Was ist besser: eine Eigenkündigung oder ein Aufhebungsvertrag?

Weder Eigenkündigung noch Aufhebungsvertrag sind pauschal besser; die Entscheidung hängt von Ihrer Situation ab: Ein Aufhebungsvertrag bietet mehr Gestaltungsspielraum (Abfindung, Zeugnis, schnelleres Ende), birgt aber oft eine Sperrzeit beim Arbeitslosengeld und umgeht den Kündigungsschutz, während eine Eigenkündigung meist den vollen Anspruch auf Arbeitslosengeld sichert, aber weniger Einfluss auf die Bedingungen hat und dem Kündigungsschutz unterliegt. Prüfen Sie genau, ob Sie schnell eine neue Stelle haben, welche finanziellen Folgen drohen und ob eine Abfindung verhandelbar ist – idealerweise mit rechtlicher Beratung.

Ist es besser, einen Kündigungsvertrag zu kündigen oder einen Aufhebungsvertrag?

Ein Aufhebungsvertrag ist besser als eine Kündigung

Dabei übersehen sie allerdings, dass ein Aufhebungsvertrag in den allermeisten Fällen zu einer Sperrzeit von mindestens 12 Wochen beim Arbeitslosengeld führt.

Warum sollte man keinen Aufhebungsvertrag machen?

Man sollte keinen Aufhebungsvertrag unterschreiben, weil er oft zu gravierenden Nachteilen wie einer Sperrzeit beim Arbeitslosengeld (ca. 12 Wochen) führt, den Kündigungsschutz aushebelt, den Verzicht auf Weiterbeschäftigung bedeutet und niedrigere Abfindungen zur Folge haben kann als bei einer Kündigungsschutzklage; er ist freiwillig und man sollte bei Druck immer ablehnen, bis man rechtliche Beratung eingeholt hat, um die Risiken zu minimieren.
 

Welche Vor- und Nachteile hat es für den Arbeitnehmer, mit einem Aufhebungsvertrag zu kündigen?

Bei einem Aufhebungsvertrag müssen sich im Gegensatz zur Kündigung die beiden Vertragsparteien darüber einig sein, dass das Vertragsverhältnis aufgelöst werden soll. Die Besonderheit des Aufhebungsvertrages ist also, dass der Arbeitgeber den Vertrag mit dem Arbeitnehmer nicht ohne dessen Zustimmung beenden kann.

Was muss im Aufhebungsvertrag stehen, um keine Sperrzeit zu bekommen?

Um eine Sperrzeit beim Arbeitslosengeld nach einem Aufhebungsvertrag zu vermeiden, muss der Vertrag einen wichtigen Grund für die vorzeitige Beendigung enthalten, wie eine drohende betriebsbedingte Kündigung oder gesundheitliche Gründe, die Sie nachweisen können, und die reguläre Kündigungsfrist muss eingehalten werden. Wichtig ist eine klare Formulierung, die belegt, dass die Arbeitslosigkeit nicht selbst verschuldet ist, sondern eine Alternative zu einer Kündigung darstellt, und die Abfindung sollte angemessen sein (ca. 0,5 Gehälter pro Beschäftigungsjahr als Richtwert). 

Der Aufhebungsvertrag - Vor- und Nachteile für Arbeitnehmer

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Wie kann ich kündigen, ohne eine Sperrzeit zu bekommen?

Man kann ohne Sperre kündigen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt (z.B. Mobbing, gravierende gesundheitliche Probleme, die durch Atteste belegbar sind, oder der Antritt eines neuen, sicher feststehenden Jobs), der die Eigenkündigung unumgänglich macht. Auch ein <<Aufhebungsvertrag kann eine Sperre verhindern, wenn er mit einer Abfindung und einer Einhaltung der Kündigungsfristen (oder kürzerer) abgeschlossen wird und eine Sperrfristrisiko minimiert, idealerweise mit Beratung durch einen Anwalt oder die Agentur für Arbeit. Eine frühzeitige Arbeitsuchendmeldung und Absprache mit der Agentur für Arbeit sind essenziell, um eine Sperre zu vermeiden. 

Wie hoch ist die maximale Abfindung bei einem Aufhebungsvertrag?

