Ausdrücken. Es gab zuvor schon Studien, bei denen dieser Effekt erkennbar wurde. Das waren aber eher Zufallsbefunde.

Wird die Brust nach Absetzen der Pille wieder kleiner?

Brustveränderungen: Manche Frauen bekommen nach dem Absetzen der Pille kleinere Brüste. Genau genommen ist das aber eher die Rückkehr zum Normalzustand. Gerade zu Beginn der Einnahme kann es sein, dass sich im Körper vermehrt Wasser einlagert und die Brüste vorübergehend etwas praller wirken.