Wenn man einen Baum ohne Genehmigung fällt, drohen hohe Bußgelder (oft mehrere Tausend Euro, bis zu 100.000 €), eine Anordnung zur Ersatzpflanzung und rechtliche Konsequenzen, da dies meist eine Ordnungswidrigkeit nach den lokalen Baumschutzsatzungen darstellt, auch wenn das Bundesnaturschutzgesetz theoretisch Fällungen erlaubt. Die Höhe der Strafe hängt von Art, Alter und Standort des Baumes ab, und bei Grenzbäumen ist die Zustimmung des Nachbarn nötig.
Wie hoch ist die Strafe, wenn man einen Baum fällt?
Wer sich nicht daran hält und dem Baum dennoch an die Rinde geht, muss mit saftigen Bußgeldern rechnen. So fallen mitunter bis zu 50.000 Euro – wie zum Beispiel in Düsseldorf – und mancherorts – so etwa in Mecklenburg-Vorpommern – sogar bis zu 100.000 Euro Bußgeld an, wenn man ohne Genehmigung einen Baum fällt.
Was passiert, wenn ich einen Baum ohne Genehmigung fälle?
Wer einen Baum ohne Genehmigung beschädigt oder gar fällt, muss mit einem hohen Bußgeld rechnen. Je nach Schwere des Vergehens und je nach Baumschutzverordnung des Bundeslandes können es bis zu 100.000 Euro sein. Auch wenn ein Baum krank ist und abzusterben droht, darf er nicht ohne Genehmigung gefällt werden.
Wer kontrolliert Bäume auf einem Privatgrundstück?
Ein Grundstückseigentümer mit Baumstand haftet grundsätzlich für die Verkehrssicherheit seiner Bäume. Das bedeutet, er muss dafür sorgen, dass vom Baumbestand keine Gefahr für Dritte ausgeht. Daher müssen Baum-Eigentümer ihre Bäume regelmäßig auf Schäden, Standfestigkeit und Erkrankungen kontrollieren.
Wann verjährt illegale Baumfällung?
Bei Streitigkeiten über zu hohe Bäume oder Sträucher müssen Sie beachten, dass Beseitigungsansprüche nach 5-10 Jahren verjähren können.
Baum fällen Genehmigung | Regeln, Antrag & Kosten im Überblick
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Welche Bäume darf man ohne Genehmigung MV fällen?
Auch für Bäume in Hausgärten brauchen Sie keine Ausnahmegenehmigung, außer es handelt sich bei dem Baum um eine Eiche, Ulme, Platane, Linde oder Buche. Obstbäume sind nicht geschützt, außer es handelt sich um eine Walnuss oder Esskastanie.
Hat ein Baum Bestandsschutz?
Fünf Jahre nach Anpflanzung: Bestandsschutz für Bäume
So haben zum Beispiel Bäume in den meisten Bundesländern fünf Jahre nach Anpflanzung Bestandsschutz. Dann ist nichts mehr zu machen.
Wie hoch dürfen Bäume auf einem Privatgrundstück sein?
Die maximale Höhe für Bäume im Garten hängt vom Abstand zur Nachbargrenze und dem Bundesland ab, wobei oft ein Zusammenhang besteht: Je näher der Baum an der Grenze steht (z.B. 0,5 m Abstand), desto niedriger muss er bleiben (z.B. 2 m Höhe), während bei größerem Abstand (z.B. 2 m oder mehr) höhere Bäume erlaubt sind, wobei bundeslandspezifische Nachbarrechtsgesetze (NachbG) die genauen Regeln festlegen, z.B. 4 m Abstand für stark wachsende Bäume in NRW. Informieren Sie sich am besten bei Ihrer Gemeinde, da es lokale Satzungen geben kann und in manchen Fällen (z.B. Hamburg) keine generellen Höhenbeschränkungen gelten.
Wie viel kostet eine Baumkontrolle?
Generell kostet eine Baumkontrolle zwischen 75 und 250 Euro.
