Kann mein Chef mir verbieten, einen Nebenjob zu machen?

Nein, dein Chef darf dir einen Nebenjob nicht pauschal verbieten, da die Berufsfreiheit (Art. 12 GG) dies grundsätzlich erlaubt; allerdings kann er ihn untersagen, wenn dadurch die Hauptleistung gefährdet wird (z.B. Übermüdung, Nichteinhaltung von Arbeitszeitgesetzen), er in direkter Konkurrenz steht oder das Wettbewerbsverbot verletzt wird, wobei pauschale Verbotsklauseln in Arbeitsverträgen meist unwirksam sind und eine konkrete Beeinträchtigung nachgewiesen werden muss. Eine Meldepflicht des Nebenjobs kann wirksam vereinbart werden.

Wann darf ein Arbeitgeber die Genehmigung für einen Nebenjob ablehnen?

Arbeitgeber dürfen ihrem Arbeitnehmer die Genehmigung für eine Nebentätigkeit verweigern, wenn dieser damit mindestens eine der folgenden Situationen provoziert: er gefährdet die Erfüllung seiner arbeitsvertraglichen Pflichten. er geht einer Konkurrenztätigkeit nach und verstößt gegen das Wettbewerbsgesetz.

Kann der Arbeitgeber einen 520 Euro Job ablehnen?

Ablehnen darf er dies ohne arbeitsvertragliche Regelung nur, wenn es einen triftigen Grund dafür gibt. Du bist deinem Arbeitgeber prinzipiell keine Informationen schuldig zur genauen Wochenarbeitszeit in deinem Minijob, dem dortigen Arbeitgeber und der Höhe des Verdienstes.

Was passiert, wenn ich den Arbeitgeber nicht über den Nebenjob informiere?

Wenn Sie einen Nebenjob nicht beim Arbeitgeber melden, obwohl es vertraglich vorgeschrieben ist, drohen arbeitsrechtliche Konsequenzen wie eine Abmahnung oder sogar eine verhaltensbedingte Kündigung; zudem können je nach Fall auch Schadensersatzforderungen oder Probleme bei der Sozialversicherung entstehen, wenn Sie Ihre Sozialabgaben falsch abführen oder bei Arbeitslosigkeit Leistungen kürzen, da die Meldepflicht (§ 60 SGB I) auch für Arbeitslose gilt. 

Ist eine Nebentätigkeit ein Kündigungsgrund?

Kündigung wegen Nebentätigkeit

Verstößt der Arbeitnehmer mit einer Nebentätigkeit gegen gesetzliche oder arbeitsvertragliche Pflichten, kann das ein Grund für eine fristlose Kündigung sein, doch hängt die Wirksamkeit einer solchen Kündigung davon ab, welche Pflicht verletzt wurde.

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Kann ich während der Kündigungsfrist schon woanders arbeiten?

Ohne Freistellung bleibt der Arbeitnehmer verpflichtet, bis zum letzten Tag für den bisherigen Arbeitgeber zu arbeiten – eine parallele Beschäftigung wäre in diesem Fall nur mit Zustimmung des Arbeitgebers möglich. Arbeitsrechtlich gibt es keine generelle Sperre für eine neue Tätigkeit während der Kündigungsfrist.

Muss ich meinen Nebenjob meinem Arbeitgeber anzeigen?

Ja, Sie müssen Ihre Nebentätigkeit in der Regel Ihrem Arbeitgeber melden, besonders wenn es im Arbeits- oder Tarifvertrag vereinbart ist oder die Nebentätigkeit Ihre Haupttätigkeit beeinträchtigen könnte (z. B. durch Arbeitszeitgesetz oder Konkurrenz). Informieren Sie Ihren Arbeitgeber schriftlich, um Probleme zu vermeiden, auch wenn keine explizite Genehmigungspflicht besteht, da er ein berechtigtes Interesse an der Information hat, besonders bei Minijobs oder selbstständigen Tätigkeiten.
 

Wie viele Stunden Nebentätigkeit sind pro Tag erlaubt?

