Was sind die Ursachen für eine niedrige GFR?

Eine niedrige GFR (Glomeruläre Filtrationsrate) wird meist durch chronische Krankheiten wie Diabetes mellitus und Bluthochdruck verursacht, aber auch durch Medikamentennebenwirkungen, Nierenentzündungen (Interstitielle Nephritis), Gefäßerkrankungen (Arteriosklerose, Nierenarterienstenose), Dehydrierung, Nierenzysten, Tumore, Herzschwäche und angeborene Fehlbildungen der Nieren, was auf eine beginnende bis schwere Niereninsuffizienz hinweist.

Woher kommt ein niedriger GFR-Wert?

Glomeruläre Filtrationsrate (GFR) – Wann zu niedrig? Die häufigste Ursache für eine verminderte GFR ist eine chronische Nierenschwäche, die Niereninsuffizienz. Eine sinkende GFR kann aber auch Ursache für eine schlecht eingestellte Diabetes, einen hohen Medikamentenkonsum, Bluthochdruck und Entzündungen sein.

Was kann ich tun, wenn meine GFR niedrig ist?

Ein zu niedriger GFR-Wert erfordert eine ärztliche Abklärung, um die Ursache (wie Diabetes, Bluthochdruck) zu finden und zu behandeln. Wichtig sind eine nierenfreundliche Ernährung (salz-, phosph-, oft auch kalium- und eiweißarm) und die Anpassung von Medikamenten, wobei in fortgeschrittenen Stadien (GFR < 15 ml/min) Dialyse oder Transplantation nötig werden können. Der Fokus liegt auf der Verlangsamung der Verschlechterung durch Lebensstiländerungen und Medikamentenanpassung, um die Nierenfunktion so lange wie möglich zu erhalten.
 

Kann sich der GFR-Wert wieder verbessern?

Ja, der GFR-Wert (glomeruläre Filtrationsrate) kann unter bestimmten Umständen wieder steigen, besonders wenn der Abfall durch vorübergehende Faktoren (Dehydrierung, Medikamente wie SGLT2-Hemmer) verursacht wurde, während bei einer chronischen Niereninsuffizienz die Erholung oft nicht vollständig ist, aber durch Behandlung verlangsamt und stabilisiert werden kann. Ein GFR-Anstieg ist möglich, wenn die Ursache behoben wird, aber bei dauerhafter Schädigung ist eine vollständige Regeneration unwahrscheinlich, jedoch können Maßnahmen die Funktion erhalten. 

Welcher GFR-Wert ist bedenklich?

Ein GFR-Wert wird bedenklich, wenn er unter 60 ml/min fällt, da dies auf eine eingeschränkte Nierenfunktion hindeutet, wobei Werte unter 30 ml/min (Stadium 4) stark bedenklich sind und unter 15 ml/min (Stadium 5) ein Nierenversagen anzeigen, das oft Dialyse erfordert. Der Normalbereich liegt bei 90 ml/min oder höher. 

Niereninsuffizienz einfach erklärt: Ursachen, Symptome und Behandlung

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Welcher GFR-Wert in welchem Alter?

Die glomeruläre Filtrationsrate (GFR) nimmt mit dem Alter ab, was ein normaler physiologischer Prozess ist, wobei die Nierenfunktion ab etwa 40 Jahren um ca. 1 ml/min/Jahr sinkt. Während ein Wert unter 60 ml/min/1,73m² oft als Niereninsuffizienz gilt, werden bei älteren Menschen angepasste Schwellenwerte verwendet, da der starre Wert zu einer Überdiagnose führen kann; so können Werte > 45 ml/min bei über 65-Jährigen als normal angesehen werden, wenn keine Albuminurie vorliegt. 

Kann das Trinken von mehr Wasser die GFR verbessern?

Nach 12 Monaten zeigte sich, dass die Flüssigkeitsmenge keinen signifikanten Einfluss auf die glomeruläre Filtrationsrate bzw. Nierenfunktion hatte. Es gibt daher keine Begründung für eine erhöhte Flüssigkeitszufuhr bei Patienten nach Nierentransplantationen.

