Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) ist in Deutschland eine eher seltene Krebsart, aber immer noch eine der häufigsten bei Frauen unter 60 Jahren, wobei jährlich rund 4.300 bis 4.600 Frauen neu erkranken. Dank Vorsorgeuntersuchungen und HPV-Impfung sind die Zahlen rückläufig, aber das Risiko steigt bis etwa 50 Jahre an, mit Gipfeln zwischen 35-45 und 65-75 Jahren.
Wie oft erkranken Frauen an Gebärmutterhalskrebs?
Die Erkrankungshäufigkeit liegt bei ca. 17/100 000 Frauen pro Jahr in Deutschland. Nach Daten des Robert-Koch-Institutes erkranken zirca 6500 Frauen und fast 1700 versterben im Jahr daran. Gebärmutterhalskrebs steht in Deutschland an dritter Stelle aller Krebserkrankungen bei Frauen unter 60 Jahren.
Wann nimmt das Risiko für Gebärmutterhalskrebs zu?
Das Risiko, an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken nimmt bis zu einem Alter von etwa 50 Jahren zu und sinkt danach wieder ab. Während im Alter von 20 Jahren weniger als 1 von 1.000 Frauen betroffen sind, steigt die Häufigkeit bis zum Alter von 50 Jahren auf 9 von 1.000 an.
Wer kann alles Gebärmutterhalskrebs bekommen?
In Deutschland erhalten jährlich rund 4.600 Frauen die Diagnose Gebärmutterhalskrebs. Eine von 120 Frauen erkrankt im Laufe ihres Lebens daran. Am häufigsten wird die Diagnose im Alter von 40 bis 59 Jahren gestellt - der Durchschnitt liegt bei 55 Jahren. Bis ein Zervixkarzinom entsteht, vergehen etwa 10 bis 15 Jahre.
Was ist die Hauptursache für Gebärmutterhalskrebs?
HP-Viren als Ursache für Gebärmutterhalskrebs. Wissenschaftler haben festgestellt, dass Gebärmutterhalskrebs fast immer durch bestimmte Virenarten, die sogenannten Humanen Papilloma Viren (HPV), entsteht. Diese Viren werden beim Geschlechtsverkehr übertragen. HPV-Infektionen sind sehr häufig und bleiben meist unbemerkt ...
Gebärmutterhalskrebs - Risiko, Therapie und Heilungschancen
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In welchem Alter ist Gebärmutterhalskrebs am häufigsten?
Gebärmutterhalskrebs tritt am häufigsten bei Frauen zwischen 40 und 59 Jahren auf, mit einem Durchschnittsalter der Diagnose um die 53 bis 55 Jahre. Es gibt jedoch auch einen zweiten Häufigkeitsgipfel im Alter von 65 bis 75 Jahren, während gutartige Vorstufen bereits bei jüngeren Frauen zwischen 20 und 30 Jahren entdeckt werden können.
Was sind die ersten Anzeichen von Gebärmutterhalskrebs?
Das erste Symptom von Gebärmutterhalskrebs besteht in der Regel aus ungewöhnlichen Scheidenblutungen, am häufigsten nach dem sexuellen Kontakt. Schmierblutungen oder stärkere Blutungen können zwischen den Menstruationszyklen auftreten, oder die Monatsblutungen können ungewöhnlich heftig ausfallen.
Was schützt vor Gebärmutterhalskrebs?
Die HPV-Impfung schützt also vor Krebs. HPV sind weit verbreitet, die meisten sexuell aktiven Menschen infizieren sich mehrfach in ihrem Leben mit HPV. In den meisten Fällen ist die Infektion nur kurzzeitig nachweisbar.
Wie lange kann man mit Gebärmutterhalskrebs noch leben?
Die Lebenserwartung bei Gebärmutterhalskrebs hängt stark vom Stadium bei Diagnose ab: Im frühen Stadium (Stadium I) sind die 5-Jahres-Überlebensraten sehr gut (ca. 90–95 %), während sie sich im fortgeschrittenen Stadium (Stadium IV) mit Metastasen deutlich verringern (ca. 15–16 %). Die allgemeine durchschnittliche 5-Jahres-Überlebensrate in Deutschland liegt bei etwa 65–69 %, wobei eine frühe Erkennung durch Vorsorgeuntersuchungen die Prognose entscheidend verbessert, da sich der Krebs oft über Jahre entwickelt.
Wie schlimm ist Gebärmutterhalskrebs?
Gebärmutterhalskrebs ist besonders gefährlich, weil er in frühen Stadien oft asymptomatisch ist und somit unbemerkt bleiben kann. Sobald Symptome wie abnormale Blutungen, Schmerzen oder Ausfluss auftreten, befindet sich die Krankheit häufig in einem fortgeschrittenen Stadium.
Wie hoch sind die Heilungschancen bei Gebärmutterhalskrebs?
„Bei früher Diagnosestellung und wenn keine Metastasen vorliegen, werden bei HPV-assoziierten Oropharynxkarzinomen mit modernen Behandlungskonzepten sogar 5-Jahres-Überlebensraten von über 85% erreicht“, erklärt Frau Univ.
Welche Krebsart hat die höchste Sterberate?
