Warum ist BAföG weniger als Hartz 4?

BAföG ist oft niedriger als Hartz IV (jetzt Bürgergeld), weil es primär als nachrangige Förderung gedacht ist, die sich nach den Einkommen der Eltern richtet und oft als Zuschuss (z.B. 50% geschenkt, 50% zinsloses Darlehen), während Bürgergeld eine bedarfsdeckende Leistung ist, die den vollständigen Regelbedarf und angemessene Kosten für Unterkunft und Heizung abdecken soll, wobei Gerichte 2024 entschieden haben, dass BAföG-Sätze nicht darunter liegen dürfen, was eine Angleichung forderte. Der Hauptgrund für die Differenz lag historisch in der unterschiedlichen Definition des Bedarfs, aber die Rechtsprechung drängt auf eine Anhebung des BAföG-Satzes auf Bürgergeld-Niveau.

Warum ist das BAföG so niedrig?

Die Höhe des individuellen Förderbetrags ist unter anderem abhängig von der besuchten Schule, der Unterbringung (bei den Eltern oder auswärts) sowie vom Einkommen der Geförderten und ihrer Eltern. Die meisten Geförderten waren laut Bundesamt unter 25 Jahre alt und wohnten nicht bei ihren Eltern.

Wird BAföG von Hartz 4 abgezogen?

Dein Bedarf nach dem BAföG-Gesetz wird dann auf Dein Hartz IV angerechnet. Du bekommst dann zum einen den vom Jobcenter errechneten Bedarf und das BAföG ausgezahlt.

Warum haben Studierende in der Regel kein Bürgergeld?

Studierende erhalten nur ausnahmsweise Bürgergeld (vormals Arbeitslosengeld II), und zwar in besonderen Lebenslagen. Studierende haben in der Regel keinen Anspruch auf Bürgergeld, da sie vorrangig BAföG beziehen können.

Warum ist das BAföG-Amt so langsam?

Das Studierendenwerk München Oberbayern sagt uns, der Hauptgrund für die lange Bearbeitungsdauer sei ein anhaltender Personalmangel. Hinzu komme, dass die Antragszahlen seit August 2023 kontinuierlich steigen. Derzeit habe man 20 Prozent mehr Anträge.

Bafög menschenunwürdig? Kleine Anfrage der Linken erklärt | Verfassungsrecht

31 verwandte Fragen gefunden

Welche Nachteile hat BAföG?

Der größte Nachteil an dieser Form der Ausbildungsförderung liegt darin, dass BAföG nicht jedem zusteht. Darüber hinaus ist die Beantragung vergleichsweise langwierig, da es sich um einen bürokratischen Prozess handelt.

Wie lange darf sich das BAföG-Amt Zeit lassen?

Dabei steht dir BAföG rechtlich zu, und die Behörde muss innerhalb von drei Monaten über deinen Antrag entscheiden. Aber was tun, wenn das Amt nicht reagiert? In unserem Video erfährst du detailliert, wie du dich gegen ausartende Wartezeiten zur Wehr setzen kannst, ohne jegliche Konsequenzen fürchten zu müssen.

Kann ich BAföG trotz Bürgergeld beziehen?

BAföG und Bürgergeld (ehemals Hartz IV) erhältst Du grundsätzlich nicht, wenn Dein Studium durch Studenten-BAföG oder elternunabhängiges BAföG gefördert wird. Dein BAföG kann jedoch die Höhe des Bürgergelds, vorher ALG 2 – umgangssprachlich auch Hartz IV genannt - Deines Partners beeinflussen.

Was tun, wenn das BAföG nicht reicht?

  1. Wirklich kein BAföG?
  2. Alternative bezahltes Studium.
  3. Unterhalt der Eltern.
  4. Jobben.
  5. Stipendium.
  6. Wohngeld.
  7. Studienkredit.
  8. Arbeitslosengeld / Bürgergeld.

Wie viel dürfen deine Eltern maximal verdienen, damit ich BAföG bekomme?

Einkommensgrenzen der Eltern und Studierenden im Überblick

Verheiratete Elternpaare dürfen bis zu 2.540 Euro im Monat verdienen, damit der volle BAföG-Anspruch bestehen bleibt. Bei Alleinstehenden sind es 1.690 Euro, bei Stiefeltern 850 Euro.

Wie viel Geld darf ich haben, um BAföG zu bekommen?

Die BAföG-Vermögensgrenze liegt für Studierende unter 30 Jahren bei 15.000 € und für Studierende ab 30 Jahren bei 45.000 €, wobei Freibeträge für Ehepartner/Lebenspartner und Kinder (je 2.300 €) hinzukommen, aber das Vermögen über diesen Freibeträgen den Förderbetrag mindert. 

Wird BAföG komplett auf Bürgergeld angerechnet?

Zusätzlich bemisst sich der monatliche Bedarf nach § 12 Abs. 1 Nr. 1 BAföG. In diesem Fall wird das gezahlte BAföG auf Ihre Bürgergeld-Leistung angerechnet.

Wie hoch ist das BAföG 2025?

Der BAföG-Höchstsatz für Studierende ab dem Wintersemester 2024/2025 liegt bei 992 € pro Monat (bei eigenem Hausstand) bzw. 671 € (bei Eltern) und beinhaltet Grundbedarf, Wohnpauschale sowie Zuschläge für Kranken- und Pflegeversicherung, während die Freibeträge für Elterneinkommen und Vermögen angehoben wurden, was mehr Studierende förderfähig macht. 

