Wann gilt ein Einwurf-Einschreiben rechtlich als zugestellt?

Ein Einwurf-Einschreiben gilt als zugestellt, sobald es in den Briefkasten des Empfängers eingeworfen wurde, was in der Regel am nächsten Werktag nach Einlieferung passiert. Der Einwurf wird von der Post dokumentiert und gilt rechtlich als Zugang, oft sogar am Tag des Einwurfs oder spätestens am nächsten Werktag. Bei fristgebundenen Schreiben (z.B. Kündigungen) kann der Empfänger jedoch bestreiten, den Brief rechtzeitig gelesen zu haben, weshalb ein Rückschein-Einschreiben oft sicherere Beweise liefert.

Ist ein Einwurfeinschreiben rechtssicher?

Ein Einwurfeinschreiben bietet nur eingeschränkte Rechtssicherheit; laut neuerer Rechtsprechung (Bundesarbeitsgericht) beweisen der Einlieferungsbeleg und Online-Status allein den Zugang nicht zweifelsfrei, da der Inhalt unklar bleibt. Um den Zugang sicher nachzuweisen, muss der Auslieferungsbeleg (mit Unterschrift des Zustellers) angefordert werden oder sicherere Methoden wie ein persönlicher Bote oder Gerichtsvollzieher genutzt werden, da der BGH eine starke Vermutung (Anscheinsbeweis) für den Zugang nach Einwurf annimmt, dies aber gerichtlich angefochten werden kann.
 

Kann ein Einwurfeinschreiben den Zugang eines Schreibens nachweisen?

Für einen beweissicheren Zugang kann aber auch ein Einwurfeinschreiben ausreichen. Der Bundesgerichtshof hat bereits 2012 klargestellt, dass ein solches Schreiben einen Tag nach Einwurf des Einschreibens als zugegangen gilt (BGH, Urteil vom 25.01.2012, Aktenzeichen: VIII ZR 95/11).

Was beweist ein Einwurf-Einschreiben?

Beim Einwurf-Einschreiben dokumentiert die Deutsche Post, dass der Zusteller Ihren Brief in den Briefkasten des Empfängers eingeworfen hat. Er erstellt hierüber einen Auslieferungsbeleg mit Datum, Uhrzeit und einem Zustellvermerk. Diese Informationen sind wichtig.

Was gilt rechtlich als zugestellt?

< p > Ein Dokument gilt in aller Regel dann als zugestellt, wenn es nachweisbar in den Machtbereich des Empfängers gelangt ist – also beispielsweise in dessen Briefkasten eingeworfen wurde, persönlich übergeben wurde oder ersatzweise an berechtigte Dritte ausgehändigt worden ist .

Zustellung per Einschreiben - Ist das sicher? | Wichtige Schreiben zustellen

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Wann zählt ein eingeschriebener Brief als zugestellt?

Nach einem erfolglosen Zustellungsversuch wird dem Empfänger eine Einladung zur Abholung in den Briefkasten oder ins Postfach gelegt. Am siebten Tag nach dem Zustellungsversuch gilt das Einschreiben als zugestellt. Darauf hat auch eine von der Post gewährte längere Aufbewahrungs- oder Abholfrist keinen Einfluss.

Wie prüfe ich, ob ein Einschreiben angekommen ist?

Deutsche Post und DHL Sendungsverfolgung

Für das Tracking geben Sie oben einfach Ihre Sendungsnummer ein und schon wird Ihnen der aktuelle Status in der Sendungsverfolgung angezeigt. Hier werden Ihnen außerdem die Auslieferungsbelege von Einschreiben zum Download angeboten.

Ist ein Einwurf-Einschreiben ein Nachweis für die Zustellung einer Kündigung?

Kündigung per Einwurf-Einschreiben

Beim Einwurf-Einschreiben enthält der Versender außerdem einen sog. Einlieferungsbeleg. Dieser bestätigt allerdings nur, dass die Kündigung zur Post gegeben wurde. Für einen Nachweis des Zugangs ist das nicht ausreichend.

