Was ist eine psychosomatische Synkope?

Eine psychosomatische Synkope ist ein scheinbarer Ohnmachtsanfall (Pseudosynkope), bei dem psychische Belastungen wie Angst, Stress oder Trauma eine körperliche Reaktion auslösen, die eine echte Ohnmacht (Synkope) nachahmt, aber keine Durchblutungsstörung des Gehirns vorliegt, sondern eine Überreaktion des Nervensystems, die zu Bewusstlosigkeit vortäuschenden Symptomen führt. Es ist ein faszinierendes Beispiel dafür, wie Geist und Körper eng verbunden sind und der Geist den Körper in eine Art "Ohnmacht" versetzt, oft ohne echte medizinische Ursache.

Was ist eine psychische Synkope?

Anders als bei anderen Formen der Synkope, wie z.B. der vasovagalen Synkope, liegt bei der sogenannten psychogenen Synkope keine direkte Verbindung zu Herz- oder Kreislaufproblemen vor, sondern das Gehirn reagiert unbewusst auf emotionale Belastungen, was zu einem vorübergehenden Bewusstseinsverlust führt.

Was sind die Symptome einer psychogenen Synkope?

Psychogene Pseudosynkope (PPS) ist das Auftreten eines vorübergehenden Bewusstseinsverlusts (TLOC), bei dem keine Bewegungen auftreten, aber auch keine hämodynamischen und elektroenzephalographischen Veränderungen, wie sie durch Gravitationskräfte hervorgerufen werden und die Synkope und den echten Bewusstseinsverlust kennzeichnen.

Kann Stress eine Synkope auslösen?

Angst, Schmerzen oder Stress können zu einer Überreaktion des Nervensystems (einer vasovagalen Synkope) führen. Es kommt zum plötzlichen Blutdruck- und/oder Pulsabfall. Auch beim plötzlichen Aufstehen aus dem Liegen kann das passieren (eine orthostatische Synkope).

Was löst eine Synkope aus?

Synkopen (Ohnmachten) entstehen durch eine vorübergehende Minderdurchblutung des Gehirns und haben vielfältige Ursachen, hauptsächlich reflexvermittelte (z. B. durch Schmerz, Stress, langes Stehen – vasovagale Synkope), orthostatische (Blutdruckabfall beim Aufstehen, oft bei Flüssigkeitsmangel oder Diabetes) und kardiale (Herzrhythmusstörungen, Herzklappenfehler), wobei letztere besonders ernst zu nehmen sind. Auch neurologische Ursachen (Epilepsie, Schlaganfall) oder Medikamentenreaktionen können eine Rolle spielen.
 

Syncope, collapse - what is dangerous?

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Wie kündigt sich eine Synkope an?

Eine Synkope (Ohnmacht) äußert sich durch plötzlichen, kurzen Bewusstseinsverlust mit Tonusverlust und spontaner Erholung, oft angekündigt durch Vorboten (Präsynkope) wie Schwindel, Übelkeit, Sehstörungen (Flimmern, Schwarzwerden), Schwächegefühl, Blässe, Schwitzen oder Herzrasen; nach der Ohnmacht können Benommenheit, Verwirrung und Müdigkeit folgen, und manchmal treten kurze Muskelzuckungen auf.
 

Was sind die häufigsten Ursachen für eine Synkope?

Ursachen der Synkope

Viele nicht lebensbedrohliche Faktoren, wie Überhitzung, Dehydrierung, starkes Schwitzen, Erschöpfung oder Blutansammlungen in den Beinen aufgrund plötzlicher Positionsänderungen , können eine Synkope auslösen. Bestimmte Erkrankungen, Charaktereigenschaften oder Gewohnheiten können das Risiko für eine Synkope jedoch ebenfalls erhöhen.

Kann Stress eine Synkope auslösen?

Ohnmacht beim Anblick von Blut ist ebenfalls eine häufige Ursache für vasovagale Synkopen. Stress, Angstzustände oder emotionale Belastung können ebenfalls zu Ohnmacht führen. Starke Emotionen oder Schmerzen können ebenfalls eine Ohnmacht auslösen. Auch Müdigkeit oder Erschöpfung können Auslöser sein.

Was ist ein psychisches Ohnmachtsgefühl?

Ohnmacht oder Machtlosigkeit ist das Erfahren von Hilflosigkeit und mangelnden Einflussmöglichkeiten im Verhältnis zu etwa den eigenen Wünschen, subjektiv angenommenen und objektiven Notwendigkeiten oder dem Überlebenswillen. Ohnmachtsgefühle können mit Angst, Wut und Frustration einhergehen.

Wie verhält man sich nach einer Synkope?

Was tun, wenn die Ohnmacht da ist?

  1. den Betroffenen ansprechen bzw. ...
  2. reagiert er nicht, nach Hilfe rufen.
  3. feststellen, ob der Ohnmächtige noch atmet (Brustkorbbewegung?)
  4. feststellen, ob ein Puls vorhanden ist.
  5. bei normaler Atmung den Ohnmächtigen in die stabile Seitenlage bringen.
  6. spätestens jetzt den Notarzt alarmieren.

Wann kann eine Synkope gefährlich werden?

Zu schneller Herzschlag gefährlicher als zu langsamer

Schlägt das Herz mehr als 180 Mal in der Minute, ist das lebensgefährlich, denn das Herz hat dann nicht genügend Zeit, sich wieder zu füllen. Das kann ebenso zu Synkopen führen wie ein zu langsamer Herzschlag, ist aber ungleich gefährlicher.

