Sie dürfen grundsätzlich mit Personen sprechen, denen Sie vertrauen und die nicht direkt mit dem Vorfall zu tun haben, wie Familie oder enge Freunde, aber bei Kollegen ist Vorsicht geboten, um den Betriebsfrieden nicht zu stören; am besten suchen Sie sich professionelle Hilfe (Anwalt, Betriebsrat) oder sprechen mit einer Vertrauensperson, um die Abmahnung zu besprechen und das weitere Vorgehen zu planen, ohne die Situation zu verschlimmern.
Wer darf von meiner Abmahnung wissen?
Abmahnungen können von kündigungsberechtigten Personen sowie von allen Vorgesetzten, die hinsichtlich der Arbeit weisungsbefugt sind, wirksam ausgesprochen werden.
Ist eine Abmahnung ein Betriebsgeheimnis?
Ist eine Abmahnung ein Betriebsgeheimnis? Meist ist das der Fall. Personalangelegenheiten, und dazu zählt auch eine Abmahnung, sind vertraulich zu behandeln. Sie fallen unter den Schutz der Persönlichkeitsrechte des betroffenen Mitarbeiters und sind daher als vertrauliche Information anzusehen.
Was darf man trotz Schweigepflicht erzählen?
Sie können also durchaus über Ihren Tag auf der Arbeit sprechen. Achten Sie nur darauf, dass Sie nichts berichten, das unter das Betriebs- oder Geschäftsgeheimnis fällt. Zum Beispiel können Sie darüber reden, dass es technische Schwierigkeiten auf der Arbeit gab, aber nicht, welche Schwierigkeiten es im Detail waren.
Sind Abmahnungen vertraulich?
Personalakten sind eine streng vertrauliche Sache.
Die Einsicht in die Akte ist dem Mitarbeiter jederzeit und ohne Anlass zu gestatten, das regelt § 83 BetrVG (Betriebs-Verfassungs-Gesetz).
Abmahnung erhalten? So reagieren Sie richtig und schützen Ihre Karriere
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Ist eine Abmahnung geheim?
Nein. Eine Unterschrift ist nicht erforderlich. Verlangt der Arbeitgeber eine Unterschrift, so sollte insbesondere darauf geachtet werden, ob mit der Unterschrift nur der Erhalt und das Datum des Erhalts der Abmahnung oder auch der Inhalt der Abmahnung anerkannt werden soll.
Hat man das Recht zu wissen, was der Kollege verdient?
Ja, Sie dürfen grundsätzlich wissen, was Ihre Kollegen verdienen, insbesondere durch das neue EU-weite Entgelttransparenzgesetz (das bis Juni 2026 umgesetzt wird), das Arbeitnehmern das Recht gibt, Auskunft über Gehaltsstrukturen und das durchschnittliche Gehalt in vergleichbaren Positionen zu fordern, um Lohnunterschiede (z. B. Gender Pay Gap) aufzudecken. Individuelle, konkrete Gehälter bleiben zwar Privatsache, aber Sie können Auskunft über die Kriterien der Entgeltfindung und das mittlere Entgelt für "gleiche oder gleichwertige Arbeit" verlangen, vor allem in größeren Unternehmen mit über 100 Mitarbeitern.
Welche drei Ausnahmen gibt es von der Vertraulichkeitspflicht?
Es gibt drei Ausnahmen, bei denen die Vertraulichkeit ohne Einwilligung aufgehoben werden kann: 1) Der Klient stellt eine unmittelbare Gefahr für sich selbst oder andere dar (z. B. Selbstmord- oder Mordgefahr); 2) es besteht der Verdacht auf Kindes- oder Altenmisshandlung, Vernachlässigung oder Misshandlung; 3) in Gerichtsverfahren können Informationen vom Gericht angefordert werden.
Wem darf ich von meiner Kündigung erzählen?
„Nur was man im Kopf hat, darf man mitnehmen“
Deshalb ist es ratsam, zunächst ein Gespräch beim Vorgesetzten zu suchen, damit dieser nicht aus der Personalabteilung von der Kündigung erfährt.
Was zählt unter Betriebsgeheimnissen?
Was sind Geschäfts- und Betriebsgeheimnisse? Kurz gesagt handelt es sich bei Geschäfts- und Betriebsgeheimnisse um Informationen, die gegenüber Wettbewerbern und der Öffentlichkeit geheim gehalten werden sollen. Beide Kategorien können einen hohen wirtschaftlichen Wert für Unternehmen darstellen.
Wie verhalte ich mich bei einer Abmahnung?
Was tun bei Abmahnung?
- Vermeiden Sie eine spontane Rechtfertigung im Gespräch. ...
- Geben Sie keine übereilte schriftliche Stellungnahme ab. ...
- Bestätigen Sie nicht auf der Abmahnung, dass die Vorwürfe berechtigt sind. ...
- Finden Sie heraus, was an den Vorwürfen dran ist.
Ist lästern über den Chef ein Kündigungsgrund?
Ja, Lästern über den Chef kann ein Kündigungsgrund sein, vor allem wenn es zu ehrverletzenden, beleidigenden oder diffamierenden Äußerungen kommt, die den Betriebsfrieden stören, insbesondere in öffentlichen Räumen oder sozialen Medien, aber auch private Chats können relevant sein, wenn sie sich verbreiten; harmloses, vertrauliches Lästern unter Kollegen ist hingegen oft noch gedeckt, kann aber bei Eskalation ebenfalls Konsequenzen haben. Die Grenze liegt bei der Schwere der Beleidigung und der Reichweite der Äußerung; abmahn- und kündigungsfähig sind z.B. Schmähkritik, üble Nachrede oder Verleumdung.
