Was sind die ersten Anzeichen einer Radonbelastung?

Symptome von Radonbelastung Die Gefährlichkeit von Radon ergibt sich nicht zuletzt daraus, dass wir das Gas selbst in hohen Konzentrationen nicht riechen oder schmecken können. Stattdessen kann die Radonbelastung aber körperliche Symptome wie Übelsein, Kopfschmerzen oder Erbrechen hervorrufen.

In welchen Häusern kommt Radon vor?

Zu einem geringen Teil gelangt es auch aus Baumaterialien und aus Trink- und Brauchwasser in Gebäude. Dort kann Radon Lungenkrebs verursachen. Das Gas kann sich in alle Räume ausbreiten. In der Regel ist die Konzentration im Keller und im Erdgeschoss am höchsten.

Wie merkt man Radon?

Radon ist ein natürlich vorkommendes radioaktives Gas und eine der häufigsten Ursachen für Lungenkrebs nach dem Rauchen. Es ist farb-, geruch- und geschmacklos und kann somit durch die menschlichen Sinne nicht wahrgenommen werden.

Wie gefährlich ist Radon in einem Haus?

Reichert sich Radon in Innenräumen von Häusern an, kann es Lungenkrebs verursachen. Ob ein Gebäude besonders anfällig dafür ist, dass sich hohe Radon-Konzentrationen darin anreichern, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Wann ist die Radonbelastung am höchsten?

Im Winter ist die Radonkonzentration am höchsten

Grundsätzlich ist die Radonkonzentration im Winter am höchsten. Hier sorgt der Unterdruck durch den Kamineffekt beim Heizen dafür, dass eine Sogwirkung in den unteren Gesteinsschichten entsteht.

RadonTec | Bundesamt für Strahlenschutz - Erklärfilm zu Radon

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Ist in jedem Keller Radon?

Nein, nicht in jedem Keller gibt es erhöhte Radonwerte, aber es kann in fast jedem Keller vorkommen, da das Gas aus dem Boden aufsteigt und sich dort, besonders in älteren, nicht perfekt abgedichteten Häusern in bestimmten Regionen, anreichern kann, was eine Messung zur Sicherheit ratsam macht, um Lungenkrebsrisiken vorzubeugen.
 

Wie lange dauert es, bis Radon Auswirkungen auf den Körper hat?

Radonbelastung verursacht nicht sofort Symptome – es kann Jahrzehnte dauern, bis gesundheitliche Beschwerden auftreten . Nur durch Tests in den Gebäuden, in denen Sie wohnen oder arbeiten, lässt sich feststellen, ob Sie Radon ausgesetzt sind.

Wo sammelt sich Radon im Raum?

Das radioaktive Gas Radon entsteht im Erdboden und kann dem Bundesamt zufolge bei geringsten Undichtigkeiten des Bodens in Gebäude eindringen. Erhöhte Radon-Konzentrationen treten dann überwiegend in Kellerräumen und Erdgeschoss-Bereichen auf.

Beseitigen Luftreiniger Radon?

Radon stellt jedoch eine besondere Herausforderung dar, die kein Luftreiniger effektiv bewältigen kann. Radon ist ein Gas, und seine Partikel sind so klein, dass sie die Filter von Luftreinigern ungehindert passieren können. Selbst Geräte mit Aktivkohlefilter sind nicht darauf ausgelegt, Radon wirksam zu filtern.

Wie erkenne ich Radon im Keller?

Am einfachsten lässt sich die Radon-Konzentration in der Raumluft mit einem so genannten passiven Detektor ("Kernspurdosimeter") messen. Passive Detektoren sind kleine Plastikbehälter, die keinen Strom benötigen, weder Licht noch Geräusche aussenden, sondern lediglich ausgelegt werden.

Was kostet eine Radonmessung im Haus?

Radonmessungen kosten etwa 30-50 Euro und können einfach selbst durchgeführt werden. Dazu können Sie sich von einem Messlabor, das vom Bundesamt für Strahlenschutz anerkannt ist, einen oder mehrere passive Radondetektoren (kleine Dosen zum Aufstellen, Exposimeter) zusenden lassen.

Welche Symptome treten bei Radonbelastung auf?

Symptome von Radonbelastung

Die Gefährlichkeit von Radon ergibt sich nicht zuletzt daraus, dass wir das Gas selbst in hohen Konzentrationen nicht riechen oder schmecken können. Stattdessen kann die Radonbelastung aber körperliche Symptome wie Übelsein, Kopfschmerzen oder Erbrechen hervorrufen.

Kann ich Radon selbst messen?

