Kann ich BAföG trotz Unterhalt erhalten?

Ja, man kann BAföG erhalten, aber der gezahlte Unterhalt (z.B. von den Eltern oder dem Ex-Partner) wird bei der BAföG-Berechnung als Einkommen angerechnet und kann den Förderbetrag mindern, da BAföG und Unterhalt sich nicht gegenseitig ausschließen, sondern eher ergänzen bzw. verrechnet werden, wobei die Eltern zuerst BAföG beantragen lassen müssen, bevor sie Unterhalt zahlen müssen. Erhält man trotz Antragstellung kein BAföG, leben die Unterhaltspflichten wieder auf und Eltern müssen zahlen, bis der BAföG-Bescheid vorliegt oder die elternunabhängige Förderung greift.

Kann man BAföG und Unterhalt bekommen?

Als Einkommen wird BAföG auf den Kindesunterhalt angerechnet. Wird der BAföG-Höchstsatz gewährt, entfällt in der Regel der Anspruch auf Kindesunterhalt. Studenten sind zur Entlastung der Eltern verpflichtet, BAföG zu beantragen. Auf BAföG kann nicht verzichtet werden, auf Unterhalt ab 18 schon.

Wann hat man keinen Anspruch auf BAföG?

Man bekommt kein BAföG, wenn das Einkommen der Eltern oder eigenes Einkommen zu hoch ist, man die Altersgrenze (meist 45 Jahre bei Ausbildungsbeginn) überschreitet (außer bei Ausnahmen wie Kindererziehung), das Vermögen zu groß ist, man nicht regulär in Teilzeit studiert oder eine förderungsfähige Ausbildung bereits abgeschlossen wurde, berichtet die Deutsche Welle. Auch nach Abschluss eines Erststudiums gibt es meist kein BAföG mehr für ein weiteres. 

Wann zählt Unterhalt als Einkommen?

Zählen Unterhaltszahlungen / Erziehungsgeld / Elterngeld / Arbeitslosengeld / Krankengeld auch zu den Einkünften? Unterhaltszahlungen zählen grundsätzlich nicht zu den Einkünften. Eine Ausnahme davon bildet das sogenannte Realsplitting zwischen geschiedenen oder dauernd getrennt lebenden Ehegatten/Lebenspartnern.

Wann endet die Unterhaltspflicht der Eltern mit BAföG?

Als staatliche Unterstützung zur Deckung der Unterhaltspflicht erhalten Eltern von Studierenden Kindergeld bis zum 25. Geburtstag des Kindes. Außerdem werden gegebenenfalls Steuerfreibeträge je nach Höhe des elterlichen Einkommens gewährt.

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Wann verliert ein volljähriges Kind Unterhaltsanspruch?

Grundsätzlich haben volljährige Kinder Anspruch auf Unterhalt gegenüber ihren Eltern, wenn sie bedürftig sind. Zwar ist der Volljährige rechtlich selbstständig. Wenn er jedoch noch die Schule besucht, sich in der Ausbildung oder im Studium befindet, hat er einen Unterhaltsanspruch.

Sind Eltern verpflichtet, das Studium zu finanzieren?

Pflicht der Eltern

Eltern sind - als Verwandte in gerader Linie - nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch (§ 1601 BGB) grundsätzlich verpflichtet, ihren volljährigen Kindern während einer Ausbildung, also auch während eines Studiums, Unterhalt zu zahlen.

Ist Kindesunterhalt Einkommen der Mutter?

Denn das Einkommen der Mutter ist für die Ermittlung des Kindesunterhalts nicht relevant, wenn sie - wie in dem Beispielsfall - die Unterhaltspflicht durch Pflege und Erziehung der Kinder erfüllt. Vielmehr bemisst sich der Kindesunterhalt hier allein nach dem Einkommen des Vaters.

Wer berechnet den Unterhalt, wenn das Kind 18 ist?

Es gibt keine amtliche Stelle, die den Unterhalt ab 18 nach der Düsseldorfer Tabelle berechnet. Beteiligte müssen, sowohl außergerichtlich als auch vor Gericht, den Unterhalt selbst berechnen (lassen). Kinder, die von den Eltern Unterhalt fordern, müssen ihren Anspruch auf Unterhalt begründen und in der Höhe beziffern.

