Welche Geldleistungen sind unpfändbar?

Unpfändbar sind vor allem zweckbestimmte Sozialleistungen wie Elterngeld (bis zu einem bestimmten Betrag), Mutterschaftsgeld, Wohngeld (unter bestimmten Umständen), Leistungen bei Körper- und Gesundheitsschäden (§ 54 Abs. 3 SGB I) sowie bestimmte Lohnbestandteile wie übliche Erschwerniszulagen, Nacht- und Feiertagszuschläge und ein Teil des Weihnachtsgeldes. Auch Hilfen zum Lebensunterhalt, Grundsicherung und Ausbildungsförderungen (BAföG) genießen oft Pfändungsschutz, da sie den Existenzminimum sichern.

Welche Gelder können nicht gepfändet werden?

Nicht pfändbar sind vor allem Sozialleistungen wie Grundsicherung, Kindergeld und Wohngeld (in der Regel), bestimmte Zulagen (Sonntag, Feiertag), ein Teil des Einkommens bis zum gesetzlichen Grundfreibetrag (ab 1. Juli 2025: 1.559,99 €/Monat, ansteigend mit Unterhaltspflichten), und bei einem Pfändungsschutzkonto (P-Konto) bleibt dieser Freibetrag immer geschützt, auch bei höheren Guthaben. Absolute Ausnahmen sind Sterbe- und Gnadenbezüge, die primär Unterstützungszwecken dienen. 

Welche Leistungen sind unpfändbar?

Darüber hinaus sind bestimmte Zulagen vom Lohn unpfändbar, sofern diese üblich sind. Dazu gehören zum Beispiel Erschwerniszulagen, Wochenend- und Nachtzuschläge, aber auch eine Aufwandsentschädigung oder Urlaubsgeld. Das Weihnachtsgeld ist teilweise unpfändbar.

Welche Einmalzahlungen sind nicht pfändbar?

Wiederkehrende tarifliche Einmalzahlungen sind pfändbar

Die unpfändbaren Lohnbestandteile sind in § 850a ZPO aufgeführt. Dazu gehören zum Beispiel Erschwerniszuschläge, das Urlaubsgeld und Aufwandsentschädigungen. Beim Weihnachtsgeld bleibt ein Anteil von 670 Euro pfändungsfrei (Stand: Juli 2022).

Was darf nicht gepfändet werden Konto?

Seit dem 1. Juli 2025 liegt der unpfändbare Grundbetrag bei 1.555 Euro pro Monat. Dieser Betrag wird derzeit auf 1.560 Euro aufgerundet. Bestehen gesetzliche Unterhaltspflichten, erhöht sich der Freibetrag entsprechend – für jede unterhaltsberechtigte Person kommt ein weiterer Betrag hinzu.

Ist das Wohngeld pfändbar? Was darf sich der Gläubiger holen?

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Was ist von der Pfändung ausgenommen?

Das bedeutet, dass bestimmte Vermögenswerte wie beispielsweise Kleidung, Hausrat, Werkzeuge und Gegenstände des täglichen Gebrauchs nicht gepfändet werden können. Liegt keine Unpfändbarkeit vor, kann der Gläubiger aufgrund eines Vollstreckungstitels die Pfändung des Vermögens des Schuldners veranlassen.

Welche Konten werden bei einer Pfändung gesperrt?

Folgen einer Pfändung

Es gibt keinen automatischen Schutz Ihres Existenzminiums, auch nicht eventueller Sozialleistungen. Somit wird das gesamte Girokontoguthaben gesperrt. Auszahlungen sind nur noch möglich, wenn Ihr Girokonto mehr Guthaben als der gepfändete Betrag ausweist.

Welche Bezüge sind unpfändbar?

1): Unpfändbar sind zur Hälfte die für die Leistung von Mehrarbeitsstunden gezahlten Teile des Arbeitseinkommens. Mehrarbeitsvergütung ist für Tätigkeiten gezahltes Entgelt, die ein Arbeitnehmer über die gesetzliche, tarifliche oder betriebliche Arbeitszeit hinaus leistet.

Welche Sonderzahlungen dürfen nicht gepfändet werden?

Wer finanzielle Probleme und Schulden hat, und auch schon von Lohn- oder Gehaltspfändung betroffen ist, kann sich trotzdem über das Weihnachtsgeld seines Arbeitgebers freuen. Denn das Weihnachtsgeld ist bis zu 780 Euro pfändungsgeschützt. Weihnachtsgeld ist seit Juli 2025 bis zu 780 Euro vor Pfändung geschützt.

Ist die 3000 Euro Inflationsprämie pfändbar?

Dieser stellte fest: Die Inflationsausgleichsprämie kann gepfändet werden. Als Begründung gab der BGH unter anderem an: Auch wenn sie dazu gedacht ist, die Auswirkungen der Inflation abzumildern, reicht das nach Auffassung des BGH nicht für einen entsprechenden Pfändungsschutz.

Was ist absolut unpfändbar?

Das bedeutet, dass bestimmte Gegenstände, Geldbeträge oder Ansprüche nicht gepfändet werden dürfen, selbst wenn eine Person Schulden hat und ein Vollstreckungsverfahren gegen sie läuft.

Sind Fahrtkostenzuschüsse pfändbar?

