Was sind schlechte Nierenwerte?

Schlechte Nierenwerte zeigen sich vor allem durch eine niedrige GFR (glomeruläre Filtrationsrate), die angibt, wie gut die Nieren das Blut filtern, und eine erhöhte Menge an Kreatinin und Eiweiß (Protein) im Urin (Proteinurie), was auf eine Nierenschädigung hindeutet. Werte unter 60 ml/min für die GFR, stark erhöhte Kreatininwerte oder anhaltend hohe Proteinausscheidung sind Warnsignale für eine eingeschränkte Nierenfunktion, die von leicht bis zu terminalem Nierenversagen reichen kann und oft mit Symptomen wie Müdigkeit, Schwellungen oder Bluthochdruck einhergeht.

Welche Nierenwerte sind kritisch?

Der kritischste Nierenwert ist die glomeruläre Filtrationsrate (GFR), besonders wenn sie unter 15 ml/min fällt, was auf ein Nierenversagen (Stadium 5) hindeutet und eine Dialyse oder Transplantation notwendig macht. Auch erhöhte Kreatinin- und Harnstoffwerte sind wichtig, da sie auf eine eingeschränkte Nierenfunktion hinweisen, aber die GFR gibt den Gesamtstatus am besten an. 

Was ist der Grund für schlechte Nierenwerte?

Häufige Ursachen einer chronischen Nierenschwäche sind die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) und der Bluthochdruck, auf die jeweils etwa 35 % aller Fälle zurückgehen. 15 % der Nierenschwäche-Patienten leiden unter entzündlichen Erkrankungen der Nierenkörperchen, den so genannten Glomerulonephritiden.

Welche Blutwerte deuten auf eine Nierenerkrankung hin?

Nierenerkrankungen zeigen sich oft durch veränderte Blutwerte wie erhöhtes Kreatinin und Harnstoff, die auf eine schlechtere Filterleistung (niedrigere glomeruläre Filtrationsrate – GFR) hinweisen, sowie durch Albumin im Urin (Proteinurie) und gestörte Elektrolythaushalte (z.B. Kalium, Phosphat), die auf Schäden im Filtrationssystem und Funktionsstörungen der Niere schließen lassen. Die GFR ist der wichtigste Wert zur Beurteilung der Nierenfunktion, die in Stadien von leicht bis terminal (Dialysepflicht) eingeteilt wird.
 

Welche Symptome treten bei schlechten Nierenwerten auf?

Schlechte Nierenwerte zeigen sich oft schleichend durch Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Juckreiz, Wassereinlagerungen (Ödeme), erhöhten Blutdruck und Veränderungen beim Wasserlassen (z.B. häufiger Harndrang, wenig Urin, schäumender/blutiger Urin). Da frühe Anzeichen fehlen können, sind Blut- und Urintests entscheidend zur Diagnose, denn Symptome wie Atemnot, Verwirrtheit oder Krämpfe treten oft erst im fortgeschrittenen Stadium auf.
 

Nierenschwäche: 5 Anzeichen, dass Deine Nieren nicht richtig funktionieren | Typische Symptome

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Was macht der Arzt bei schlechten Nierenwerten?

Bei schlechten Nierenwerten untersucht der Arzt die Ursache durch Blut- und Urintests, Ultraschall und eventuell eine Nierenbiopsie, um die Nierenfunktion genau zu bestimmen, und leitet dann je nach Schweregrad eine Therapie ein, die von Medikamenten (Blutdrucksenker, Entzündungshemmer) und Ernährungsumstellung bis zu Dialyse oder Transplantation reicht, um die Funktion zu unterstützen oder zu ersetzen. 

Können sich schlechte Nierenwerte wieder erholen?

Ja, Nierenwerte können sich erholen, besonders bei einer akuten Niereninsuffizienz, die rechtzeitig behandelt wird und sich oft vollständig regeneriert, auch wenn ein Restrisiko für eine spätere chronische Schwäche bleibt; bei einer bereits bestehenden chronischen Niereninsuffizienz ist eine vollständige Heilung meist nicht möglich, aber das Fortschreiten kann oft verlangsamt oder gestoppt werden, wenn die Ursachen wie Diabetes oder Bluthochdruck gut eingestellt werden. Zerstörtes Nierengewebe kann sich jedoch nicht regenerieren, weshalb eine frühe Diagnose und Behandlung entscheidend sind, um langfristige Schäden zu vermeiden.
 

