Was tun mit Trinkgeldern?

Mit Trinkgeldern verhält es sich unterschiedlich: Direkte Trinkgelder von Gästen gehören dem Mitarbeiter, sind steuerfrei (§ 3 Nr. 51 EStG), müssen aber korrekt erfasst werden (oft als "durchlaufender Posten" gebucht). Unternehmer müssen erhaltene Trinkgelder versteuern, während ein faires Pool-System mit klaren Regeln die Mitarbeitermotivation steigert, aber korrekt verwaltet werden muss, um Sozialabgaben zu vermeiden.

Wie geht man mit Trinkgeld um?

Ja, es gibt einige allgemeine Faustregeln für das Geben von Trinkgeld. In Restaurants sind etwa 10 Prozent der Rechnungssumme üblich, wenn der Service nicht bereits in der Rechnung enthalten ist. In Cafés und Bars lassen Sie das Wechselgeld oder runden auf den nächsten Euro auf.

Bin ich verpflichtet, mein Trinkgeld abzugeben?

Trinkgeld ist eine freiwillige Zahlung für eine Dienstleistung ohne eine rechtliche Verpflichtung.

Wie verbucht man Trinkgelder?

Trinkgelder richtig verbuchen

  1. Erstellen Sie eine Teilbuchung in der Transaktion, die Sie verbuchen möchten.
  2. In der zweiten Zeile geben Sie das Stichwort “Trinkgeld” als Buchungstext ein, das Konto “Bewirtungskosten” wird Ihnen automatisch vorgeschlagen.
  3. Ändern Sie die Steuer auf “keine USt.” ab.

Ist es unverschämt, kein Trinkgeld zu geben?

Wenn du in einem Lokal mit Selbstbedienung isst oder das Essen zum Mitnehmen orderst, dann ist Trinkgeld unüblich. Aber du darfst natürlich trotzdem gerne was geben. Wer einen regelmäßigen Service anbietet, bekommt gewöhnlich kein Trinkgeld (Kurierdienste, Postbote, Müllarbeiter).

Praxistipps zur neuen Trinkgeld-Verordnung

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Ist 2 € Trinkgeld zu wenig?

2 € Trinkgeld sind oft nicht zu wenig, aber es kommt stark auf den Rechnungsbetrag an; bei kleinen Beträgen (z.B. unter 20 €) sind 2 € großzügig, bei größeren Rechnungen (z.B. 50 € oder mehr) sind 5-10 % (also 2,50 € bis 5 €) üblicher, aber 2 € sind immer noch ein Zeichen guter Bedienung, da Trinkgeld freiwillig ist und oft einfach aufgerundet wird. 

Warum sollten wir kein Trinkgeld geben?

Das gängige Argument gegen Trinkgeld lautet, dass wir als Kunden nicht dafür verantwortlich sein sollten, den niedrigen Mindestlohn für Dienstleistungsangestellte, der von der Regierung festgelegt wurde, aufzustocken .

Was tun mit Trinkgeldern?

Trinkgelder müssen dem Arbeitgeber gemeldet werden, es sei denn, der Gesamtbetrag liegt unter 20 US-Dollar pro Monat und Arbeitgeber . Das US-Steuergesetz (Internal Revenue Code) verpflichtet Arbeitnehmer, alle erhaltenen Trinkgelder (mit Ausnahme derjenigen aus einem Monat, die insgesamt weniger als 20 US-Dollar betragen) ihrem Arbeitgeber schriftlich zu melden.

Wird Trinkgeld als Einkommen angerechnet?

Sogenannte Trinkgelder mit Rechtsanspruch – wie z.B. Bedienzuschläge – werden auf deinen Bruttolohn angerechnet und sind damit steuer- und sozialversicherungspflichtig. Wird also das Trinkgeld aller Mitarbeiter gesammelt und am Monatsende unter allen aufgeteilt, dann ist das Trinkgeld nicht steuerfrei.

Ist ein Trinkgeld von 10 Dollar für Nagelpflege angemessen?

Sind 10 Dollar Trinkgeld für die Maniküre angemessen? Wenn Ihre Maniküre insgesamt 50 Dollar gekostet hat, sind 10 Dollar Trinkgeld angemessen, da dies 20 % des Gesamtbetrags entspricht . Eine 50-Dollar-Maniküre würde also inklusive Trinkgeld 60 Dollar kosten.

Was ist der Trinkgeldtrick?

Einfache Mathe-Tricks für sicheres Trinkgeldgeben

Zusammenfassend: Zuerst berechnen Sie 10 % des Rechnungsbetrags, indem Sie das Komma um eine Stelle nach links verschieben . Anschließend berechnen Sie 1 % des Rechnungsbetrags, indem Sie das Komma um zwei Stellen nach links verschieben. Mit diesen beiden Beträgen können Sie viele weitere Berechnungen durchführen.

Ist 5 € Trinkgeld viel?

Ja, 5 Euro Trinkgeld sind in vielen Situationen in Deutschland durchaus viel oder angemessen, besonders bei kleineren Rechnungen (z.B. unter 40-50 €) oder für besondere Leistungen, während es bei sehr hohen Rechnungen (z.B. über 100 €) eher 5-10 % entspricht. In der Gastronomie sind 5-10 % üblich, bei Handwerkern oder Zimmerservice gelten oft ebenfalls 5-10 € oder 2-5 € als großzügig. Es kommt stark auf den Rechnungsbetrag und die Zufriedenheit an, aber 5 € sind fast immer ein Zeichen guter Wertschätzung, sagt Statista. 

