Was kostet die gesetzliche Krankenversicherung als Selbstzahler?

Selbst bei der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) als Selbstständiger hängen die Kosten vom Einkommen ab: Es gibt einen Mindestbeitrag (ca. 230-250 €/Monat inkl. Pflegeversicherung bei geringem Einkommen) und einen Höchstbeitrag (ca. 1.000-1.050 €/Monat inkl. Pflege, bei Einkommen über Beitragsbemessungsgrenze), berechnet auf Basis des allgemeinen Beitragssatzes (14,6 %) plus kassenabhängigem Zusatzbeitrag (ca. 1,7 % im Schnitt 2026). Wer wenig verdient, zahlt mindestens, wer viel verdient, zahlt bis zur Obergrenze, wobei der Beitragssatz etwa 17-18 % des Einkommens beträgt.

Wie teuer ist es, freiwillig gesetzlich versichert zu sein?

Die Kosten für die freiwillige gesetzliche Krankenversicherung (GKV) hängen vom Einkommen ab, basieren auf dem allgemeinen Beitragssatz (ca. 14,6 %) plus kassenindividuellem Zusatzbeitrag (durchschnittlich 2,9 %) und Pflegeversicherung, wobei es Mindest- und Höchstgrenzen gibt (Beitragsbemessungsgrenze 2026 liegt bei 5.812,50 € monatlich). Für Selbstständige gibt es Mindestbeiträge (z.B. ab ca. 220 €), während Arbeitnehmer 50 % der Beiträge (allgemeiner Satz + Zusatzbeitrag) zahlen und der Arbeitgeber den Rest übernimmt, wobei der Arbeitgeberzuschuss gedeckelt ist. Die Pflegeversicherung kommt hinzu, mit Zuschlägen für Kinderlose. 

Kann man als gesetzlich versicherter Selbstzahler sein?

Ja, als gesetzlich Versicherter kannst du dich privat behandeln lassen – das ist rechtlich ausdrücklich erlaubt. Du hast mehrere Möglichkeiten, privatärztliche Leistungen in Anspruch zu nehmen, entweder als Selbstzahler oder im Rahmen des sogenannten Kostenerstattungsverfahrens.

Wie hoch ist mein Krankenversicherungsbeitrag, wenn ich nicht berufstätig bin?

Als nicht erwerbstätige Person erhalten Sie kein Arbeitslosengeld und leben von Erspartem oder sonstigen Einkünften. Ihr individueller Beitrag zur Kranken- und Pflegeversicherung hängt von Ihrem gesamten monatlichen Einkommen ab. Falls Sie keine laufenden Einkünfte haben, zahlen Sie den Mindestbeitrag.

Wie viel Krankenversicherung muss ich bezahlen, wenn ich kein Einkommen habe?

Eine Krankenversicherung ohne Einkommen kostet mindestens den gesetzlichen Mindestbeitrag in der freiwilligen Krankenversicherung, der 2026 bei etwa 220 bis 240 Euro pro Monat für die reine Krankenversicherung liegt, je nach Kasse und Zusatzbeitrag, zuzüglich Pflegeversicherung (ca. 47–55 €). Dieser Beitrag wird auf Basis einer fiktiven Mindesteinnahme (2026 ca. 1.318 €) berechnet, es sei denn, Sie sind Student oder haben Anspruch auf Leistungen wie Kindergeld, dann gibt es Sonderregelungen. 

Freiwillig krankenversichert (GKV): Welche Einkünfte zählen?!

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Was ist der Unterschied zwischen gesetzlich und freiwillig krankenversichert?

Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung können ihren Nachwuchs sowie Ehepartnerinnen und Ehepartner (oder eingetragene Lebenspartnerinnen und Lebenspartner) unter bestimmten Bedingungen beitragsfrei mitversichern. Bei einer freiwilligen Versicherung bleibt die Familienversicherung bestehen.

Welche Nachteile hat die freiwillige gesetzliche Krankenversicherung?

