Bei Verdacht auf einen Herzinfarkt führt der Hausarzt zuerst eine schnelle Anamnese (Gespräch über Symptome) und eine körperliche Untersuchung durch (Blutdruck, Puls, Abhören). Entscheidend ist ein sofortiges EKG, um Herzströme zu prüfen, gefolgt von einer Blutuntersuchung (Troponin-Test). Bestätigt sich der Verdacht, leitet der Arzt sofortige Notfallmaßnahmen ein und organisiert umgehend den Transport in ein Krankenhaus zur spezialisierten Behandlung (z.B. Herzkatheter), da jede Minute zählt.
Wie stellt der Hausarzt einen Herzinfarkt fest?
Um die Diagnose Herzinfarkt (Myokardinfarkt) zu sichern, schreiben die Ärzte ein Elektrokardiogramm und analysieren die elektrischen Herzströme. „Das zentrale Kriterium jedoch, um die Diagnose Herzinfarkt zu untermauern, ist der sogenannte Troponin-Test“, erklärt Prof. Hochholzer.
Kann der Hausarzt einen Troponin-Test machen?
Wie wird der Troponin-Test durchgeführt? Der Troponin-Test wird in Kliniken, Notaufnahmen oder beim Hausarzt durchgeführt, wenn der Verdacht auf einen Herzinfarkt oder eine Herzschädigung besteht. In der Regel wird eine Blutprobe entnommen, die dann im Labor auf den Troponin-Spiegel untersucht wird.
Was tut ein Arzt bei einem Herzinfarkt?
Nach Diagnosestellung eines Herzinfarktes werden sofort wichtige Medikamente verabreicht, um die Gerinnselbildung zu stoppen. Zu den blutverdünnenden Medikamenten gehören Aspirin und Heparin. Schmerz-Medikamente wie Morphium lindern die Schmerzen eines Herzinfarktes. Bei Bedarf wird auch Sauerstoff verabreicht.
Welche Untersuchungen macht man bei Verdacht auf Herzinfarkt?
Zur Diagnosefindung werden gewöhnlich folgende Untersuchungen durchgeführt:
- Elektrokardiografie. ...
- Körperliche Untersuchung. ...
- Laboruntersuchungen. ...
- Echokardiografie. ...
- Koronarangiografie/Katheteruntersuchung. ...
- Magnetresonanztomografie (MRT) & Computertomografie (CT)
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Können Hausärzte Troponintests durchführen?
Hausärzte verfügen im Allgemeinen über ein ausreichendes Verständnis des Tests für die Anwendung in der Primärversorgung und haben ein besseres Verständnis von falsch-negativen Troponin-Testergebnissen als von falsch-positiven Ergebnissen.
Wie kann ich mein Herz zu Hause testen?
Die Herzfrequenz lässt sich mithilfe technischer Geräte wie Pulsoximetern oder Smartwatches messen, aber auch durch einfaches Abtasten einer Arterie mit den Fingern . Besonders gut geeignet sind die Halsschlagader (Arteria carotis) am Hals und die Speichenarterie (Arteria radialis) am Handgelenk.
Was sollte man tun, wenn man den Verdacht hat, einen Herzinfarkt zu haben?
Folgende Erste- Hilfe-Maßnahmen sind bei einem Verdacht auf einen Herzinfarkt wichtig: Warte auf keinen Fall auf eine Besserung der Beschwerden, sondern rufe sofort unter der Nummer 112 den Rettungsdienst. Auch wenn du nicht sicher bist, ob es ein Herzinfarkt ist!
Welche Symptome sind Frühwarnzeichen für einen Herzinfarkt?
Frühwarnzeichen eines Herzinfarkts sind oft unspezifisch, können aber Brustschmerzen oder -druck, Atemnot, starke Müdigkeit, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen und kalten Schweiß umfassen, wobei Schmerzen in Arm, Kiefer, Rücken oder Oberbauch ausstrahlen können und bei Frauen häufiger untypische Symptome wie Oberbauchschmerzen auftreten; bei Verdacht sofort den Notruf 112 wählen.
Kann man einen Herzinfarkt im Ultraschall sehen?
Häufig ist ein Schlaganfall oder ein Herzinfarkt das erste Zeichen für einen Patienten, dass er an einer fortgeschrittenen Arteriosklerose leidet. Dabei lassen sich heute schon frühe Gefäßveränderungen mit hochauflösendem Ultraschall feststellen.
Kann ein Hausarzt das Herz kontrollieren?
Das Ruhe-EKG kann in jeder Hausarzt-Praxis gemacht werden, bei Auffälligkeiten wird der Hausarzt in der Regel eine weiterführende Diagnostik beim Kardiologen empfehlen.
Wie hoch ist der Blutdruck bei einem Herzinfarkt?
Der Blutdruck bei einem Herzinfarkt kann sehr unterschiedlich sein: Er kann stark ansteigen (durch Stresshormone wie Adrenalin), normal bleiben oder sogar sinken, weil das geschädigte Herz schwächer pumpt, was die Situation gefährlich macht. Für Ersthelfer ist die Blutdruckmessung nicht entscheidend; wichtig sind Symptome wie starke Brustschmerzen. Ein bereits bestehender Bluthochdruck ist jedoch ein Hauptrisikofaktor für die Entstehung eines Herzinfarkts.
Was macht der Notarzt bei Verdacht auf Herzinfarkt?
Die Akuttherapie durch die Notärztin oder den Notarzt
Wenn die Notärztin oder der Notarzt eintrifft, wird sie oder er zunächst ein EKG, eine Herzstromkurve, schreiben. Damit wird festgestellt, ob Ihr Herz noch richtig schlägt. Häufig gibt es Aufschluss darüber, ob tatsächlich ein Herzinfarkt vorliegt.