Wie viel Prozent BAföG muss man zurückzahlen?

2. Wie viel BAföG müssen Student:innen zurückzahlen? In der Regel muss vom BAföG für ein Studium 50% der erhaltenen Fördersumme zurückgezahlt werden, 50% sind Zuschuss vom Staat.

Wie viel BAföG bekommt man als Student, wenn man bei den Eltern wohnt?

Bei Schülern kommt es auf die Schulart an, wie viel BAföG möglich ist (und ob überhaupt). Wird nicht bei den Eltern gewohnt und ist keine Familienversicherung möglich, liegen die BAföG-Höchstsätze für Schüler seit August 2024 zwischen 803 € und 957 €. Bei den Eltern wohnend sind es lediglich 413 € bis 635 €.

Wird BAföG auf Bürgergeld der Eltern angerechnet 2025?

Wird Schüler–BAföG auf das Bürgergeld der Bedarfsgemeinschaft angerechnet? Ja, wenn der Schüler noch zu Hause wohnt. Erhält das bei den Eltern wohnende Kind BAföG und die Eltern Bürgergeld, findet eine BAföG-Anrechnung statt. Das Bürgergeld reduziert sich dabei um fast die volle Höhe des BAföG-Satzes.

Haben BAföG-Empfänger Anspruch auf Hartz 4?

Bafög-Bezieher(innen) haben grundsätzlich keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld II (Hartz IV). Die Ausschlusswirkung betrifft den Regelbedarf, den Bedarf für Unterkunft und Heizung und einmalige Bedarfe. Bedarfe, die durch besondere Umstände bedingt sind, sind vom Anspruchsausschluss nicht betroffen.

Was passiert, wenn ich BAföG nicht zurückzahlen kann?

Was passiert, wenn ich das BAföG nicht zurückzahlen kann? Wenn Sie das BAföG nicht zurückzahlen können, weil Ihr Einkommen und Vermögen zu gering sind, können Sie sich von der Rückzahlung zunächst für 1 Jahr freistellen lassen. Die Freistellung müssen Sie rechtzeitig beim Bundesverwaltungsamt (BVA) beantragen.

Wer zahlt die Miete bei BAföG?

Das JobCenter zahlt die Miete.

Ist BAföG vorrangig vor Bürgergeld?

Allerdings ist zu beachten, dass andere Leistungen wie Wohngeld oder BAföG grundsätzlich Vorrang haben. Das Bürgergeld wird erst dann gewährt, wenn diese Alternativen ausgeschöpft sind.

Was kann man zum BAföG zusätzlich beantragen?

Bei der Finanzierung Ihrer Fortbildung können Sie auf die Unterstützung von Bund und Ländern durch das Aufstiegs-BAföG bauen. Beantragen Sie Zuschüsse zu Prüfungs- und Lehrgangsgebühren sowie bei Vollzeitmaßnahmen Unterstützung zum Lebensunterhalt.

Wann verliert man den BAföG-Anspruch?

Man bekommt kein BAföG, wenn das Einkommen der Eltern oder eigenes Einkommen zu hoch ist, man die Altersgrenze (meist 45 Jahre bei Ausbildungsbeginn) überschreitet (außer bei Ausnahmen wie Kindererziehung), das Vermögen zu groß ist, man nicht regulär in Teilzeit studiert oder eine förderungsfähige Ausbildung bereits abgeschlossen wurde, berichtet die Deutsche Welle. Auch nach Abschluss eines Erststudiums gibt es meist kein BAföG mehr für ein weiteres. 

Wann wird das BAföG abgelehnt?

Man bekommt kein BAföG, wenn das Einkommen der Eltern oder eigenes Einkommen zu hoch ist, man die Altersgrenze (meist 45 Jahre bei Ausbildungsbeginn) überschreitet (außer bei Ausnahmen wie Kindererziehung), das Vermögen zu groß ist, man nicht regulär in Teilzeit studiert oder eine förderungsfähige Ausbildung bereits abgeschlossen wurde, berichtet die Deutsche Welle. Auch nach Abschluss eines Erststudiums gibt es meist kein BAföG mehr für ein weiteres. 

Woher weiß das BAföG-Amt, wie viel ich verdiene?

Das BAföG-Amt führt regelmäßig den sog. Datenabgleich durch. Dabei werden solche Kapitaleinkünfte, von denen keine Steuern abgezogen werden (Sparerfreibetrag) vom Bundeszentralamt für Steuern an das BAföG-Amt übermittelt. Das passiert automatisch immer, wenn Ausbildungsförderung bewilligt wird.

Wie viel dürfen die Eltern verdienen mit BAföG?

Für BAföG gibt es keine starre Einkommensgrenze, sondern individuelle Freibeträge, die vom Elterneinkommen abgezogen werden; bei verheirateten Eltern liegt der monatliche Grundfreibetrag bei 2.540 €, bei Alleinstehenden bei 1.690 € (Stand WS 2025/26), plus weitere Freibeträge pro Kind/Stiefelternteil und 50 % des verbleibenden Einkommens; bei geschiedenen Eltern werden beide Einkommen berücksichtigt, wobei höhere Freibeträge gelten. Das Einkommen aus dem vorletzten Kalenderjahr (Steuerbescheid) ist relevant.