Für einen Nebenjob gilt grundsätzlich die 48-Stunden-Woche nach dem Arbeitszeitgesetz (ArbZG) (max. 8 Stunden/Tag, 48 Stunden/Woche inkl. Hauptjob). Vorübergehend sind bis zu 10 Stunden täglich (max. 60 Wochenstunden) möglich, wenn innerhalb von 6 Monaten ein Ausgleich auf durchschnittlich 48 Stunden pro Woche erfolgt. Bei einem Minijob (bis 520 €/Monat) liegt die Grenze durch den Mindestlohn bei ca. 43 Stunden/Monat, aber es gibt keine strikte Stundengrenze, nur eine Verdienstgrenze. 

Kann mein Chef sehen, ob ich einen Nebenjob habe?

Das dein Arbeitgeber nichts über deinen Nebenjob herausfinden kann, hat also auch seinen Grund. Und dieser liegt für geringfügige Beschäftigungen in dem sogenannten "Sozialgeheimnis" nach § 35 SGB.

Wie viel darf man nebenbei verdienen, ohne es anzumelden?

Es ergibt sich keine Einkommensteuerschuld, sofern Ihr zu versteuerndes Einkommen den Grundfreibetrag nicht übersteigt. Der Grundfreibetrag beträgt bei einzelveranlagten Steuerbürgerinnen und Steuerbürgern im Jahr 2023 10.908 € (2024: 11.784 €).

Kann man gekündigt werden, wenn man einen Nebenjob nicht angibt?

Ja. Eine Kündigung wegen eines Nebenjobs kann ansonsten ausgesprochen werden, wenn Arbeitnehmer diesen Nebenjob nicht vorher beim Arbeitgeber angemeldet haben.

Kann ich bei einem Vollzeitjob auch einen 450-Euro-Job annehmen?

Nein. Laut dem Finanzgericht Berlin-Brandenburg ist es unzulässig, beim Arbeitgeber der Hauptbeschäftigung zusätzlich einen Minijob auszuüben.

Kann man neben einem Vollzeitjob einen Teilzeitjob haben?

Mehrere Teilzeitbeschäftigungen nebeneinander sind zulässig. Gleiches gilt für eine Teilzeitbeschäftigung, die neben einer Vollzeittätigkeit ausgeübt wird.

Was ist eine unerlaubte Nebentätigkeit?

Die Ausübung einer unzulässigen Nebentätigkeit ist ein Arbeitsvertragsverstoß verhaltensbedingter Art. Je nach Schwere und Gewichtung kann eine arbeitsvertragswidrige Tätigkeit damit eine Abmahnung, eine fristgerechte und sogar eine fristlose Kündigung des Arbeitsverhältnisses rechtfertigen.

Ist es möglich, einen Minijob neben einem Hauptjob zu haben?

Neben einem versicherungspflichtigen Hauptjob kann nur ein Minijob mit Verdienstgrenze ausgeübt werden, der bei der Minijob-Zentrale zu melden ist. Jeder weitere Minijob mit Verdienstgrenze wird mit dem Hauptjob zusammengerechnet und ist wegen Überschreitung der Verdienstgrenze kein Minijob mehr.

Kann ich meinen Arbeitgeber fragen, ob ich in Teilzeit arbeiten kann?

Sie können Ihren Arbeitgeber bitten, Ihnen den Wechsel zu einer Teilzeitbeschäftigung zu gestatten. Er ist jedoch nicht verpflichtet, Ihrem Antrag stattzugeben, es sei denn, Sie möchten in Teilzeit arbeiten, um ein Kind oder einen pflegebedürftigen Erwachsenen zu betreuen (bekannt als Antrag auf flexible Arbeitszeit) und Sie sind seit mindestens 26 Wochen im Unternehmen.

Was passiert, wenn ich meinem Arbeitgeber nicht sage, dass ich einen Nebenjob habe?

