Welche Probleme gibt es mit Atorvastatin?

Atorvastatin kann Probleme wie Muskelschmerzen/-schwäche, Magen-Darm-Beschwerden (Übelkeit, Durchfall, Verstopfung), Kopfschmerzen und Schlafstörungen verursachen; seltene, aber ernste Risiken sind Leberschäden (erhöhte Leberwerte) und Rhabdomyolyse (Muskelabbau), die Nierenprobleme verursachen kann, sowie eine leichte Erhöhung des Blutzuckers, die bei Risikopatienten zu Typ-2-Diabetes führen kann. Es ist wichtig, diese Symptome Ihrem Arzt zu melden, insbesondere bei Schmerzen und dunklem Urin.

Was sind die häufigsten Nebenwirkungen von Atorvastatin?

Die häufigsten Nebenwirkungen von Atorvastatin sind Muskel- und Gelenkschmerzen (Myalgie, Arthralgie), Kopfschmerzen sowie Magen-Darm-Beschwerden wie Verstopfung, Blähungen, Übelkeit und Durchfall, aber auch Nasopharyngitis (Schnupfen) und Nasenbluten können auftreten. Ebenfalls häufiger beobachtet werden veränderte Leberwerte. 

Welche Nebenwirkungen kann Atorvastatin haben?

Mögliche Nebenwirkungen von Atorvastatin sind Kopfschmerzen, Magen-Darm-Probleme wie Verstopfung, Blähungen, Übelkeit, Durchfall, veränderte Leberwerte und Muskelschmerzen. Gelegentlich treten Schlaflosigkeit, Gewichtszunahme, Benommenheit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Hautausschläge auf.

Wie lange dauert es, bis Atorvastatin aus dem Körper raus ist?

Neuere hochwirksame Statine haben eine deutlich höhere Halbwertszeit und können deshalb zu jeder Tages- und Nachtzeit eingenommen werden. Beispielsweise beträgt die Eliminationshalbwertszeit von Rosuvastatin 19 Stunden und die von Atorvastatin 13 Stunden.

Warum wurde Atorvastatin zurückgerufen?

Atorvastatin wurde wegen verschiedener Probleme zurückgerufen, darunter Auflösungsprobleme in Tabletten (Wirksamkeitsverlust), fehlerhafte Dosierungsangaben in Beipackzetteln und erhöhte Keimbelastung in bestimmten Chargen, was ein Risiko für immungeschwächte Patienten darstellte. Die Rückrufe betrafen unterschiedliche Hersteller (wie Ascend Laboratories, Basics, Pfizer) und Chargen, um die Sicherheit und Qualität des Medikaments zu gewährleisten, auch wenn nicht immer akute Patientenschäden vorlagen.
 

Atorvastatin Basic ➡️ Das sollten Sie zur Einnahme Ihres Cholesterinsenkers wissen! (kurz)

26 verwandte Fragen gefunden

Warum wird Atorvastatin zurückgerufen?

Mehrere Chargen von Atorvastatin-Calcium-Tabletten, einem weit verbreiteten cholesterinsenkenden Medikament, wurden zurückgerufen, da sich die Tabletten im Körper möglicherweise nicht richtig auflösen und dadurch ihre Wirksamkeit beeinträchtigt wird , teilte die Food and Drug Administration (FDA) mit.

Warum ist Atorvastatin nicht mehr erhältlich?

Doch die offizielle Begründung ist medizinisch: Atorvastatin weise therapeutische Vorteile auf, behaupten die Pfizer-Annoncen, der Wirkstoff sei „der nachweislich beste Cholesterinsenker“ und müsse deshalb voll erstattet werden.

Was passiert, wenn ich Atorvastatin einfach absetze?

Statine sind zur Primärprävention von Älteren umstritten. Absetzen sollte man den Fettsenker aber offenbar nicht, wenn ein herzgesunder Senior ihn einnimmt. Das Unterbrechen einer jahrelangen Statintherapie erhöht das Risiko für koronare und zerebrovaskuläre Ereignisse.

