Welches Einkommen ist unpfändbar?

Unpfändbar ist ein monatliches Nettoeinkommen bis zu einem Grundfreibetrag von aktuell (Stand Juli 2025) 1.559,99 €, wobei sich dieser Betrag je nach Anzahl der unterhaltsberechtigten Personen erhöht (z.B. 2.149,99 € bei einer Person). Zusätzlich sind bestimmte Einkommensbestandteile wie die Hälfte der Überstundenvergütung, Weihnachtsgeld bis 780 €, Urlaubsgeld und Kindergeld nicht pfändbar.

Welches Einkommen darf nicht gepfändet werden?

Die in den Tabellen enthaltenen Beträge finden ihre Grundlage in § 850c der Zivilprozessordnung (ZPO). In § 850c Absatz 1 ZPO wird je nach dem Zeit- raum, für den das Arbeitseinkommen gezahlt wird, ein unpfändbarer Grund- freibetrag festgelegt; ab dem 1. Juli 2025 beträgt dieser 1.555,00 Euro monatlich.

Was ist ein unpfändbares Einkommen?

Derzeit gelten Einkünfte von bis zu 1.559,99 Euro als unpfändbares Einkommen. Im Falle einer Unterhaltspflicht gegenüber einer Person sind bis zu 2.149,99 Euro Nettoeinkommen unpfändbar. Bei einer Unterhaltspflicht gegenüber zwei Personen dürfen 2.469,99 Euro nicht gepfändet werden.

Welche Gehaltsbestandteile sind unpfändbar?

4 Unpfändbare Bezüge

  • Die Hälfte des für Mehrarbeitsstunden gezahlten Teils des Arbeitseinkommens. ...
  • Die für die Dauer eines Urlaubs über das Arbeitseinkommen hinaus gewährten Bezüge (Urlaubsgelder, nicht das Urlaubsentgelt; nach dem BUrlG nicht erfasst wird auch der Urlaubsabgeltungsanspruch nach § 7 Abs.

Welche einkommensanteile sind unpfändbar?

Pfändbares Einkommen steht dem Schuldner nicht mehr zur eigenen Verfügung. Das pfändbare Einkommen ist jener Teil des Nettoeinkommens einer Person, der während der Privatinsolvenz oder einer Zwangsvollstreckungsmaßnahme über der Pfändungsfreigrenze liegt und damit gepfändet werden kann.

Gehaltspfändung: Wie viel bleibt dir vom Lohn? 💸

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Kann das ganze Gehalt gepfändet werden?

Nein, es kann nicht das ganze Gehalt eines Schuldners während einer Lohnpfändung eingezogen werden.

Welche zwei Schulden können nicht erlassen werden?

Spezielle Schulden wie Kindesunterhalt, Ehegattenunterhalt und Studienkredite werden durch eine Insolvenzanmeldung nicht erlassen. Nicht alle Schulden werden gleich behandelt. Das Gesetz nimmt manche Schulden sehr ernst, und diese können durch eine Insolvenzanmeldung nicht getilgt werden.

Welche Lohnbestandteile können nicht gepfändet werden?

Nicht pfändbare Lohnbestandteile

Dazu zählen unter anderem: die Hälfte der Vergütung von Mehrarbeitsstunden; zusätzlich gezahltes Urlaubsgeld. Bitte beachten Sie dass Urlaubsentgelt (genau wie Arbeitsentgelt) und Urlaubsabgeltung dagegen pfändbar sind.

Kann mein Weihnachtsgeld bei einer Lohnpfändung gepfändet werden?

Weihnachtsgeld darf nicht vollständig gepfändet werden; seit Juli 2025 sind 780 Euro brutto pfändungsfrei. Bei einer Lohn- oder Gehaltspfändung wird das Geld nicht eingezogen, bei einer Kontopfändung hingegen müssen Betroffene aktiv werden, um den Zuschuss zu schützen.

Wie viel Geld bleibt mir bei einer Privatinsolvenz?

Der Selbstbehalt bei der Privatinsolvenz ist der Betrag, den Schuldner behalten dürfen, damit sie ihren Lebensunterhalt bestreiten können; er beträgt seit dem 1. Juli 2025 für Alleinstehende 1.559,99 € netto pro Monat und steigt bei Unterhaltspflichten an, basierend auf der Pfändungstabelle, die die Freibeträge regelmäßig anpasst, sodass nur das Einkommen über diesem Betrag an Gläubiger geht.
 

Wie viel Euro ist unpfändbar?

Seit dem 1. Juli 2025 beträgt der unpfändbare Grundbetrag 1.555,00 Euro monatlich (bisher: 1.491,75 Euro).

Welche Einkünfte müssen dem Finanzamt gemeldet werden?

Grundsätzlich müssen Sie alle Vergütungen, die Sie für persönliche Dienstleistungen erhalten, in Ihr Bruttoeinkommen einbeziehen. Dazu gehören neben Löhnen, Gehältern, Provisionen, Honoraren und Trinkgeldern auch andere Vergütungsformen wie Zusatzleistungen und Aktienoptionen.

