Was kann man tun, wenn der Baum vom Nachbarn stört?

Wenn ein Nachbarbaum stört (Äste, Wurzeln), sollten Sie zuerst das Gespräch suchen und eine schriftliche Frist zur Beseitigung setzen (ca. 4 Wochen). Reagiert der Nachbar nicht, dürfen Sie gemäß § 910 BGB überhängende Äste und Wurzeln selbst abschneiden, müssen dabei aber fachgerecht bis an die Grenze schneiden und dürfen den Baum nicht beschädigen. Bei Schäden (z.B. durch Wurzeln) gibt es einen Beseitigungsanspruch (§ 1004 BGB).

Wie hoch darf der Nachbar seine Bäume wachsen lassen?

Die zulässige Höhe von Nachbarsbäumen hängt vom Bundesland und dem Abstand zur Grenze ab, wobei generell gilt: Je näher der Baum an der Grenze steht, desto niedriger muss er bleiben (oft 2 Meter bei 0,5-2m Abstand), während stark wachsende Bäume wie Eichen oder Pappeln einen großen Abstand von 4 oder sogar 8 Metern zur Grenze benötigen, um hoch wachsen zu dürfen. Es gibt keine bundesweit einheitliche Regel, daher sind die Nachbarrechtsgesetze Ihres Bundeslandes und eventuelle örtliche Satzungen entscheidend. 

Was kann ich tun, wenn die Bäume meines Nachbarn zu hoch sind?

Laut § 910 BGB (Einwirkung von Bäumen auf Nachbargrundstücke) gilt:

  1. Nachbarn dürfen überhängende Äste abschneiden, wenn diese eine erhebliche Beeinträchtigung darstellen (z. ...
  2. Bevor du zur Säge greifst, musst du den Baumeigentümer schriftlich auffordern, die Äste zurückzuschneiden.

Kann ein Nachbar den Rückschnitt eines Baumes verlangen?

Ja, der Nachbar kann einen Rückschnitt verlangen, wenn der Baum zulässige Abstände unterschreitet oder übermäßige Beeinträchtigungen (z. B. massive Schattenbildung, wenn der Baum zu nah ist) verursacht, oft müssen aber erst Fristen gesetzt werden, bevor man selbst schneiden darf oder einen Fachmann beauftragt. Der Anspruch verjährt nach fünf Jahren, und es gibt je nach Bundesland unterschiedliche Regelungen zu Grenzabständen und Höhen.
 

Wie weit dürfen Äste auf mein Nachbargrundstück ragen?

Bei der Höhe des Überhangs gilt eine wichtige Regelung: Bis zu einer Höhe von 5 Metern können Sie in der Regel die Beseitigung des Überhangs verlangen. Äste und Zweige, die höher als 5 Meter in Ihr Grundstück ragen, müssen Sie normalerweise dulden, da hier meist keine relevante Beeinträchtigung vorliegt.

BGH: Darf der Nachbar die Äste meines Baumes abschneiden?

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Kann ein Nachbar das Fällen eines Baumes verlangen?

Ja, ein Nachbar kann unter bestimmten Umständen eine Baumfällung verlangen, etwa bei Gefahr (nicht mehr standsicher), erheblicher Beeinträchtigung (Wurzeln, Schatten) oder wenn der Baum die vorgeschriebenen Abstandsregeln nicht einhält und der Fällungsanspruch nicht verjährt ist. Bei Grenzbaum-Konflikten braucht es aber meist die Zustimmung des Nachbarn, sonst drohen Schadensersatzforderungen; oft ist ein Kompromiss oder ein fachkundiges Gutachten nötig, da Genehmigungen und Baumschutzsatzungen der Gemeinde zu beachten sind. 

Was kann ich tun, wenn mein Nachbar überhängende Äste hat?

Fazit: Umgang mit überhängenden Ästen vom Nachbarn

Vom Nachbarbaum herüberhängende Äste dürfen Sie gemäß Selbsthilferecht entfernen. Sie dürfen aber nur abschneiden, was auf Ihre Seite des Grundstücks herübergewachsen ist und wenn der eigene Garten dadurch beeinträchtigt wird.

