Wie hat die Jugend in der DDR gelebt?

In der DDR war eine angepasste Jugend, die sich für den Aufbau des Sozialismus einsetzte und dies durch die Ableh- nung westlicher Musik- und Modeeinflüsse oder die Abkehr von der (kirchlichen) Konfirmation auch äußerlich zur Schau stellte, stets ein Wunschbild der SED gewesen.

Was hat die Jugend in der DDR gemacht?

Dem wurden durch die SED und FDJ verschiedene Angebote für Jugendliche entgegengesetzt, besonders durch Jugendgesetze, es gab Förderungsprogramme in Schule, Ausbildung, Sport und Beruf, sowie Freizeitangebote in Jugendklubs mit Musik, Theatergruppen und weiterem. Dieses stand aber stets unter staatlicher.

Was haben Jugendliche in der DDR in ihrer Freizeit gemacht?

Einer der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen in der DDR war der Sport, welcher vom Staat stark gefördert wurde, dazu gehörten Sportarten, wie Radfahren, Tischtennis, Schwimmen, Fußball, Turnen und Leichtathletik.

Wie haben die Kinder in der DDR gelebt?

Generell war die Kindheit in der DDR sehr von den gemeinschaftlichen Aktivitäten in den Jugendorganisationen geprägt. Trotzdem wurde viel Wert auf Bildung und Arbeit gelegt und alle Kinder sollten so ausgebildet werden, dass sie den Staat später unterstützen konnten. Alles war sehr geregelt und klar bestimmt.

Was trugen die Jugendlichen in der DDR?

Lange Zeit gab es für junge Leute in der DDR keine eigene Mode. Es waren schlicht und einfach die selben Entwürfe wie für Erwachsene, nur angepasst in der Größe - grau und trist und so gar nicht am Trend orientiert. Im Westen währenddessen waren Jeans und Lederjacke an allen Körpern.

Jung, sozialistisch, indoktriniert? Die Jugend der DDR I Geschichte

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Warum waren Jeans in der DDR verboten?

In den 50er- und 60er-Jahren sind Jeans in der DDR ein modisches No-Go. Sie gelten als kapitalistisches Teufelszeug und Hosen des Klassenfeindes. Im Handel gibt es sie offiziell nicht zu kaufen, höchstens als so genannte Bückware unterm Tresen.

Was war in der DDR verboten?

„Derbe“ Themen wie Homosexualität und Pornografie sollten vermieden werden. Ebenso sollte die Darstellung eines Ostdeutschen als „unzivilisiert“, aufgrund extremer Gewalttätigkeit oder Kriminalität, oder die Andeutung, Ostdeutsche könnten an Problemen wie Alkoholismus oder suizidalen Depressionen leiden, ausgeschlossen werden.

Wie war die Erziehung in der DDR?

Die DDR strebte nach einem starken Kollektivbewusstsein und sah die Erziehung der Kinder als Mittel zur Gestaltung einer sozialistischen Gesellschaft. Frühzeitige staatliche Einflussnahme auf die Erziehung sollte sicherstellen, dass die Kinder Werte und Normen des politischen Systems verinnerlichten.

Welche Uhrzeit begann die Schule in der DDR?

Stunde begann um 7 Uhr (freiwilliger Unterricht, Englisch zum Beispiel), eine Stunde hatte 45 Minuten, das Frühstück dauerte 20 Minuten und mittags gab es 30 Minuten Pause, maximal 5 Stunden am Tag, dafür aber auch samstags Unterricht.

Wie war das Schulleben in der DDR?

Das gesamte Schulsystem war stark ideologisiert und militarisiert. Das ideologische System der DDR durchzog die Inhalte mehrerer Schulfächer. Wehrerziehung war, ab 1978 auch als spezifischer Wehrunterricht, Teil der schulischen Bildung.

Wie haben Jugendliche ihre Freizeit verbracht?

Jugendliche verbringen ihre Zeit nicht nur mit Medien

Hoch im Kurs stehen auch Sport treiben (27 Prozent) und "chillen" (26 Prozent). 23 Prozent verbringen zudem oft Zeit mit der Familie, 21 Prozent lesen gerne Bücher.

Was ist typisch für die DDR?

Alltag in der DDR
  • Kinder und Beruf waren gut vereinbar.
  • "Für Frieden und Sozialismus seid bereit"
  • Die Jugendweihe.
  • Arbeiten im Kollektiv.
  • 60 Quadratmeter für eine vierköpfige Familie.
  • Freizeit, Kultur und Sport.

Wie viele Jugendliche lebten in der DDR?

