Die Ausgleichszahlung nach § 304 AktG ist eine gesetzlich vorgeschriebene wiederkehrende Geldleistung, die bei einem Gewinnabführungsvertrag die außenstehenden (minderheitlichen) Aktionäre einer Organgesellschaft entschädigt, da diese ihren Anspruch auf den Gewinn der Tochtergesellschaft durch den Vertrag verlieren; sie muss angemessen sein, auf die Anteile bezogen werden und sichert den Aktionären einen wirtschaftlichen Mindestwert ihrer Beteiligung, notfalls durch gerichtliche Bestimmung.
Was versteht man unter Ausgleichszahlung?
Was ist eine Ausgleichszahlung? Eine Ausgleichszahlung im Unternehmensverkauf ist eine nachträgliche Anpassung des finalen Kaufpreises, die nach dem eigentlichen Vertragsabschluss fließt.
Was sind Ausgleichszahlungen?
Ausgleichszahlungen im öffentlichen Recht sind zweckgebundene Geldleistungen, die Ungleichgewichte ausgleichen, die durch hoheitliche Aufgabenwahrnehmung, öffentliche Planung, gemeinwirtschaftliche Verpflichtungen oder Eingriffe in Schutzgüter entstehen.
Was sind Ausgleichszahlungen im Rahmen des schuldrechtlichen Versorgungsausgleichs?
Im sogenannten schuldrechtlichen Versorgungsausgleich erhält der ausgleichsberechtigte Ehepartner eine Zahlung, nachdem der ausgleichspflichtige Ehepartner die vollen Versorgungsleistungen bezogen hat. Der Ausgleichspflichtige kann diese Zahlungen als Sonderausgaben absetzen (§ 10 Abs.
Wie werden Ausgleichszahlungen versteuert?
Bei Kapitalgesellschaften als Empfänger der Ausgleichszahlungen ist § 8b Abs. 1 i.V.m. Abs. 5 KStG zu berücksichtigen, wonach die Ausgleichszahlungen grundsätzlich steuerfrei sind, 5 % der Ausgleichszahlungen jedoch als nicht abzugsfähige Betriebsausgaben der Besteuerung unterliegen.
Zugewinnausgleich einfach erklärt - das sollten Sie wissen
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Ist die Ausgleichszahlung für den Versorgungsausgleich steuerfrei?
Die Ausgleichszahlung zur Vermeidung des Versorgungsausgleichs sei allerdings nicht steuerfrei. Sie sei bei den "sonstigen Einkünften" in die Steuererklärung einzutragen. Dafür dürfe der Zahlende die Ausgleichssumme als Sonderausgabe von der Steuer absetzen.
Wo trage ich die Ausgleichszahlung in der Steuererklärung ein?
Es muss die Steuer-Identifikationsnummer der ausgleichsberechtigten Person in der Anlage U zur Einkommensteuererklärung angegeben werden. Die Informationen beziehen sich ausschließlich auf Ausgleichszahlungen zur Vermeidung des gesetzlichen Versorgungsausgleichs.
Wie hoch ist die Ausgleichszahlung bei Scheidung?
Die Höhe des Versorgungsausgleichs richtet sich nach dem jeweiligen Rentenanspruch beider Seiten. Es erfolgt aber keine monatliche Rentenzahlung als Geldwert, sondern beide Eheleute erhalten einen 50-50-Ausgleich der erworbenen Entgeltpunkte (Rentenpunkte).
Kann ich mir den Versorgungsausgleich auszahlen lassen?
Der Versorgungsausgleich lässt sich zurückholen bzw. rückabwickeln, wenn er vor seinem Renteneintritt gestorben ist oder die Rentenbeiträge seit weniger als 36 Monate ausgezahlt wurden. Dann bekommen Sie Ihre abgegebenen Anwartschaften zurück, müssen aber auch die des Partners wieder abgeben.
Was ist die Finanzamt-Ausgleichszahlung?
Mit einem Lohnsteuerausgleich – auch Arbeitnehmerveranlagung (ANV) genannt – holt man sich vom Finanzamt Geld zurück, das man an Steuern im letzten Jahr zu viel bezahlt hat. Liegt der Lohnzettel beim Finanzamt vor, kann der Steuerausgleich für fünf Jahre rückwirkend beim Finanzamt durchgeführt werden.
Ist es möglich, auf den Versorgungsausgleich gegen eine Ausgleichszahlung zu verzichten?
Alternative Ausgleichszahlung
Der Verzicht auf den Versorgungsausgleich ist gegen eine Ausgleichszahlung möglich. Das bedeutet, ihr verzichtet auf den Versorgungsausgleichsprozess und regelt den Rentenausgleich im Rahmen der Scheidung einvernehmlich. Das kann Zeit und Kosten sparen.
Wie wird ein Ausgleichsanspruch versteuert?
Der Ausgleichsanspruch gehört einkommensteuerlich zum laufenden gewerblichen Gewinn i. S.d. § 15 Abs. 1 Nr. 1 EStG und ist auch im Zusammenhang mit der Veräußerung oder Aufgabe des Betriebs nicht als nach den §§ 16 und 34 EStG begünstigter Veräußerungs- oder Aufgabegewinn zu behandeln.
Was ist die Ausgleichszahlung bei einer Scheidung?
