Kann Atorvastatin Schlafstörungen verursachen?

Ja, Atorvastatin kann Schlafstörungen wie Schlaflosigkeit (Insomnie) verursachen, da es ein fettlösliches Statin ist, das die Blut-Hirn-Schranke überwinden kann und Berichte über Albträume und andere Schlafprobleme existieren, obwohl dies nicht bei jedem auftritt und die Häufigkeit variieren kann. Es gehört zu den Medikamenten, die das zentrale Nervensystem beeinflussen können und somit den Schlaf stören können.

Können Cholesterinsenker Schlafstörungen verursachen?

In einer groß angelegten Studie haben Wissenschaftler nachgewiesen, dass der Lipidsenker Simvastatin bei langfristiger Anwendung Schlafprobleme verursachen kann. Die Ergebnisse wurden auf der Jahrestagung der American Heart Association präsentiert. Zwar entwickele nicht jeder Patient diese Nebenwirkungen.

Was sind die Nebenwirkungen von Atorvastatin?

Atorvastatin-Nebenwirkungen sind häufig Magen-Darm-Probleme (Übelkeit, Durchfall, Verstopfung), Kopfschmerzen, Muskelschmerzen (Myalgie) und Gelenkschmerzen (Arthralgie) sowie Nasenbluten und Nasen-Rachen-Entzündungen (Nasopharyngitis); ernster sind Leberwertveränderungen, Blutzuckeranstieg und selten Muskelschäden (Rhabdomyolyse). Wichtig sind regelmäßige Kontrollen, besonders der Leberwerte und bei Muskelbeschwerden sofort zum Arzt gehen. 

Kann Atorvastatin Schlaflosigkeit verursachen?

Fettlösliche Statine wie Atorvastatin, Lovastatin und Simvastatin können die Blut-Hirn-Schranke leichter überwinden als wasserlösliche. Einige Studien deuten darauf hin, dass diese häufiger mit Schlaflosigkeit und unruhigem Schlaf in Verbindung stehen (Takada et al., 2014).

Welche Medikamente fördern Schlaflosigkeit?

Gestörter Schlaf ist eine häufige Nebenwirkung vor allem bei Arzneimitteln, die aufs zentrale Nervensystem oder das Hormonsystem wirken. Dazu zählen antriebssteigernde Antidepressiva, Bluthochdruck- und Herzmittel sowie Appetitzügler, aber auch koffeinhaltige Schmerz-, Husten- und Erkältungsmittel.

Atorvastatin Basic ➡️ Das sollten Sie zur Einnahme Ihres Cholesterinsenkers wissen! (kurz)

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Welche Tabletten verursachen Schlafstörungen?

Medikamente, die den Schlaf stören. Die Wirkung von Antidepressiva, Bluthochdruck- und Herzmitteln, Cholesterinsenkern, aber auch koffeinhaltiger Schmerz- bzw. Hustenmittel oder Arzneien gegen Asthma und Rheuma sowie vieler weiterer Arzneimittel kann dazu führen, dass wir keinen erholsamen Schlaf mehr finden.

Welches Blutdruckmedikament verursacht Schlaflosigkeit?

Die Medikamente Metoprolol (Lopressor) und Propranolol (Inderal XL) können die Blut-Hirn-Schranke überwinden und ins Gehirn gelangen. Dies führt zu einer verminderten Schlafqualität und häufigerem Aufwachen. Diese Betablocker werden mit Albträumen, Schlaflosigkeit und Tagesmüdigkeit in Verbindung gebracht.

Welches Schlafmittel kann ich zusammen mit Atorvastatin einnehmen?

Es wurden keine Wechselwirkungen zwischen Atorvastatin und Schlafmitteln festgestellt .

Warum macht Atorvastatin müde?

Eine der Nebenwirkungen der Statine ist, dass diese zu den CoenzymQ10-Räubern gehören. Coenzym Q10 stellt aber eine wesentliche Quelle für die Energiegewinnung im Körper dar, deshalb fühlen sich viele Patienten, die Statine einnehmen, müde und abgeschlagen und leiden vielfach unter Muskelschmerzen bzw. Muskelschwäche.