Was muss man bei einem Einwurf-Einschreiben beachten?

Das EINSCHREIBEN EINWURF wird in den Briefkasten, das Postfach oder eine andere Empfangsvorrichtung des Empfängers eingelegt und der Zusteller bestätigt das durch seine Unterschrift. Die Zustellung erfolgt in der Regel am nächsten Werktag nach Einlieferung.

Ist ein Einwurf-Einschreiben rechtskräftig?

Das Einwurfeinschreiben kann hier nicht als rechtssicher betrachtet werden und ist damit ein ungeeignetes Mittel. In diesem Fall wird empfohlen, für die rechtssichere Zustellung einen Boten oder einen Gerichtsvollzieher zu beauftragen, der Kenntnis vom Inhalt des Schreibens erlangt.

Wann ist ein Einwurfeinschreiben zugestellt?

Ein Einwurfeinschreiben wird in der Regel am nächsten Werktag zugestellt und gilt als zugegangen, wenn es in den Briefkasten des Empfängers eingeworfen wurde (oder in seinen Machtbereich gelangt ist). Der genaue Zeitpunkt kann abweichen (z.B. Feiertage), aber der Einwurf durch den Postboten wird elektronisch dokumentiert und ist oft online verfolgbar, was den Zugang beweist, auch wenn der Empfänger den Erhalt bestreitet. 

Wer muss die Zustellung eines Schreibens beweisen?

BGH: Der Absender trägt die Beweislast für den Zugang eines einfachen Briefs. Der BGH hat entschieden, dass der Zugang eines einfachen Briefs von dem Absender zu beweisen ist. Ein Anscheinsbeweis dahingehend, dass „bei der Post nichts verloren gehe“, ist demnach nicht gegeben (hier).

Wann gilt Einschreiben als zugestellt?

Behördliche und gerichtliche Schreiben gelten nicht mehr am dritten, sondern erst am vierten Werktag nach Aufgabe zur Post als bekanntgemacht bzw. zugestellt. Das wirkt sich auch auf den Beginn von Rechtsmittelfristen aus.

Welches Einschreiben zählt vor Gericht?

Das "Gerichtsfeste" – das Einschreiben mit Rückschein

Hierdurch lässt sich regelmäßig der Zugang des Schreibens vor Gericht beweisen. Anders als beim "Standard"-Einschreiben oder dem Einwurf-Einschreiben gibt es im Streitfall kein Risiko, dass Gerichte eine solche Vermutung nicht anerkennen.

Was passiert, wenn ein Einwurf-Einschreiben nicht ankommt?

Die Deutsche Post haftet für verlorene Einschreiben, sofern Sie entweder den Einlieferungsbeleg vorlegen können, oder wenn die Sendung in der Sendungsverfolgung nachweisbar ist (z.B. durch einen Scan im Briefzentrum). Einschreiben unterliegen auf dem Transportweg keinen besonderen Sicherheitsvorkehrungen.

Wer haftet bei Einschreiben Einwurf?

Im Falle von Verlust oder Beschädigung Ihrer Sendung haftet die Deutsche Post bis zur Höhe des unmittelbaren Schadens, jedoch max. bis zu einer Höhe von 25 € bei EINSCHREIBEN STANDARD (inkl. Zusatzoption Rückschein) beziehungsweise 20 € bei EINSCHREIBEN EINWURF.

Was ist der Unterschied zwischen einem Einschreiben und einem Einschreiben-Einwurf?

Der Hauptunterschied liegt in der Zustellungsart und dem Beweis: Beim Einschreiben (Standard) wird die Sendung gegen Unterschrift an den Empfänger übergeben (oder an eine berechtigte Person), während beim Einschreiben Einwurf die Sendung nur in den Briefkasten oder das Postfach eingeworfen wird, was der Zusteller mit seiner Unterschrift auf einem Auslieferungsbeleg dokumentiert. Das Einwurf-Einschreiben gilt als zugestellt, sobald es eingeworfen wurde, was oft für fristgebundene Erklärungen vorteilhafter ist, da der Empfänger die Annahme nicht verweigern kann. 