Welche Lebensmittel dürfen nicht zusammen mit Statinen verzehrt werden?

Grapefruitsaft ist das einzige Lebensmittel oder Getränk, das direkt mit Statinen interagiert. Statine interagieren nicht direkt mit Lebensmitteln, aber Personen, die Statine einnehmen, sollten ihren Konsum gesättigter Fettsäuren einschränken, um ihr LDL-Cholesterin und ihr allgemeines Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu senken.

Können Statine Ablagerungen auflösen?

Doch sie ist offenbar auch umkehrbar: Die Therapie mit cholesterinsenkenden Medikamenten – so genannten Statinen – kann die Ablagerungen in den Gefäßen vermindern, wie eine Studie des Universitätsklinikums Essen zur Wirksamkeit von Statinen zeigt.

Kann Atorvastatin Atemprobleme verursachen?

Ihre Lippen, Ihr Mund, Ihr Rachen oder Ihre Zunge schwellen plötzlich an. Sie atmen sehr schnell oder haben Schwierigkeiten beim Atmen (Sie können sehr pfeifend atmen oder das Gefühl haben, zu ersticken oder nach Luft zu schnappen). Ihr Hals fühlt sich eng an oder Sie haben Schwierigkeiten beim Schlucken.

Was sollte man nicht essen bei Atorvastatin?

Bei der Einnahme von Atorvastatin sollten Sie große Mengen Grapefruit (Saft und Frucht) und Rotschimmelreis meiden, da diese die Wirkung verstärken und das Risiko für Nebenwirkungen wie Muskelschäden erhöhen können. Auch übermäßiger Alkoholkonsum und bestimmte Medikamente (wie einige Antibiotika wie Erythromycin/Clarithromycin oder Immunsuppressiva) sind zu vermeiden oder nur nach Rücksprache mit dem Arzt einzunehmen, da sie zu Wechselwirkungen führen.
 

Gibt es einen Ersatz für Atorvastatin?

Rosuvastatin kann den Cholesterinspiegel stärker senken als Atorvastatin. Eine im Fachmagazin Cardiovascular Diabetology veröffentlichte Studie zeigt, dass Rosuvastatin bei gleicher Dosis eine stärkere LDL-Reduktion erzielt.

Welche Medikamente lösen Muskelschmerzen aus?

Außer bei Statinen finden sich in den Fachinformationen zahlreicher weiterer Arzneistoffe Hinweise auf Muskel- oder Gliederschmerzen, sehr häufig etwa bei Carvedilol, häufig bei Ramipril, Risperidon oder Citalopram. Wie die Muskelschmerzen entstehen, ist noch nicht in allen Fällen vollständig geklärt.

Ist Atorvastatin 40 mg eine hohe Dosis?

Wenn Sie das gut vertragen, kann für Sie vielleicht ein Statin in hoher Dosis in Frage kommen. Hierfür stehen die Wirkstoffe Atorvastatin (40 bis 80 mg) und Rosuvastatin (20 bis 40 mg) zur Verfügung. Eine Hochdosis-Behandlung kann zum Beispiel für Menschen mit einem Herzinfarkt in der Vorgeschichte vorteilhaft sein.

Wann darf Atorvastatin nicht eingenommen werden?

Sie dürfen Atorvastatin Zentiva nicht einnehmen, wenn Sie schwanger sind oder versuchen, schwanger zu werden. Sie dürfen Atorvastatin Zentiva nicht einnehmen, wenn Sie im gebärfähigen Alter sind, es sei denn, Sie wenden eine zuverlässige Schwangerschaftsverhütung an.

Welches Obst darf nicht bei Statinen?

Grapefruit und Statine: Nicht immer ein Problem

Patient:innen, die mit Atorvastatin, Lovastatin oder Simvastatin behandelt werden, sollten besser auf den Verzehr von Grapefruit und Grapefruitsaft verzichten.

Welche Alternativen gibt es, wenn man keine Statine verträgt?

