Das HELLP-Syndrom ist eine seltene, lebensbedrohliche Schwangerschaftskomplikation, die meist mit schwerem Bluthochdruck (Präeklampsie) einhergeht und durch die Buchstaben ihrer Hauptsymptome definiert wird: Hämolyse (Auflösung roter Blutkörperchen), erhöhte Leberenzyme (EL = Elevated Liver enzymes) und niedrige Blutplättchenzahl (Low Platelets). Symptome sind oft starke Schmerzen im rechten Oberbauch, Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen und Sehstörungen, die eine sofortige medizinische Behandlung erfordern, da sie zu ernsten Komplikationen wie Organversagen führen können.
In welcher SSW tritt das HELLP-Syndrom auf?
Das HELLP-Syndrom kann ab der 20. Schwangerschaftswoche (SSW) auftreten, tritt aber am häufigsten im dritten Trimester, besonders um die 34. SSW, auf und kann auch noch bis zu 7 Tage nach der Geburt beginnen (postpartal). Bei frühem Auftreten (vor 34. SSW) können Vorerkrankungen oder genetische Ursachen eine Rolle spielen, was eine frühe Diagnose und intensive Überwachung nötig macht.
Ist das HELLP-Syndrom eine Schwangerschaftsvergiftung?
Ja, das HELLP-Syndrom ist eine schwere Form der sogenannten „Schwangerschaftsvergiftung“ (Gestose), eine lebensbedrohliche Komplikation, die mit Präeklampsie einhergeht und Leberfunktionsstörungen, Blutplättchenmangel sowie Hämolyse (Abbau roter Blutkörperchen) verursacht, gekennzeichnet durch starken Bluthochdruck und Schmerzen im rechten Oberbauch. Es ist eine eigenständige, ernste Erkrankung, die eine sofortige Entbindung erforderlich machen kann, um Mutter und Kind zu schützen.
Ist das HELLP-Syndrom gefährlich?
Das HELLP Syndrom ist eine lebensbedrohliche Erkrankung in der Schwangerschaft. Dabei sind unter anderem der Blutdruck häufig stark erhöht und die Blutgerinnung gestört. Das Syndrom kann ab der zweiten Hälfte der Schwangerschaft auftreten, in vielen Fällen als Folge einer Präeklampsie.
Was ist die Ursache des HELLP-Syndroms?
Das HELLP-Syndrom hat keine eindeutige Ursache, wird aber durch eine gestörte Plazentation und Schädigung der Blutgefäße (Endothel-Dysfunktion) ausgelöst, was zu einer Entzündungsreaktion und Gerinnungsstörung führt und die Leber- und Nierenfunktion beeinträchtigt. Risikofaktoren sind Präeklampsie, höheres mütterliches Alter (>35), Mehrlingsschwangerschaften, Diabetes, Bluthochdruck oder eine familiäre Vorbelastung, wobei es auch ohne Bluthochdruck auftreten kann.
Schwangerschaftserkrankungen und das HELLP Syndrom | Hebammeninterview mit Anna-Maria
28 verwandte Fragen gefunden
Wie merkt man das HELLP-Syndrom?
Leitsymptom: Schmerzen im rechten Oberbauch
Dieser Oberbauchschmerz entsteht durch die Spannung der Außenhülle der Leber (Leberkapsel). Wenn die Leber vergrößert ist, dehnt sich auch ihre Kapsel und verursacht Schmerzen. Es ist möglich, dass das HELLP-Syndrom nicht rechtzeitig erkannt wird.
Welche Spätfolgen kann das HELLP-Syndrom für das Kind haben?
Zu den Spätfolgen des HELLP-Syndroms können Leberfunktionsstörungen, Multiorganversagen und Lungenödeme gehören. Schwere Störungen der Blutgerinnung erhöhen das Risiko im Verlauf weiter. Die mütterliche Sterblichkeitsrate liegt bei etwa einem Prozent, während von den betroffenen Kindern etwa 20 Prozent sterben.
Wie hoch ist das Wiederholungsrisiko für das HELLP-Syndrom?
Das Wiederholungsrisiko für eine Bluthochdruck und HELLP-Syndrom wird mit 5 - 40 % angegeben.