Sind 10 % Trinkgeld beleidigend?

Branchenkenner: Allgemein gilt ein Trinkgeld von 15-20% als normal, aber ehrlich gesagt wird jeder Betrag unter 20% als schlechtes Trinkgeld angesehen .

Warum legen Hotelgäste ihr Trinkgeld nicht auf das Kopfkissen?

Ähnlich wie im Restaurant kannst du dem Housekeeping 5 bis 10 Prozent am besten nach deinem Urlaub auf das Kopfkissen legen. So weiß das Personal, dass es sich um Trinkgeld handelt und nicht von dir dort vergessen wurde.

Wie viel Trinkgeld gibt man bei 10 €?

Wie viel ist üblich? Trinkgeld ist in Deutschland, dank des Mindestlohns, komplett freiwillig. Die gängige Faustregel lautet bei den meisten aber: 5 bis 10 Prozent des Rechnungsbetrags – je nachdem, wie zufrieden man war. Häufig wird der Betrag aber auch einfach auf eine runde Summe aufgerundet.

Wem sollte man Trinkgeld geben und wem nicht?

Grundsätzlich gilt: Niemandem, der ein Gehalt bezieht oder einer gewerblichen Tätigkeit nachgeht, muss Trinkgeld gegeben werden. Das bedeutet, dass Ärzte, Anwälte, Lehrer, Klempner oder Kabeltechniker kein Trinkgeld erhalten müssen. „Es wäre nicht nur unüblich, sondern auch höchst unorthodox und sehr unangenehm“, so Farley.

Ist Trinkgeld Schwarzgeld?

auch dem Koch oder der Spülkraft einen Anteil zu ermöglichen, bleibt das Trinkgeld immer noch steuerfrei. Es ist also kein Schwarzgeld und wird auch nicht am Finanzamt vorbei gewirtschaftet.

Wie viel Trinkgeld bekommt ein Kellner im Monat?

Ein angemessenes Trinkgeld in Deutschland liegt zwischen 5 und 10 Prozent des gesamten Rechnungsbetrages. Viele Gäste runden bei der Barzahlung die Beträge auf. Wer zum Beispiel eine Rechnung von 27,50 Euro bekommt, gibt dann 30 Euro und verlangt dafür kein Rückgeld.

Ist Trinkgeld eine Spende?

Im Gegensatz zu einer Spende wird ein Trinkgeld dann gegeben, wenn eine Gegenleistung erfolgt. Deshalb ist es in der Dienstleistung üblich, die erbrachte Leistung durch ein Trinkgeld wertzuschätzen.

Was macht man mit Trinkgeld?

War die Bedienung freundlich und das Essen gut, dann ist es in Deutschland üblich, sich beim Service im Restaurant oder Café mit einem Trinkgeld zu bedanken. Wie viel man gibt, bleibt einem selbst überlassen. Denn Mitarbeitende in der Gastronomie bekommen Trinkgeld zusätzlich zu Lohn und Gehalt und zwar steuerfrei.

Wo gibt man traditionell kein Trinkgeld?

Der reisereporter stellt dir zehn davon vor.

  1. Japan. In Japan ist Trinkgeld tabu. ...
  2. Schweden. Das skandinavische Land ist einer der Vorreiter, was das Zahlen per Karte betrifft. ...
  3. Dänemark. ...
  4. Neuseeland. ...
  5. Singapur. ...
  6. Finnland. ...
  7. China. ...
  8. Südkorea.

Wem stehen Trinkgelder zu?

Die Trinkgelder stehen allein und unmittelbar dem Arbeitnehmer zu. Dies gilt auch dann, wenn das Trinkgeld zunächst unmittelbar (z. B. an einer zentralen Kasse) an den Arbeitgeber gezahlt wird.

Wo ist es unhöflich, Trinkgeld zu geben?

In Europa herrscht ein Nord-Süd-Gefälle. In den skandinavischen Ländern Norwegen, Finnland und Dänemark ist Trinkgeld eher unüblich. Eine Ausnahme stellt Schweden dar. In Restaurants gelten zehn Prozent als angemessen.

Wo muss man kein Trinkgeld geben?

Trotzdem gibt es auch hier Unterschiede zu beachten:

  • Japan: Hier solltest du auf keinen Fall Trinkgeld geben! ...
  • Singapur: Auch im Inselstaat in Südostasien gibt man kein Trinkgeld. ...
  • China: Ähnlich wie in Japan ist Trinkgeld in China nicht üblich. ...
  • Thailand: In Thailand ist Trinkgeld kein Muss, wird aber oft geschätzt.

Warum dürfen manche kein Trinkgeld annehmen?

Es besteht ausdrücklich kein Rechtsanspruch auf die Zahlung. Es ist aber auch nicht verboten. Kunden, die sich freiwillig dafür entscheiden, ihre Wertschätzung mit einem Trinkgeld zu zeigen, stehen häufig vor der Frage, welcher Betrag hier angemessen ist.