Was kann ich tun, wenn meine Nierenwerte schlecht sind?

5 Tipps für eine gesunde Niere:

  1. Kontrolle des erhöhten Blutdrucks und Blutzuckerspiegel.
  2. Gesunde Ernährung: eiweißarme Ernährung/salzarme Ernährung.
  3. Abnehmen.
  4. Rauchen aufgeben.
  5. Vermeidung bestimmter Schmerzmedikamente wie Diclofenac oder Ibuprofen.

Welche 5 Blutwerte sind wichtig?

Fünf wichtige Blutwerte für einen umfassenden Gesundheitscheck sind oft das Blutbild (Hämoglobin, Leukozyten) für die Blutgesundheit, Cholesterin (LDL/HDL) und Triglyceride für das Herz-Kreislauf-System, Blutzucker (HbA1c) für Diabetes, Leber- und Nierenwerte für die Organfunktion und der Entzündungsmarker CRP, die zusammen einen guten Überblick über Stoffwechsel, Organfunktion und Risiken geben.
 

Welche Medikamente schaden den Nieren am meisten?

Nephrotoxische Wirkstoffe können die Nieren auf verschiedene Weisen schädigen. Einige Medikamente wirken zelltoxisch, andere lösen eine immunologische oder allergisch bedingte Nephrotoxizität aus. Von Natur aus nephrotoxisch sind beispielsweise Aminoglykoside, Amphotericin B, Cisplatin, Kontrastmittel und Ciclosporin.

Welches Getränk ist gut für die Nieren?

So pflegst du deine Nieren

Trinke über den Tag verteilt ungefähr 1,5 – 2 Liter Flüssigkeit, idealerweise Mineralwasser. Mithilfe von Früchte- oder Kräutertees, Wasser mit Geschmack und verdünnten Fruchtsäften kannst du aber auch Abwechslung in deinen Getränke-Alltag bringen.

Was soll man bei schlechten Nierenwerten nicht essen?

Bei Niereninsuffizienz sollten hochverarbeitete Lebensmittel, viel Salz, Zucker, tierisches Eiweiß sowie kalium- und phosphatreiche Nahrungsmittel stark reduziert oder gemieden werden, da die geschwächten Nieren diese Stoffe (wie Natrium, Kalium, Phosphat) oft nicht mehr richtig ausscheiden können. Dazu gehören Fertigprodukte, Wurst, Schmelzkäse, Softdrinks (Cola), Hülsenfrüchte, Bananen, Nüsse, Kakao und Milchprodukte, aber auch verstecktes Salz und Phosphat in Lebensmitteln. Stattdessen sind frisch gekochte Speisen mit wenig Salz und Kräutern sowie viel Wasser, wenig Protein und kaliumarme Gemüsesorten empfehlenswert.
 

Woher kommen schlechte Nierenwerte?

Ursachen der chronischen Niereninsuffizienz

Die häufigsten Ursachen, die zu einer chronischen Niereninsuffizienz führen, sind die Langzeitfolgen eines Diabetes und Bluthochdruck. Ebenso haben Menschen mit dem metabolischen Syndrom ein erhöhtes Risiko, eine chronische Nierenerkrankung zu entwickeln.

Ist ein Nierenwert von 140 ein Anzeichen für eine Nierenschwäche?

Ein schleichender Verlauf mit wenig oder keinen Beschwerden ist charakteristisch für eine chronische Nierenschwäche. Ein erstmals auftretender Bluthochdruck von über 140/90 mmHg bzw. ein zunehmend schwerer einzustellender Bluthochdruck können ein frühes Krankheitszeichen sein.

Wie hängen Leber und Niere zusammen?

Die Leber ist eine Drüse, welche den Gallensaft herstellt, um Fette zu verdauen. Die über die Pfortader aufgenommenen Nährstoffe können dann von der Leber aufgenommen und gespeichert werden. Die Niere filtriert Abfallstoffe aus dem Blut und produziert so den Endharn.