Wenn Sie einen Nebenjob nicht beim Arbeitgeber melden, obwohl es vertraglich vorgeschrieben ist, drohen arbeitsrechtliche Konsequenzen wie eine Abmahnung oder sogar eine verhaltensbedingte Kündigung; zudem können je nach Fall auch Schadensersatzforderungen oder Probleme bei der Sozialversicherung entstehen, wenn Sie Ihre Sozialabgaben falsch abführen oder bei Arbeitslosigkeit Leistungen kürzen, da die Meldepflicht (§ 60 SGB I) auch für Arbeitslose gilt. 

Kann man mehr als 100 Prozent arbeiten?

Ist das erlaubt? A: Ja, das ist möglich. Das Bundesgericht hat in einem Entscheid festgehalten, dass sich ein Arztzeugnis, das einem Beschäftigten eine 100-prozentige Arbeitsunfähigkeit bescheinigt, immer auf die Tätigkeit an einer bestimmten Stelle bezieht.

Wie sage ich meinem Chef, dass ich einen Nebenjob habe?

Ja, Sie müssen Ihre Nebentätigkeit in der Regel Ihrem Arbeitgeber melden, besonders wenn es im Arbeits- oder Tarifvertrag vereinbart ist oder die Nebentätigkeit Ihre Haupttätigkeit beeinträchtigen könnte (z. B. durch Arbeitszeitgesetz oder Konkurrenz). Informieren Sie Ihren Arbeitgeber schriftlich, um Probleme zu vermeiden, auch wenn keine explizite Genehmigungspflicht besteht, da er ein berechtigtes Interesse an der Information hat, besonders bei Minijobs oder selbstständigen Tätigkeiten.
 

Wann darf ein Arbeitgeber eine Nebentätigkeit verbieten?

Ein generelles Verbot von Nebentätigkeiten im Arbeitsvertrag ist unwirksam. Einschränkungen sind jedoch zulässig, wenn die Nebentätigkeit die Arbeitsleistung im Hauptjob beeinträchtigt, gegen gesetzliche Bestimmungen verstößt oder in direkter Konkurrenz zum Arbeitgeber steht.

Wie hoch ist die Minijob-Grenze ab 2026?

Ab dem 1. Januar 2026 steigt der gesetzliche Mindestlohn auf 13,90 €/Stunde und damit auch die Minijob-Grenze auf 603 € pro Monat (7.236 € jährlich), bedingt durch die Kopplung an den Mindestlohn und die Erhöhung der Verdienstgrenze. Wer den Mindestlohn verdient, darf also bis zu dieser neuen 603-Euro-Grenze arbeiten, was früher 556 € waren. 

Kann man Vollzeit arbeiten und Minijob haben?

Langfristig: Hauptbeschäftigung und Minijob mit Verdienstgrenze. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit einem versicherungspflichtigen Hauptjob können nebenbei genau einen Minijob mit Verdienstgrenze ausüben. Der Verdienst im Minijob darf dabei durchschnittlich im Monat die Grenze von 556 Euro nicht überschreiten.

Welche Tätigkeiten zählen als Nebentätigkeit?

Unter Nebentätigkeit ist jede Tätigkeit zu verstehen, in der der Arbeitnehmer (AN) außerhalb seines Hauptarbeitsverhältnisses seine Arbeitskraft zur Verfügung stellt. Dies kann bei demselben Arbeitgeber (AG) oder bei einem Dritten geschehen.

Kann der Arbeitgeber einen 520 Euro Job ablehnen?

Ablehnen darf er dies ohne arbeitsvertragliche Regelung nur, wenn es einen triftigen Grund dafür gibt. Du bist deinem Arbeitgeber prinzipiell keine Informationen schuldig zur genauen Wochenarbeitszeit in deinem Minijob, dem dortigen Arbeitgeber und der Höhe des Verdienstes.

Wie viele Nebenjobs darf ich neben meinem Hauptjob haben?

Kombination von Minijobs mit einem Hauptjob

Wichtig: Du darfst nur einen Minijob neben deinem Hauptjob sozialversicherungsfrei ausüben. Der zweite Minijob wird dann sozialversicherungspflichtig. Hier solltest du besonders aufpassen, da bei falscher Anmeldung oder Unwissenheit hohe Nachzahlungen drohen können.

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