Was reduziert den Kindesunterhalt?

Kindesunterhalt wird durch das eigene Einkommen des Kindes (z.B. Ausbildungsvergütung, Ferienjob) gemindert, sowie durch abzugsfähige Kosten des Unterhaltspflichtigen wie berufsbedingte Aufwendungen (Pauschale oder höhere Kosten), gesetzliche und private Sozialversicherungen, angemessene Altersvorsorge (Riester, etc.) und bestimmte Kredite (z.B. Ehewohnung, wenn der Wohnvorteil mindernd wirkt). Auch ein fiktiver Wohnvorteil beim Unterhaltspflichtigen (wenn er mietfrei wohnt) und Kinderbetreuungskosten können die Berechnung beeinflussen, was zu einer Reduzierung des zu zahlenden Unterhalts führen kann. 

In welchen Fällen wird BAföG abgelehnt?

Man bekommt kein BAföG, wenn das Einkommen der Eltern oder eigenes Einkommen zu hoch ist, man die Altersgrenze (meist 45 Jahre bei Ausbildungsbeginn) überschreitet (außer bei Ausnahmen wie Kindererziehung), das Vermögen zu groß ist, man nicht regulär in Teilzeit studiert oder eine förderungsfähige Ausbildung bereits abgeschlossen wurde, berichtet die Deutsche Welle. Auch nach Abschluss eines Erststudiums gibt es meist kein BAföG mehr für ein weiteres. 

Was ist die Einkommensgrenze der Eltern für BAföG?

Es gibt keine starre Einkommensgrenze, sondern Freibeträge, die vom Einkommen der Eltern abgezogen werden, bevor der BAföG-Anspruch berechnet wird: Für verheiratete Eltern liegt der Freibetrag bei 2.540 € monatlich, für alleinstehende Elternteile bei 1.690 € (Stand WS 2024/25), plus weitere 770 € pro Kind. Nach Abzug dieser Freibeträge werden 50 % des Restbetrags und 5 % pro Kind abgezogen, wobei das tatsächliche Einkommen der Eltern (aus dem vorletzten Jahr) relevant ist. 

Welche Alternativen gibt es zu BAföG?

Alternative Finanzierungsquellen fürs Studium – Das sind die BAföG Alternativen

  • Stipendien: Nicht nur Hochbegabte werden gefördert. Stipendien hören sich nach Elite an. ...
  • Bildungsfonds: Geld für künftige Gutverdiener. ...
  • Kredite für Studierende: Teure Notlösung. ...
  • Ausweg Studienkredit: Die Anforderungen der KfW.

Wie wird BAföG bei getrennt lebenden Eltern berechnet?

Auch wenn deine Eltern geschieden sind, kannst du grundsätzlich BAföG im Studium bekommen. Der Unterschied zu verheirateten Paaren besteht lediglich darin, dass die Einkommen der beiden Elternteile getrennt voneinander berechnet werden. Die Freibeträge gelten ebenfalls pro Person.

Ist Unterhalt Einkommen Student?

Eigenes Einkommen des Studenten aus BAföG-Leistungen ist auf den Unterhaltsbedarf voll anzurechnen, auch wenn ein Teil der BAföG-Leistungen nur als Ausbildungsdarlehen gewährt werden. Es besteht auch die Pflicht des studierenden Kindes BAföG-Leistungen zu beantragen, um den Unterhaltsbedarf teilweise abzudecken.

Was sind die Nachteile von BAföG?

Der größte Nachteil an dieser Form der Ausbildungsförderung liegt darin, dass BAföG nicht jedem zusteht. Darüber hinaus ist die Beantragung vergleichsweise langwierig, da es sich um einen bürokratischen Prozess handelt.

Wann entfällt Unterhalt für volljährige Kinder?

Eltern sind ihren volljährigen Kindern Unterhaltspflichtig, bis diese ihre erste berufsqualifizierende Ausbildung (Lehre, Studium, etc.) abgeschlossen haben; es gibt keine feste Altersgrenze, solange die Ausbildung zielstrebig verfolgt wird und die Regelstudienzeit nicht wesentlich überschritten wird. Die Pflicht endet mit dem Abschluss der Ausbildung (z. B. Master-Abschluss), nicht schon nach dem Abitur. Bei Kindern mit Behinderung besteht die Unterhaltspflicht unter Umständen lebenslang, wenn sie ihren Bedarf nicht selbst decken können.
 

