Ja, als Mieter können Sie einen Glasfaseranschluss ablehnen, müssen aber bauliche Veränderungen im Gemeinschaftsbereich (Haus) in der Regel dulden, wenn der Vermieter den Anschluss legt. Wichtig ist, dass der Vermieter den Ausbau ankündigen muss und Sie nicht zur Nutzung verpflichtet sind, aber den Zugang zur Wohnung für die Installation gewähren müssen, wenn Sie einen Anschluss wünschen. Das Telekommunikationsmodernisierungsgesetz (TKG) verpflichtet Vermieter, den Anschluss zu unterstützen, wenn ein Ausbaugebiet erschlossen wird, aber Sie müssen den Anschluss nicht aktiv nutzen, nur weil er installiert wird.
Kann ich den Glasfaseranschluss verweigern?
Das Wohnungseigentumsgesetz bevorzugt den Anschluss an ein Netz mit "sehr hoher Kapazität" - wie Glasfaser. Wohnungseigentümer:innen haben ein Recht auf einen Beschluss der Wohnungseigentümergemeinschaft zum Anschluss an ein Glasfasernetz. Die anderen Wohnungseigentümer dürfen die Zustimmung nicht verweigern.
Was passiert, wenn ich kein Glasfaser will?
Wenn Sie kein Glasfaser nehmen, können Sie vorerst weiterhin DSL nutzen, aber langfristig droht die Abschaltung des Kupfernetzes, wodurch Sie ohne Internet dastehen könnten, wenn Sie nicht wechseln. Spätere Nachrüstungen sind oft teurer und komplizierter, und es kann auch sein, dass Sie später über alternative Technologien wie Kabel-Internet mit hohen Geschwindigkeiten versorgt werden, wenn Glasfaser ausgebaut wird, oder sich bei der Bundesnetzagentur melden, wenn gar nichts verfügbar ist.
Haben Mieter Anspruch auf einen Glasfaseranschluss?
Jeder Mensch in Deutschland hat das Recht auf einen Internetanschluss. So steht es im Telekommunikationsgesetz. Allerdings steht da nichts von Leistung – es muss also kein Glasfaseranschluss sein, sogar nicht einmal DSL, denn der Zugang darf auch drahtlos sein.
Wird man gezwungen, Glasfaser zu nehmen?
Nein, Sie müssen keinen Glasfaseranschluss nehmen, es gibt keine generelle Pflicht, aber der Ausbau schreitet voran und bietet erhebliche Vorteile wie höhere Geschwindigkeit und Stabilität, sodass es sich oft lohnt, sich damit zu beschäftigen, besonders wenn die Kosten für den Anschluss durch den Anbieter übernommen werden. Als Mieter können Sie den Vertrag oft ablehnen, müssen aber den Einbau zulassen, wenn der Vermieter ihn als Modernisierung durchführt.
So kommt Glasfaser in die Mietwohnung | Dein Glasfaserguide
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Kann der Vermieter mich zu Glasfaser zwingen?
Wenn Vermieter der Glasfaser-Verlegung nicht zustimmen, greift seit dem Jahr 2021 das "Telekommunikationsmodernisierungsgesetz". Dadurch haben Sie als Mieter oder Mieterin Anspruch auf Glasfaser. Vermieter oder Verwalter sind seither gesetzlich verpflichtet, den Einbau eines Glasfaser-Anschlusses zu unterstützen.
Ist der Glasfaseranschluss verpflichtend?
Nein, ein genereller Pflichtwechsel auf Glasfaser besteht aktuell nicht, aber der Ausbau wird stark gefördert und bis 2030 sollen alle Haushalte versorgt sein. Für Neubauten und umfassend sanierte Gebäude gilt ab 2026 eine Pflicht zur Installation einer glasfaserfähigen Infrastruktur. Mieter können den Ausbau meist nicht verhindern, müssen aber nicht zwingend einen Anschluss nutzen, wobei Vermieter zur Duldung verpflichtet sind.
Hat ein Mieter Recht auf Glasfaseranschluss?