Was ist die häufigste Todesursache für Schwangere?
Die häufigsten Todesursachen für Schwangere weltweit sind schwere Blutungen, {!nav}}Bluthochdruckerkrankungen (wie Präeklampsie), Sepsis (Blutvergiftung), unsichere Schwangerschaftsabbrüche, Lungenembolien und Komplikationen bei der Geburt selbst, wobei viele dieser Todesfälle durch bessere Gesundheitsversorgung vermeidbar wären. In industrialisierten Ländern wie Deutschland sind auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Gewaltdelikte wie Mord und Suizid relevante Faktoren, wenn auch seltener.
Wie habt ihr das HELLP-Syndrom bemerkt?
HELLP-Symptome
In rund 90 Prozent der Fälle klagen die Schwangeren über (starke) Oberbauchschmerzen (meist unter dem rechten Rippenbogen – also in Leber und Nierengegend). Hinzu kommen meist Übelkeit und Erbrechen, in manchen Fällen auch Durchfall. Auch extremes Hautjucken kann auftreten.
Wie lange dauert das HELLP-Syndrom?
Das HELLP-Syndrom klingt meist innerhalb weniger Tage bis Wochen nach der Geburt ab, wobei sich Laborwerte oft schon nach 3-4 Tagen normalisieren, wenn die Schwangerschaft beendet ist, die Entbindung aber schnell erfolgte. Bei einem frühen Auftreten (vor der 34. Woche) können aber auch langfristige Störungen im Kurzzeitgedächtnis auftreten und eine intensive Nachsorge ist wichtig, um Spätfolgen wie psychische Belastungen zu behandeln.
Ist ein Kaiserschnitt beim HELLP-Syndrom notwendig?
Ein typischer Grund hierfür kann eine Gestose wie das sogenannte HELLP-Syndrom oder eine Präeklampsie sein, die bei Komplikationen schlimmstenfalls dazu führen kann, dass das Kind sofort entbunden werden muss. Zum Glück kommen die besonders schweren und damit sofort lebensbedrohlichen Verläufe aber sehr selten vor.
Wie fühlen sich Schmerzen bei Hellp an?
Offenbar wird das HELLP-Syndrom durch Endothelschäden ausgelöst, die dann Einfluss auf die Leberfunktion und damit Blutbildung und Blutgerinnung haben. Über 90% der betroffenen Frauen berichten von mehr oder weniger starken Oberbauchschmerzen im Leberbereich, die hauptsächlich unter dem rechten Rippenbogen auftreten.
Was ist der Unterschied zwischen HELLP-Syndrom und Präeklampsie?
Das Syndrom tritt meist in Verbindung mit einer schweren Präeklampsie auf, jedoch bei 10–20% der Patientinnen auch ohne Hypertonie und ist häufig mit epigastrischen Schmerzen, Schmerzen im rechten Oberbauch, Nacken oder Schulter verbunden, weiterhin mit Übelkeit und Erbrechen.
Kann man das HELLP-Syndrom verhindern?
Eine gute, ausgewogene Ernährung mit eiweißreicher, kalorienreicher und keineswegs salzarmer Kost hat einen positiven Einfluss auf den Verlauf der Schwangerschaft. Diese Ernährung kommt auch Frauen mit Diabetes zugute.
Welche Sehstörungen sind typisch für das HELLP-Syndrom?
Zu den Symptomen des HELLP-Syndroms gehören neben Übelkeit vor allem Kopfschmerzen, Sehstörungen und rechtsseitige Oberbauchschmerzen. Unbehandelt kann die Erkrankung lebensbedrohlich verlaufen. Deshalb ist meist eine schnelle Entbindung notwendig. Ein HELLP-Syndrom kann auch nach der Geburt auftreten.
Wie merkt man, wenn das Baby tot im Bauch ist?
Welche Symptome verursacht eine Totgeburt? Häufig setzen die Wehen ein, nachdem der Fötus gestorben ist. Während der Wehen sieht der Arzt bereits, dass der Fötus gestorben ist. Manchmal stirbt der Fötus, ohne dass die Wehen einsetzen.
Welche Woche ist die kritischste in der Schwangerschaft?
