Kann ein Minijobber einen Bonus bekommen?

Ja, Minijobber können Boni und Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld oder Prämien erhalten, aber es gibt wichtige Regeln: Einmalige, nicht-regelmäßige Zahlungen (wie eine einmalige Leistungsprämie) zählen nicht zur monatlichen Verdienstgrenze, während wiederkehrende Zahlungen (wie jährliches Weihnachtsgeld) eingerechnet werden müssen, was den Minijob-Status gefährden kann, wenn die jährliche Grenze überschritten wird. Bei Gleichbehandlung haben Minijobber auch Anspruch auf anteilige Sonderzahlungen, wenn Vollzeitkräfte diese erhalten.

Welche Sonderzahlungen sind im Minijob erlaubt?

Das gehört zum Verdienst im Minijob: Sonderzahlungen

Neben dem fortlaufend gezahlten Minijob-Lohn zählen zum Verdienst eines Minijobbers auch alle einmaligen Sonderzahlungen (auch Einmalzahlungen genannt). Dazu gehört zum Beispiel das Weihnachtsgeld oder das Urlaubsgeld.

Kann man bei 520 Euro Job Weihnachtsgeld bekommen?

Fazit. Arbeitgeber dürfen Minijobbern Weihnachtsgeld zahlen, müssen aber unbedingt die Verdienstgrenze von 556 € monatlich bzw. 6.672 € jährlich (2025) einhalten. Wird die Grenze überschritten, wird aus dem Minijob eine reguläre Beschäftigung mit voller Sozialversicherungspflicht.

Welche Jubiläumszuwendungen gibt es bei einem Minijob?

Treue kann belohnt werden, auch bei Minijobbern! Jubiläumszuwendungen zählen laut Minijob-Zentrale grundsätzlich nicht zum regelmäßigen Verdienst im Minijob. Schließlich werden sie in der Regel weder vertraglich zugesichert, noch wiederkehrend ausgezahlt.

Kann man als Minijobber Zuschläge bekommen?

Für die Arbeit an Sonntagen und Feiertagen oder in der Nacht erhalten auch Minijobberinnen und Minijobber häufig Zuschläge zusätzlich zum regulären Verdienst. Diese sogenannten SFN-Zuschläge (Sonntags-, Feiertags- und Nachtzuschläge) sind eine wertvolle Zusatzvergütung.

1.112 € steuerfrei! Diesen Minijob-Bonus 2025 nutzen die meisten nicht

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Wie werden Feiertage bei einem Minijob bezahlt?

Der Minijobber muss an diesem Tag nicht arbeiten und bekommt trotzdem seinen vollen Lohn. Wichtig: Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber dürfen den Lohnanspruch an Feiertagen nicht dadurch umgehen, indem sie die entfallene Arbeitszeit an einem anderen Tag vor- oder nacharbeiten lassen. Das gilt auch im Minijob.

Wird der Minijob auf 600 € erhöht?

Nein, eine Erhöhung auf genau 600 € ist nicht geplant, aber die Minijob-Grenze wird zum 1. Januar 2026 auf 603 € pro Monat angehoben, da sie dynamisch an den gesetzlichen Mindestlohn gekoppelt ist, der ebenfalls steigt. Im Jahr 2027 folgt eine weitere Anhebung auf 633 €. 

Haben Minijobber Anspruch auf Jahressonderzahlung?

Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen und damit auch Minijobber haben keinen gesetzlichen Anspruch auf Sonderzahlungen oder Gratifikationen – beispielsweise Weihnachtsgeld oder Urlaubsgeld.

Wird ein Minijob auf Rentenjahre angerechnet?

Ja, ein Minijob zählt grundsätzlich zur Rente, da er in der gesetzlichen Rentenversicherung versicherungspflichtig ist, wovon man sich befreien lassen kann, aber dann weniger Rentenansprüche erwirbt; die Zeiten und Beiträge werden auf die Wartezeiten angerechnet und steigern die spätere Rente, was auch für Reha-Leistungen und Riester-Förderung wichtig ist. Durch einen geringen Eigenanteil (3,6 % gewerblich, 13,6 % Privathaushalt) erwerben Minijobber volle Rentenansprüche.
 