Kann ich als Mieter einen Glasfaser-Anschluss beantragen? Ja, die Beantragung des Glasfaser-Anschlusses fällt dem Mieter zu. Sie stellt den wichtigen Startschuss für den kommenden Glasfaser-Ausbau und die Verlegung der Kabel dar.
Wer bezahlt den Glasfaseranschluss in die Wohnung?
Installation der Glasfaser-Steckdose
Bei bestehenden Gebäuden (Stand Juli 2010) wird der Glasfaser-Anschluss bis und mit der Glasfaser-Steckdose in der Wohnung vom Netzbetreiber finanziert. Für die Eigentümer- und Mieterschaft entstehen dabei keine Kosten.
Ist Glasfaser unbedingt nötig?
Nein, Sie müssen keinen Glasfaseranschluss nehmen, es gibt keine generelle Pflicht, aber der Ausbau schreitet voran und bietet erhebliche Vorteile wie höhere Geschwindigkeit und Stabilität, sodass es sich oft lohnt, sich damit zu beschäftigen, besonders wenn die Kosten für den Anschluss durch den Anbieter übernommen werden. Als Mieter können Sie den Vertrag oft ablehnen, müssen aber den Einbau zulassen, wenn der Vermieter ihn als Modernisierung durchführt.
Kann ich ohne Glasfaser ins Internet?
Möchten Sie zu Hause Internet nutzen, haben Sie viele Möglichkeiten. Neben Glasfaser-, VDSL-, Kabel-Internet oder kabelgebundenen Leitungen stellen auch mobile Daten wie LTE (4G) oder 5G heute eine Alternative zum herkömmlichen Anschluss dar.
Wird DSL wirklich abgeschaltet?
Während DSL läuft in einigen Regionen noch weiter, wird es ab 2030 schrittweise abgeschaltet. Die Bundesnetzagentur sieht dabei vor, dass Anbieter ausreichend Zeit einräumen, damit DSL-Kunden ihre DSL-Verträge kündigen und zur Glasfaser wechseln können. Damit endet das Zeitalter der Kupfernetze in Deutschland.
Werden die Kupferleitungen der Telekom abgeschaltet?
Ja, die Telekom und andere Anbieter stellen das Kupfernetz schrittweise auf Glasfaser um und planen eine Abschaltung, aber es gibt kein einheitliches Datum, sondern einen gestaffelten Prozess, der von der lokalen Glasfaserverfügbarkeit abhängt, mit realistischen Zeiträumen um 2030 bis 2032, wobei das Ziel eine flächendeckende Glasfaserversorgung ist.
Was passiert, wenn man kein Glasfaser möchte?
Wenn Sie kein Glasfaser nehmen, können Sie vorerst weiterhin DSL nutzen, aber langfristig droht die Abschaltung des Kupfernetzes, wodurch Sie ohne Internet dastehen könnten, wenn Sie nicht wechseln. Spätere Nachrüstungen sind oft teurer und komplizierter, und es kann auch sein, dass Sie später über alternative Technologien wie Kabel-Internet mit hohen Geschwindigkeiten versorgt werden, wenn Glasfaser ausgebaut wird, oder sich bei der Bundesnetzagentur melden, wenn gar nichts verfügbar ist.
Kann der Vermieter einen Glasfaseranschluss auf den Mieter umlegen?
Vermieter können das (befristete) Glasfaserbereitstellungsentgelt gem. § 72 TKG -neu und die Kosten des Betriebsstroms (unbefristet) auf die Mieter umlegen.
Ist der Vermieter verpflichtet, für Fernsehempfang zu sorgen?
Dazu gehört auch der Fernsehempfang. Der Vermieter muss dem Mieter dieses Recht ermöglichen. Das heißt aber nicht, dass er einen Empfang auch zu Verfügung stellen muss. Es gibt keinen Paragraphen im Mietrecht, der dazu verpflichtet.
Wer zahlt den Glasfaseranschluss in einer Wohnung?
In der Regel sind Mieter nicht verpflichtet, die Kosten der Installation direkt zu tragen, es sei denn, dies wurde vertraglich anders vereinbart. Der Vermieter kann die Miete infolge der Glasfaser-Modernisierung im bestimmten Rahmen erhöhen, was wiederum im Einklang mit den gesetzlichen Vorgaben stehen muss.
