Was ist das Schichtarbeitersyndrom?

Das Schichtarbeitersyndrom umfasst in seiner Vollausprägung ein insomnisch-hypersomnisches Mischbild mit Ein- und Durchschlafstörungen, Einbußen der Wachqualität je nach Schicht sowie körperliche, v. a. gastrointestinale, Beschwerden.

Was ist ein Schichtarbeitersyndrom?

Definition Schichtarbeitersyndrom

Das Schichtarbeitersyndrom bezeichnet zirkadiane Schlaf-Wach-Rhythmusstörungen. Dabei synchronisiert die innere Uhr des Körpers nicht mehr mit dem vorgegebenen sozialen Tag-Nacht-Rhythmus. Dies geschieht aufgrund von wechselnden Schichtarbeiten oder dauerhafter Nachtarbeit.

Kann Schichtarbeit krank machen?

Die Gesundheit leidet durch Schichtarbeit und Nachtarbeit

Menschen, die in Nacht- oder Wechselschicht arbeiten, berichten deutlich häufiger von gesundheitlichen Beschwerden als andere. Typisch sind Rücken- und Kreuzschmerzen, Müdigkeit und Erschöpfung sowie Schlafstörungen.

Wie lange dauert es, sich von Schichtarbeit zu erholen?

Wer jahrelang in Schichten gearbeitet hat, braucht sehr lange, um sich von dem veränderten Tag-Nacht-Rhythmus zu erholen. Einige Studien zeigen sogar, dass es nach dem Ausscheiden aus dem Schichtdienst mindestens fünf Jahre dauert, bis der Körper die Belastung wieder ausgeglichen hat.

Wie wirkt sich Schichtarbeit auf die Psyche aus?

Schichtarbeit hat zahlreiche Effekte für die Betroffenen. Schichtarbeitende, insbesondere in der Nachtschicht, leiden oft unter Schlafstörungen, da ihr Schlaf-Wachrhythmus zu einem großen Teil von Faktoren wie Licht (Tageslicht oder künstlicher Beleuchtung) bzw. sozialen und familiären Kontakten bestimmt wird.

Schichtarbeit - Stress für den Körper

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Wann sollte man mit Schichtarbeit aufhören?

Nach 15 bis 20 Jahren in der Schicht sind viele unserer Befragten für Schichtarbeit gar nicht mehr tauglich, denn sie sind dann gesundheitlich zu eingeschränkt. ZEIT ONLINE: Das heißt? Brenscheidt: Die Menschen leiden unter Schlafstörungen, Magen-Darm-Problemen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Kopfschmerzen.

Ist Schichtarbeit schlecht für die psychische Gesundheit?

Da Schichtarbeit auch Nachtarbeit umfasst, wird der normale Schlaf-Wach-Rhythmus (zirkadianer Rhythmus) gestört, was möglicherweise Folgen für die körperliche und geistige Gesundheit der Schichtarbeiter hat. Veränderte Schlafmuster aufgrund von Schichtarbeit werden mit Reizbarkeit, depressiver Stimmung, Angst und Nervosität in Verbindung gebracht.

Wie hoch ist die Lebenserwartung von Schichtarbeitern?

Bochumer Bund Wechselschicht: Acht Jahre weniger Lebenserwartung! Menschen, die Wechselschichten arbeiten, haben eine bis zu acht Jahre geringere Lebenserwartung als Menschen, die am Tag arbeiten.

Was ist die gesündeste Schicht?

Diskontinuierliche Schichtmodelle, wie das Zweischichtsystem ohne Nachtschichten, tendieren dazu, weniger belastend zu sein, da sie einen natürlicheren Schlafzyklus ermöglichen. Diese Modelle sind besonders in Betrieben üblich, die keinen 24-Stunden-Betrieb benötigen.

Wie lange dauert die Genesung von einer Schichtarbeitsstörung?

Normalerweise verringert eine Nacht Erholungsschlaf die Schläfrigkeit, und die meisten Menschen erholen sich innerhalb von zwei Nächten 7 , 8 ) . Je nach Schwere und Chronizität des Schlafmangels kann die Erholung jedoch bis zu sieben Nächte dauern 7 , 9 ) .

Wie gesundheitsschädlich ist Schichtdienst?

Untersuchungen zeigen beispielsweise, dass viele Menschen in Schichtarbeit sich ungesund ernähren und mehr Stress im Alltag haben. Außerdem neigen sie mehr als andere Beschäftigte zum Konsum von Suchtmitteln. All dies begünstigt die Entstehung von Krankheiten oder kann zu Übergewicht führen.

Wie kommt man aus der Schichtarbeit raus?

