Ja, Miterben haben grundsätzlich Anspruch auf die Kontoauszüge des Erblassers, da sie als Teil der Erbengemeinschaft das Recht haben, den Nachlass zu überblicken und zu verwalten, wozu auch die Einsicht in Bankunterlagen gehört, um den Nachlass vollständig zu erfassen und etwaige Schenkungen oder Schulden zu klären, auch wenn die Auszüge selbst nicht immer vollständig ausreichen, um alle Details zu klären. Dieser Anspruch kann gegenüber Banken und anderen Miterben geltend gemacht werden, um z.B. den Nachlasswert zu ermitteln oder den Pflichtteil zu berechnen.
Kann Erbe Kontoauszüge verlangen?
Gemäß § 666 BGB i.V.m § 675 Abs. 1 und § 1922 BGB ist das Kreditinstitut nun verpflichtet, Auskunft zu erteilen. Nun ist es dem Erben möglich, alle kontobezogenen Informationen einzuholen, einschließlich solcher über vergangene Vorgänge.
Sind Erben untereinander Auskunftspflichtig?
Kein allgemeiner Auskunftsanspruch unter Miterben
Miterben haben untereinander nicht per se einen Anspruch darauf, dass sie sich gegenseitig Auskünfte erteilen. Das liegt daran, dass jeder Miterbe als Rechtsnachfolger des Verstorbenen alle Möglichkeiten hat, sich bei Dritten die erforderlichen Informationen zu holen.
Wie weit zurück Kontoauszüge fürs Erbengemeinschaft?
Erbe muss dem Pflichtteilsberechtigten sämtliche Kontoauszüge der letzten zehn Jahre zeigen. Pflichtteilsberechtigte haben in aller Regel keinerlei Kenntnis vom Wert des Nachlasses, der dem Erben zugefallen ist und sie könnten ihren Pflichtteilsanspruch damit auch nicht berechnen –er drohte damit leerzulaufen.
Wie komme ich an Kontoauszüge eines Verstorbenen?
Um Zugriff auf die Konten des Erblassers zu erhalten, müssen sich die Erben gegenüber der Bank legitimieren (z.B. durch Erbschein). Ratsam ist eine Kontovollmacht, die über den Tod des Erblassers hinaus wirksam ist, um die Abwicklung des Kontos zu erleichtern.
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Welche Rechte haben Erben auf Kontoauszüge eines Verstorbenen?
Erben haben einen rechtlichen Anspruch auf Auskunft über die finanziellen Verhältnisse des Verstorbenen bei Banken, einschließlich historischer Kontoauszüge, Kontostände, Informationen zu Sparbüchern, Depots und Schließfächern sowie eine Auflistung von Daueraufträgen und Lastschriften.
Wie erhalte ich einen Kontoauszug einer verstorbenen Person?
Um ein Schreiben zur Beantragung einer Todesfallleistung zu verfassen, gehen Sie wie folgt vor: Richten Sie das Schreiben an den Bankmanager, geben Sie Ihr Verhältnis zum Verstorbenen deutlich an, nennen Sie die Kontodaten des Verstorbenen und listen Sie alle erforderlichen Dokumente auf (z. B. Sterbeurkunde, Angaben zum Begünstigten). Verwenden Sie eine formelle Sprache und bleiben Sie höflich.
Wer hat das Recht, Kontoauszüge in einer Erbengemeinschaft einzusehen?
Offenbart werden Namen des Kontoinhabers, die Kontonummer und auch die Daten der Kontoeröffnung und -schließung, nicht jedoch Kontostände oder –bewegungen. Auskunftsberechtigt sind nicht nur die Finanzbehörden, sondern unter bestimmten Voraussetzungen auch die Arbeitsagentur, Sozialämter oder Stadtverwaltungen.
Wann macht sich ein Miterbe strafbar?
Ein Miterbe macht sich strafbar, wenn er Nachlassgegenstände eigenmächtig an sich nimmt, unterschlägt (§ 246 StGB) oder veruntreut, etwa durch den heimlichen Verkauf, ohne die anderen Erben zu fragen, oder wenn er eine Vollmacht missbraucht, um sich zu bereichern, was oft den Tatbestand der Untreue (§ 266 StGB) erfüllt, wie MENZ & PARTNER und Erbrecht-Ratgeber erklären; auch Urkundenfälschung (§ 267 StGB) bei Testamentsmanipulation oder falsche eidesstattliche Versicherungen (§ 156 StGB) bei falschen Angaben zum Erbschein sind strafbar, so ROSE & PARTNER.
Welche Auskunftspflichten haben Miterben im Nachlass?
Welche Auskunftspflichten haben Miterben gegenüber Dritten? Miterben sind per Gesetz dazu verpflichtet, Dritten Auskunft zum Nachlass zu geben, sofern diese involviert sind. Das gilt für den Nachlassgläubiger, den Vermächtnisnehmer, die Pflichtteilsberechtigten, Nacherben und Testamentsvollstrecker.
Wer muss mögliche Erben ausfindig machen?
Wer muss die Erbensuche beantragen? Für die Erbenermittlung sind zumeist Nachlassgericht oder eingesetzter Nachlasspfleger zuständig. In aller Regel bedarf es hierzu keines gesonderten Antrages durch einen etwaigen Betreuer des Verstorbenen oder bereits bekannter Erben.
Kann ein Miterbe einen Pflichtteilsergänzungsanspruch gegen einen Miterben geltend machen?