Kann ein Vermieter den Glasfaseranschluss verweigern?
Liegt das Haus im Glasfaser-Ausbaugebiet, dürfen Sie als Vermieter den Glasfaseranschluss nach dem Telekommunikationsmodernisierungsgesetz (TKG-Novelle) nicht verweigern, sobald auch nur ein Mieter einen Glasfasertarif bestellen will.
Was kostet mich als Mieter ein Glasfaseranschluss?
Monatliche Kosten für den Glasfaseranschluss
Die regulären Preise für entsprechende Glasfasertarife mit Gigabit-Speed bei den führenden Anbietern lagen im Januar 2026 zwischen 50 Euro bis rund 90 Euro pro Monat.
Bin ich verpflichtet, einen Glasfaseranschluss zu nehmen?
Nein, Sie müssen keinen Glasfaseranschluss nehmen, es gibt keine generelle Pflicht, aber der Ausbau schreitet voran und bietet erhebliche Vorteile wie höhere Geschwindigkeit und Stabilität, sodass es sich oft lohnt, sich damit zu beschäftigen, besonders wenn die Kosten für den Anschluss durch den Anbieter übernommen werden. Als Mieter können Sie den Vertrag oft ablehnen, müssen aber den Einbau zulassen, wenn der Vermieter ihn als Modernisierung durchführt.
Wer zahlt den Glasfaseranschluss in der Wohnung?
Heimnetz. Die anschliessende Installation des Hausnetzes für jede Wohnung erfolgt auf Kosten des Mieters bzw. des Eigentümers der Wohnung. Ob Neubau oder Renovierung - die sternförmige Ethernet-Verkabelung garantiert Ihnen ein optimales Multimedia-Netz.
Wird Glasfaser kostenlos ins Haus gelegt?
Ja, einen Glasfaser-Hausanschluss gibt es oft kostenlos, wenn Sie ihn während der aktiven Ausbauphase (Nachfragebündelung) eines Anbieters (z.B. Telekom, Deutsche Giganetz, Vodafone/OXG) beauftragen, indem Sie einen Internet-Tarif abschließen. Dies gilt meist für die Verlegung bis ins Haus, aber nicht immer für die Innenverkabelung (z.B. vom Keller ins Wohnzimmer), wobei auch hier oft Standardinstallationen kostenlos sind. Es ist entscheidend, den Verfügbarkeitscheck auf den Webseiten der Anbieter durchzuführen, um zu sehen, ob Ihr Gebiet erschlossen wird.
Was passiert, wenn ich Glasfaser ablehne?
Gesetzliche Änderungen seit 2021 – was Mieter wissen sollten
Das Gesetz schreibt vor, dass Vermieter mitwirken müssen, wenn ein Gebäude in einem Glasfaser-Ausbaugebiet liegt. Verweigern sie die Zustimmung, obwohl ein Netzbetreiber in der Region Glasfaser anbietet, verletzen sie ihre Mitwirkungspflicht.
Kann ich eine Mieterhöhung für Glasfaser verlangen?
Kosten: Können Vermieter eine Mieterhöhung für Glasfaser verlangen? Vermieter können über die Nebenkosten ein Glasfaserbereitstellungsentgelt erheben, um eigene Kosten zu finanzieren. § 72 TKG räumt ihnen dieses Recht ein. Das Entgelt beträgt maximal 5 Euro brutto pro Monat und Wohnung für höchstens neun Jahre.
Was spricht gegen einen Glasfaseranschluss?
Kein Glasfaser gibt es oft wegen der hohen Investitionskosten für den Ausbau, der Bürokratie, unzureichender Wirtschaftlichkeit in dünn besiedelten Gebieten und weil viele Bürger mit ihrem DSL- oder Kabelanschluss zufrieden sind oder die Kosten für den Anschluss zu hoch finden. Hinzu kommen Probleme bei der Umsetzung wie mangelnde Eigentümerzustimmung oder unklare Verträge, was zu einer „Zweiklassengesellschaft“ zwischen versorgten und unversorgten Nachbarn führt.
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