Ist Endometriose nach einer Gebärmutterentfernung weg?

Nein, Endometriose ist nach einer Gebärmutterentfernung (Hysterektomie) oft nicht vollständig verschwunden, da Herde außerhalb der Gebärmutter bestehen bleiben und weiter wachsen und Symptome verursachen können, aber die Beschwerden können sich deutlich reduzieren, besonders wenn auch Eierstöcke und alle sichtbaren Herde entfernt wurden. Die Entfernung der Gebärmutter allein heilt die Endometriose nicht per Definition, aber in Kombination mit einer gründlichen Operation zur Entfernung aller Läsionen kann sie die Schmerzen oft erheblich lindern, aber hormonelle Therapien und Kontrollen bleiben wichtig, um ein Wiederauftreten zu verhindern.

Was passiert mit Endometriose nach einer Gebärmutterentfernung?

Nach einer Gebärmutterentfernung (mit oder ohne Entfernung von Eierstöcken und Eileitern), kommt es seltener zu wiederkehrenden Endometriose-bedingten Beschwerden als nach einer Operation, bei der nur die Endometriose-Herde entfernt werden.

Habe ich nach einer Gebärmutterentfernung immer noch Endometriose?

Für Frauen mit Endometriose gilt die Gebärmutterentfernung oft als dauerhafte Lösung ihrer chronischen Unterleibsschmerzen. Für viele Frauen trifft dies zu. Allerdings gibt es eine kleine Anzahl von Frauen, bei denen die Symptome nach einer „endgültigen“ Operation erneut auftreten .

Kann man ohne Gebärmutter Endometriose haben?

Ohne Gebärmutter kann man keine Endometriose bekommen

Auch Männer können in sehr seltenen Fällen betroffen sein (z. B. nach hochdosierter Östrogentherapie). Und: Auch nach einer Gebärmutterentfernung kann Endometriose erneut auftreten, insbesondere wenn bereits außerhalb der Gebärmutter Herde bestanden.

Ist Endometriose nach OP weg?

Endometriose-Herde können manchmal operativ entfernt werden. Dies kann Beschwerden lindern – allerdings nicht bei allen Frauen. Zudem können sich nach einer Operation wieder neue Herde bilden.

Gebärmutterentfernung (Hysterektomie): 3 Fragen 3 Antworten | Asklepios

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Habe ich nach der Operation immer noch Endometriose?

Endometriose ist eine Erkrankung des gesamten Körpers, deren Läsionen auch außerhalb der Fortpflanzungsorgane auftreten und verschiedene Körperbereiche betreffen. Die alleinige Entfernung der Gebärmutter beseitigt weder die Endometriose noch die damit einhergehenden chronischen Entzündungen und systemischen Auswirkungen.

Kann Endometriose vollständig heilen?

Nein, Endometriose ist aktuell nicht heilbar, da die genaue Ursache unbekannt ist; es gibt jedoch effektive Behandlungen, um die Symptome zu lindern und das Fortschreiten der Krankheit zu kontrollieren, darunter Hormontherapien, Schmerzmittel, Operationen zur Entfernung von Herden und alternative Ansätze, wobei die Behandlung individuell an die Beschwerden und Lebensumstände angepasst wird, bis die Wechseljahre oft zu einer Rückbildung führen.
 

Kann man Endometriose haben, wenn man keine Gebärmutter hat?

Es ist möglich, Endometriose zu haben, ohne eine Gebärmutter zu besitzen, da endometriumähnliches Gewebe an vielen Stellen im Becken wachsen kann, wie zum Beispiel in der Auskleidung der Bauchhöhle oder im Darm (1,7).

Welche Frauen neigen zu Endometriose?

Frauen im gebärfähigen Alter (besonders 35-45 Jahre), mit familiärer Vorbelastung, frühen ersten Blutungen, kurzen Zyklen, vielen oder späten Schwangerschaften sowie Frauen mit Kinderwunsch oder chronischen Unterleibsschmerzen neigen zu Endometriose, wobei auch traumatische Kindheitserfahrungen ein Risikofaktor sein können. Die Erkrankung betrifft schätzungsweise 8-15 % aller Frauen in diesem Alter.
 

Welche Probleme können nach einer Gebärmutterentfernung auftreten?

In den ersten Tagen nach dem Eingriff können vorübergehende Schmerzen, Verstopfung oder Probleme bei der Blasenentleerung auftreten. Zudem kann es wie bei allen Eingriffen im Bauchraum später zu Verwachsungen kommen, die zu Schmerzen oder Darmbeschwerden führen können.

Was bleibt nach einer Gebärmutterentfernung?

Nach einer Gebärmutterentfernung bleibt die normale Regelblutung aus. Leichte Blutungen können aber noch auftreten, wenn Gebärmutterhals und Eierstöcke nicht entfernt worden sind. Denn auch der Gebärmutterhals ist teilweise mit Gebärmutterschleimhaut bedeckt.

Kann Endometriose vollständig entfernt werden?

Die Endometriose-Herde werden bei einer Bauchspiegelung entfernt. Dazu werden kleine Schnitte in der Bauchdecke gemacht. Die Gebärmutter bleibt erhalten. Die Gebärmutter wird bei einer Operation vollständig entfernt; falls sie befallen sind, vielleicht auch die Eierstöcke (einer oder beide).

Können nach einer Gebärmutterentfernung Menstruationskrämpfe auftreten?

Menstruationskrämpfe nach einer Gebärmutterentfernung sind nicht ungewöhnlich und können verschiedene Ursachen haben. Eine Ursache ist, dass der Beckenbereich nach der Operation noch heilt, was zu Beschwerden und Krämpfen führen kann.

Verschwindet die Endometriose nach einer vollständigen Gebärmutterentfernung?