Was ist die Vorstufe eines Herzinfarkts?
Eine Vorstufe zum Herzinfarkt ist oft eine instabile Angina pectoris, gekennzeichnet durch starken Druck oder Brennen hinter dem Brustbein, oft schon in Ruhe oder bei leichter Belastung und länger als 10 Minuten anhaltend, was einen medizinischen Notfall darstellt (112 anrufen). Weitere Anzeichen sind Luftnot, allgemeine Abgeschlagenheit, Schwindel, Übelkeit, Kältegefühl und starke Angst. Diese Symptome können auch als Vorboten Tage vorher auftreten, aber auch ein "stiller", symptomloser Infarkt ist möglich.
Welcher Bluttest wird für den Verdacht auf einen Herzinfarkt durchgeführt?
Zur Diagnose eines Herzinfarkts werden immer häufiger Marker herangezogen wie h-FABP, c-Troponin I, Kreatinkinase und Myoglobin. Das herzspezifische Protein h-FABP tritt bereits circa 20 Minuten nach Beginn der Infarktsymptome im Blut auf und kann bis zu einem Tag danach noch festgestellt werden.
Ist ein Herzinfarkt im EKG sichtbar?
Menschen mit instabiler Angina pectoris zeigen keine Anzeichen von Herzinfarkt im EKG oder in den Bluttests. Unter einem Nicht-ST-Hebungsinfarkt versteht man einen Herzinfarkt, der anhand von Blutuntersuchungen erkennbar ist, aber keine typischen Veränderungen (ST-Hebungen) im EKG zeigt.
Wie fühlt sich ein leichter Herzinfarkt an?
Symptome, die auf einen stummen Herzinfarkt hinweisen können, sind häufig auftretende Müdigkeit, Unwohlsein, Lustlosigkeit und Atemnot. Auch Schwächegefühl, Schwindel oder Ohnmacht, die nach einer bestimmten Zeit wieder verschwinden oder aber sich mit der Zeit verstärken, bis der Herzkranke zusammenbricht.
Wie viele Tage vorher kündigt sich ein Herzinfarkt an?
Ein Herzinfarkt kündigt sich oft Tage oder sogar Wochen vorher mit subtilen Warnsignalen wie Brustschmerzen (Angina pectoris), Engegefühl oder Druck hinter dem Brustbein an, die bei etwa 50 % der Betroffenen auftreten, oft 24 bis 48 Stunden vorher, insbesondere nachts. Typisch sind auch Kurzatmigkeit, Abgeschlagenheit, Angstzustände oder Schlafstörungen, aber manchmal kommt der Infarkt auch völlig unerwartet. Bei Verdacht sofort den Notruf (112) wählen!.
Was sollte man tun, wenn man alleine einen Herzinfarkt hat?
Wenn Sie die genannten Herzinfarkt-Symptome an sich selbst wahrnehmen oder bei einer anderen Person erkennen, wählen Sie sofort die Notrufnummer 112. Verlieren Sie keine Zeit – auch wenn Sie unsicher sind oder hoffen, dass sich die Beschwerden von allein wieder bessern.
Was tut der Arzt bei Verdacht auf Herzinfarkt?
Im EKG kann der Arzt wichtige Hinweise auf den Ort, Zeitpunkt und das Ausmaß des Infarktes gewinnen. Zusätzlich sollte bei einem Herzinfarkt-Verdacht auch immer ein Laborschnelltest erfolgen. Ein wichtiger Wert hier ist der vom sogenannten Troponin, das sehr sensibel Herzschädigungen anzeigen kann.
Wie schnell muss ein Herzinfarkt behandelt werden?
Herzinfarkt – 24 Stunden Bereitschaft. Hat jemand Beschwerden, die auf einen Herzinfarkt hinweisen, sollte sofort der Notarzt gerufen werden. Denn die Behandlung in den ersten Stunden nach dem Verschluss eines Herzkranzgefäßes kann darüber entscheiden, ob ein Patient überlebt oder nicht.
Was tut der Arzt bei einem Herzinfarkt?
Herzinfarkt – Behandlung
Oberstes Therapieziel bei einem Herzinfarkt ist es, das verschlossene Herzkranzgefäß wieder zu öffnen. Um dieses Ziel zu erreichen, sollte eine Aufdehnung des Herzkranzgefäßes und ggf. eine Stentimplantation durchgeführt werden.
Wie erkenne ich, dass mein Herz nicht in Ordnung ist?
Bei folgenden Anzeichen sollten Sie aber unbedingt an einen Herzinfarkt denken: Was: Schmerzen, die länger als 5 Minuten anhalten. Wo: typisch im Brustkorb, häufig hinter dem Brustbein. Zusätzlich können Schmerzen im Rücken oder Oberbauch (Verwechslung mit „Magenschmerzen“ möglich) ein Alarmzeichen sein.
Kann ein Hausarzt Herzprobleme feststellen?
Mehrere große Studien zeigten, dass die Diagnose „Herzschwäche“ in vielen Ländern erhebliche Probleme bereitet. Nur in der Hälfte der Fälle gelang es Hausärzten, die Herzschwäche korrekt zu erkennen bzw. auszuschließen.
Wie kann man kontrollieren, ob das Herz gesund ist?
Echokardiographie (Ultraschalluntersuchung)
Die Ultraschalluntersuchung (Echokardiographie) ist eine häufig angewandte Methode, mit der sich Ärzte und Ärztinnen das Herz genauer ansehen können. Die Untersuchung ist für Patienten und Patientinnen schmerzfrei und dauert etwa 10 bis 15 Minuten.
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