Was ändert sich 2025 für Minijobs?

2025 ändert sich für Minijobs hauptsächlich die Verdienstgrenze: Durch den gestiegenen Mindestlohn auf 12,82 € pro Stunde erhöht sich die monatliche Minijob-Grenze auf 556 € (statt 538 €), was Minijobbern erlaubt, etwas mehr zu verdienen, ohne Sozialversicherungsbeiträge zahlen zu müssen (ab 556,01 € beginnt der Midijob). Arbeitgeber müssen die Beitragsnachweise aktualisieren und ggf. Daueraufträge anpassen. 

Wie viele Urlaubstage hat man im Minijob?

Das heißt, nur wenn ein Minijobber auch an sechs Tagen pro Woche arbeitet, stehen ihm 24 Urlaubstage zu. Arbeitet der Minijobber nur an fünf oder weniger Tagen pro Woche, muss der Urlaubsanspruch entsprechend berechnet werden. Arbeitet ein Minijobber also an fünf Tagen, stehen ihm 20 Urlaubstage zu.

Kann ein Minijobber Erholungsbeihilfe bekommen?

Kann ich Erholungsbeihilfe bei einem Minijob erhalten? Auch Minijobber können Erholungsbeihilfe unter den gleichen Voraussetzungen beziehen, wie oben bereits beschrieben. Der Betrag des Erholungsgeldes wird sogar nicht auf das Einkommen angerechnet und die Geringfügigkeitsgrenze damit nicht überschritten.

Wie viel Urlaubsgeld bekommt man beim Minijob?

Bekommt man im Minijob auch Urlaubsgeld? Eines vorab: Einen gesetzlichen Anspruch auf Urlaubsgeld haben Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und damit auch Minijobber nicht.

Kann man Minijobbern eine Prämie zahlen?

Einmalzahlungen wie Weihnachtsgeld oder Boni sind auch im Minijob möglich – doch sie dürfen die gesetzlichen Verdienstgrenzen nicht sprengen. Arbeitgeber müssen 2025 genau prüfen, wie Sonderzahlungen dokumentiert und in der Lohnabrechnung ausgewiesen werden, um den Minijob-Status rechtssicher zu erhalten.

Welche Änderungen gibt es im Minijob ab 2026?

Die Minijob-Erhöhung 2026 wird durch den Anstieg des gesetzlichen Mindestlohns auf 13,90 € pro Stunde zum 1. Januar 2026 ausgelöst, wodurch sich die monatliche Verdienstgrenze für Minijobs automatisch auf 603 € erhöht (bei 10 Wochenstunden). Minijobber können somit mehr verdienen, ohne ihren Status zu verlieren, was auch für Haushaltshilfen und den Übergangsbereich zum Midijob relevant ist.
 

Wie wird Krankheit bei einem Minijob bezahlt?

Ja, Minijobber haben Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall durch den Arbeitgeber, ähnlich wie Vollzeitkräfte, für bis zu sechs Wochen, vorausgesetzt, sie sind mindestens vier Wochen beschäftigt und melden sich korrekt krank. Der Arbeitgeber wird bei bis zu 30 Mitarbeitern über die Knappschaft-Bahn-See entlastet und kann 80 % der Kosten erstattet bekommen (Umlage U1-Verfahren). Wichtig ist die schnelle Krankmeldung und die ärztliche Bescheinigung (AU-Bescheinigung), die elektronisch übermittelt wird.
 

Wie hoch ist die Rente bei einem Minijob von 400 Euro?

Dabei steigt die monatliche Rente mit jedem Jahr in einem Minijob um 5,68 Euro. Wenn der Minijobber sich befreien lässt und nur der Arbeitgeber seinen Pauschalbeitrag zur Rentenversicherung zahlt, erhöht ein Jahr Minijob die monatliche Rente um rund 4,58 Euro.