Was sind Warnsignale bei einem Bluttest?

Dies sind in der Regel vom Computer generierte Hinweise, wenn ein Bluttestergebnis auffällig oder außerhalb des Normbereichs liegt . Verständlicherweise kann dies beunruhigend sein. Sie können jedoch beruhigt sein, dass diese Hinweise von Ihrem Hausarzt oder einem anderen medizinischen Fachpersonal überprüft werden, das Sie informiert, falls Anlass zur Sorge besteht.

Welche Blutwerte sind im Alter wichtig?

Die wichtigsten Blutwerte für ein langes Leben im Überblick

  • Cholesterin. Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems gehören in Deutschland nach wie vor zu den häufigsten Todesursachen. ...
  • Blutzucker. ...
  • Lipoprotein-assoziierte Phospholipase A2. ...
  • CRP. ...
  • Harnsäure. ...
  • Vitamin D.

Welche Nierenwerte werden bei einer Blutuntersuchung gemessen?

Wichtige Nierenwerte im Blut sind Kreatinin, Harnstoff und Harnsäure, die zeigen, wie gut die Nieren Abfallstoffe filtern; entscheidend ist auch die berechnete glomeruläre Filtrationsrate (GFR), die die Nierenfunktion in Stadien einteilt, von normal (GFR >90 ml/min) bis Nierenversagen (GFR <15 ml/min). Diese Werte geben Aufschluss über die Filtrationsleistung und das Ausscheidungsvermögen der Nieren, wobei Schwankungen auch durch Muskelmasse (Kreatinin) oder Ernährung (Harnstoff) beeinflusst werden können.
 

Welches Obst ist nicht gut für die Nieren?

Obst und Obstprodukte enthalten sehr viel Kalium. Vermeiden Sie deshalb größere Mengen an Obst, vor allem Obstsäfte in jeglicher Form, sowie Trockenfrüchte und Bananen.

Können schlechte Nierenwerte wieder besser werden?

Bei chronischen Nierenleiden ist eine Regenerierung nicht möglich. Sie stellen nach und nach ihre Funktion ein. Wird die chronische Niereninsuffizienz allerdings früh erkannt, kann sie in einigen Fällen geheilt oder verlangsamt werden. Im Spätstadium helfen nur die Dialyse oder eine Transplantation.

Welche Vitamine sind gut für die Nieren?

Für gesunde Nieren können zum Beispiel folgende Stoffe und Nahrungsergänzungen dienlich sein:

  • Brennnessel.
  • Goldrute.
  • Zinnkraut.
  • Katzenbart.
  • B-Vitamine.
  • Vitamin D.
  • Chitosan.
  • EPA und DHA.

Wie bekomme ich wieder gute Nierenwerte?

Eine ausgewogene, mediterrane Ernährung mit viel Gemüse und Obst ist wichtig und hilft, die Nierengesundheit zu erhalten. Zu einer gesunden Ernährung gehört auch, genügend zu trinken. Regelmässige körperliche Bewegung hilft insbesondere Übergewicht, einen der Risikofaktoren für Nierenerkrankungen, zu reduzieren.

Welche 6 Warnsignale gibt es für ein Nierenversagen?

Sechs wichtige Warnsignale für die Nieren sind: Schwellungen (Ödeme) an Beinen, Gesicht, Händen, veränderter Urin (weniger, mehr, schaumig), Müdigkeit/Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit/Übelkeit, Juckreiz und Kurzatmigkeit, oft durch Wassereinlagerungen verursacht. Diese unspezifischen Zeichen können auf eine beginnende Niereninsuffizienz hinweisen, weshalb eine ärztliche Abklärung wichtig ist.
 

Wie lange kann man mit schlechten Nierenwerten leben?

Eine chronische Nierenerkrankung führt unbehandelt zum Tod. Bei sehr fortgeschrittener Abnahme der Nierenfunktion (terminale Niereninsuffizienz oder Nierenerkrankung im Endstadium) beschränkt sich die Überlebensdauer bei unbehandelten Patienten in der Regel auf einige Monate.