Nachteile der freiwilligen gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sind höhere Beiträge bei hohem Einkommen, da diese nach dem Einkommen berechnet werden, sowie die Pflicht, sämtliche Einnahmen (auch aus Vermietung/Kapital) zu versteuern und bei geringem Einkommen Mindestbeiträge zu zahlen. Weitere Nachteile sind mögliche Leistungskürzungen durch die Kasse, Zuzahlungen und die fehlende kostenlose Familienversicherung (bei GKV-versichertem Partner). 

Wie kann ich mich krankenversichern ohne Einkommen?

Als Hausfrau / Hausmann ohne eigenes Einkommen können Sie die kostenlose Familienversicherung über den Partner in Anspruch nehmen, wenn dieser Mitglied in einer gesetzlichen Krankenkasse ist.

Was kostet eine gesetzliche Krankenversicherung ohne Einkommen AOK?

Wenn Sie kein Einkommen haben, zahlen Sie bei der AOK (und anderen GKV-Kassen) den gesetzlichen Mindestbeitrag für freiwillig Versicherte, der sich aus dem allgemeinen Beitragssatz (14,6 %), dem individuellen Zusatzbeitrag der AOK und dem Beitrag zur Pflegeversicherung zusammensetzt; 2026 liegt dieser Mindestbeitrag (ohne Kinder) grob um die 215 bis 220 € für die Krankenversicherung und zusätzlich ca. 47 € für die Pflegeversicherung (bei 3,6 % Satz), abhängig vom genauen Zusatzbeitrag Ihrer AOK-Kasse. Der Beitrag wird auf einer fiktiven Mindestbemessungsgrenze berechnet, auch ohne tatsächliches Einkommen. 

Wie hoch ist der Krankenkassenbeitrag, wenn man freiwillig gesetzlich versichert ist?

Die Kosten für die freiwillige gesetzliche Krankenversicherung (GKV) hängen vom Einkommen ab, basieren auf dem allgemeinen Beitragssatz (ca. 14,6 %) plus kassenindividuellem Zusatzbeitrag (durchschnittlich 2,9 %) und Pflegeversicherung, wobei es Mindest- und Höchstgrenzen gibt (Beitragsbemessungsgrenze 2026 liegt bei 5.812,50 € monatlich). Für Selbstständige gibt es Mindestbeiträge (z.B. ab ca. 220 €), während Arbeitnehmer 50 % der Beiträge (allgemeiner Satz + Zusatzbeitrag) zahlen und der Arbeitgeber den Rest übernimmt, wobei der Arbeitgeberzuschuss gedeckelt ist. Die Pflegeversicherung kommt hinzu, mit Zuschlägen für Kinderlose. 

Was bedeutet Selbstzahler bei der Krankenversicherung?

Privatpatientinnen und Privatpatienten bezahlen die Leistung letztendlich also nicht selbst. Selbstzahlerinnen und Selbstzahler hingegen erhalten zwar auch eine Rechnung, tragen die Kosten für die medizinische Behandlung aber gänzlich selbst und es erfolgt keine Erstattung über eine Krankenversicherung.

Was ist die günstigste freiwillige gesetzliche Krankenversicherung?

Günstigster PKV-Tarif: NK select S3000 inkl. Pflegepflichtversicherung; Arbeitnehmeranteil: 138,84 € pro Monat, Beitrag GKV (BKK Firmus): Arbeitnehmeranteil: 627,17 € pro Monat.

Kann ich mich bei der AOK freiwillig versichern?

Wer kann sich freiwillig versichern? Selbständig Tätige können sich bei der AOK freiwillig kranken- und pflegeversichern, wenn sie zuletzt in einer gesetzlichen Krankenversicherung familienversichert oder aufgrund einer Beschäftigung pflichtversichert waren.

Wie hoch sind die Kosten für eine freiwillige Krankenversicherung für einen Monat?

Der Mindestbeitrag in der freiwilligen Krankenversicherung liegt bei rund 182 Euro im Monat. Hinzu kommt noch der Zusatzbeitrag der jeweiligen Kasse und der Beitrag für die Pflegeversicherung. Grundlage dafür ist ein fiktives Mindesteinkommen von 1.248 Euro im Monat.

Wer zahlt meine Krankenversicherung, wenn ich kein Geld habe?