Was kann ich tun, wenn mein Nachbar seine Bäume nicht schneidet?

Was kann ich tun, wenn der Nachbar seine Bäume nicht schneidet? Zunächst gilt natürlich: Am besten erstmal mit den Nachbarn sprechen. Bestenfalls reicht der Hinweis, dass die Äste ihres Baumes über den Zaun oder die Hecke auf das eigene Grundstück wachsen und dass das stört.

Haben alte Bäume Bestandsschutz?

Genießen Bäume, die an der Nachbargrenze unter Verletzung des Abstandsgebots gepflanzt wurden Bestandsschutz? Antwort: Auch ein alter Baum genießt gewissermaßen Bestandsschutz, wenn der Baum nur alt genug ist, es sei denn der Baum muss aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht gefällt werden.

Wer ist für die Beseitigung umgestürzter Bäume verantwortlich?

Nach dem allgemeinen Rechtsgrundsatz der Sorgfaltspflicht liegt die Verantwortung für die Pflege aller Bäume auf dem Grundstück bei demjenigen, dem das Land gehört, unabhängig davon, ob er sie gepflanzt hat oder nicht.

Was gilt als stark wachsender Baum?

Zu den Bäumen, die schnell wachsen, zählen sommergrüne Bäume wie Silberweide, Rotbuche und Trompetenbaum, aber auch immergrüne Bäume wie der Goldgelbe Lebensbaum oder die Schwerin-Kiefer.

Wer muss überhängende Äste entfernen und entsorgen?

Derjenige, der die Zweige abgeschnitten hat, erwirbt sogar Eigentum daran und muss sie entsorgen. Er kann die Kosten dafür aber vom Nachbarn erstattet verlangen; das vermeidet Ihr Nachbar, indem er Ihre Äste herüberwirft. Auf das Alter der Pflanzen kommt es im Übrigen nicht an.

Kann man Bäume in der Höhe kürzen?

Ja, Bäume kann man in der Höhe kürzen, aber nur fachgerecht und mit Bedacht, um den Baum nicht zu schädigen; radikales „Kappen“ ist verboten und zerstört die Struktur, stattdessen wird die Krone durch gezielte Einkürzung auf einen seitlichen Ast eingekürzt und ausgelichtet, was oft über mehrere Jahre gestreckt werden muss und professionelle Ausrüstung oder Beratung erfordert.
 

Was ist ein Beseitigungsanspruch im Nachbarrecht?

Ein Beseitigungsanspruch im Kontext des Nachbarrechts bezieht sich auf das Recht eines Grundstückseigentümers, die Beseitigung einer Beeinträchtigung seines Eigentums zu verlangen, die von einem benachbarten Grundstück ausgeht. Dieser Anspruch ist im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) unter § 1004 Abs. 1 S.

Kann ich mit meinem Handy die Höhe eines Baumes messen?

GLOBE Trees ist eine App, mit der Sie die Baumhöhe schätzen können . Nachdem Sie die GLOBE Observer App heruntergeladen und ein Konto erstellt haben, führt Sie das Tool durch den Beobachtungsprozess.

Was kann ich tun, wenn die Bäume des Nachbarn nerven?

In solchen Fällen sollten Sie:

  1. Die Situation dokumentieren (Fotos, Videos),
  2. Den Nachbarn unverzüglich informieren,
  3. Bei Bedarf die zuständige Behörde oder einen Baumpflegeexperten hinzuziehen.

Kann mein Nachbar den Rückschnitt eines Baumes verlangen?

Ja, der Nachbar kann einen Rückschnitt verlangen, wenn der Baum zulässige Abstände unterschreitet oder übermäßige Beeinträchtigungen (z. B. massive Schattenbildung, wenn der Baum zu nah ist) verursacht, oft müssen aber erst Fristen gesetzt werden, bevor man selbst schneiden darf oder einen Fachmann beauftragt. Der Anspruch verjährt nach fünf Jahren, und es gibt je nach Bundesland unterschiedliche Regelungen zu Grenzabständen und Höhen.
 