1. In der DDR lebt derzeit (nach den aktuellen verfügbaren Angaben vom Jahresende 1988) auf einer Fläche von 108.373 qkm eine Bevölkerung von 16,67 Millionen, darunter 34 Prozent oder 5,61 Millionen Kinder, Jugend- liche und junge Erwachsene im Alter unter 25 Jahren.

Was haben die Jugendlichen in der DDR in ihrer Freizeit gemacht?

Man ging in den Zoo, unternahm einen Einkaufsbummel, machte Ausflüge ins Grüne, ging abends tanzen oder in die Kneipe nebenan. Auch kulturelle Angebote wie Opernaufführungen, Kinofilme oder Theaterstücke konnten genutzt werden. Für die Jugendlichen gab es Jugendklubs.

Was waren die Jungpioniere in der DDR?

Der am 13. Dezember 1948 als "Verband der Jungen Pioniere" von der FDJ gebildeten Pionierorganisation wurde 1952 der Name "Ernst Thälmann" verliehen. In der Folge wurden die Mitglieder der ersten bis dritten Klasse als Jungpioniere, die der vierten bis siebten Klasse als Thälmannpioniere bezeichnet.

Warum waren Jugendliche in der FDJ?

Die Freie Deutsche Jugend (FDJ) wurde am 7. März 1946 gegründet. Sie war die Organisation der Jugendlichen und jungen Menschen der DDR. In der FDJ sollte der Nachwuchs für die SED und die Blockparteien, die "Kampfreserve der Partei" herangezogen werden.

War in der DDR jeden Samstag Schule?

Die Sechs-Tage-Woche an der Schule ist nicht neu. In der Bundesrepublik gab es den Samstagsunterricht an den staatlichen Schulen bis 1972, in der DDR wurde der Samstag als regulärer Schultag erst 1990 abgeschafft.

Wie hieß das Abitur in der DDR?

Die Erweiterte Oberschule (Abkürzung EOS [ˌeːoːˈɛs], offiziell „Erweiterte allgemeinbildende polytechnische Oberschule“ oder „12klassige allgemeinbildende polytechnische Oberschule“) war die höhere Schule im Schulsystem der DDR und führte nach der zwölften Klasse zur Hochschulreife.

Wurde in der DDR Russisch unterrichtet?

Sie lebten in einem kommunistischen Land, das eine Freundschaft mit dem größten Land der Sowjetunion erzwang: In der Schule wurde Russisch unterrichtet und die russische Kultur war im Osten mindestens so präsent wie die US-Kultur in Westdeutschland.

Wie wurden Jugendliche in der DDR erzogen?

Außer der Schule trugen Massenorganisationen wie die Pionierorganisation und die FDJ dazu bei, die Kinder und Jugendlichen mit Ritualen, Fahnenappellen, Liedern und Lagern zu einem Mitglied des "sozialistischen Kollektivs" zu erziehen.

Wann kamen Babys in der DDR in die Krippe?

In welchem Alter wurden Kinder in der DDR in die Wochenkrippe gegeben? In der Anfangszeit der Wochenkrippen erfolgte die Betreuung ab der sechsten Lebenswoche, später ab dem dritten Monat. In Wochenkrippen wurden Kinder nach Ende des Mutterschutzes in der Regel bis zum vollendeten dritten Lebensjahr betreut.

War studieren in der DDR kostenlos?

Finanziell sorglos studieren

Geldsorgen kannten die Studenten der DDR kaum. Seit 1946 wuchs die finanzielle und materielle Unterstützung von Seiten des Staates stetig. Es wurden keine Studiengebühren erhoben, man musste keine Beiträge zur Sozialversicherung entrichten - und war dennoch versichert.

Warum wurden Jeans in der DDR verboten?

Jeans galten als Zeichen des Kapitalismus und Jeansträger als Staatsfeinde. Um die Jugend vor äußeren Einflüssen in der Kleidung zu schützen , versuchte die SUP, eine sozialistische Bekleidungskultur einzuführen. Schulen verboten Blue Jeans und jeder Schüler, der sie trug, wurde nach Hause geschickt. Sogar in Tanzlokalen waren Blue Jeans verboten.

Was war so schlimm in der DDR?

Die wirtschaftliche Lage der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) verschlechtert sich zunehmend durch steigende Schulden und sinkende Produktivität. Die Unzufriedenheit der Menschen wächst aufgrund von Mangel und fehlender Freiheiten. Die DDR befindet sich im Niedergang.

Was durfte man nicht mit in die DDR nehmen?

Rauschgift, Betäubungsmittel und andere Gifte; Kinderspielzeug militärischen Charakters; gebrauchte Gegenstände als Geschenk (ausgenommen davon sind gebrauchte Textilien und Schuhe, wenn diese nach der letzten Benutzung gewaschen oder gereinigt wurden); Arzneimittel (ausgenommen davon ist der persönliche Reisebedarf);

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