Insgesamt ist eine professionelle Baumkontrolle sowohl wirtschaftlich als auch sicherheitstechnisch von hoher Bedeutung.
Wer ist für die Beseitigung umgestürzter Bäume verantwortlich?
Nach dem allgemeinen Rechtsgrundsatz der Sorgfaltspflicht liegt die Verantwortung für die Pflege aller Bäume auf dem Grundstück bei demjenigen, dem das Land gehört, unabhängig davon, ob er sie gepflanzt hat oder nicht.
Was kann man tun, damit ein Baum eingeht?
Um einen Baum langsam absterben zu lassen, ist Ringeln (Rinde im Kreis entfernen) eine bewährte, chemiefreie Methode, die Nährstofftransport unterbindet, oder man injiziert Herbizide (wie Glyphosat) direkt in den Stamm, was aber umweltschädlicher ist. Auch das Einbringen von Kupfersulfat in Bohrlöcher (sogenannte "Blaublennägel") ist möglich, aber die Wirksamkeit ist umstritten, und es kann das Grundwasser belasten. Essig wirkt nur langsam und ist oft nicht zuverlässig.
Wie kann man eine Baumschutzverordnung umgehen?
Wer einen Baum fällen möchte, der bereits durch eine Baumschutzverordnung geschützt ist, muss einen Antrag bei der Gemeinde einreichen . Diesem Antrag ist eine Anhörungsfrist beigefügt, die Ihnen die ideale Gelegenheit bietet, sich mit der Gemeinde in Verbindung zu setzen und Einspruch zu erheben. Ziehen Sie in Erwägung, die Anwohner einzubeziehen.
Kann mein Nachbar mich zwingen, einen Baum zu fällen?
Ja, ein Nachbar kann unter bestimmten Umständen eine Baumfällung verlangen, etwa bei Gefahr (nicht mehr standsicher), erheblicher Beeinträchtigung (Wurzeln, Schatten) oder wenn der Baum die vorgeschriebenen Abstandsregeln nicht einhält und der Fällungsanspruch nicht verjährt ist. Bei Grenzbaum-Konflikten braucht es aber meist die Zustimmung des Nachbarn, sonst drohen Schadensersatzforderungen; oft ist ein Kompromiss oder ein fachkundiges Gutachten nötig, da Genehmigungen und Baumschutzsatzungen der Gemeinde zu beachten sind.
Wann darf ich Bäume im eigenen Wald fällen?
Ein Waldbesitzer darf Bäume grundsätzlich ganzjährig fällen, anders als in Gärten oder Parks, wo vom 1. März bis 30. September wegen der Brut- und Setzzeit ein Fällverbot für Hecken und Gebüsche gilt. Im Wald bestehen oft strengere Artenschutzregeln durch das Landeswaldgesetz, aber die Holzernte erfolgt meist im Winterhalbjahr, wenn die Natur ruht, wobei auch hier Ausnahmen möglich sind, wenn etwa bestimmte Holzarten für die Industrie benötigt werden.
Was tun bei illegaler Baumfällung?
In diesem Fall kann man bei der zuständigen Behörde nachfragen, ob eine Ausnahmegenehmigung oder Befreiung von artenschutzrechtlichen Verboten vorliegt. Sich vor Ort die Genehmigung zeigen lassen: Sollten die Fällarbeiten vor Ort schon laufen, kann man sich von den Baumfällarbeiter*innen die Genehmigung zeigen lassen.
Was kostet es, einen 20 m hohen Baum zu fällen?
Die Kosten für das Fällen eines 20 Meter hohen Baumes liegen meist zwischen 350 € und 2.500 €, abhängig von Aufwand und Lage: Einfache Fälle kosten ca. 600–1.000 €, schwierige Fälle mit Seilklettertechnik oder Kran ab 1.500 €; Kosten für Abtransport oder Wurzelstockentfernung kommen hinzu, so Die Gartenhelden und Baumspezialist Baden-Baden.