Wie hoch dürfen Bäume in Nachbars Garten sein?

Die zulässige Höhe von Nachbarsbäumen hängt vom Bundesland und dem Abstand zur Grenze ab, wobei generell gilt: Je näher der Baum an der Grenze steht, desto niedriger muss er bleiben (oft 2 Meter bei 0,5-2m Abstand), während stark wachsende Bäume wie Eichen oder Pappeln einen großen Abstand von 4 oder sogar 8 Metern zur Grenze benötigen, um hoch wachsen zu dürfen. Es gibt keine bundesweit einheitliche Regel, daher sind die Nachbarrechtsgesetze Ihres Bundeslandes und eventuelle örtliche Satzungen entscheidend. 

Wann verjährt die Grundstücksgrenze?

Das bedeutet, dass der Nachbar nach einer bestimmten Frist (gemäß § 894 BGB in Verbindung mit § 937 BGB beträgt diese Frist in der Regel 10 Jahre), rechtlich gesehen Eigentümer dieser Fläche werden kann, wenn er die Fläche in dieser Zeit ungestört und friedlich genutzt hat.

Kann mein Nachbar mich zwingen, einen Baum zu fällen?

Ja, ein Nachbar kann unter bestimmten Umständen eine Baumfällung verlangen, etwa bei Gefahr (nicht mehr standsicher), erheblicher Beeinträchtigung (Wurzeln, Schatten) oder wenn der Baum die vorgeschriebenen Abstandsregeln nicht einhält und der Fällungsanspruch nicht verjährt ist. Bei Grenzbaum-Konflikten braucht es aber meist die Zustimmung des Nachbarn, sonst drohen Schadensersatzforderungen; oft ist ein Kompromiss oder ein fachkundiges Gutachten nötig, da Genehmigungen und Baumschutzsatzungen der Gemeinde zu beachten sind. 

Wie weit dürfen Äste auf ein Nachbargrundstück ragen?

Das grundsätzliche rechtliche Problem liegt darin, dass Nachbarn grundsätzlich gemäß § 910 BGB nur ein Recht zur Entfernung von überhängenden Ästen haben, insofern sie von diesen Ästen unmittelbar beeinträchtigt werden.

Was darf der Nachbar an der Grundstücksgrenze?

An der Grundstücksgrenze darf der Nachbar Zäune, Hecken und Mauern errichten, oft auch kleine Schuppen und Garagen (bis ca. 3m Höhe/bestimmte Flächen), sofern Landesbauordnungen und Nachbarrecht eingehalten werden (meist 3m Abstand, Ausnahmen möglich). Pflanzen müssen je nach Höhe bestimmte Abstände (0,5m oder 2m) einhalten. Größere Bauten benötigen meist eine schriftliche Zustimmung des Nachbarn und müssen die Abstandsflächen gemäß Bundesland einhalten, da sonst Rückbau droht. 

Was tun, wenn der Baum vom Nachbarn rüber wächst?

Wenn Äste vom Baum des Nachbarn auf das eigene Grundstück ragen, dann darf man sie zurückschneiden. Das gilt selbst dann, wenn der Baum dadurch absterben oder seine Standfestigkeit verlieren könnte.

Was muss ich als Nachbar dulden?

Regelmäßig dulden müssen Nachbarn Geräusche von Kindern und Säuglingen (draußen wie drinnen) sowie Gerüche von Landwirtschaftsbetrieben. Hier sind die Anforderungen an unzulässige Störungen relativ hoch (vgl. zuletzt VG Trier, 5 K 1542; OVG Nordrhein-Westfalen, 8 A 1760/13).

Wer Schäden durch Äste vom Nachbarn zahlen muss?

Ist der Baum erst auf das Nachbargrundstück gefallen, muss der Verursacher für die Beseitigung sorgen. Das Gleiche gilt für beschädigte Gegenstände wie Autos, Markisen oder Gartenmöbel. Passiert das durch einen Sturmschaden, kommen Hausrat-, Gebäude-, oder Kaskoversicherung dafür auf.

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