Wie lange ist der Vater verpflichtet, Unterhalt zu zahlen?

Ein Vater muss Kindesunterhalt zahlen, solange das Kind bedürftig ist, was in der Regel bis zum ersten berufsqualifizierenden Abschluss (Ausbildung oder Studium) dauert, nicht zwingend bis zur Volljährigkeit. Die Pflicht endet, wenn das Kind selbst für seinen Lebensunterhalt sorgen kann, aber auch nach der Ausbildung kann sie bei bestimmten Voraussetzungen bestehen bleiben (z.B. bei thematisch verwandtem Aufbaustudium).
 

Was passiert mit dem Unterhaltstitel, wenn das Kind 18 wird?

Unterhaltstitel, die für das minderjährige Kind zur Zeit der Minderjährigkeit des Kindes geschaffen wurden, verlieren mit Erreichen der Volljährigkeit nicht automatisch ihre Wirkung. Ist ein vollstreckbarer Unterhaltstitel in der Welt, dann bleibt er vollstreckbar, bis ihm die Vollstreckbarkeit entzogen wird.

Bei welchem Einkommen muss man keinen Unterhalt zahlen?

Um Ihren eigenen Lebensunterhalt zu gewährleisten, haben Sie Anspruch auf einen Selbstbehalt (Eigenbedarf). Dieser beträgt 1.450 EUR, wenn Sie berufstätig sind und 1.750 EUR, wenn Sie nicht arbeiten. Liegt Ihr Einkommen unter diesen Selbstbehalten, dürfen Sie den Kindesunterhalt verweigern.

Für was soll Kindesunterhalt verwendet werden?

Der Kindesunterhalt wird für alle notwendigen Lebenshaltungskosten des Kindes verwendet. Dazu gehören: Nahrung und Kleidung: Grundbedürfnisse wie Essen und Bekleidung. Bildung: Schulmaterialien, Nachhilfe und Ausbildungskosten.

Wie oft darf ich beim Jugendamt überprüfen lassen wegen Unterhalt?

Ein Auskunftsanspruch besteht beim Unterhalt alle zwei Jahre. Vor Ablauf dieser Frist kann jedoch im Einzelfall ebenfalls ein Anspruch geltend gemacht werden, wenn der Ersuchende glaubhaft machen kann, dass der Auskunftspflichtige in der Vergangenheit wesentlich höhere Einkünfte erwirtschaftet hat.

Wie lange muss ein Vater Unterhalt zahlen, wenn das Kind studiert?

Eltern müssen in Deutschland in der Regel bis zum ersten berufsqualifizierenden Abschluss (Bachelor oder Master) Unterhalt für ihr studierendes Kind zahlen, wobei keine starre Altersgrenze gilt, sondern Orientierung an der durchschnittlichen Studienzeit genommen wird. Wichtig ist ein zügiges und zielgerichtetes Studium; eine Überschreitung der Regelstudienzeit um wenige Semester ist oft noch akzeptabel, wenn triftige Gründe (z. B. Krankheit) vorliegen, aber längere Verzögerungen können den Unterhaltsanspruch mindern oder aufheben. Auch ein Masterstudium wird meistens mitfinanziert, wenn es direkt an den Bachelor anschließt.
 

Müssen Eltern Studentenkredite zurückzahlen?

Diese staatlich geförderten und verwalteten Kredite haben in der Regel einen niedrigen Zinssatz und sind daher für Studierende und Eltern attraktiv. Bei der Rückzahlung ist nur der Studierende zur Rückzahlung verpflichtet – nicht die Eltern .

Wie kann man ein Studium ohne Eltern finanzieren?

Studierende, bei denen die finanziellen Mittel der Familie nicht ausreichen, um das Studium zu finanzieren, sind berechtigt, finanzielle Unterstützung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) zu erhalten. Wohnen Studierende nicht mehr bei den Eltern, gibt's monatlich bis zu 855 Euro vom Staat.