Welche Medikamente bei niedrigem GFR-Wert?

Ist der GFR-Wert niedriger, müssen unter anderem Metformin, Sulfonylharnstoffe und auch einige SGLT-2-Hemmer angepasst werden.

Wie bekomme ich wieder gute Nierenwerte?

5 Tipps für eine gesunde Niere:

  • Kontrolle des erhöhten Blutdrucks und Blutzuckerspiegel.
  • Gesunde Ernährung: eiweißarme Ernährung/salzarme Ernährung.
  • Abnehmen.
  • Rauchen aufgeben.
  • Vermeidung bestimmter Schmerzmedikamente wie Diclofenac oder Ibuprofen.

Welche Getränke sind bei Nierenschwäche geeignet?

Ungeeignete Getränke bei Niereninsuffizienz sind Cola, Milch, Instantgetränke sowie Alkohol. Besser ist es, wenn Sie bei einer Nierenschädigung zu Wasser, Fruchtsaftschorle oder Tee greifen. Auch Kaffee können Sie trinken - etwa zwei bis drei Tassen pro Tag.

Was sind die Anzeichen für schlechte Nierenwerte?

Anzeichen für Nierenprobleme können Bluthochdruck, Schwellungen oder veränderter Urin sein. Erhöhte Kreatinin- und Harnstoffwerte deuten auf eine eingeschränkte Nierenfunktion hin, während eine niedrige GFR ebenfalls ein Hinweis für eine chronische Nierenschwäche sein kann.

Welches Getränk spült die Nieren am besten?

Um die Nieren zu spülen, sind Wasser, Kräutertees (Brennnessel, Goldrute, Birke) und Zitronenwasser die besten Getränke, da sie die Ausscheidung von Giftstoffen fördern und die Hydration sicherstellen, während Softdrinks und zuckerhaltige Getränke vermieden werden sollten; bei bestehenden Nierenerkrankungen ist jedoch immer Rücksprache mit einem Arzt ratsam.
 

Was verfälscht den GFR-Wert?

Adipositas verfälscht Werte

Die MDRD-Formel bezieht die GFR auf eine standardisierte Körperoberfläche von 1,73 m2, weshalb der errechnete Wert anschließend noch an die individuelle Körperoberfläche angepasst werden muss.

Was ist wichtiger, Kreatinin oder GFR?

Eine zusätzliche Bestimmung der glomerulären Filtrationsrate (GFR) oder der Kreatinin-Clearance sei unabdingbar. Die Begriffe dürften jedoch nicht synonym verwendet werden. „Die Kreatinin-Clearance ist im Durchschnitt immer 10 bis 20 Prozent höher als die GFR«, so der Mediziner.

Was tun bei schlechtem GFR-Wert?

Ein zu niedriger GFR-Wert erfordert eine ärztliche Abklärung, um die Ursache (wie Diabetes, Bluthochdruck) zu finden und zu behandeln. Wichtig sind eine nierenfreundliche Ernährung (salz-, phosph-, oft auch kalium- und eiweißarm) und die Anpassung von Medikamenten, wobei in fortgeschrittenen Stadien (GFR < 15 ml/min) Dialyse oder Transplantation nötig werden können. Der Fokus liegt auf der Verlangsamung der Verschlechterung durch Lebensstiländerungen und Medikamentenanpassung, um die Nierenfunktion so lange wie möglich zu erhalten.
 

Wie schnell verändert sich der GFR-Wert?

Die glomeruläre Filtrationsrate ist abhängig vom effektiven Filtrationsdruck, der Gesamtfläche und der Leitfähigkeit des glomerulären Filters. Jedoch ist die glomeruläre Filtrationsrate keine konstante Größe. Je nach Tageszeit kann die GFR um bis zu einem Drittel schwanken.

