Ist ein Knoten in der Schilddrüse ein Tumor?

Ein Knoten in der Schilddrüse kann ein Tumor sein, aber in den allermeisten Fällen (über 90 %) handelt es sich um einen gutartigen Knoten (Adenom oder Zyste) und nur selten um bösartigen Krebs (Karzinom). Gutartige Knoten verursachen oft keine Beschwerden, während ein neu aufgetretener, schnell wachsender Knoten oder eine Verhärtung ein Warnzeichen für Krebs sein kann. Eine ärztliche Untersuchung (Ultraschall, ggf. Feinnadelbiopsie) ist entscheidend, um die Art des Knotens zu bestimmen.

Was ist der Unterschied zwischen Knoten und Tumor?

Ein Knoten – Mediziner sprechen hier von Tumor – in der Brust kann ein Symptom für Brustkrebs, medizinisch Mammakarzinom, sein. Häufig sind aber andere Erkrankungen Ursache für die Veränderung: Bei etwa vier von fünf Fällen handelt es sich nämlich um eine gutartige Veränderung und nicht um Krebs.

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Schilddrüsenknoten bösartig ist?

Allerdings ist die statistische Wahrscheinlichkeit, dass sich in einem kalten Knoten bösartiges Gewebe befindet, mit etwa 5% - 15% gering. Die Wahrscheinlichkeit ist folglich höher, dass der kalte Knoten gutartig ist.

Sind Knoten an der Schilddrüse schlimm?

Ein Schilddrüsenknoten ist meistens harmlos und gutartig, aber eine Abklärung ist wichtig, da sich in sehr seltenen Fällen Schilddrüsenkrebs verbergen kann. Gefährlich wird es, wenn der Knoten wächst (Druck auf Luftröhre/Speiseröhre) oder zu einer Überfunktion der Schilddrüse führt (heißer Knoten). Eine genaue Diagnose mittels Ultraschall und Szintigrafie ist entscheidend, um das Risiko zu bewerten und eine geeignete Therapie zu bestimmen.
 

Wie erkennt man einen Tumor an der Schilddrüse?

Schilddrüsenkrebs zeigt sich oft durch einen tastbaren Knoten oder eine Schwellung im Hals, die schmerzlos sein kann, aber auch Druckgefühl, Schluckbeschwerden, Heiserkeit, Hustenreiz oder Atemprobleme verursachen kann, wenn der Tumor wächst. Vergrößerte Lymphknoten im Nacken können ebenfalls ein Anzeichen sein. Da diese Symptome unspezifisch sind, sollten sie bei einem tastbaren Knoten oder anhaltenden Beschwerden ärztlich abgeklärt werden, oft mittels Ultraschall und Biopsie, um die Ursache zu klären.
 

Wie wird Schilddrüsenkrebs diagnostiziert?

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Wie fängt Schilddrüsenkrebs an?

Warnzeichen für eine bösartige Geschwulst in der Schilddrüse sind schnell wachsende und besonders harte Knoten. Weitere Hinweise auf Schilddrüsenkrebs können sein: Schluckbeschwerden, Druckgefühl im Halsbereich, Luftnot, Heiserkeit und Hustenreiz.

Welche Symptome treten bei einem Schilddrüsentumor auf?

Mit zunehmendem Wachstum kann sich ein Knoten im Hals bilden, der durch die Haut tastbar ist. Möglicherweise bemerken Sie Veränderungen Ihrer Stimme, wie Heiserkeit oder Schluckbeschwerden. Manche Betroffene verspüren Schmerzen im Hals oder Rachen. Auch geschwollene Lymphknoten im Halsbereich sind möglich.

Wann muss ein Knoten an der Schilddrüse operiert werden?

Ein Schilddrüsenknoten muss operiert werden, wenn ein Krebsverdacht besteht, er Beschwerden verursacht (Druck, Schluck-, Atemnot), die Schilddrüsenfunktion stört oder schnell wächst; viele gutartige Knoten müssen aber nur beobachtet werden. Eine Operation ist meist nur bei konkreten Problemen nötig, nicht pauschal bei jedem Knoten, wie z.B. kalte Knoten über 1 cm Größe, die regelmäßig kontrolliert werden müssen.
 

Wie stellt man fest, ob ein Knoten bösartig ist?

Auch eine körperliche Untersuchung gibt Hinweise darauf, ob es sich um Krebs handeln könnte. Für einen bösartigen Knoten sprechen zum Beispiel: vergrößerte, auffällige Lymphknoten im Hals. Schilddrüsenknoten, die tastbar, aber nicht verschiebbar sind.

In welchem Alter tritt Schilddrüsenkrebs auf?

Anaplastische Karzinome sind vor dem 40. Lebensjahr selten; der Inzidenzgipfel liegt zwischen dem 70. und 80. Lebensjahr.

Wie stellt man fest, ob ein kalter Knoten bösartig ist?

Um festzustellen, ob ein kalter Schilddrüsenknoten bösartig ist, werden Ärzte eine Kombination aus Ultraschall, Feinnadelbiopsie (Punktion) und manchmal speziellen Bluttests (z.B. Calcitonin) sowie einer Szintigrafie nutzen, um risikoreiche Merkmale (z.B. Verkalkungen, unregelmäßige Ränder) zu erkennen, die auf einen Krebs hindeuten, obwohl die Mehrheit kalter Knoten gutartig ist. Die Biopsie liefert die sicherste Diagnose, indem sie Zellen direkt untersucht.
 

Kann man Schilddrüsenkrebs im Ultraschall erkennen?

Zur Diagnose von Schilddrüsenkrebs kann Ihr Arzt eine Ultraschalluntersuchung durchführen, bei der er mit einer Ultraschallsonde den Hals abfährt und die Schilddrüse auf dem Bildschirm des Ultraschallgerätes beurteilt. Da die Schilddrüse oberflächlich liegt, lässt sie sich gut mit Ultraschall untersuchen.