Alternative Medikamente bei Statin-Intoleranz

Alternativ kann zur Einsparung der Statin-Dosis eine Medikation mit 10 mg/d Ezetimib (Ezetrol®) erfolgen. Ezetimib hemmt die Verwertung des über die Nahrung zugeführten Cholesterins. Somit werden bis zu 50% weniger Cholesterin aus dem Dünndarm aufgenommen.

Welche Medikamente vertragen sich nicht mit Statine?

Neben Grapefruitsaft hemmen unter anderem auch Ginseng, Gelbwurzel, Baldrian, Antibiotika aus der Gruppe der Makrolide, Blutdrucksenker aus der Gruppe der Calciumkanal-Blocker und bestimmte Anti-Pilz-Mittel das Enzym CYP3A4. Zu den betroffenen Anti-Pilz-Mitteln gehört auch der Wirkstoff Itraconazol.

Was ist die schwerwiegendste Nebenwirkung von Atorvastatin?

Eine schwerwiegende, aber sehr seltene Nebenwirkung einer länger andauernden Statin-Therapie ist eine sogenannte Rhabdomyolyse: Muskelzellen der Skelettmuskulatur lösen sich dabei nach und nach auf. Im Rahmen der Rhabdomyolyse setzen die zerstörten Muskelzellen unter anderem den Stoff Myoglobin frei.

Was sagen Kardiologen zu Statinen?

Kardiologen sehen Statine als essenziell zur Senkung des kardiovaskulären Risikos (Herzinfarkt, Schlaganfall) an, betonen aber die Notwendigkeit einer individuellen Abwägung von Nutzen und seltenen Nebenwirkungen wie Muskelproblemen. Sie unterstützen den frühen Einsatz, besonders bei hohem Risiko, und kritisieren Falschinformationen. Bei Problemen sollte man die Therapie nicht eigenmächtig abbrechen, sondern den Arzt konsultieren, um Alternativen zu finden, denn der Nutzen überwiegt oft. 

Warum ab 75 keine Statine mehr?

Es gibt keine strikte Regel, ab 75 keine Statine mehr zu nehmen, aber die Entscheidung wird komplexer, da der Nutzen-Risiko-Faktor sich verschiebt, mit mehr Sorgen vor Nebenwirkungen (Muskelschmerzen, kognitive Probleme) und möglichen Wechselwirkungen bei älteren Menschen, aber auch dem Vorteil bei bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Sekundärprävention) oder Diabetes. Während einige Leitlinien die Therapie zur Primärprävention (erstmalige Vorbeugung) bei Gesunden über 75 kritisch sehen, wird die Fortsetzung bei Sekundärprävention (nach Ereignissen) oder bei Diabetes oft empfohlen, immer mit individueller Nutzen-Risiko-Abwägung.
 

Welches Medikament ist besser als Atorvastatin?

Rosuvastatin sicherere Option

Die Studie bestätigte, dass Rosuvastatin die Blutfettwerte – darunter LDL-Cholesterin- und Triglycerid-Spiegel – stärker senkt als Atorvastatin. Auch die Gesamtmortalität war bei Patient:innen unter Rosuvastatin etwas niedriger als unter Atorvastatin (2,57 vs.

Erhöht Atorvastatin das Risiko für Grauen Star?

Wissenschaftliche Studien belegen, das das Risiko bei der Einnahme von Cholesterinsenker wie Rosuvastatin, Atorvastatin (Lipitor), Simvastatin, Pravastatin, Lovastatin, Fluvastatin und Pitavastatin an einem Grauen Star zu erkranken signifikant erhöht ist.

Ist Atorvastatin wichtig?

Der Einsatz von 80 Milligramm Atorvastatin zeigt widersprüchliche Ergebnisse. Eine intensivierte Statintherapie mit 80 Milligramm Atorvastatin kann zwar das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle etwas deutlicher senken als eine Therapie mit 10 Milligramm, aber die aggressive Therapie verlängert nicht das Leben.