Wie hoch ist das Nettogehalt bei einem Midijob?

Das Nettogehalt bei einem Midijob (Übergangsbereich, 603,01 € bis 2.000 € brutto/Monat ab 2026) ist höher als das Bruttogehalt, da Arbeitnehmer nur reduzierte Sozialversicherungsbeiträge zahlen, während sie aber vollen Sozialschutz genießen, was den Nettolohn ansteigen lässt – je näher das Brutto an 2.000 € liegt, desto mehr Netto kommt raus, wobei bei ca. 1.300 € oft noch keine Steuern anfallen, aber die Sozialabgaben steigen.

Was bleibt netto bei einem Midijob?

Zum 1. Januar 2025 ist die untere Midijob Grenze erneut gestiegen - jetzt sind es 556 Euro. Von einem Brutto von 557 Euro bekommst Du 556,70 Euro netto raus, wenn Du in Steuerklasse 1 bis 4 bist.

Wie hoch sind die Abzüge beim Midijob?

Im Midijob (Übergangsbereich 556,01 € bis 2.000 €) sind Sie voll sozialversicherungspflichtig, zahlen aber geringere Beiträge, weil nur ein Teil Ihres Gehalts verbeitragt wird; je niedriger das Gehalt, desto größer der beitragsfreie Anteil und desto weniger zahlen Sie. Arbeitgeber zahlen die Hälfte der Sozialabgaben, aber auf Basis Ihres vollen Gehalts, während Arbeitnehmer den Unterschied spüren. Steuern (Lohnsteuer) fallen oft erst bei höheren Beträgen oder je nach Steuerklasse an, aber eine Steuererklärung kann sich lohnen.
 

Was bleibt vom Midijob?

Für einen Midijob gilt eine Verdienstspanne von 556,01 Euro bis 2000 Euro, die sogenannte Gleitzone bzw. der Übergangsbereich. Midijobber zahlen nur einen reduzierten Sozialversicherungsbeitrag. Der Anteil steigt mit dem Verdienst und erreicht bei 2000 Euro die volle Beitragshöhe.

Welche Nachteile hat ein Midijob für Arbeitnehmer?

Midijob Nachteile für Arbeitnehmer:

  • Brutto nicht gleich Netto.
  • Abgaben für Sozialversicherungen.
  • Rentenbeiträge.

Minijob vs. Midijob – Wo ist der Unterschied?

45 verwandte Fragen gefunden

Für wen lohnt sich der Midijob?

Ein Midijob lohnt sich für Arbeitnehmer, die mehr als einen Minijob verdienen wollen (aktuell ca. 603 € bis 2.000 € monatlich), aber keine Vollzeitstelle anstreben, weil sie dadurch volle Sozialversicherung (Kranken-, Renten-, Pflege-, Arbeitslosenversicherung) bei reduzierten Beiträgen und vollem Leistungsanspruch (z. B. Rente, Arbeitslosengeld) erhalten, ideal für Studierende, Teilzeitkräfte oder Wiedereinsteiger. Er schließt die Lücke zwischen Minijob und Vollbeschäftigung, wo bei knapp über der Minijob-Grenze hohe Abgaben drohten. 

Wie viel Steuern zahlt man bei einem Midijob?

Bei einem Midijob (ca. 556 € bis 2.000 € Brutto) sind die Sozialversicherungsbeiträge reduziert, aber es fallen Lohnsteuer und Solidaritätszuschlag (ggf.) sowie Kirchensteuer an, je nach Steuerklasse und Gesamteinkommen; in Steuerklasse 1, 4 oder 2 fällt oft erst ab ca. 1.280 € Lohnsteuer an, während bei Steuerklasse 3/5 oder als Zweitjob (Steuerklasse 6) die Abzüge früher beginnen können, wobei die Beiträge zur Sozialversicherung schrittweise ansteigen und erst bei 2.000 € voll greifen.
 

Ist ein Midijob oder Teilzeit besser?

Besser ist, was zu Ihren finanziellen Zielen und Lebensumständen passt: Ein Midijob (ca. 538€ bis 2.000€/Monat) ist ideal für geringere Einkommen, da Sie nur reduzierte Sozialabgaben zahlen, aber volle Rentenansprüche und Sozialversicherungsschutz genießen. Ein Teilzeitjob bietet generell mehr Flexibilität und höhere Verdienstaussichten (ohne Obergrenze), dafür aber volle Sozialversicherungspflicht und höhere Abgaben, was zu weniger Netto führt. 

Welche Steuerklasse hat ein Midijob?

Zudem wird ihr Midijob-Gehalt nach Steuerklasse VI versteuert. Für geringfügig Beschäftigte in einem Minijob kann es sich mit Blick auf die Sozialversicherung unter Umständen lohnen, regelmäßig etwas mehr Stunden zu arbeiten und dadurch in einen Midijob zu wechseln.

Wie wirkt sich ein Midijob auf meine Rente aus?

Die Entgeltpunkte für die Beitragszeiten werden nach dem tatsächlichen vollen Arbeitsentgelt des Midijobs berechnet. Dadurch haben Beschäftigte mit Midijob keine Nachteile aufgrund der reduzierten Rentenversicherungsbeiträge und erwerben automatisch die ihrem Verdienst entsprechenden Rentenansprüche.

Wie viele Urlaubstage hat man bei einem Midijob?