Was ist eine neurologische Synkope?

Definition. Die Synkope, auch Kreislaufkollaps genannt, ist ein kurzer, spontan reversibler Bewusstseinsverlust infolge einer gestörten Durchblutung des Gehirns (zerebrale Ischämie). Sie geht mit einem Verlust der Haltungskontrolle einher.

Wie sehen psychogene Anfälle aus?

Ein psychogener Anfall hat eine verminderte Kontrolle über den Körper zur Folge und kann Symptome wie Schwäche, krampfartige Bewegungen der Arme, Beine und des Kopfes sowie Kontrollverlust über Körperfunktionen haben.

Was sind Warnsignale für eine mentale Überlastung?

Psychische Überlastung äußert sich durch Symptome wie innere Unruhe, Reizbarkeit, Niedergeschlagenheit, Konzentrationsprobleme, Gefühl der Leere und ständige Müdigkeit, oft begleitet von Schlafstörungen, sozialem Rückzug und Leistungseinbußen; körperlich können Verspannungen, Kopfschmerzen und Magenprobleme hinzukommen, wobei dies Vorzeichen für Burnout oder Depressionen sein können. 

Was ist eine vegetative Synkope?

Die häufigste Form ist die sogenannte vasovagale Synkope. Dabei handelt es sich um eine Fehlfunktion des vegetativen Nervensystems. In der Folge fällt der Blutdruck ab, der Puls verlangsamt sich. Das Gehirn erhält so nicht mehr ausreichend Sauerstoff und den Betroffenen wird schwarz vor Augen.

Kann die Psyche Ohnmacht auslösen?

Dissoziative Anfälle sind meist Folge unbewusster seelischer Belastung. Sie entstehen oft als körperliche Reaktion auf Stress, Trauma oder starke Emotionen – ähnlich wie ein Reflex. Manchmal stehen frühere medizinische Ereignisse wie ein epileptischer Anfall oder eine Ohnmacht am Anfang.

Kann man bei Angststörungen umkippen?

„Der Angstschwindel ist ein eher diffuser Schwindel. Betroffene erleben ihn häufig als Benommenheit, als Unsicherheit auf den Beinen und mangelnde Standfestigkeit, wie wenn man den Kontakt zum Boden verloren hätte. In vielen Fällen ist eine Schwindelattacke mit Unruhe und manchmal auch mit Übelkeit verbunden.

Wie wirkt sich Machtlosigkeit auf die Menschen aus?

Ein erhöhtes Machtgefühl fördert authentischen Selbstausdruck [14], reduziert Wut, steigert das Wohlbefinden und fördert positive Emotionen/Stimmung [5]. Im Gegensatz dazu ist ein niedriges Machtgefühl mit negativen Emotionen (Unbehagen und Angst) [15–17], erhöhtem Stress und Alkoholmissbrauch verbunden [18].

Was ist eine psychogene Synkope?

Ähneln sich die Episoden oder laufen sie gar gleichartig (stereotyp) ab, spricht dies für epileptische Anfälle, aber auch psychogene nicht-epileptische Anfälle (PNEA) und Synkopen können stereotyp ablaufen. Eine Synkope ist als passagerer Bewusstseinsverlust aufgrund zerebraler globaler Minderperfusion definiert.

Kann emotionaler Stress zu Ohnmacht führen?

Eine vasovagale Synkope (auch neurokardiogene Synkope genannt) tritt auf, wenn man ohnmächtig wird, weil der Körper auf bestimmte Auslöser überreagiert . Zu diesen Auslösern können der Anblick von Blut oder extreme emotionale Belastung gehören.

Kann Depression eine Ohnmacht auslösen?

Synkopen und psychiatrische Erkrankungen scheinen häufig miteinander in Zusammenhang zu stehen. Obwohl sie anfänglich vernachlässigt wurden, könnten Synkopen, die durch psychiatrische Erkrankungen verursacht werden, 26 % aller Ursachen von Synkopenepisoden ausmachen, die zumeist durch schwere Depressionen sowie Panik-, Angst- und Somatisierungsstörungen bedingt sind.

Was hilft gegen Synkope?

Bei einer Ohnmacht (Synkope) sollte man die Person ansprechen, bei fehlender Reaktion die Atemwege prüfen, bei normaler Atmung die Beine hochlegen und in stabile Seitenlage bringen (wenn keine Bewusstlosigkeit vorliegt) und den Notruf (112) absetzen, wenn die Person nicht reagiert oder nicht atmet. Wichtig: Ruhe bewahren, Notfallsituation erkennen, Hilfe rufen und bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes bleiben. 

Wann ist eine Synkope gefährlich?

Synkopen sind zweifach gefährlich: zum einen durch die Grunderkrankung, die unerkannt und unbehandelt lebensbedrohlich sein kann und zum anderen durch die das hohe Verletzungspotential infolge von Stürzen. Synkope ist eine medizinische Diagnose, welche von einem Arzt gestellt wird.

Wie oft kann eine Synkope auftreten?

Der Bewusstseinsverlust kann einmalig, regelmäßig oder in unterschiedlichen Abständen auftreten. Er kann plötzlich, ohne Vorwarnung erscheinen, oder aber er kündigt sich durch typische Symptome an, z. B. Schwindel, Übelkeit, Gesichtsblässe und/oder Schweißausbrüche.