Eine Radon Messung kann jeder selbst durchführen. Die Messmethode hat bei dem heutigen Stand der Technik keinen Einfluss mehr auf die Qualität der Messwerte. Abhängig von persönlichen Vorlieben können Sie zwischen einem aktiven Radon Messgerät und einem passiven Radon Exposimeter wählen.

Kann Radon durch Beton?

Laut einer Untersuchung des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) setzen marktübliche Baumaterialien wie Beton, Ziegel, Porenbeton oder Kalksandstein nur geringe Mengen Radon frei, meist deutlich unter 20 Becquerel pro Kubikmeter.

Wo gibt es viel Radon in Deutschland?

Die Radon-Konzentrationen im Erzgebirge und in Teilen des Bayerischen Waldes, sowie in Teilen des Saarlands liegen höher als in vielen anderen Gebieten Deutschlands. In diesen Gebieten sind auch die Radon-Konzentrationen in der Bodenluft erhöht.

Was tun, wenn Radon im Haus ist?

Lüften ist eine einfache Sofortmaßnahme, um die Radonmenge in einem Raum rasch zu senken. Die frische Luft von draußen verdünnt das Radon im Gebäude. Werden Fenster und Türen geschlossen, steigt die Radonkonzentration jedoch erneut an. Daher ist es wichtig, regelmäßig zu Lüften.

Warum sammelt sich Radon im Keller?

Der Keller ist als unterirdisches Geschoss das typische Einfallstor für das radioaktive Gas Radon, wo es sich unter hohen Konzentrationen sammelt. Zwar ist Radon das schwerste aller Gase und etwa sieben mal so schwer wie Luft.

Wie kann man Radon Lüften?

Wohnräume lüften

Die am einfachsten durchzuführende Maßnahme gegen zu viel Radon ist das Lüften. Dabei ist es wichtig, die Fenster nicht nur zu kippen, sondern komplett zu öffnen (Stoßlüften). Am besten ist es, man öffnet gleichzeitig mehrere Fenster, um einen Durchzug zu erzeugen (Querlüften).

Wie reinige ich meinen Luftreiniger?

Reinigen Sie den Stoff mit einem ölfreien trockenen Tuch oder der weichen Bürste eines Staubsaugers. Im Luftqualitätssensor angesammelter Staub kann die Leistung beeinträchtigen. Verwenden Sie einen Staubsauger mit einer weichen Bürste, um angesammelten Staub zu entfernen. (Mindestens) einmal im Monat staubsaugen.

Wo in Deutschland ist die radioaktive Belastung besonders hoch?

Wo in Deutschland ist die Belastung besonders hoch? Die höchsten Konzentrationen von Radon 222 in der Bodenluft sind laut den Karten des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) in Deutschland am Alpenrand, im Schwarzwald, im Bayerischen Wald, im Fichtelgebirge, im Erzgebirge, im Thüringer Wald und im Harz zu finden.

Ist in jedem Haus Radon?

Aus dem Baugrund gelangt Radon ins Freie und auch in Gebäude. Dadurch kommt Radon in allen Innenräumen vor. Alte Gebäude sind häufiger betroffen als neue Gebäude, Gebäude mit Keller häufiger als ohne Kellergeschoss.

Kann Radon Lungenkrebs verursachen?

Zahlen zum Lungenkrebsrisiko durch Radon

Bei einer Erhöhung der Radonbelastung in einem Raum um 100 Bq/m³ steigt das Risiko an Lungenkrebs zu erkranken um 16%. Das bedeutet konkret: Das Lungenkrebsrisiko für jemanden, der nie geraucht hat, liegt bei einer Radonkonzentration von 0 Bq/m³ (kein Radon vorhanden) bei 0,41%.

Welche Krebsarten verursacht Radon?

Über die Atemluft gelangt Radon in die menschliche Lunge und kann Lungenkrebs verursachen. Das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken, ist umso größer, je mehr Radon sich in der Atemluft befindet und je länger Radon eingeatmet wird.

Wie bemerkt man Radon?

Radon ist ein Edelgas, das beim Zerfall von Uran im Boden entsteht. Es ist farb-, geruch- und geschmacklos, was bedeutet, dass es sich von anderen Umweltschadstoffen unterscheidet, die beispielsweise einen unangenehmen Geruch oder sichtbare Anzeichen wie Schimmel aufweisen.

Wie lange muss man Radon ausgesetzt sein?

Dies gilt auch für Arbeitsplätze in Innenräumen, an denen freiwillig gemessen wurde, denn der Referenzwert ist bundesweit zu beachten. Die Maßnahmen zur Senkung der Radon-Konzentration an betroffenen Arbeitsplätzen müssen innerhalb von 18 Monaten nach Vorliegen des Ergebnisberichtes umgesetzt sein.