Nur Lohnarten, die als Auslagenersatz anzusehen sind, sind standardmäßig bisher als nicht pfändbar hinterlegt. Steuer- und sozialversicherungsfreie Fahrtkosten sind unpfändbar.

Welche Einkünfte sind pfändungsfrei?

Die Anpassung der Pfändungsfreigrenzen erfolgt immer zum 1. Juli. Seit dem 1. Juli 2025 beträgt der unpfändbare Grundbetrag 1.555,00 Euro monatlich (bisher: 1.491,75 Euro). Die Höhe der Pfändungsfreibeträge steht in der Pfändungsfreigrenzenbekanntmachung.

Was darf alles nicht gepfändet werden?

Dazu gehören Gegenstände für den persönlichen Gebrauch und Haushalt, die einen einfachen Lebensstil ermöglichen. Beispielsweise sind das unter anderem Bekleidung, Möbel, Fernseher und Küchengeräte. Ebenfalls geschützt sind Dinge, die der Ausbildung oder Ausübung der Erwerbstätigkeit unterliegen.

Ist ein 520 € Job pfändbar?

Nach der aktuellen Pfändungstabelle 2025/2026 gelten erhöhte Pfändungsfreigrenzen hiernach ist ein Arbeitseinkommen unter 1.560,00 Euro netto unpfändbar.

Welche Sozialleistungen sind nicht pfändbar?

Nicht pfändbar sind: Sozialhilfe, Erziehungsgeld, Mutterschaftsgeld und Sozialleistungen zum Ausgleich von Mehraufwendungen durch Körper- und Gesundheitsschäden, z. B. Pflegegeldanspruch des häuslich Pflegebedürftigen. Elterngeld, Wohngeld und Kindergeld sind nur unter besonderen Umständen pfändbar.

Welche Zahlungen unterliegen nicht der Pfändung?

Derzeit gelten Einkünfte von bis zu 1.559,99 Euro als unpfändbares Einkommen. Im Falle einer Unterhaltspflicht gegenüber einer Person sind bis zu 2.149,99 Euro Nettoeinkommen unpfändbar. Bei einer Unterhaltspflicht gegenüber zwei Personen dürfen 2.469,99 Euro nicht gepfändet werden.

Wie kann ich Nachzahlungen vom Jobcenter auf mein P-Konto schützen?

Im Falle einer Nachzahlung durch das Jobcenter reicht eine einfache P-Kontobescheinigung leider nicht aus. Zwar wurde gerichtlich festgelegt, dass eine Nachzahlung vom Jobcenter auch dem Pfändungsschutz untersteht, allerdings kann sie nur durch einen gerichtlichen Beschluss freigegeben werden.

Welche Einmalzahlungen sind pfändbar?

Laut § 850a ZPO sind Weihnachtsgelder bis zu einem Betrag von 750 Euro unpfändbar. Beträge, die darüber hinausgehen, können gepfändet werden.

Welche Sachbezüge sind nicht pfändbar?

Naturalleistungen bzw. Sachbezüge, die für Arbeitsleistung vom Arbeitgeber geschuldet sind, sind durchweg unpfändbar. Es handelt sich meist um höchstpersönliche Leistungen oder um Ansprüche, bei denen die besonderen Beziehungen zwischen den Beteiligten wesentlich sind.

Wie viel Weihnachtsgeld ist unpfändbar?

Das Wichtigste in Kürze: Vom Weihnachtsgeld bleiben bis zu 780 Euro pfändungsfrei. Wird Ihr Lohn oder Gehalt direkt beim Arbeitgeber gepfändet, muss dieser die Unpfändbarkeit beachten.

Welche Zulagen sind unpfändbar?

Zulagen Pfändungsschutz für Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeitszulagen. Zulagen für Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit sind nicht pfändbar, soweit sie der Höhe nach üblich sind. Zulagen für Schicht-, Samstags- oder so genannte Vorfestarbeit sind dagegen der Pfändung nicht entzogen (BAG, Urteil vom 23.

Wie schütze ich mein Konto vor Pfändung?

Um Pfändungsschutz zu erhalten, müssen Sie Ihr Girokonto in ein Pfändungsschutzkonto umwandeln lassen. Die Kündigung Ihres Girokontos ist dazu nicht erforderlich. Sie müssen der Bank unter Angabe der IBAN schriftlich mitteilen, dass Sie die Umwandlung in ein P-Konto wünschen.

Ist es möglich, ein Girokonto trotz Pfändung zu kündigen?

Das Giro- oder Geschäftskonto zu kündigen, ist während einer Kontopfändung nicht ohne Weiteres möglich. Die Bank ist verpflichtet, den Pfändungsbeschluss umzusetzen und darf das Konto erst dann auflösen, wenn die Pfändung erledigt oder aufgehoben wurde.

Welche Möglichkeiten gibt es, eine Pfändung zu umgehen?

Wie kann ich eine Pfändung aufheben? Die einfachste Möglichkeit liegt darin, die Schulden zu bezahlen und so den Grund für die Pfändung entfallen zu lassen. Alternativ können Sie mit dem Gläubiger verhandeln und ihm eine Ratenzahlung unter der Bedingung vorschlagen, dass er auf die weitere Vollstreckung verzichtet.

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