Wann braucht man eine Genehmigung, um einen Baum zu fällen?
Eine Genehmigung zum Baumfällen braucht man meist, wenn der Baum geschützt ist, was oft ab einem Stammumfang von 60 bis 80 cm (in 1 m Höhe) der Fall ist, oder wenn er in einer Schonzeit (März bis September) steht; zudem benötigen Bäume auf dem Grundstücksgrenze die Nachbarnzustimmung und bei Schäden oder Bauvorhaben kann auch eine Genehmigung notwendig sein, da die Regeln je nach Bundesland und Gemeinde variieren. Informieren Sie sich immer bei der zuständigen unteren Naturschutzbehörde, bevor Sie loslegen.
Wer kann mir sagen, was mit meinem Baum nicht stimmt?
Wenn Sie sich Sorgen um die Gesundheit Ihres Baumes machen, wenden Sie sich an einen Baumpfleger . Zertifizierte Baumpfleger kümmern sich um Pflanzung, Schnitt, Düngung, Schädlingsbekämpfung und Baumfällung. Beratende Baumpfleger konzentrieren sich auf die Diagnose von Problemen, die Empfehlung von Behandlungen, die Bewertung von Bäumen und die Beratung zu Baumpflegedienstleistungen.
Ist eine Baumkontrolle Pflicht?
Baumkontrolle und Baumpflege sind wichtige Bestandteile der kommunalen Verkehrssicherungspflicht. Aus diesem Grund müssen Kommunen und Baumbesitzer bestimmte Bäume regelmäßig kontrollieren und die Ergebnisse ordentlich dokumentieren.
Was kann ich tun, wenn mein Baum zu hoch ist?
Äste, die vom Baum des Nachbarn auf Ihr Grundstück ragen, dürfen Sie (gemäß dem Selbsthilferecht) als sogenannten „Überhang“ (§ 910 BGB) betrachten und abschneiden. Dies hat der Bundesgerichtshof in einem Urteil vom 11. Juni 2021 (Az.
Wer zahlt, wenn ein Baum gefällt werden muss?
Muss ein Baum gefällt werden, weil er nicht mehr standfest oder gar morsch ist, handelt es sich bei den dabei entstehenden Kosten um umlagefähige Kosten der Gartenpflege. So sieht es der Bundesgerichtshof (BGH).
Was gilt als stark wachsender Baum?
Zu den Bäumen, die schnell wachsen, zählen sommergrüne Bäume wie Silberweide, Rotbuche und Trompetenbaum, aber auch immergrüne Bäume wie der Goldgelbe Lebensbaum oder die Schwerin-Kiefer.
Welche Pflichten gelten bei Bäumen auf dem Grundstück?
Diese Pflichten gelten bei Bäumen auf dem Grundstück
Dabei wird jeder einzelne Baum mitsamt seiner Äste auf morsche und instabile Teile hin überprüft. Auch die Standfähigkeit des Stammes an sich muss kontrolliert werden. Gibt es kranke, instabile oder von Pilzen befallene Bereiche, muss der Immobilienbesitzer handeln.
Wann verjährt die Grundstücksgrenze?
Das bedeutet, dass der Nachbar nach einer bestimmten Frist (gemäß § 894 BGB in Verbindung mit § 937 BGB beträgt diese Frist in der Regel 10 Jahre), rechtlich gesehen Eigentümer dieser Fläche werden kann, wenn er die Fläche in dieser Zeit ungestört und friedlich genutzt hat.
Was kann ich tun, wenn mein Nachbar seine Bäume nicht schneidet?
Was kann ich tun, wenn der Nachbar seine Bäume nicht schneidet? Zunächst gilt natürlich: Am besten erstmal mit den Nachbarn sprechen. Bestenfalls reicht der Hinweis, dass die Äste ihres Baumes über den Zaun oder die Hecke auf das eigene Grundstück wachsen und dass das stört.
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