Wie oft muss man Schilddrüsenknoten kontrollieren?

Bei den meisten Schilddrüsenknoten ist keine Behandlung nötig. Es reicht, die Schilddrüse nach etwa einem Jahr per Bluttests und Ultraschall zu kontrollieren.

Welche Blutwerte sind bei Schilddrüsenkrebs erhöht?

Ein Schilddrüsenkarzinom kann zudem bestimmte Blutwerte erhöhen. So ist bei einem medullären Schilddrüsenkarzinom der Calcitonin-Wert erhöht. Außerdem werden die Schilddrüsenwerte (TSH, T3 und T4) und Kalzium, die Leberwerte und das Blutbild bestimmt.

Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Knoten an der Schilddrüse bösartig ist?

Erwachsenen des Halses einen Knoten in der Schilddrüse finden. Viele Patienten haben dann Angst vor Krebs. Zum Krebsrisiko von Schilddrüsenknoten gibt es eine aktuelle Studie. Danach sind nur 1,1 % aller Schilddrüsenknoten bösartig.

Wie fühlen sich gutartige Knoten an?

Die häufigsten Weichteiltumore auf einen Blick

Lipome, Geschwulste aus Fettgewebe, liegen meist direkt unter der Haut und sind als runde oder ovale Knoten zu ertasten. Sie lassen sich leicht verschieben und fühlen sich gummiartig, aber dennoch prall an.

Wohin streut Schilddrüsenkrebs als erstes?

Schilddrüsenkrebs streut zuerst meist in die Lymphknoten im Hals, die sich direkt um die Schilddrüse befinden, insbesondere bei papillären und medullären Karzinomen. Bei medullären Karzinomen kann es auch früh zu Absiedlungen in der Lunge, Leber und Knochen kommen. Differenzierte Tumore (papillär/follikulär) breiten sich primär lymphogen aus, während das medulläre Karzinom auch hämatogen (über den Blutweg) metastasiert.
 

Wie merkt man, dass man Schilddrüsenkrebs hat?

Schilddrüsenkrebs erkennt man oft an einem neu aufgetretenen, harten Knoten im Hals, der schmerzlos ist, aber schnell wächst. Weitere Symptome sind Druckgefühl, Heiserkeit, Schluck- oder Atembeschwerden, ein chronischer Husten sowie geschwollene Lymphknoten im Hals. Die Diagnose erfolgt durch einen Arzt mittels Ultraschall, oft gefolgt von einer Biopsie (Gewebeprobe) und Blutuntersuchung, um die Schilddrüsenhormone und spezifische Tumorwerte (wie Calcitonin) zu prüfen.
 

Kann man bösartige Tumoren im Ultraschall sehen?

Ja, ein erfahrener Arzt kann im Ultraschall (Sonographie) oft Hinweise auf bösartige Tumore erkennen, da er Lage, Größe, Beschaffenheit und Durchblutung beurteilen kann; moderne Geräte mit Farbdoppler-Sonographie helfen dabei, verdächtige Gewebebereiche hervorzuheben und ermöglichen so eine gezielte Biopsie zur sicheren Diagnose, aber eine endgültige Bestätigung erfolgt meist durch eine Gewebeprobe unter dem Mikroskop. 

Ist es gefährlich, wenn ich einen Knoten an der Schilddrüse habe?

Ein Schilddrüsenknoten ist meistens harmlos und gutartig, aber eine Abklärung ist wichtig, da sich in sehr seltenen Fällen Schilddrüsenkrebs verbergen kann. Gefährlich wird es, wenn der Knoten wächst (Druck auf Luftröhre/Speiseröhre) oder zu einer Überfunktion der Schilddrüse führt (heißer Knoten). Eine genaue Diagnose mittels Ultraschall und Szintigrafie ist entscheidend, um das Risiko zu bewerten und eine geeignete Therapie zu bestimmen.
 

Was spricht gegen eine Schilddrüsen-OP?

Sogenannte eingriffsspezifische Komplikationen bei Schilddrüsenoperationen bestehen im Wesentlichen in Wundheilungsstörungen, Nachblutungen, Blutergussbildungen, Schädigungen der Stimmbandnerven oder Störungen des Kalziumstoffwechsels.

Wie lange dauert eine Schilddrüsenknoten-OP?

Nach Spaltung der Haut wird die Halsmuskulatur seitlich verlagert, die Schilddrüse zunächst freigelegt und das erkrankte Gewebe entfernt. Danach wird die Wunde in den anatomischen Schichten verschlossen. Meist dauert dieser Eingriff nicht länger als eine bis zwei Stunden.

Wie lange entwickelt sich Schilddrüsenkrebs?

Die Tumoren können sich bereits nach 10 Jahren zeigen, jedoch bleibt das Risiko für 30–40 Jahre erhöht. Solche Tumoren sind meistens gutartig, dennoch ist bei 10% der Fälle mit einem papillären Karzinom zu rechnen.

Welcher Schilddrüsentumor ist der häufigste?

Das papilläre Schilddrüsenkarzinom ist der häufigste bösartige Tumor der Schilddrüse (75-80%). Dieser Tumor tritt überwiegend im 20. bis 25. Lebensjahr auf.

Wie kann ich feststellen, ob ich Schilddrüsenkrebs habe?

Ein erfahrener Arzt kann aus den Befunden von Ultraschalluntersuchung, Blutanalyse und Szintigrafie bereits ein relatives Bösartigkeitsrisiko ableiten. Zur weiteren Abklärung können weitere Untersuchungen wie z. B. eine Probepunktion mit einer Hohlnadel hilfreich sein.