Wo finde ich die Pfändungsschutztabelle für 2025?

Die Pfändungstabelle 2024/2025

  • Bei 0 Unterhaltsberechtigten kann ein Nettoeinkommen von 1.499,99 Euro monatlich nicht gepfändet werden. ...
  • Bei 1 Unterhaltsberechtigtem ist die Pfändung ab 2.060 Euro möglich.
  • Bei 2 Unterhaltsberechtigten sind es 2.370 Euro.
  • Bei 3 Unterhaltsberechtigten sind es 2.680 Euro.

Wann ist ein Einkommen nicht gepfändet zu werden?

Damit sichert sich der Schuldner, wie bei der Gehaltspfändung einen Grundfreibetrag, der nicht gepfändet werden kann. Dieser Freibetrag entspricht jenem der Lohnpfändung und liegt bei 1.491,725 Euro pro Monat.

Ist ein 520 € Job pfändbar?

Nach der aktuellen Pfändungstabelle 2025/2026 gelten erhöhte Pfändungsfreigrenzen hiernach ist ein Arbeitseinkommen unter 1.560,00 Euro netto unpfändbar.

Wie hoch ist der maximal pfändbare Betrag ab Juli 2025?

Pfändbar sind vom 1. Juli 2024 bis zum 30. Juni 2025 monatlich 336,38 Euro. Ab 1. Juli 2025 sinkt der pfändbare Betrag auf 302,31 Euro. Bernd bleibt ab 1. Juli 2025 ein nicht pfändbarer Betrag von 3.497,69 Euro.

Kann ein 13-Monatsgehalt gepfändet werden?

Gemäß § 850a Nr. 4 ZPO ist Weihnachtsgeld bis zur Hälfte des aufgerundeten monatlichen Pfändungsfreibetrags von 1.560 Euro unpfändbar (Stand: 1. Juli 2025). Bis zu 780 Euro dürfen Schuldner also behalten. Alles, was darüber hinausgeht, kann gepfändet werden.

Welche Sonderzahlungen sind nicht pfändbar?

Aufwandsentschädigungen, Auslöse und sonstige soziale Zulagen. Gefahren, Schmutz- und Erschwerniszulage. Weihnachtsgeld, ist beim Gehalt, bis zu 750 Euro pfändungsfrei, bei einer Kontopfändung muss der Betroffene unpfändbare Beträge des Weihnachtsgeldes rechtzeitig zusätzlich schützen lassen.

Ist das 13. und 14. Gehalt pfändbar?

Urlaubsgeld & Weihnachtsgeld

Das 13. und 14. Monatsgehalt wird bei der Pfändung wie ein Monatsbezug behandelt. Dementsprechend wird es nicht zu dem in diesem Monat auszuzahlenden Nettobezug gerechnet.

Was zählt nicht zum pfändbaren Einkommen?

Ein Einkommen unter 1.560,- Euro ist in der Regel nicht pfändbar. Be- sondere Regelungen gibt es darüber hinaus für die Pfändung von Zuschlägen (z. B. Schichtdienst, Urlaubsgeld, Überstundenvergütung, Weihnachtsgeld usw.).

Kann ein Konto ohne Vollstreckungsbescheid gepfändet werden?

Nein. Der Schuldner muss über jede bevorstehende Zwangsvollstreckungsmaßnahme informiert werden. Dies erfolgt zunächst durch die Zustellung des Vollstreckungstitels. Ab diesem Zeitpunkt muss er mit einer Zwangsvollstreckung rechnen und damit auch mit einer Kontopfändung – sofern er die Schulden nicht bezahlt.

Welche Schulden werden trotz Privatinsolvenz nicht erlassen?

Betrug, Diebstahl, Körperverletzung – wenn das Gläubiger rechtzeitig geltend macht) Unterhaltsschulden, wenn sie vorsätzlich verletzt wurden. Verfahrenskosten aus Strafprozessen. Darlehen aus sittenwidriger Schädigung oder unter arglistiger Täuschung.

Was passiert, wenn ich meine Schulden nicht mehr zahlen kann?

Überschuldung beginnt dort, wo Zahlungen dauerhaft nicht mehr möglich sind. Verbindlichkeiten wachsen schneller, als sie beglichen werden können. Dadurch entstehen zusätzliche Kosten wie Verzugszinsen oder Inkassogebühren.

Was sind die Folgen, wenn ein Staat seine Schulden nicht mehr bezahlen kann?

Von "Staatsbankrott" (oder auch "Staatsinsolvenz") spricht man, wenn ein Staat seine Schulden nicht mehr bezahlen kann. Die Folge ist dann, dass der Staat seine Aufgaben nicht mehr erfüllen kann. Zum Beispiel kann er die Beamt/innen nicht mehr bezahlen oder auch notwendige Straßenbaumaßnahmen nicht mehr durchführen.