Wer kein Einkommen hat, aber krankenversicherungspflichtig ist, zahlt seine Beiträge entweder aus eigenen Rücklagen (z.B. als freiwillig Versicherter) oder sie werden von staatlichen Stellen übernommen, wenn man Leistungen wie Arbeitslosengeld (ALG I) oder Bürgergeld bezieht, wobei die Agentur für Arbeit bzw. das Jobcenter die Beiträge zahlen,. Studierende und Kinder sind oft familienversichert oder zahlen nur Mindestbeiträge. 

Wie teuer ist eine Krankenversicherung ohne Einkommen?

Eine Krankenversicherung ohne Einkommen kostet mindestens den gesetzlichen Mindestbeitrag in der freiwilligen Krankenversicherung, der 2026 bei etwa 220 bis 240 Euro pro Monat für die reine Krankenversicherung liegt, je nach Kasse und Zusatzbeitrag, zuzüglich Pflegeversicherung (ca. 47–55 €). Dieser Beitrag wird auf Basis einer fiktiven Mindesteinnahme (2026 ca. 1.318 €) berechnet, es sei denn, Sie sind Student oder haben Anspruch auf Leistungen wie Kindergeld, dann gibt es Sonderregelungen. 

Ist eine freiwillige Krankenversicherung teurer als eine pflichtversicherte?

Ja, freiwillig gesetzlich Versicherte können teurer sein als Pflichtversicherte, besonders bei höherem Einkommen, weil sie den vollen Beitragssatz (14,6 % + Zusatzbeitrag + Pflegebeitrag) selbst zahlen müssen, während Arbeitgeber die Hälfte der Pflichtversicherten-Beiträge übernehmen. Zudem wird bei freiwillig Versicherten oft der höhere Satz mit Krankengeldanspruch herangezogen, und es gibt eine Beitragsbemessungsgrenze, über die hinaus keine Beiträge gezahlt werden müssen, was bei sehr hohen Einkommen einen Wechsel zur PKV attraktiv macht. 

Kann man als Rentner von der freiwilligen Krankenversicherung in die gesetzliche wechseln?

Rentner, die bislang freiwillig krankenversichert sind, können in die Pflichtversicherung wechseln, wenn sie die Voraussetzungen dafür erfüllen. Dafür müssen sie in der zweiten Hälfte ihres Arbeitslebens zu mindestens 90 Prozent in einer gesetzlichen Krankenkasse versichert gewesen sein.

Wann komme ich aus der freiwilligen gesetzlichen Versicherung wieder raus?

Ein freiwillig bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichertes Mitglied kann seine Mitgliedschaft kündigen, wenn es die 12-monatige Bindungsfrist erfüllt hat und in eine andere gesetzliche Krankenkasse oder zu einem privaten Versicherungsunternehmen wechseln will.

Kann eine Krankenkasse den Antrag auf freiwillige gesetzliche Krankenversicherung ablehnen?

Aufnahme-/Kontrahierungszwang der Kassen

Die von Ihnen gewählte Krankenkasse darf die Mitgliedschaft grundsätzlich nicht ablehnen ("Kontrahierungszwang" nach §175 Abs. 1 Satz 2 SGB V). Risikoprüfungen bzw. -zuschläge und Wartezeiten gibt es bei gesetzlichen Krankenkassen nicht.

Wer zahlt, wenn keine Krankenversicherung besteht?

Bei Empfängern von Arbeitslosengeld I und Bürgergeld übernimmt die Agentur für Arbeit beziehungsweise das Jobcenter die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung. Zur privaten Krankenversicherung zahlt sie Zuschüsse (Quelle: Bundesagentur für Arbeit).

Wie komme ich aus der freiwilligen Krankenversicherung in die Pflichtversicherung?

Wenn Sie als freiwilliges Mitglied Ihre gesetzliche Krankenkasse wechseln möchten: Stellen Sie einen Neuaufnahmeantrag bei der neuen Krankenkasse. Um die Kündigung bei der bisherigen Krankenkasse kümmert sich dann Ihre neue Krankenkasse. Hierfür nutzen die Krankenkassen ein elektronisches Meldeverfahren untereinander.

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