Welche seltenen Nebenwirkungen kann Atorvastatin haben?

Schwerwiegende Nebenwirkungen von Atorvastatin sind selten, aber möglich. Dazu gehören Leber-, Nieren- und schwere Muskelschäden . Atorvastatin kann außerdem den Blutzuckerspiegel erhöhen und somit bei manchen Menschen das Diabetesrisiko steigern.

Warum wurde Atorvastatin zurückgerufen?

Atorvastatin wurde wegen verschiedener Probleme zurückgerufen, darunter Auflösungsprobleme in Tabletten (Wirksamkeitsverlust), fehlerhafte Dosierungsangaben in Beipackzetteln und erhöhte Keimbelastung in bestimmten Chargen, was ein Risiko für immungeschwächte Patienten darstellte. Die Rückrufe betrafen unterschiedliche Hersteller (wie Ascend Laboratories, Basics, Pfizer) und Chargen, um die Sicherheit und Qualität des Medikaments zu gewährleisten, auch wenn nicht immer akute Patientenschäden vorlagen.
 

Was sollte man bei der Einnahme von Atorvastatin vermeiden?

Gibt es Lebensmittel oder Getränke, die ich meiden sollte? Es ist ratsam, während der Einnahme von Atorvastatin nicht zu viel Grapefruitsaft zu trinken. Der Konsum großer Mengen Grapefruitsaft (mehr als etwa ein Liter pro Tag) kann die Wirkung des Medikaments beeinträchtigen, da er den Atorvastatin-Spiegel im Blut erhöht.

Welches ist das beste Cholesterinmedikament mit den wenigsten Nebenwirkungen?

Obwohl alle Medikamente Nebenwirkungen haben können, deuten Forschungsergebnisse darauf hin, dass bestimmte Statine weniger Nebenwirkungen aufweisen als andere. Pravastatin und Fluvastatin sind mit weniger Muskelbeschwerden verbunden, während Simvastatin möglicherweise weniger Magen-Darm-Probleme verursacht.

Was ist die schwerwiegendste Nebenwirkung von Atorvastatin?

Eine schwerwiegende, aber sehr seltene Nebenwirkung einer länger andauernden Statin-Therapie ist eine sogenannte Rhabdomyolyse: Muskelzellen der Skelettmuskulatur lösen sich dabei nach und nach auf. Im Rahmen der Rhabdomyolyse setzen die zerstörten Muskelzellen unter anderem den Stoff Myoglobin frei.

Was fehlt dem Körper bei Schlafstörungen?

Bei Schlafstörungen fehlen dem Körper oft wichtige Bausteine zur Hormonproduktion (wie Melatonin und Serotonin), insbesondere durch Mangel an Magnesium und bestimmten B-Vitaminen (B6, B12) sowie Vitamin D, was Nervenreizbarkeit und den Schlaf-Wach-Rhythmus stört, während gleichzeitig Stresshormone und Schlafstörungen durch schlechte Ernährung oder psychische Faktoren begünstigt werden können, was zu Müdigkeit, Unruhe und Konzentrationsproblemen führt. 

Kann ein hoher LDL-Cholesterinspiegel Schlaflosigkeit verursachen?

Bei Männern konnten keine signifikanten Zusammenhänge zwischen Schlaflosigkeitssymptomen und gemessenen Dyslipidämie festgestellt werden, und bei Frauen gab es keine signifikanten Zusammenhänge zwischen Schlaflosigkeitssymptomen und hohem LDL-C , hohen Triglyceriden oder niedrigem HDL-C.

Ist Schläfrigkeit eine Nebenwirkung von Atorvastatin?