Ist ein Einwurfeinschreiben gerichtsfest?

Per Einwurfeinschreiben

Grundsätzlich kann für Privatpersonen, die Zustellung per Bote empfohlen werden, da auch hier der Zugang in der Regel gerichtsfest nachgewiesen werden kann, wenn keine Fehler gemacht werden.

Welches Einschreiben ist rechtssicher?

Für einen rechtssicheren Nachweis der Zustellung sind Einschreiben mit Rückschein und eigenhändige Einschreiben am sichersten, da sie eine Unterschrift des Empfängers erfordern und einen höheren Beweiswert haben; für viele Fälle, wie Kündigungen, reicht aber auch ein Einwurfeinschreiben, das einen Anscheinsbeweis liefert, wenn es in den Briefkasten eingeworfen wird. Die Wahl hängt vom Zweck ab, aber Rückschein bietet die höchste Sicherheit bei rechtlich wichtigen Dokumenten.
 

Wie kann ich den Zugang eines Einwurf-Einschreibens nachweisen?

Der Absender eines Einwurf-Einschreibens erhält bei der Aufgabe zu einem Zustellungsdienstleister seiner Wahl einen Einlieferungsbeleg. Im Gegensatz zum „klassischen“ Einschreiben mit Rückschein oder Übergabe wird das Dokument hier nur in den Briefkasten des Empfängers eingeworfen.

Ist eine Kündigung per Einwurfeinschreiben rechtssicher?

Lange Zeit war der Zeitpunkt des Zugangs einer Kündigung per Einwurfeinschreiben umstritten. In einer aktuellen Entscheidung hat nun das Bundesarbeitsgericht (BAG) die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (BGH) zum Zugang von Einwurfeinschreiben ausdrücklich bestätigt.

Was beweist ein Einwurfeinschreiben?

Damit stellt der Arbeitgeber sicher, dass die Sendung nicht nur rechtzeitig ankommt, sondern dass der Zugang auch gerichtsfest bewiesen werden kann. Auch professionelle Kurierdienste kommen in Frage. Die ordnungsgemäße Dokumentation bleibt aber Aufgabe des Arbeitgebers.

Wann gilt ein Einschreiben als angekommen?

Ein Einschreiben gilt als angekommen, sobald es dem Empfänger persönlich gegen Unterschrift übergeben wird (Einschreiben) oder wenn der Zusteller den Einwurf in den Briefkasten bestätigt (Einwurfeinschreiben) – rechtlich zählt der Zeitpunkt, an dem der Empfänger die Kenntnisnahme erwartet werden kann, also in der Regel am nächsten Werktag nach dem Einwurf (bei normaler Postlaufzeit). Bei einem Einschreiben mit Rückschein erfolgt der Nachweis durch die unterschriebene Bestätigung, die an den Absender zurückgesendet wird.
 

Wann gelten Einschreiben als zugestellt?

Ein Einschreiben gilt rechtlich als zugestellt, wenn es dem Empfänger persönlich übergeben wird (mit Unterschrift bei Rückschein), in seinen Machtbereich gelangt (z.B. Briefkasten) oder bei Abwesenheit ein Benachrichtigungszettel hinterlegt wurde, der eine Abholung ermöglicht. Besonders bei Einwurf-Einschreiben gilt der Zugang oft schon am nächsten Tag, wenn der Einwurf nachweisbar erfolgt ist (z.B. durch elektronischen Auslieferungsbeleg), auch wenn der Empfänger nicht unterschreibt, aber bei später Einwurfzeit zählt der nächste Tag. 

Wer hat die Beweispflicht, wenn ein Brief nicht angekommen ist?

Absender in der Beweispflicht

Im Streitfall sei der Versender verpflichtet, dem Empfänger nachzuweisen, dass er die Post abgesendet hat und sie dem Empfänger zugegangen ist. Das erfordert aber zum Beispiel eine Sendungsaufgabe per Einschreiben mit Rückschein.