Die Höhe der Abfindungszahlung ist Verhandlungssache, da sie freiwillig gezahlt wird. Die Regelabfindung beträgt ein halbes Monatsgehalt pro Beschäftigungsjahr. Je geringer die Chancen des Arbeitgebers auf eine wirksame Kündigung sind, desto eher kann eine hohe Abfindung herausgeholt werden.

Wann ist ein Aufhebungsvertrag sinnvoll?

Ein Aufhebungsvertrag ist sinnvoll, wenn beide Seiten einvernehmlich das Arbeitsverhältnis schnell beenden wollen, oft bei neuen Jobangeboten, Umzug, Wunsch nach beruflicher Pause oder um einer drohenden Kündigung zuvorzukommen und bessere Konditionen (z.B. Abfindung) auszuhandeln. Wichtig ist, die sozialrechtlichen Folgen (Sperrzeit beim Arbeitslosengeld) zu prüfen und sich nicht unter Druck setzen zu lassen, da der Vertrag schriftlich geschlossen werden muss.
 

Wie hoch sind die Kosten für einen Aufhebungsvertrag?

Die Kosten einer Erstberatung zum Aufhebungsvertrag belaufen sich üblicherweise auf EUR 190,00 zuzüglich gesetzlicher Mehrwertsteuer. Die Ratschläge, die wir in so einer Erstberatung erteilen, sind jedoch fast immer deutlich mehr wert.

Welche Nachteile hat es, selbst zu kündigen?

Welche Risiken und Nachteile können bei einer Eigenkündiung...

  1. Sperrzeit beim Arbeitslosengeld. ...
  2. Kein Anspruch auf Abfindung. ...
  3. Verlust von Kündigungsschutzklagen. ...
  4. Negative Auswirkungen auf den Lebenslauf. ...
  5. Rechtliche und finanzielle Risiken.

Warum will der Arbeitgeber einen Aufhebungsvertrag statt Kündigung?

Welche Vorteile bietet ein Aufhebungsvertrag für Arbeitgeber? Arbeitgebern bietet ein Aufhebungsvertrag deutliche Vorteile gegenüber einer Kündigung: Sie vermeiden eine Kündigungsschutzklage mit ungewissem Ausgang. Sie sind nicht an Kündigungsfristen gebunden und können sich kurzfristig von Mitarbeitern trennen.

Welche Nachteile habe ich durch einen Aufhebungsvertrag?

Nachteile eines Aufhebungsvertrags sind vor allem die drohende Sperrzeit beim Arbeitslosengeld (bis zu 12 Wochen), da die Arbeitslosigkeit als selbstverschuldet gilt, der Verlust des gesetzlichen Kündigungsschutzes, der Verzicht auf eine Kündigungsschutzklage und der mögliche Verlust von Ansprüchen wie Urlaubsabgeltung, falls diese nicht explizit verhandelt werden; zudem entfällt der Einfluss des Betriebsrats. Es ist ein wichtiger Kompromiss, der oft eine Abfindung beinhaltet, aber die Risiken müssen sorgfältig abgewogen werden.
 

Worauf sollte man beim Aufhebungsvertrag achten?

Das Wichtigste zum Thema „Was muss ich bei einem Aufhebungsvertrag beachten? “

  • Ein Aufhebungsvertrag sollte gut überlegt sein.
  • Der Arbeitgeber muss keine Gründe für die Beendigung darlegen.
  • Der Vertrag sollte klare Regelungen enthalten.
  • Der Arbeitnehmer sollte sich über die Folgen des Vertrags bewusst sein.

Was verliere ich, wenn ich selber kündige?

Ansprüche der Arbeitnehmer:innen

  1. Lohn/Gehalt bis zum Ende des Arbeitsverhältnisses,
  2. anteilige Sonderzahlungen laut Kollektivvertrag oder Arbeitsvertrag bis zum Ende des Arbeitsverhältnisses,
  3. Urlaubsersatzleistung.

Wie kündige ich meinen Arbeitnehmer richtig?

Um einen Mitarbeiter zu kündigen, müssen Sie die Schriftform (§ 623 BGB) einhalten (handschriftliche Unterschrift), die korrekte Kündigungsfrist (§ 622 BGB) beachten und die Kündigung nachweisbar zustellen (z.B. per Einwurfeinschreiben), um sie wirksam zu machen, wobei Gründe oft nur bei sozialversicherungspflichtigen Mitarbeitern genannt werden müssen, aber immer sozial gerechtfertigt sein sollten (personen-, verhaltens-, betriebsbedingt). Eine Kündigung per E-Mail, Fax oder mündlich ist unwirksam.
 

