Was passiert, wenn man sich mit Legionellen ansteckt?

Eine Legionellen-Infektion kann zwei Hauptkrankheiten auslösen: das Pontiac-Fieber (grippeähnlich, heilt meist selbst aus) oder die schwerere Legionärskrankheit (Pneumonie), die mit hohem Fieber, Husten, Atemnot, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen beginnt, Durchfall verursachen kann und unbehandelt lebensbedrohlich ist. Die Übertragung erfolgt durch das Einatmen von vernebelten, legionellenhaltigen Wassertröpfchen, nicht durch Trinken, wobei die ersten Symptome nach 2 bis 10 Tagen auftreten.

Wie merkt man, dass man sich mit Legionellen angesteckt hat?

Meist treten leichte grippale Symptome wie Kopf- und Gliederschmerzen, Thoraxschmerzen sowie trockener Husten auf. Die Patienten erholen sich auch ohne Antibiotikatherapie innerhalb weniger Tage. Todesfälle sind nicht bekannt.

Wie schnell wird man von Legionellen krank?

Erste Beschwerden der Legionärskrankheit treten etwa 2 bis 10 Tage nach dem Kontakt mit dem Erreger auf, meist sind es 5 bis 6 Tage. Zwischen der Ansteckung und dem Ausbruch des Pontiac-Fiebers liegen etwa 5 Stunden bis 3 Tage, meist sind es 8 bis 24 Stunden.

Was passiert, wenn man Legionellen einatmet?

Symptome der Erkrankung sind Husten, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, schweres Krankheitsgefühl und hohes Fieber sowie Durchfall oder Verwirrtheitszustände. Die Inkubation dauert zwei bis zehn Tage.

Was sollte man tun, wenn man einen positiven Legionellenbefund hat?

Was tun nach einem positiven Legionellenbefund? Nach einem positiven Legionellenbefund sollten die Temperaturen im betroffenen Leitungssystem auf mindestens 60 Grad Celsius erhöht oder die komplette Anlage desinfiziert werden.

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Kann man Legionellen befallenes Wasser Trinken?

Das Wasser zu trinken ist im Regelfall unbedenklich. Beim Trinken ist eine Ansteckung mit Legionellen nur möglich, wenn zum Beispiel Wasser beim Verschlucken versehentlich über die Luftröhre in die Lunge gelangt. Gelangen die Erreger in hoher Konzentration in die Lunge, können sie krank machen.

Was tun, wenn ein Legionellentest positiv ausfällt?

Generell besteht keine Empfehlung, bei einem positiven Legionellen-Nachweis im Wasser ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, solange keine Krankheitssymptome auftreten. Wenn Sie jedoch ein erhöhtes Risiko für eine Legionärskrankheit haben und sich Sorgen um eine Erkrankung machen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin . Diese/r kann Ihnen gegebenenfalls Maßnahmen zum Schutz vor einer Legionärskrankheit empfehlen.

Sind Legionellen wirklich so gefährlich?

Legionellen sind Bakterien, die sich über fein zerstäubtes Wasser in der Luft verbreiten. Gelangen sie in die Lunge, können sie eine schwere Lungenentzündung (Legionärskrankheit) auslösen.

Warum darf man bei Legionellen nicht Duschen?

Zur Gesundheitsgefahr werden sie, wenn erregerhaltige Aerosole eingeatmet werden. Das kann zum Beispiel beim Aufdrehen des Wasserhahns oder beim Duschen der Fall sein. Gelangen die Legionellen in die Lunge, können sie eine schwere Lungenentzündung (Pneumonie) auslösen.

Wer stirbt an Legionellen?

Der weltweit erste bekannte Tote, der einer Legionellen-Infektion zum Opfer fiel, hieß Ray Brannon. Der 61-Jährige starb am 27. Juli 1976. Angesteckt hatte er sich drei Tage zuvor bei einem Treffen von rund 2.000 Air-Force-Veteranen im Ballsaal eines Hotels in Philadelphia.

Wie viele Tote gab es durch Legionellen in Deutschland?

Jedes Jahr sterben in Deutschland schätzungsweise 4.500 Menschen an den Folgen einer Legionellen-Infektion. Auslöser sind Bakterien, die sich in den Warmwasserleitungen von Gebäuden explosionsartig vermehren können.

Wie lange muss ich meine Dusche laufen lassen, damit ich keine Legionärskrankheit bekomme?

Um Legionellen vorzubeugen, lassen Sie nach längerer Abwesenheit (mehrere Tage) das Wasser in der Dusche für mindestens 2-3 Minuten laufen (kalt und dann heiß) und verlassen Sie dabei das Bad, um Aerosole zu vermeiden; idealerweise sollte das Wasser auf die heißeste Stufe gedreht werden, um die Keime abzutöten, und generell gilt: Leitungen alle 24-72 Stunden spülen und Warmwasserspeicher auf mindestens 60°C einstellen. 

Welche Organe befallen Legionellen?