Endometriose kann nach einer vollständigen Gebärmutterentfernung fortbestehen oder erneut auftreten . Obwohl Gebärmutter und Gebärmutterhals entfernt werden, kann gebärmutterschleimhautähnliches Gewebe außerhalb der Gebärmutter zurückbleiben und sich reaktivieren. Dies gilt insbesondere, wenn die Eierstöcke erhalten bleiben. Die Eierstöcke produzieren Östrogen – ein Hormon, das das Wachstum von Gebärmutterschleimhautgewebe fördert.

Wie lässt sich Endometriose nach einer Gebärmutterentfernung feststellen?

Die transvaginale Ultraschalluntersuchung ist die erste Wahl zur Erkennung von Endometriomen und Anzeichen einer tieferliegenden Erkrankung. Eine MRT des Beckens hilft, Läsionen hinter der Gebärmutter, entlang der Ligamenta uterosacralia, des Septum rectovaginale, des Darms und der Blase darzustellen. Bluttests wie CA 125 sind unspezifisch und können keine Endometriose diagnostizieren.

Was sind die Auslöser von Endometriose?

Die genauen Ursachen der Endometriose sind noch unklar, aber man geht von einem Zusammenspiel mehrerer Faktoren aus: Haupttheorie ist die Retrograde Menstruation (Rückfluss von Menstruationsblut in den Bauchraum), beeinflusst durch hormonelle Ungleichgewichte und ein möglicherweise gestörtes Immunsystem; zudem spielen genetische Veranlagungen, frühe erste Blutungen, Kaiserschnitte, wenige Schwangerschaften und möglicherweise auch kindliche Belastungen eine Rolle als Risikofaktoren, da sie die Entstehung und Schmerzwahrnehmung begünstigen.
 

Wie schnell wächst Endometriose nach einer OP?

Nach einer Endometriose-Operation können bei jeder zweiten Patientin innerhalb von 5 Jahren neue Endometrioseherde auftreten [3]. Daher folgt nach einem Eingriff meist eine drei bis sechs Monate lange Behandlung mit Hormonen, um den Effekt der Operation zu unterstützen.

Wo tut es weh bei Endometriose?

Endometriose verursacht Schmerzen primär im Unterbauch und Becken, oft zyklusabhängig (vor/während der Periode), aber auch in den Rücken, Beine, beim Sex, Stuhlgang und Wasserlassen ausstrahlend; seltener auch Brust- oder Schulterschmerzen bei selteneren Formen wie der Zwerchfell-Endometriose. Die Schmerzen können tief im Becken, im Gesäß, entlang des Ischiasnervs und sogar in den Füßen spürbar sein.
 

Kann Endometriose durch Stress entstehen?

Die Ergebnisse zeigen, dass Endometriose, Depression und Angsterkrankungen eine gemeinsame genetische Ursache haben können. Somit sind Endometriose und psychische Gesundheit offenbar nicht nur über Schmerzbelastung, Stress und Hormonbehandlung (Gestagen) miteinander verknüpft.

Ist Endometriose nach Gebärmutterentfernung weg?

Bei nachgewiesener Adenomyose oder Endometriose und Gebärmutterentfernung kann eine Anschlussheilbehandlung oder Rehabilitation angeschlossen werden. Dabei hilft der Sozialdienst. Eine besondere Rehabilitation ist aber in der Regel nicht notwendig.

Was ist eine stille Endometriose?

Viele Frauen haben „stille“ Endometriose-Herde, die sie nicht spüren. Bei Frauen mit chronischen Unterbauchschmerzen geht man davon aus, dass etwa 50 % von ihnen eine Endometriose haben.

Was passiert, wenn Endometriose unbehandelt bleibt?

Wenn Endometriose unbehandelt bleibt, können die Herde wachsen und zu chronischen Entzündungen, starken Schmerzen (auch beim Stuhlgang, Geschlechtsverkehr), Unfruchtbarkeit und dauerhaften Organschäden durch Vernarbungen führen, was die Lebensqualität stark beeinträchtigt und die psychische Gesundheit belastet. In seltenen Fällen können auch Komplikationen wie Darmverschluss auftreten. 

Ist Endometriose eine schlimme Krankheit?

Endometriose ist eine gutartige, jedoch chronisch verlaufende Erkrankung. Bei Endometriose wächst Gewebe, welches der Gebärmutterschleimhaut ähnelt, außerhalb der Gebärmutterhöhle. Dieses Gewebe siedelt sich bspw. an den Eierstöcken, im Bauch- und Beckenraum, am Darm oder Bauchfell an.

Welche natürlichen Mittel helfen gegen Endometriose?

Einige Nährstoffe zeigen sich in der aktuellen Studienlage als sinnvolle Ergänzung, um die Beschwerden bei Endometriose zusätzlich zu lindern: Omega-3-Fettsäuren, Vitamin D (bei Mangel), Vitamin E, Magnesium und Zink haben in Studien positive Effekte auf Schmerzen gezeigt [1].

Was übernimmt die Krankenkasse bei Endometriose?

Krankenkassen übernehmen bei Endometriose grundlegend die Kosten für medizinisch notwendige Behandlungen wie Operationen, Hormontherapien und Schmerztherapien in zertifizierten Zentren, auch die neuere Goldnetzmethode ist teilweise Kassenleistung. Ergänzende digitale Hilfen wie die FEMNA-App werden von einigen Kassen (z.B. TK) angeboten. Für neue Diagnostik-Verfahren wie den Speicheltest müssen Betroffene (Stand 2025) oft noch selbst zahlen, und bei der Kostenübernahme von Hormonpräparaten gibt es Altersgrenzen oder die Notwendigkeit einer gesicherten Diagnose. 

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