Ein Miterbe kann einen Pflichtteilsergänzungsanspruch gegen einen anderen Miterben nur im Rahmen einer Erbauseinandersetzung geltend machen, wozu der Bestand des gesamten Nachlasses darzulegen ist. … Der Ergänzungsanspruch besteht nur, soweit der Wert des Erbteils dahinter zurückbleibt; dieser ist mithin abzuziehen …
Was tun, wenn Miterben nicht kooperieren?
Wenn sich die Miterben nicht einig werden, wird der Kaufpreis bis zur finalen Auseinandersetzung beim Gericht hinterlegt. Dies führt oft zu einer Auseinandersetzungsklage unter den Miterben. In aller Regel dauert die Teilungsversteigerung rund ein Jahr.
Habe ich ein Anrecht auf Kontoauszüge?
Der Kunde einer Bank hat einen Anspruch auf Erteilung von Auskünften, insbesondere bei Girokonten über die Kontobewegungen und den aktuellen Kontostand. Das Gleiche gilt für Kreditnehmer, welche den aktuellen Valutenstand erfahren möchten.
Wo bekommt man die Auskunft über die Konten eines Verstorbenen?
Für die Suche nach Konten bei Privatbanken können Sie sich an den Bundesverband deutscher Banken wenden und einen Antrag auf Kontennachforschung stellen. Dabei müssen Sie nachweisen, dass Sie zur Nachforschung berechtigt sind. Legen Sie Ihrem Antrag daher eine Kopie des Erbscheins oder des Testaments bei.
Kann ein Miterbe Erbschaftsbesitzer sein?
Ein Miterbe, der als „Erbschaftsbesitzer“ i. S. des § 2027 I BGB zu qualifizieren ist (z.B. weil er sich ein Alleinerbrecht angemaßt und deshalb etwas aus dem Nachlass erlangt hat), ist verpflichtet, den anderen Miterben Auskunft über den Nachlassbestand und den Verbleib von Nachlassgegenständen zu erteilen.
Welche Rechte habe ich als Miterbe?
Rechte der Miterben
Mitwirkung: Jede Erbin und jeder Erbe kann den Nachlass mitverwalten und hat ein Mitspracherecht bei Entscheidungen über Vermögenswerte. Auskunftsanspruch: Miterbinnen und Miterben dürfen Auskünfte über den Nachlass, offene Verbindlichkeiten oder Vermögensbestandteile verlangen.
Was passiert, wenn sich ein Miterbe nicht meldet?
Gerichtliche Durchsetzung des Auskunftsanspruchs
Die Erben können vor dem Nachlassgericht auf Auskunft klagen, wenn ein Miterbe sich weigert, die notwendigen Informationen bereitzustellen. Das Gericht kann den Miterben dann zur Auskunftserteilung verpflichten.
Kann ein Miterbe eine Auszahlung verlangen?
Als Miterbe haben Sie keinen Anspruch darauf, dass man Sie "ausbezahlt" und so aus der Erbengemeinschaft "entlässt". Sie können aber versuchen, Ihren Erbteil an einen anderen Miterben oder einen Investor zu verkaufen, oder im Wege der sogenannten Abschichtung gegen eine Zahlung aus der Erbengemeinschaft auszuscheiden.
Welche Rechte haben Erben auf Kontoauszüge im Erbfall?
Nach dem Tod eines Kontoinhabers gehen sämtliche Rechte und Pflichten automatisch auf die Erben über. Damit besteht ein umfassender Anspruch auf Auskunft gegenüber der Bank – einschließlich der Einsicht in historische Kontoauszüge.
Wer darf eine Bankauskunft einholen?
Wer kann eine Bankauskunft beantragen? Diese Frage ist leicht beantwortet. Eine Bankauskunft über eine andere Person oder ein Unternehmen kann jeder beantragen, der ein berechtigtes Interesse nachweisen kann.
Ist man verpflichtet Kontoauszüge aufzuheben?
Privatpersonen sind in der Regel gesetzlich nicht verpflichtet, Kontoauszüge überhaupt aufzubewahren. Dennoch ist es ratsam, dies einige Jahre lang zu tun. Ein guter Anhaltspunkt ist die Verjährungsfrist von drei Jahren, die für die meisten Alltagsgeschäfte gilt.
Wie lange müssen Kontoauszüge von Verstorbenen aufgehoben werden?
Frage: Wie lange muss ich Kontoauszüge von Verstorbenen aufheben, die nicht unmittelbar steuerrelevant sind? Antwort: Um auf der sicheren Seite zu sein, sollten Sie sich an der längsten gesetzlichen Aufbewahrungsfrist von 10 Jahren orientieren.
Wie kommt man an das Konto eines Verstorbenen?
Hinterbliebene besitzen eine Vollmacht oder Verfügungsberechtigung, die Ihnen den Zugriff auf das Konto des Verstorbenen gestattet. Die Angehörigen sind auch die Erben des Verstorbenen und können dies mit einem beglaubigten Testament, einem Erbvertrag oder einem Erbschein nachweisen.
Was macht man mit Unterlagen von Verstorbenen?
Falls wichtige Papiere fehlen, sollten Sie sich bemühen, Ersatzdokumente zu beschaffen. Oftmals können Geburts-, Sterbe-, Ehe- und Immobilienunterlagen sowie Bankdokumente bei den zuständigen Behörden angefordert werden. Organisationen und Anwaltskanzleien bieten ebenfalls Unterstützung bei der Beschaffung an.
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