Es gibt nicht die eine schlimmste Schwangerschaftswoche, da jede Frau es anders erlebt, aber häufig gelten die 9. bis 10. SSW als Höhepunkt für Übelkeit (wegen des HCG-Gipfels) und die ersten 12 Wochen (Frühschwangerschaft) sind generell am kritischsten (höchstes Fehlgeburtsrisiko und starke Umstellung). Das dritte Trimester (ab ca. 28. SSW) wird von vielen als körperlich anstrengend empfunden, während die Müdigkeit oft schon im ersten Drittel ihren Höhepunkt erreicht.
Wie häufig ist plötzlicher Kindstod im Mutterleib?
Ein im Mutterleib verstorbenes Kind, das bei der Geburt noch keine 500 Gramm wiegt, wird als Fehlgeburt (medizinisch: Abort) bezeichnet. Umgangssprachlich wird oft auch der Begriff „Sternenkinder“ oder „Schmetterlingskinder“verwendet. Etwa jede dritte Frau ist in ihrem Leben einmal von einer Fehlgeburt betroffen.
Was löst HELLP aus?
Das HELLP-Syndrom hat keine eindeutige Ursache, wird aber durch eine gestörte Plazentation und Schädigung der Blutgefäße (Endothel-Dysfunktion) ausgelöst, was zu einer Entzündungsreaktion und Gerinnungsstörung führt und die Leber- und Nierenfunktion beeinträchtigt. Risikofaktoren sind Präeklampsie, höheres mütterliches Alter (>35), Mehrlingsschwangerschaften, Diabetes, Bluthochdruck oder eine familiäre Vorbelastung, wobei es auch ohne Bluthochdruck auftreten kann.
Welche Spätfolgen kann das HELLP-Syndrom bei Kindern haben?
Mögliche Folgeerkrankungen, die beim Kind auftreten können
eine geringe Geburtslänge des Kindes. Betroffene Kinder haben ein zusätzlich erhöhtes Risiko für die Entwicklung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronischen Nierenerkrankungen und Bluthochdruck.
Wie gefährlich ist das HELLP-Syndrom?
Epidemiologie. Die Inzidenz des HELLP-Syndroms beträgt etwa 0,1–0,5 % aller Schwangerschaften, das Wiederholungsrisiko beträgt in Deutschland 13 %. Die maternale Letalität liegt in Industrieländern bei etwa 1 %.
Was löst eine Totgeburt aus?
Es gibt viele Ursachen für eine Totgeburt, z. B. Bluthochdruck oder Diabetes bei der Mutter vor der Schwangerschaft, eine Infektion wie Malaria, HIV oder Syphilis, angeborene Anomalien beim Baby, Probleme mit der Plazentafunktion oder eine Schwangerschaft, bei welcher der Geburtstermin überschritten wird.
Wie lange dauert das HELLP-Syndrom?
Das HELLP-Syndrom klingt meist innerhalb weniger Tage bis Wochen nach der Geburt ab, wobei sich Laborwerte oft schon nach 3-4 Tagen normalisieren, wenn die Schwangerschaft beendet ist, die Entbindung aber schnell erfolgte. Bei einem frühen Auftreten (vor der 34. Woche) können aber auch langfristige Störungen im Kurzzeitgedächtnis auftreten und eine intensive Nachsorge ist wichtig, um Spätfolgen wie psychische Belastungen zu behandeln.
Wie merkt man Hirnschäden bei einem Baby?
Symptome eines Hirnschadens beim Baby sind oft Bewegungsprobleme (steife Gliedmaßen, Koordinationsstörungen, Lähmungen), Entwicklungsverzögerungen, Krampfanfälle, Schlaf-, Trink- und Schluckbeschwerden sowie sensorische Probleme wie Sehstörungen oder Schielen. Die Anzeichen können subtil sein und sich erst mit der Zeit zeigen, wenn das Baby beginnt, sich zu bewegen oder zu sprechen. Eine frühe Erkennung durch spezielle Untersuchungen ist wichtig, um frühzeitig fördern zu können.
Was ist ein kurzes und schönes Geburtstagszitat?
Wie kuscheln Babys am liebsten?