Auch bei einem Midijob haben Arbeitnehmer einen gesetzlichen Urlaubsanspruch. Dieser entspricht dem gesetzlichen Urlaubsmindestanspruch und ist abhängig von den Arbeitstagen: 6-Tage-Woche = 24 Urlaubstage. 5-Tage-Woche = 20 Urlaubstage.

Ist Midijob brutto oder netto?

Entscheidend für die Einhaltung der Verdienstgrenze ist der Bruttolohn, also der an den Minijobber gezahlte Lohn vor Abzug seines Eigenanteils zur Rentenversicherung.

Wie viel Geld wird bei Steuerklasse 6 abgezogen?

Steuersatz in Lohnsteuerklasse 6

Der Steuersatz in dieser Klasse hängt von deinem Einkommen ab und wird als Prozentsatz des Bruttolohns berechnet. In der Regel liegt die Steuerlast hier zwischen 50 und 60 Prozent des Bruttolohns. Einen pauschalen Wert gibt es hier nicht.

Wie viel Abzüge gibt es bei einem Midijob?

Der Beitrag beginnt für den Midijob ab 603,01 Euro bei 28 Prozent. Dies entspricht den für einen Minijob zu leistenden Pauschalbeiträgen in Höhe von 28 Prozent. Der Beitrag wird bis zur oberen Midijob-Grenze von 2.000 Euro gleitend auf den üblichen Sozialversicherungsbetrag von knapp 20 Prozent abgeschmolzen.

Ist bei geringfügig Brutto gleich Netto?

Bei geringfügiger Beschäftigung ist das Bruttoentgelt gleich dem Nettoentgelt, da von der Dienstnehmerin/vom Dienstnehmer keine Sozialversicherungsbeiträge und keine Lohnsteuer zu zahlen sind.

Wie viel ist 450 € brutto in Netto?

Wie viel ist 450 € brutto in netto? Bei einem Bruttogehalt von 450 € bleiben dir in Steuerklasse 1 nach allen Abzügen 353,03 € netto im Monat.

Welche Nachteile hat der Midijob?

Die Nachteile eines Midijobs sind hauptsächlich, dass Brutto nicht gleich Netto ist, da Steuern und Sozialabgaben anfallen, was das Einkommen mindert, besonders bei Nebentätigkeiten, wo oft Vorteile wegfallen. Auch die Gehaltsgrenze von 2.000 Euro (Stand 2026) darf nicht überschritten werden, und bei Hauptberufen können studentische Vergünstigungen verloren gehen, was einen gewissen bürokratischen Aufwand bedeutet. 

Ist ein Midijob brutto oder netto?

Liegt Ihr Gehalt monatlich zwischen 556 und 2000 Euro brutto, dann arbeiten Sie im Übergangsbereich eines Midijob (früher als Gleitzone bekannt).

Welche Vorteile hat ein Midijob?

Die größten Vorteile ergeben sich durch den Midijob für die Beschäftigten:

  • Volle soziale Absicherung trotz reduzierter Beiträge (Kranken-, Renten-, Pflege-, Arbeitslosenversicherung)
  • Anspruch auf Leistungen wie Krankengeld, Arbeitslosengeld, Lohnfortzahlung und Urlaub.

Wie viele Stunden darf man bei einem Midijob machen?

Zur Berechnung der maximalen Stundenzahl ist der aktuelle Mindestlohn einzubeziehen. Da ein Midijobber höchstens 2.000 Euro monatlich verdienen kann, darf er unter Berücksichtigung des Mindestlohns von 12,82 Euro (Stand: 1. Januar 2025) etwas mehr als 40 Stunden wöchentlich arbeiten.

Wie wirkt sich ein Midijob in der Steuererklärung aus?

Midijob und Steuern

Auch als Midijobber*in musst du deine sämtlichen Einkünfte zusammenrechnen und versteuern. Allerdings verdienen viele Midijobber*innen weniger als den Grundfreibetrag von 12.096 Euro (für das Steuerjahr 2025). Daher müssen sie keine Einkommenssteuer zahlen.

Ist ein Midijob für Arbeitgeber besser?

Bei einem Midijob fallen für Arbeitgeber weniger als 20 Prozent an Beiträgen an, da sie hier nur die Hälfte der Abgaben an Sozial- sowie Krankenversicherung und Co. leisten müssen. Allerdings steigern sich mit einem höheren Verdienst auch die Abgaben für die Versicherungen und die Krankenkasse.

Wie wirkt sich ein Midijob auf die Rente aus?

Wer einen Midijob hat, zahlt reduzierte Sozialversicherungsbeiträge. Dazu gehören die Gesetzliche Kranken-, Renten-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung. Damit Menschen mit einem Midijob nicht in die Altersarmut rutschen, erhalten sie jedoch Rentenansprüche, als hätten sie die normalen Rentenbeiträge eingezahlt.

Wie hoch ist der Urlaubsanspruch bei einem Midijob?

Minijobber und auch Midijobber - Beschäftigte im Übergangsbereich haben ebenso wie andere Arbeitnehmer Anspruch auf mindestens 24 Werktage (also vier Wochen) Urlaub im Kalenderjahr.

Wie viel darf man steuerfrei nebenverdienen?

Im Jahr 2026 beträgt der Grundfreibetrag 12.348 Euro – ein deutlicher Anstieg in den vergangenen Jahren. Bis zu diesem Betrag darf also steuerfrei verdient werden. Monatlich sind das durchschnittlich 1.029 Euro.