Bestehen Gründe für Schichtuntauglichkeit, so kann ein Antrag auf Befreiung von Schichtarbeit gestellt werden. Mit einem ärztlichen Attest kann diese Befreiung von Schichtarbeit beantragt werden. So ist eine Befreiung Nachtschicht wegen gesundheitlicher Probleme stets mit der ärztlichen Untersuchung verbunden.

In welchem Alter braucht man keine Nachtschicht mehr machen?

Deshalb haben wir per Betriebsvereinbarung festgelegt, dass Beschäftigte ab 50 Jahren beantragen können, die Nachtschichten um die Hälfte und ab 53 Jahren um Dreiviertel zu reduzieren. Wer 55 ist, kann komplett aus dem Nachtdienst aussteigen.

Wie wird eine Schichtarbeitsstörung diagnostiziert?

Schlaflosigkeit, übermäßige Schläfrigkeit im Wachzustand und wiederkehrender Schlafmangel sind die bestimmenden Symptome der Schichtarbeitsstörung. Um die Diagnose Schichtarbeitsstörung zu erhalten, sollten Patienten Symptome melden, die trotz der Versuche, jeden Tag ausreichend Schlaf zu bekommen, mindestens einen Monat lang anhalten .

Was passiert mit dem Körper bei Schichtarbeit?

Störungen des Bio- und Schlafrhythmus sind die Folge, die körperliche und psychische Konsequenzen mit sich ziehen: Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, Magenbeschwerden, innere Unruhe und Nervosität sowie Müdigkeit und Abgeschlagenheit sind einige der typischen Symptome, unter denen Arbeitnehmer leiden, die Schichtarbeit ...

Wie schlafen bei Schichtarbeit?

Da du bei der Nachtschicht meist tagsüber schläfst, ist es besonders wichtig, dass du deinen Schlafraum ausreichend abdunkelst. Achte auch darauf, dass es möglichst ruhig ist, denn Geräusche stören deinen Schlaf. Vermeide außerdem schweres Essen, blaues Bildschirmlicht und Sport nach Schichtende.

Können Schichtarbeiter früher in Rente gehen?

Alle Menschen, die über Jahrzehnte Schichtarbeit (drei Schichten) geleistet haben, sollen pro geleisteter zehn Jahre jeweils ein Jahr früher ohne Abschlag in Rente gehen können.

Wie viel sollte man nach der Nachtschicht schlafen?

Erholsamer Schlaf

Ein Wecker passt auf, dass man nicht zu lange schläft. Nach einer Nachtschicht sollten rund sieben Stunden Schlaf, eventuell auch über den Tag verteilt, zusammenkommen.

Bei welchen Krankheiten keine Nachtschicht?

Keine Nachtschicht darf z. B. derjenige machen, der an Diabetes oder Bluthochdruck erkrankt ist und bei dem sich die Krankheit durch eine gesunde Lebensweise und Medikamente nicht einstellen lässt. Ob ein Mitarbeiter nachtschichtuntauglich ist, muss ein Arbeitsmediziner beurteilen und feststellen.

Sind Schichtarbeiter häufiger krank?

Weitere Studien haben gezeigt, dass Arbeitnehmer, die in Schichtarbeit arbeiten, häufiger gesundheitliche Probleme haben als Beschäftigte mit fixen Arbeitszeiten. Schichtarbeitende leiden oftmals unter Schlafstörungen.

Wie anstrengend ist Schichtdienst?

Schichtarbeit ist anstrengend für Körper und Geist. Sie kann zu gesundheitlichen Problemen führen, wie beispielsweise Magen-Darm-Beschwerden, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Übergewicht oder Depressionen. Auch Aufmerksamkeits- und Gedächtnisstörungen sind wissenschaftlich belegt.

Was verdient ein Schichtarbeiter netto?

Somit verdienst du als Schichtarbeiter/in ungefähr 17.904 € - 24.245 € netto im Jahr.

Was macht Schichtarbeit mit einem Menschen?

Schichtarbeit bedeutet vor allem eins: Stress für den Körper. Die Folgen können Schlafstörungen, Herz-, Kreislauf- und Magen-Darm-Erkrankungen sein. Nicht selten leiden Freizeit und Familie darunter.

Führt die Arbeit in der Nachtschicht zu Depressionen?

Eine Überprüfung von Studien zum Thema Nachtarbeit und psychische Gesundheit durch medizinische Forscher ergab, dass Menschen, die in der Nachtschicht arbeiten, ein höheres Risiko für Depressionen haben . Der Anstieg beträgt satte 42 Prozent.

Ist Nachtdienst gut für die Gesundheit?

Nachtschichtarbeit erhöht das Risiko, an Diabetes, Herzerkrankungen und Fettleibigkeit zu erkranken .