Eine Legionelleninfektion von anderen Organen anstelle der Lunge ist äußerst selten, verläuft allerdings sehr problematisch und tritt fast nur in Krankenhäusern auf. Meistens sind Herz oder Nieren betroffen. Solche Infektionen erfolgen vermutlich über verunreinigte Operationswunden oder Versorgungsschläuche.

Wie riecht Wasser mit Legionellen?

Was machen Legionellen? Die Gefahr von Legionellen im Wasser. Legionellen sind als geruchlose, krankheitserregende Bakterien, die im Wasser leben, bekannt. Bei einer Infektion mit dem Bakterium entstehen meist zwei Krankheitsbilder: Die Legionärskrankheit (auch Legionellose) und das Pontiac-Fieber.

Kann man Legionäre haben, ohne es zu wissen?

Die einzige Möglichkeit, eine Legionelleninfektion sicher festzustellen, ist die Diagnose durch einen Arzt oder eine Ärztin . Die Legionärskrankheit äußert sich durch Symptome einer Lungenentzündung, aber auch durch Durchfall und psychische Veränderungen wie Verwirrtheit.

Wie kann ich testen, ob ich Legionellen habe?

Legionellen erkennt man an Symptomen einer schweren Lungenentzündung (Legionärskrankheit) wie hohem Fieber, Husten, Schüttelfrost, Kopf- und Brustschmerzen, manchmal mit Durchfall und Verwirrtheit, oder an einer milderen grippeähnlichen Form (Pontiac-Fieber). Eine sichere Diagnose erfordert Laboruntersuchungen von Atemwegs- oder Urinproben, da die Bakterien im Wasser selbst unsichtbar sind.
 

Wie machen sich Legionellen im Körper bemerkbar?

Die Infektion äußert sich in grippeähnlichen Beschwerden wie Fieber, Unwohlsein, Kopf- und Gliederschmerzen. Zu einer Lungenentzündung kommt es nicht. Zwischen Ansteckung und Ausbruch des Pontiac-Fiebers liegen 5 Stunden bis knapp 3 Tage. Die Erkrankung heilt meist von selbst innerhalb einer Woche aus.

Kann man sich durch Zähneputzen mit Legionellen infizieren?

Händewaschen, Baden und Zähneputzen sind unbedenklich.

Wie lange sollte man eine Dusche laufen lassen, die nicht benutzt wurde?

Wenn Sie in Ihr neues Zuhause einziehen, lassen Sie die Wasserhähne an Badewanne und Waschbecken mindestens fünf Minuten lang laufen. Dadurch werden Bakterien weggespült. Falls Ihre Dusche eine Woche oder länger nicht benutzt wurde, lassen Sie zwei Minuten lang warmes und kaltes Wasser durch Duschschlauch und Duschkopf laufen.

Was passiert, wenn ich Wasser mit Legionellen trinke?

Legionellen im Trinkwasser können grippeähnliche Erkrankungen und schwere Lungenentzündungen hervorrufen. Immer wieder gibt es Todesfälle. Mit der richtigen Temperatur lässt sich vorbeugen. Die Erreger gedeihen in warmem Süßwasser und werden über Wasserleitungen übertragen.

Was tun bei Legionellenbefund?

Werden bei einer Untersuchung des Trinkwassers zu hohe Legionellen-Konzentrationen festgestellt, muss eine Meldung an das zuständige Gesundheitsamt erfolgen. Zudem müssen Maßnahmen eingeleitet werden, um die Legionellengefahr zu bannen.

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, an Legionellen zu erkranken?

Nur etwa 1% der exponierten Personen erkrankt bei Legionellen-Epidemien tatsächlich, denn Amöbenpartikel sind in Aerosolen höchst ungleichmäßig verteilt. Deshalb ist auch eine Abschätzung des Infektionsrisikos aus der Legionellen-Keimzahl im Wasser nicht möglich.

Kann man Legionellen im Urin nachweisen?

Labordiagnostik. Für die Diagnostik der Legionärskrankheit stehen mehrere Nachweisverfahren zur Verfügung: Die mittlerweile häufigste Methode ist der Nachweis des Legionella-Antigens im Urin.

Wie schütze ich mich vor Legionellen?

Die richtige Wassertemperatur gegen Legionellen

Bei weniger als 20 Grad Celsius können sich Legionellen kaum vermehren. Perfekt für das Wachstum von Legionellen sind dagegen Temperaturen zwischen 25 und 45 Grad Celsius. Eine Temperatur von über 55 Grad Celsius hemmt wiederum das Wachstum der Bakterien wirksam.

Wie lange sind Legionellen im Wasser nachweisbar?

Legionellen: Untersuchung alle 3 Jahre erforderlich! Die geänderte Trinkwasserverordnung vom November 2011 legt fest, dass Warmwasseranlagen unter bestimmten Bedingungen regelmäßig, alle 3 Jahre auf Legionellen untersucht werden müssen. Eine Erstuntersuchung des Wassers war bis 31.12.2013 vorgeschrieben.