Welche Konsequenzen hat es, wenn ich einen Aufhebungsvertrag nicht annehme?

Kein Problem: Wenn Sie den Vertrag nicht annehmen, bleibt Ihr Arbeitsverhältnis bestehen – bis zur regulären Kündigung durch den Arbeitgeber.

Warum sollte man niemals einen Aufhebungsvertrag unterschreiben?

Man sollte keinen Aufhebungsvertrag unterschreiben, weil er oft zu gravierenden Nachteilen wie einer Sperrzeit beim Arbeitslosengeld (ca. 12 Wochen) führt, den Kündigungsschutz aushebelt, den Verzicht auf Weiterbeschäftigung bedeutet und niedrigere Abfindungen zur Folge haben kann als bei einer Kündigungsschutzklage; er ist freiwillig und man sollte bei Druck immer ablehnen, bis man rechtliche Beratung eingeholt hat, um die Risiken zu minimieren.
 

Wie viel Geld bekommt man beim Aufhebungsvertrag?

Hier gilt für die Höhe die Faustregel: Ein halbes Bruttomonatsgehalt pro Jahr in der Firma. Alles darunter ist viel zu niedrig. Auch gilt es bei der Höhe zu bedenken, dass der Arbeitnehmer unter Umständen Zeit überbrücken muss, ehe er Arbeitslosengeld bekommt.

Ist eine Kündigung oder ein Aufhebungsvertrag besser für den Arbeitnehmer?

Das Arbeitsverhältnis muss beendet werden. Eine außerordentliche fristlose, vorsorglich auch ordentliche fristgemäße Kündigung hat den Nachteil, dass sie mit einer Kündigungsschutzklage angegriffen werden kann. Der Aufhebungsvertrag ist die bessere Variante, die schnell Rechtssicherheit schafft.

Wer profitiert von einem Aufhebungsvertrag?

Durch einen Aufhebungsvertrag wird ein Schuldverhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer beendet. Dieses "Beziehungsende" lohnt sich für alle Arbeitgeber, die sich von einem Arbeitnehmer lösen möchten, aber rechtlich unsicher sind, ob eine Kündigung wirksam wäre.

Wann führt ein Aufhebungsvertrag nicht zu Sperrzeit?

Ja, es gibt verschiedene Möglichkeiten eine Sperre beim Arbeitslosengeld zu umgehen, wenn folgende Punkte zutreffen: Arbeitsverhältnis ist nicht mehr zumutbar und eine Kündigung ist deshalb unausweichlich. Ein neuer Job wird angetreten (Kündigungsfristen beachten) Gesundheitliche Gründe führen zur Kündigung.

Welche Alternativen gibt es zur Kündigung?

Ein Aufhebungsvertrag ist für Arbeitnehmer eine beliebte Alternative zur Eigenkündigung oder zu einer Kündigung durch den Arbeitgeber. Als flexibles Instrument bieten Aufhebungsverträge viele Vorteile. Bevor Sie einen Aufhebungsvertrag unterzeichnen, sollten Sie jedoch auch die damit verbundenen Nachteile kennen.

Wie viel bleibt von einer 50000 Abfindung?

Wie viel bleibt von einer Abfindung von 50.000 Euro übrig? Von 50.000 Euro Abfindung bleiben nach Steuern in der Regel rund 30.000 bis 38.000 Euro netto.

Was ist eine sehr gute Abfindung?

Viele Arbeitnehmer und Arbeitgeber orientieren sich bei Verhandlungen über die Höhe einer Abfindung an der Daumenregel, dass ein halbes bis volles Bruttomonatsgehalt pro Jahr der Beschäftigung "angemessen" ist.

Wie verhandelt man einen Aufhebungsvertrag?

Tipps zum Aufhebungsvertrag

  1. • ...
  2. Gehen Sie möglichst nicht allein zum Gespräch.
  3. Schweigen ist (manchmal) Gold.
  4. Wenn notwendig, spielen Sie auf Zeit.
  5. So verhalten Sie sich im Gespräch richtig.
  6. Machen Sie sich Notizen.
  7. Denken Sie an die Folgen für Ihr Arbeitslosengeld.
  8. Sprechen Sie rechtzeitig mit dem Arbeitsamt.