Müdigkeit ist eine mögliche Nebenwirkung von Statinen wie Atorvastatin, Simvastatin und Rosuvastatin, tritt aber nicht bei allen Patienten auf. Zur Behandlung von Statin-bedingter Müdigkeit können CoQ10-Präparate, alternative Medikamente und Anpassungen des Lebensstils wie regelmäßige Bewegung und ausreichend Schlaf eingesetzt werden.

Warum Atorvastatin zur Nacht?

Atorvastatin muss nicht zwingend abends eingenommen werden, da es ein lang wirksames Statin ist und seine Wirkung über 24 Stunden anhält; wichtig ist eine gleichmäßige tägliche Einnahme zur selben Zeit, auch wenn die traditionelle Empfehlung für kurzwirksame Statine (wie Simvastatin) die Abendstunden bevorzugt, da die körpereigene Cholesterinproduktion dort am höchsten ist. Für Atorvastatin ist die Tageszeit weniger kritisch, solange die Einnahme konstant bleibt, um Nebenwirkungen zu reduzieren und die Wirksamkeit zu gewährleisten.
 

Welche Anzeichen im Gesicht bei Cholesterin?

Cholesterin im Gesicht erkennt man hauptsächlich an Xanthelasmen, gelblichen, weichen Knötchen oder flachen Flecken, die sich typischerweise am oder um die Augen (besonders an den Lidern) bilden. Auch Xanthome, allgemeine gelbliche Fettablagerungen in der Haut, können im Gesicht auftreten und deuten auf eine Fettstoffwechselstörung hin. Ein weißlicher Ring in der Hornhaut, der Arcus lipoides corneae (Greisenbogen), kann ebenfalls ein Zeichen für hohe Blutfettwerte sein.
 

Können Statine Schlafstörungen verursachen?

Darüber hinaus könnten auch die bekannten Statin-Nebenwirkungen wie Muskelschmerzen und -krämpfe den Schlaf beeinträchtigen [18].

Können Statine den Schlaf beeinträchtigen?

Ähnlich wie Glukokortikoide verursachen Statine vermutlich bei Langzeitanwendern breit definierte Schlafstörungen , wie von Takada M et al. bestätigt wurde.

Welches Medikament verträgt sich nicht mit Atorvastatin?

Atorvastatin verträgt sich nicht gut mit bestimmten Antibiotika (Erythromycin, Clarithromycin, Fusidinsäure), einigen HIV-Medikamenten (Proteaseinhibitoren), Hepatitis C-Medikamenten (Glecaprevir/Pibrentasvir), Fibraten (Gemfibrozil) und Calciumkanalblockern wie Verapamil, da diese das Risiko für schwere Muskelschäden (Rhabdomyolyse) erhöhen können; auch Grapefruitsaft sollte vermieden werden, da er den Atorvastatinspiegel im Blut erhöht. Sprechen Sie unbedingt mit Ihrem Arzt über alle Medikamente, die Sie einnehmen, um gefährliche Wechselwirkungen zu vermeiden. 

Welcher Blutdrucksenker verursacht Schlafstörungen?

Es ist bekannt, dass es unter der Einnahme des Betablockers Metoprolol bei manchen Menschen zu Nebenwirkungen wie Schlafstörungen und Alpträumen kommt. Für Betroffene kann dies sehr quälend sein. Nicht selten verliert der Schlaf dabei seine erholsame Wirkung. Eine entsprechende Müdigkeit am nächsten Tag ist die Folge.

Ist Schlaflosigkeit ein Symptom von Bluthochdruck?

Welche Symptome entstehen bei einem zu hohen Blutdruck? Hoher Blutdruck lässt sich durch dauerhafte Symptome wie u.a. Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindelgefühle, starke Müdigkeit, Schlaflosigkeit und Nasenbluten erkennen.

Welche Medikamente verursachen Schlaflosigkeit?

Auch bestimmte Antibiotika, zum Beispiel Chinolone, sowie Betablocker, Schilddrüsenhormone und orale Kontrazeptiva können die Nachtruhe beeinträchtigen. Indirekt stören wassertreibende Mittel den Schlaf, da sie einen nächtlichen Harndrang verursachen.

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