Brust- und Lungenkrebs die häufigsten krebsbedingten Todesursachen. Häufigste Todesursachen unter den Krebserkrankungen waren bei Frauen Brustkrebs (17 Prozent aller Krebssterbefälle), gefolgt von Lungenkrebs (16 Prozent) und Darmkrebs (10 Prozent).
Wohin streut Gebärmutterhalskrebs als erstes?
Gebärmutterkrebs streut meist als erstes in Richtung des Gebärmutterhalses. Die Krebszellen können zudem die Eileiter und Eierstöcke befallen, wenn der Tumor nicht diagnostiziert und behandelt wird.
Welche Krebsart hat die schlechteste Prognose?
Krebsarten mit der schlechtesten Prognose sind oft Bauchspeicheldrüsenkrebs, Mesotheliom (Asbestkrebs), Leberkrebs, Gehirntumoren, Lungenkrebs und Gallengangskrebs, da sie häufig erst in fortgeschrittenen Stadien entdeckt werden und aggressiv wachsen, was zu sehr niedrigen 5-Jahres-Überlebensraten führt, die oft unter 20 % liegen. Bauchspeicheldrüsenkrebs wird oft als einer der aggressivsten und am schwersten zu behandelnden Krebsarten genannt.
Was ist die Vorstufe von Gebärmutterhalskrebs?
Bevor die Krebserkrankung auftritt, kommt es an den Zellen des Gebärmutterhalses zu Veränderungen – Fachleute sprechen von Dysplasien. Diese Veränderungen werden als Krebsvorstufen von Gebärmutterhalskrebs angesehen. Leichte oder mittelgradige Dysplasien sind in der Regel unbedenklich.
Was fördert Gebärmutterhalskrebs?
Rauchen. Rauchen erhöht sowohl bei Frauen mit HPV-Infektion als auch bei Frauen ohne HPV-Infektion das Risiko, an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken. Insbesondere mit einem Hochrisiko-HPV-Typ infizierte Frauen haben ein messbar höheres Erkrankungsrisiko.
Soll man sich gegen Gebärmutterhalskrebs impfen lassen?
HPV-Impfung für Mädchen und Jungen
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung gegen HPV für Mädchen und Jungen. Mädchen und Jungen sollen im Alter von 9 bis 14 Jahren gegen HPV geimpft werden. In diesem Alter sind zwei HPV-Impfungen notwendig.
Welche Vitamine helfen bei Gebärmutterhalskrebs?
Besonders wichtig aber sind die Vitamine A und C sowie das Spurenelement Zink. Versorgen Sie Ihren Körper mit mehr Vitamin A bzw. Carotinoiden, Beta-Carotin und Lycopin (letztere Vorstu- fen von Vitamin A).
Ist Gebärmutterhalskrebs im Ultraschall sichtbar?
Neu seit Januar 2020 ist das Screening auf Gebärmutterhalskrebs für Frauen ab 35 Jahren: Sie können neben der jährlichen gynäkologischen Untersuchung alle drei Jahre einen Test auf humane Papillomviren (HPV) wahrnehmen.
Wie riecht der Ausfluss bei Gebärmutterhalskrebs?
Dadurch entsteht ein Ausfluss, der für Zervixkarzinome charakteristisch ist. Der wässerige Ausfluss ist fleischfarben und riecht süßlich. Viele Frauen bemerken ein anderes Symptom, das der wachsende Tumor verursacht: Das sind regelmäßige Blutungen und Kontaktblutungen beim Geschlechtsverkehr.
Was tut weh bei Gebärmutterhalskrebs?
Wenn sich Gebärmutterhalskrebs entwickelt hat, kann er sich zum Beispiel durch einen gestörten Blutungsrhythmus bemerkbar machen. Typisch sind zudem Schmerzen im Bereich des Beckens. Wenn das Karzinom schon in umliegende Gewebe eingewachsen ist, können Beschwerden wie Blut im Urin oder Rückenschmerzen auftreten.
Wie schnell bricht Gebärmutterhalskrebs aus?
Gebärmutterhalskrebs in Zahlen
Bis ein Zervixkarzinom entsteht, vergehen etwa 10 bis 15 Jahre.
Kann man sich mit 30 noch gegen Gebärmutterhalskrebs impfen lassen?
Ja, eine HPV-Impfung ist auch über 30 sinnvoll, um sich vor neuen Infektionen zu schützen, auch wenn der Schutz in jungen Jahren am besten ist; für Personen ab dem 30. Geburtstag sind in der Regel drei Impfdosen in bestimmten Abständen (2 Monate, dann 6-8 Monate nach der zweiten) notwendig, da das Immunsystem älterer Menschen oft schwächer reagiert. Die Impfung schützt vor Krebs und Warzen, die durch HPV-Typen verursacht werden, die noch nicht durchgemacht wurden, betont Österreichische Krebshilfe und RKI.
Ist es schlechter, wenn Frauen ab 35 Jahren nur noch alle 3 Jahre einen Abstrich bekommen?
Ab 35 Jahren bekommen Frauen bei der Früherkennung nur noch alle 3 Jahre einen Abstrich. Dafür kommt zum Pap-Test ein HPV-Test hinzu.
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