Können schlechte Nierenwerte wieder besser werden?

Bei chronischen Nierenleiden ist eine Regenerierung nicht möglich. Sie stellen nach und nach ihre Funktion ein. Wird die chronische Niereninsuffizienz allerdings früh erkannt, kann sie in einigen Fällen geheilt oder verlangsamt werden. Im Spätstadium helfen nur die Dialyse oder eine Transplantation.

Welche Hausmittel stärken die Nieren?

Einen positiven Einfluss auf die Nierenfunktion nehmen zum Beispiel Sellerie, Petersilie, Basilikum, Kresse und Zwiebeln, Vollwertprodukte sowie Ingwer, Kurkuma und Knoblauch. Wer die Niere mit einer Nahrungsergänzung unterstützen möchte, kann Magnesium, Chitosan oder oben genannte Vitamine auf diese Weise zuführen.

Was schadet den Nieren am meisten?

Am meisten schaden den Nieren Bluthochdruck, Diabetes, langfristige Einnahme bestimmter Medikamente (wie Ibuprofen), Rauchen, ungesunde Ernährung (viel Salz, Zucker, verarbeitete Lebensmittel), Übermäßiger Alkoholkonsum und unzureichende Flüssigkeitszufuhr; diese Faktoren führen oft zu einem Teufelskreis der Nierenschädigung, der die Funktion beeinträchtigt.
 

Kann sich die GFR wieder verbessern?

Ja, der GFR-Wert (glomeruläre Filtrationsrate) kann unter bestimmten Umständen wieder steigen, besonders wenn der Abfall durch vorübergehende Faktoren (Dehydrierung, Medikamente wie SGLT2-Hemmer) verursacht wurde, während bei einer chronischen Niereninsuffizienz die Erholung oft nicht vollständig ist, aber durch Behandlung verlangsamt und stabilisiert werden kann. Ein GFR-Anstieg ist möglich, wenn die Ursache behoben wird, aber bei dauerhafter Schädigung ist eine vollständige Regeneration unwahrscheinlich, jedoch können Maßnahmen die Funktion erhalten. 

Was macht der Arzt bei schlechten Nierenwerten?

Bei schlechten Nierenwerten untersucht der Arzt die Ursache durch Blut- und Urintests, Ultraschall und eventuell eine Nierenbiopsie, um die Nierenfunktion genau zu bestimmen, und leitet dann je nach Schweregrad eine Therapie ein, die von Medikamenten (Blutdrucksenker, Entzündungshemmer) und Ernährungsumstellung bis zu Dialyse oder Transplantation reicht, um die Funktion zu unterstützen oder zu ersetzen. 

Was dürfen Nierenkranke nicht essen?

„Ungünstige“ salzreiche Lebensmittel sind zum Beispiel Lachsschinken, geräucherter Schinken, Pommes Frites, salziges Knabbergebäck, verschiedene Käsesorten wie Gouda oder Gorgonzola. Setzen Sie besser auf salzarme Alternativen wie Putenbrust, gekochten Schinken, Putensalami, Camembert, Emmentaler und Sesamstangen.

Kann Stress die Nieren schädigen?

Thomas Worzfeld vom Pharmakologischen Institut und internationale Kolleg*innen haben nun herausgefunden, dass bestimmte Stresshormone, die auch als Medikamente eingesetzt werden, Tubulusepithelzellen schädigen und dadurch ein akutes Nierenversagen verschlimmern können.

Welche Nüsse helfen bei Nierenschwäche?

5 Nusssorten, die gut für die Nieren sind.

  • Macadamianüsse. Menschen mit Nierenproblemen sollten Macadamianüsse in ihren Speiseplan aufnehmen, da diese wenig Eiweiß, Kohlenhydrate und Kalium enthalten. ...
  • Walnüsse. ...
  • Leinsamen. ...
  • Kürbiskerne. ...
  • Sesamsamen. ...
  • Huyen My (Laut Kidney.org, Healthline )

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