Wie viel Abmahnung bis Kündigung?
Die Antwort mag überraschen: Es gibt keine feste Zahl. Bei kleineren Verfehlungen wie Unpünktlichkeit sind mehrere Abmahnungen üblich, bevor eine Kündigung gerechtfertigt ist. Für Arbeitgeber ist daher wichtig: Jeder Fall muss individuell bewertet werden. Für Arbeitnehmer gilt: Bereits die erste Abmahnung ernst nehmen.
Wann ist eine Abmahnung unwirksam?
Eine Abmahnung ist ungültig, wenn sie unkonkret, pauschal oder unvollständig ist (wer, was, wann, wo), keine Kündigungsdrohung enthält, von einer unzuständigen Person unterschrieben wurde, private oder unverschuldete Verhaltensweisen betrifft, falsche Tatsachen behauptet oder unverhältnismäßig ist (z.B. bei Bagatellen). Auch wenn der Arbeitgeber das Verhalten über lange Zeit toleriert hat (Verwirkung) oder die Abmahnung nicht zugestellt wurde, kann sie unwirksam sein.
Wie lange bleibt eine Abmahnung in der Personalakte?
Wie lange bleibt eine Abmahnung in der Personalakte? Eine rechtliche Grundlage zum zeitlichen Verbleib von Abmahnungen in der Personalakte gibt es nicht. Die Rechtsprechung hat jedoch bereits in einigen Fällen Anträgen auf Entfernung nach zwei bis drei Jahren stattgegeben.
Wie sollte man auf eine Abmahnung reagieren?
Auf eine Abmahnung müssen Sie nicht schnell reagieren. Wenn Sie gegen ihre Abmahnung vorgehen wollen, brauchen Sie nämlich keine Fristen einhalten. Überlegen Sie deshalb lieber in Ruhe zu Hause oder mit Ihrem Anwalt, was Sie tun können und wollen. Oft wird eine Abmahnung persönlich übergeben.
Was darf mein Chef über mich erzählen?
Der Arbeitgeber ist verpflichtet, alle vertraulichen Informationen – insbesondere personenbezogene Daten und Geschäftsgeheimnisse – zu schützen. Er darf solche Daten nur erheben, speichern und weitergeben, wenn eine gesetzliche Grundlage besteht oder eine Einwilligung der betroffenen Person vorliegt.
Können Sie den Leuten mitteilen, dass Sie gekündigt haben?
Wenn Sie beruflich ausscheiden möchten, informieren Sie außer Ihrem Vorgesetzten niemanden . Die Abwicklung Ihres Ausscheidens – Kommunikation, Aufgabenverteilung usw. – obliegt Ihrem Management. Überlassen Sie ihnen die Arbeit. Denken Sie darüber nach.
Haben Vorgesetzte Schweigepflicht?
Die strafrechtliche Schweigepflicht kann nicht durch Weisung von Vorgesetzten aufgehoben oder abgeschwächt werden, weil sich das Direktionsrecht eines Arbeitgebers oder Behördenleiters nicht über strafrechtliche Vorschriften hinwegsetzen kann.
Wo liegen die Grenzen der Vertraulichkeit?
Grenzen der Vertraulichkeit
Dazu gehört Folgendes: Wenn die Klinik Kenntnis, Beweise oder begründete Bedenken hinsichtlich des Missbrauchs oder der Vernachlässigung eines Kindes, eines älteren Menschen oder eines behinderten Menschen hat, ist sie verpflichtet, einen Bericht bei der zuständigen Behörde, in der Regel dem Ministerium für Gesundheit und Soziale Dienste, einzureichen.
Wie lange gilt die Vertraulichkeitsverpflichtung?
Wie lange gilt eine Vertraulichkeitsverpflichtung (NDA)?
In der Praxis anzutreffen, sind Laufzeiten der Vertraulichkeitsverpflichtung von bis zu drei Jahren ab Unterzeichnung der Vertraulichkeitsvereinbarung.
Was ist ein Beispiel für einen Verstoß gegen die Vertraulichkeit?
Was ist ein Beispiel für einen Verstoß gegen die Vertraulichkeit? Ein klassisches Beispiel ist das versehentliche Versenden einer E-Mail an Kunde A, die für Kunde B bestimmt war . In diesem Fall haben Sie sensible Informationen von Kunde B ohne dessen Zustimmung an Dritte weitergegeben.
Ist es erlaubt, mit Kollegen über sein Gehalt zu sprechen?
Das Gesetz schützt Geschäftsgeheimnisse, aber Gehälter fallen nicht darunter. Arbeitnehmer dürfen über ihr Gehalt sprechen und es vergleichen, um Diskriminierung aufzudecken und faire Bezahlung zu fördern. Unternehmen dürfen dies nicht verbieten. Personalabteilungsmitglieder müssen jedoch Datengeheimnisse wahren.
Mit wem sprechen Sie über das Gehalt?
Nach dem National Labor Relations Act (NLRA oder das Gesetz) haben Arbeitnehmer das Recht, mit ihren Kollegen über ihre Löhne zu kommunizieren, sowie mit Gewerkschaften, Arbeitnehmerzentren, den Medien und der Öffentlichkeit .
Wer darf wissen, was ich verdiene?
Wer darf wissen, was ich verdiene? Innerhalb deines Betriebs darfst du mit Kolleg*innen und Vorgesetzten über dein Gehalt sprechen. Auch deine Familienmitglieder dürfen wissen, was du verdienst.
Was trinke ich morgens zum Abnehmen?
Wer sind die meisten Deutschen mit doppelter Staatsbürgerschaft?