Ausgleichszahlung bei Scheidung
Neben dem Versorgungsausgleich gibt es im deutschen Recht bei einer Scheidung zusätzlich die sogenannte Ausgleichszahlung. Bei dieser Variante zahlt der Ehepartner mit den höheren Rentenansprüchen den anderen Partner sofort aus - und muss dadurch später seine Rente nicht mehr teilen.
Wie funktioniert die Ausgleichung?
Unter der Ausgleichung versteht man die Anrechnung (teilweise) unentgeltliche Zuwendungen des Erblassers an Erben zu Lebzeiten an den Nachlass. Grundsätzlich können alle Erben von einer geforderten Ausgleichung betroffen sein. Sie kann sowohl die gesetzlichen Erben als auch Nachkommen und eingesetzte Erben treffen.
Was ist eine Ausgleichszahlung für ein Haus nach einer Scheidung?
Wenn einer der beiden Partner auch nach der Trennung in der gemeinsamen Immobilie wohnen bleiben möchte, bietet sich eine Ausgleichszahlung an. Dabei überschreibt einer der beiden Ehepartner dem jeweils anderen seinen Anteil an der Immobilie. Im Gegenzug dafür erhält er eine Ausgleichszahlung in entsprechender Höhe.
Wie wird die Scheidungsausgleichszahlung berechnet?
Kredit nach Scheidung: Das Wichtigste im Überblick
Die Ausgleichszahlung an den weichenden Partner ergibt sich aus dem aktuellen Immobilienwert abzüglich der Restschuld des Kredits und etwaiger vorehelicher Beiträge, geteilt durch zwei (Grundsatz der Billigkeit).
Was bedeutet Ausgleich bei Scheidung?
1. Was ist ein Versorgungsausgleich? Jeder Ehegatte erwirbt während der Ehe in der Regel Versorgungsanrechte in unter- schiedlich großem Umfang. Im Falle einer Scheidung werden die während der Ehezeit jeweils von den Ehegatten erarbeiteten Versorgungsanrechte hälftig untereinander aufgeteilt (Versorgungsausgleich).
Wie lange muss ein Mann seiner geschiedenen Frau Unterhalt zahlen?
Die Dauer des Unterhalts für eine Frau hängt stark von der Phase ab: Trennungsunterhalt zahlt man bis zur rechtskräftigen Scheidung, meist mindestens ein Jahr nach der Trennung, bis der Partner wieder selbst für sich sorgen kann. Nachehelicher Unterhalt nach der Scheidung ist oft befristet und wird nach Ehedauer, Betreuungsbedarf der Kinder, Alter und Gesundheit des Partners bemessen; er endet bei Wiederheirat, neuer Lebenspartnerschaft oder bei Erreichen einer ausreichenden eigenen Versorgung, kann aber bei langer Ehe oder besonderen Umständen auch länger dauern oder sogar unbefristet sein.
Ist eine Ausgleichszahlung steuerpflichtig?
Ausgleichszahlungen, die Arbeitnehmer bei einer arbeitgeberveranlassten Beendigung des Arbeitsverhältnisses erhalten, um den Nachteil des Ausfalls monatlicher Gehaltszahlungen auszugleichen, sind gem. § 3 Nr. 9 EStG steuerfrei. Der Freibetrag des § 3 Nr.
Kann ich Ausgleichszahlungen im Versorgungsausgleich steuerlich absetzen?
Der Ausgleichsverpflichtete kann die Zahlungen im Rahmen des Versorgungsausgleichs in dem Umfang als Sonderausgaben absetzen (nach § 10 Abs. 1a Nr. 4 EStG 2015), in dem die den Ausgleichszahlungen zugrunde liegenden Einnahmen bei ihm der Besteuerung unterliegen.
Wie hoch ist die Ausgleichszahlungsrente?
Bei einer Rente von 1.200 Euro (brutto) würde sich seine Monatsrente um 10,8 Prozent bzw. um 129,60 Euro verringern. Zusatzbeiträge an die Rentenversicherung zum vollen Ausgleich des Abschlags würden in der ersten Jahreshälfte 2025 rund 34.700 Euro kosten.
Wie funktioniert der Rentenausgleich nach einer Scheidung?
Die Rente, die Sie durch den Versorgungsausgleich erhalten, wird nicht unmittelbar nach der Scheidung ausgezahlt. Es gibt also beim Versorgungsausgleich keine Einmalzahlung. Stattdessen werden die Rentenanwartschaften, Altersvorsorge und Rentenpunkte bei Scheidung Ihrem persönlichen Rentenkonto gutgeschrieben.
Was ist der Ausgleichswert im Versorgungsausgleich?
Was bezeichnet der Ausgleichswert im Versorgungsausgleich genau? Der Ausgleichswert ist die hälftige Wertgröße der während der Ehezeit erworbenen Versorgungsanrechte. Er gibt an, welcher Anteil eines Anrechts auf die andere Person übertragen oder in anderer Form ausgeglichen wird.
Wie hoch wird die Ausgleichszahlung für Rentenabschläge im Jahr 2025?
Um 1 EP auszugleichen ist ein Betrag erforderlich: 2024 = 8.436,59 € und in 2025 = 9.391,70 €. Um 4 EP auszugleichen ist ein Betrag erforderlich: 2024 = 33.746,36 € und in 2025 = 37.566,80 €.
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