Was ändert sich für Rentner ab 2026?

Für 2026 sind bei der Rente eine erwartete Erhöhung (ca. 3,37 %), steigende Altersgrenzen (Geburtsjahrgang 1960 geht mit 66 J. 4 M. in Regelaltersrente), neue Hinzuverdienstgrenzen und steuerliche Anpassungen wie die Aktivrente (2000 € steuerfreier Hinzuverdienst) sowie der höhere steuerpflichtige Anteil für Neurentner geplant. Der Beitragssatz bleibt stabil bei 18,6 %, während Minijob-Grenze, Beitragsbemessungsgrenzen und die jährliche Bezugsgröße steigen, so die Deutsche Rentenversicherung. 

Wer zahlt die Kur bei einem Minijob?

Übergangsgeld bei Vorsorge- oder Rehamaßnahmen

Ist Ihr Minijobber infolge unverschuldeter Krankheit arbeitsunfähig oder nimmt an einer medizinischen Reha-Maßnahme teil, hat er Anspruch auf bis zu sechs Wochen Lohnfortzahlung durch Sie als Arbeitgeber.

Ist eine einmalige Sonderzahlung im Minijob erlaubt?

Denn: Nicht regelmäßige, spezielle Zahlungen wie ein Jubiläumsgeld oder eine einmalige Prämie haben keine Auswirkungen auf die Minijob-Verdienstgrenze. Solche Sonderleistungen können zusätzlich zum Minijob-Entgelt – „on top“ – gezahlt werden und bleiben bei der Berechnung der 520-Euro-Grenze unberücksichtigt.

Wie viel Weihnachtsgeld bekommt ein Minijobber?

Bei Ihrem Minijob wird das Weihnachtsgeld als Prozentsatz des Monatsgehalts berechnet, z. B. 50 Prozent oder 100 Prozent. Bei einem monatlichen Verdienst von 538 Euro und einem Prozentsatz von 50 Prozent ergibt sich: 538 Euro x 0,5 = 269 Euro Weihnachtsgeld für den Minijobber.

Welche Rechte habe ich als Minijobber?

Minijobber*innen haben wie alle anderen Beschäftigten Anspruch auf Urlaub, Mutterschutz, Elternzeit und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall (in der Regel bis zu 6 Wochen im Jahr). Sie sind aber nicht durch den Job krankenversichert.

Muss ich einen Minijob in meiner Steuererklärung angeben?

Ein Minijob muss in der Regel nicht in der Steuererklärung angegeben werden. Eine Ausnahme gilt jedoch, wenn der Arbeitgeber nicht die pauschale Lohnsteuererhebung wählt. In diesem Fall erhält der Arbeitnehmer eine Lohnsteuerbescheinigung und muss die entsprechenden Daten in seiner Einkommensteuererklärung angeben.

Was ändert sich 2025 mit dem Minijob?

Zum 1. Januar 2025 steigt die Minijob-Verdienstgrenze auf 556 € pro Monat (von 538 €), gekoppelt an den neuen Mindestlohn von 12,82 €/Stunde, was mehr Verdienst bei gleichem Stundenlohn erlaubt, und auch die Midijob-Grenze wird angepasst (556,01 € bis 2.000 €). Zusätzlich entfällt die Anrechnung von Minijob-Einkommen auf den BAföG-Bedarf, was Schülern und Studierenden mehr Verdienstmöglichkeiten gibt. Für Arbeitgeber ändert sich die Abgabenlast leicht und Verträge können digital geschlossen werden. 

Wie werden Feiertage bei einem Minijob berechnet?

Fällt ein Arbeitstag Ihrer Minijobber auf einen gesetzlichen Feiertag, dürfen Sie Ihre Minijobber nicht an einem sonst arbeitsfreien Tag vor- oder nacharbeiten lassen. Ihre Minijobber müssen an Feiertagen ihrer Arbeit nicht nachgehen und als Arbeitgeberin oder Arbeitgeber müssen Sie Ihnen den Verdienst weiterzahlen.

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